Wut und Überforderung

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  • Hallo,
    ich habe ein grosses Problem.
    Habe mir vor fünf Monaten einen zweijährigen Labradormix von einer Tierhilfsorganisation geholt.Es würde mir auch gesagt ,das er einen Jagttrieb hat.Bis jetzt hat es mit uns eigendlich ganz gut funktioniert ,obwohl es schon oft sehr anstrengend und stressig draussen ist(habe mir alles etwas einfacher vorgestellt).Wir wohnen an einem Fluss und dort gibt es Enten ,oft rennt er zum Wasser oder wenn sie auffliegen hinterher.Ich versuche ihn (meist gelingt es auch , zu stoppen).Er hat bei einem Spaziergang mit meinem Sohn schon eine Ente erwischt.
    Heutemorgen bin ich mit ihm schon eineinhalb Stunden durch den Schnee gelaufen, ganz entspannt und da hat er es geschafft eine Ente zu erlegen . Ich bin ihm fast in den Fluss hinterher ,hab ihn ans Ufer gezerrt und war so ausser mir und frustriert, dass ich ihn geschlagen und angeschriene habe.Habe ihn an die leine und er musste bei fuss bis nach Hause laufen und dann erst mal eine Stunde in den Korp.
    Ich habe ein totalschlechtes Gewissen.Hab grad eine Stunde ganz viel im Internet über Bestraffung und deren Folgen gelesen und habe gerade das Gefühl ,ich bin mit dem Hund total überfordertund ich mache alles nur noch schlimmer und ich glaube ,das Beste ist , ich gebe ihn wieder ab, obwohl er schon dreimal abgegeben wurde und ich grad echt verzweifelt bin.
    Ist es nun besser ich gebe ihn ab ,bevor er noch mehr Frust von mir abbekommt?

  • Wenn du dich alleine mit seiner Erziehung überfordert fühlst, ihn aber nicht nochmal abgeben willst würde ich dir raten dir eine gute Hundeschule oder einen guten Trainer für Daheim zu suchen der euch hilft.

    Und wie mein Vorredner schon sagte den Hund bis dahin an der Schleppleine führen damit sowas nicht mehr passiert und er keinen weiteren Jagderfolg mehr hat.

  • Liebe Bergblume,

    ich habe auch solche Zeiten durch und war auch in unseren ersten zwei Jahren schonmal davor, den Sam wieder abzugeben.

    Aber ich habe ihn noch und ich möchte ihn auch nicht mehr missen ;-)

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich jede Stimmung auf den Hund überträgt. D.h. gerade dann, wenn man sich überfordert fühlt, klappt fast nichts.
    Ich habe damals konkret Hilfe gesucht. Bis dahin war ich nur auf einem Hundeplatz, der aber wenig geholfen hat. Danach habe ich dann ziemlich recherchiert und zwei gute Trainer aufgesucht. Mittlerweile ist das Leben mit Sam deutlich entspannter. Ich kenn ihn und er mich und ich weiß ziemlich genau, wie ich ihn lesen muss, was ich von ihm fordern kann und was ich, gerade wenn ich schlecht drauf bin, besser lasse.

    Zum Jagdtrieb bzw Antijagdtraining soll es ein gutes Buch von Pia Gröning geben. Dazu können dir aber sicher andere ein wenig mehr sagen.

    Um hier wirklich gute Tips zu bekommen, solltest du ein wenig mehr erzählen:
    Ist es dein erster Hund?
    Gehst du zur Hundeschule?
    Was machst du mit ihm?
    Wie ist sein Gehorsam?
    Welche Kommandos kennt er und wie zuverlässig führt er sie aus?
    Lässt du ihn frei laufen oder an der Schleppleine?
    Beschäftigst du dich irgendwie mit ihm außer spazieren gehen?
    Machst du Suchspiele, Fährtensuche, Dummytraining oder Hundesport?
    Wie kannst du ihn motivieren?
    Was mag er außer lebenden Enten?
    Kennt er das Kommando "Nein"?

    Ich wünsche dir gute Nerven und, dass du nicht so schnell aufgibst!

    Herzliche Grüße

  • Zitat

    Ist es nun besser ich gebe ihn ab ,bevor er noch mehr Frust von mir abbekommt?

    Hast du dich mal damit beschäftig wozu ein Labbi eigentlich gezüchtet
    wurde?

    Bist du bereit mit deinem Hund an seinem "Problem" (für ihn ist es keins ;) ) zuarbeiten?

    Dann behalte ihn.

    Bist du es nicht und lässt weiter DEINEN Frust in der
    von dir beschriebenen Art an dem Hund aus, dann kann ich für den Hund nur hoffen, dass er schnellstens in eine Familie kommt, die mit ihm arbeitet.

    Schau mal hier rein.
    https://www.dogforum.de/ftopic61353.html

  • Zitat

    Aber wenn du doch weisst,dass er gerne Jagt wieso war er nicht an der Leine oder Schleppleine?Dann hätte man das verhindern können.Ich sehe persönlich keine Schuld im Hund!


    Ich ja auch nicht ,ist sicher aus meinem Beitrag zu lesen ,es geht um meine Wut ,und das ich dem Hund schade!

  • Bergblume - ehm.. wir sind Menschen und machen Fehler. Deine Reaktion war nicht klasse aber verständlich. Einen dauerhaften Schaden wird dein Hund von nem einmaligen Wutanfall sicher nicht davontragen.

    Du kannst doch allenfalls schauen, wie du demnächst reagierst und was du machen kannst, um Situationen, die dich zur Weißglut bringen, von vornherein zu vermeiden.

    Mir hat damals übrigens ne Trainerin empfohlen, dem Sam Rescue-Tropfen zu geben und selbst auch welche zu schlucken, weil ich auch immer so sauer geworden bin ;-)

    LG

    p.s.: Willkommen im Forum!

  • Zitat

    Bergblume - ehm.. wir sind Menschen und machen Fehler. Deine Reaktion war nicht klasse aber verständlich. Einen dauerhaften Schaden wird dein Hund von nem einmaligen Wutanfall sicher nicht davontragen.

    Du kannst doch allenfalls schauen, wie du demnächst reagierst und was du machen kannst, um Situationen, die dich zur Weißglut bringen, von vornherein zu vermeiden.

    Mir hat damals übrigens ne Trainerin empfohlen, dem Sam Rescue-Tropfen zu geben und selbst auch welche zu schlucken, weil ich auch immer so sauer geworden bin ;-)

    LG

    p.s.: Willkommen im Forum!


    Danke für dein Verständniss.
    Ich gehe seit drei Wochen zu einer Trainerin , die auf mich einen guten Eindruck macht .
    Mein Problem ist , ich fühle mich total überfordert und ich glaube ,ich tue dem Hund nicht gut ,ich kann ihm nicht wirklich gerecht werden und ich weiss , die Antworten stimmen alle .Ich hätte es vorher besser überlegen sollen .

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