Gleich zwei Probleme auf einmal...

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  • Zitat

    Ist jetzt vielleicht eine blöde Idee, aber was passiert denn, wenn du sie einfach ignorierst und bellen lasst? Bellt sie dann ewig weiter, oder hört sie nach einer Weile auch auf und legt sich hin?

    Ne, die hört nicht auf... aber danke für die Antwort, ich bin für alles offen und dankbar! =)


    Ich hab heute mal wieder einen Versuch gewagt..
    Es war schrecklich..
    Ich war erst mit Hund und Pferd spazieren - alles super.
    Dann wollte ich mein Pferd noch etwas laufen lassen, hatte Emma erst an der Leine bei mir, war aber echt nervig, weil sie aufgeregt hechelt und immer hinterm Pferd her will.
    Ich hab sie dann angebunden, sie hat so viel Terror gemacht, gejammert, gehechelt, an der Leine gezerrt bis sie (innerhalb von ein paar minuten) ihr Geschirr zerissen hat, weil sie so ausgeflippt ist.
    Ich hab sie die ganze Zeit versucht zu ignorieren. Aber das bringt nichts. Danach hab ich sie ins Auto gesperrt, da hat sie dann auch aus Protest (denk ich mal) gebellt und gejammert.
    Ich weiß einfach nicht, was ich dagegen machen kann.
    Es ist natürlich einfach zu sagen, dass sie immer im Auto bleibt oder ich sie gar nicht erst mit nehme, aber das will ich nicht. Schließlich soll sie das lernen....

    Ich würde mich freuen, wenn mir jemand Tipps gibt... oder vielleicht einen Hundetrainer in Lübeck kennt.. (der wäre die letzte Lösung)

  • Weisst du was sie denn eigentlich will? Du sagst sie will immer dem Pferd nach, aber wenn sie mit ihm spazieren geht ist alles normal?

    Will sie das Pferd jagen? Oder mit ihm spielen? Oder geht es nur um dich, also dass es sie stört dass DU so weit weg bist und sie nicht mit kann?

    Denn jeh nachdem, musst du ja was komplett anderes üben.

    Wie alt ist sie denn eigentlich (oder hab ich das überlesen *sorry*)? Und was tut sie eingentlich, wenn du mit ihr an der Leine am Reitplatz stehst und wer anders reitet? Macht sie da auch Theater?

    Was macht sie, wenn du sie ohne Pferd (also auf einem ganz normalen Spaziergang) wo anleinst und dann in Sichtweite mal ganz was anderes machst (können auch mal Turnübungen sein :D )?

  • Zitat

    Weisst du was sie denn eigentlich will? Du sagst sie will immer dem Pferd nach, aber wenn sie mit ihm spazieren geht ist alles normal?

    Ja dem Pferd nach und meine Aufmerksamkeit.
    Ihr passt es nicht, dass ich mich nicht um sie kümmer.
    Diese bellen ist Trotz, so würde ich es deuten und ich bin mir ziemlich sicher.
    Und das Pferd verstärkt das ganze, weil sie hinter her will.

    Ja beim spazieren gehen, geht mein Pferd ja im Schritt, aber sobald er trabt oder galoppiert dreht sie ab.

    Zitat

    Will sie das Pferd jagen? Oder mit ihm spielen? Oder geht es nur um dich, also dass es sie stört dass DU so weit weg bist und sie nicht mit kann?

    Also jagen und spielen eideutig ja und das sie nicht mit kann auch, aber auch wenn ich sie bei mir habe, dreht sie auch durch.

    Zitat

    Wie alt ist sie denn eigentlich


    Jannuar 2008 geboren, also 1 Jahr und 3 Monate

    Zitat

    Und was tut sie eingentlich, wenn du mit ihr an der Leine am Reitplatz stehst und wer anders reitet? Macht sie da auch Theater?

    Hab ich noch nicht getestet, aber wenn meine Mutter mit ihr am Reitplatz steht und ICH reite dreht sie auch durch.
    Aber da dreht sie auch ab, wenn ich nicht reite und einfach weg gehen würde. Sie ist sehr doll auf mich fixiert. Aber wenn meine Mutter nen Ball mit hat ist sie abgelenkt, wenn ich ich weg gehe.

    Zitat

    Was macht sie, wenn du sie ohne Pferd (also auf einem ganz normalen Spaziergang) wo anleinst und dann in Sichtweite mal ganz was anderes machst (können auch mal Turnübungen sein )?

    Gute Frage, muss ich mal testen. (Hoffentlich sieht mich dann keiner :lol: )

    Vielen dank für deine Antwort! Ich freu mich, dass jemand versucht zu helfen :gut: Danke!

  • Ich glaube das Hauptproblem ist, dass sie deine Aufmerksamkeit will.

    Du kannst das ja selbe noch testen, in dem du dich mal mit ihr an den Reitplatz stellst und wem anders beim Reiten zuschaust. Wenn sie dann genauso abgeht wie vorher, dann ist das Pferd das Problem. Wenn sie ruhiger bleibt (hinwollen kann sie natürlich noch immer, aber sie sollte sich von dir zur Ruhe bringen lassen), ist es die Aufmerksamkeit.

    Wenn es die Aufmerksamkeit ist

    Würde ich das mal abseits von den ganzen Pferden üben. Du bist nicht immer für sie da! Sie muss lernen, auch mal wo angebunden zu sein und dass du zwar in Sichtweite bist, aber dich trotzdem nicht mit ihr beschäftigst. Theoretisch ginge das, indem du sie wo anbindest und dich dann nur ein paar Meter weiter ins Gras legst und was liest. Bei mir hat das Lesen aber nicht hingehaun, weil ich ja in Wirklichkeit trotzdem immer wieder zum Hund hingeschaut habe (vor allem wenn er Theater macht). Ich hab also eine Schaumstoff-unterlage mitgenommen und erst mal 20 Minuten lang sit-ups, Liegestützen, usw. gemacht. So weit entfernt vom Hund, dass er sich nicht mehr 100%ig wohl fühl (er kommt nicht an mich ran), aber so nah, dass er nicht total panisch wird. Bei uns waren das anfangs so 5 bis 10 Meter. Wenn du fertig bist (dehnen nicht vergessen ;) ) den Hund kurz loben, ableinen und wieder Heim spazieren.

    Mit der Zeit dich dann immer weiter vom Hund entfernen, aber immer in Sichtweite bleiben.

    Was auch gut funktionniert, ist an eine Laufbahn zu gehen, den Hund anzuleinen und dann Runden zu laufen. Am Anfang halt nur kleine Runden (also nicht die grosse Runde), damit man sich nicht zu weit vom Hund entfernt. Wenn das hinhaut, die Distanz vergrössern. Das ist leichter für den Hund als wenn man urweit weg Turnübungen macht, weil man sich entfernt, dann aber auch immer wieder näherer kommt und an ihm vorbei rennt.

    Jedes mal wird der Hund absolut null beachtet. Es soll das normalste der Welt sein, dass er einfach mal wartet, während du dein Sportprogramm machst.

    Wenn es das Pferd ist

    Hast du eher ein kleines Jagdproblem. Dein Hund will anscheinend das Pferd hetzen. Ob zum Jagen (also mit Beiss-absicht) oder "nur" zum Spielen ist eigentlich egal, denn das Pferd versteht den Unterschied sowieso nicht. Das Beste wäre da, wo hin zu gehen wo es Pferde gibt, die auch mal traben und galoppieren (entweder an eine Weide mit mehreren Pferden oder an den Reitplatz). Und dann übst du mit ihr. Sie soll mit ihrer Aufmerksamkeit bei dir sein und nicht dem Pferd hinterher geiern.


    Versuch mal rauszufinden, was bei dir am ehersten das Problem ist, dann kannst du es auch schrittweise üben.

  • super, danke, dass hilf mir schon sehr viel weiter!! :knuddel:

    ich werd berichten, wenn ich mehr weiß ;)

    Achja, ich hab sie jetzt aus dem Bett verbannt, bzw ich habe es vor ... ;)
    Vielleicht ist sie etwas verwöhnt und denkt alles ist selbstverständlich und geht nach ihrem Kopf..

  • Em.ma:

    Ich leide mit Dir... Bin seit ich den Bär hab glaub jetzt ca 5x geritten. Pferdi kommt seit Monaten total zu kurz. Hab jetzt auch angefangen mit Hund und Pferd spazierenzugehen, Mama mit dabei falls was passiert. Dann kommen wenigstens an einem Tag in der Woche beide raus...

  • Danke. :D

    Also, sie rastet nicht so aus, wenn jemand anderes reitet und ich daneben stehe...
    Aber so doll, wie sie ausrastet, wenn ich nicht direkt bei ihr bin und die Pferde laufen, rastet sie nicht aus, wenn ich alleine weg bin... (hoffe ihr versteht den Satz...)
    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Die spinnt total...

    Weiß jemand ne gute Hundeschule in Lübeck oder einen Trainer der helfen könnte?

  • Kannst du den Platz auch mal nutzen, ohne dass jemand da ist?
    Son bisschen "Freischnauze"?
    Dann hätte ich hier ein paar Übungselemente, die ich persönlich ausprobieren würde:
    __

    Teil 1:
    Ich würde ihn mal anbinden, und auf den Platz gehen (ohne Pferde).
    Leg ihm ne Decke oder so hin, evtl ne Box wenn er dran gewöhnt ist, oder ne ruhige Ecke eben...so hätte er eine Alternativ-Handlung irgendwie in Sichtweite.
    Mach irgendwas auf dem Platz, komm zurück, lobe ihn ruhig, lei
    Dann gehst du ne Runde um den Platz, hast ein bisschen länger was "ganz tolles" ohne ihn zu tun, .. dann wieder zurück, ruhig loben.
    Wenn er angespannt ist, und du merkst "ah gleich klappts nich mehr" kannst du die intensität des Trainings ja unterbrechen in dem du zurückgehst, und einfach etwas in seiner Nähe machst.
    Steigere die Zeit bis ihr wirklich auf ca einer halben Stunde seit.

    Ziel ist: leg dich auf deinen Platz, beschäftige dich selbst.

    Zur Verstärkung kannst du ne Freundin dazu holen, mit der du über den Platz joggst.
    Nur kurze Strecken und fürs ruhig sein auch ruhig loben.

    Wenn du ohne ihn Spaß haben kannst, und er das auch akzeptiert, und sich ruhig verhält, kommt

    Teil 2
    Pferd-Hund beziehung.

    Du brauchst eine zweite Person.
    Diese Person führt dein Pferd, und eventuell auch andere Pferde, wenn dein Hund es nicht nur bei deinem Pferd macht, im Schritt an euch vorbei.
    Du hälst die Leine so, dass der Hund nicht ans Pferd kann, aber auch nicht super kurz.

    Ihr lauft nebeneinander, dann mal aneinander vorbei, dann auf das Pferd zu und umdrehen.

    Du hast ja gesagt das klappt, also dürfte der zweite Schritt schnell kommen können:

    Die andere Person trabt an euch vorbei (egal ob im Sattel oder am Strick).
    Immernoch:
    langsam laufen, Aufmerksamkeit bei dir.
    Spielansätze verbal unterbinden. Bei mir klingt das, wie ein sehr schnelles "na" und dann eine Alternativ handlung zum Korrigieren.
    Die Alternativhandlung sollte Emma natürlich kennen, zB bei Fuß oder "langsam" einführen.

    Ziel:
    auch wenn das Pferd trabt, ruhig bleiben und auf Unterbindung des Spielens/jagens hören

    Dann führst du selbst das Pferd, Emma an der Leine bei der anderen Person.
    Ihr distanziert euch immer ein Stückchen weiter.
    Emma bleibt an der Leine, du hast Spaß mit dem Pferd (erstmal kein Trab)
    So aufbauen wie die Platz-Ruhe Übung.

    Wenn der Hund das alles "aushält", kannst du ja mal ein kurzes Stück traben.
    Finde für dihc selbst heraus, ob es auf Distanz oder Nähe besser klappt.

    Ziel ist jedenfalls (logischerweise):
    Du trabst mit deinem Pferd am Strick mehre Minuten herum, ohne dass es Emma bockt. beobachten: ja. Anspannen/Laut geben: nein!

    Wenn mehrere Minuten klappen, setz dich auf den Sattel, und fange nochmal bei Schritt an, steigere dich schnell, trabe dann kurze Strecken (wirklich nur 3-4 hopser) und ziehe es immer länger.

    Das Strickführen am Anfang finde ich wichtig, weil du so
    a) besser zurückkommen kannst, und es dazu noch unspekatulärer aussieht als ein auf- und absteigen
    b) nicht so eine skurille Situation darestellst. Frauchen AUF einem anderen Tier.. das kann doch nich gut gehn!! das muss ich beobachten!! HAH...jetz rennen se auch noch!!!

    langsam rantasten eben

    Gesamtziel:
    Du sitzt auf dem Pferd, trabst. Emma bleibt ruhig!


    Dauerübung
    desensibilisieren!
    Easy peasy bleiben. Pferde sind eben da und TOTAL langweilig.
    machs ihm immer wieder vor, und zeig dasses viel spannender ist, sich auf andere Dinge zu konzentrieren


    Ganz wichtig:
    Versuche keine Muster zu bilden. Der Hund merkt das ganz schnell.
    Mach etwas sinnloses zwischendurch, oder verändere die Reihenfolge deiner Handlungsabläufe.
    Sonst machst du etwas typisches, der Hund denkt "ah jetzt passiert was" und macht dann Terror.
    Ich ertapp mich auch immer wieder selbst dabei, wie ich ausversehen falsche Signale sende...zB morgens an die Haustür gehen (nebendran is die Tür zum Klo)...Alfons denkt immernoch ich würde dann mit ihm rausgehen!


    So.....längster Beitrag aller Zeiten, inkl. Essenspause :D


    Liebe Grüße, viel Erfolg und ich hoffe meine Ideen können dir helfen irgendwie!


    Die Frau der vielen Worte:
    Lisa

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