schwerer Fall...oder bin ich einfach nur zu blöd?:)

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  • Folgendes Problem:
    Mein Hund zieht gerne an der Leine, ihm ist alles andere um ihn herum wichtiger und spannender als Frauchen.
    Um ihm das Laufen an der Leine, vor allem bei Hundebegegnungen, besser beibringen zu können, benötige ich aber seine Aufmerksamkeit aber wie bekomme ich die??
    Mein Hund macht gerade bei kleineren Hunden immer ein ziemliches Theater wenn ein anderer Hund vorbeikommt. Er zieht, zerrt, man muss echt aufpassen das er einen nicht mitreißt, springt, bäumt sich auf und fiebt oder bellt. Vor allem dieses Verhalten möchte ich ihm abgewöhnen, und es schien mir dabei sinnvoll ihn in solchen Situationen zu beruhigen und mit etwas tollem abzulenken, aber mit was???

    - Er spielt nicht, hat es beim Vorbesitzer nie gelernt wie es scheint und ist an keinerlei Spielaktivitäten interessiert...kein Tau, keine Quitschies, keine Stofftiere, keine Bälle...nichtmal ein Dummy ( heißt doch so, wo man Leckerlis reinmachen kann, Reißverschluss zu und dann werfen?)
    Somit kann ich also seine Aufmerksamkeit nicht durch sein Lieblingsspielzeug erhalten, weil er gar keines besitzt was er als Liebling ansieht. :datz:

    - Ok, bin ja nicht blöd, denke ich mir. Also versuche ich es mit Lauten, d.h. dem Schnalzen der Zunge, denn das bedeutet für ihn immer: Ooooh Leckerlie! Aber mein Schnalzen ist ihm egal, die Gerüche anderer Hunde, Bäume, Büsche, Zäume und generell andere Hunde auf dem Spaziergang sind viiiiiel interessanter. :datz:

    - Gut, also habe ich mich mit allem erdenklichen Leckereien eingedeckt, anfangs mit Trockenfutter, dann seine Lieblingsleckerlis, bis hin zu kleinen Würstchen aus dem Glas und Wurstscheiben mit intensivem Geruch...damit lässt sich aber auch keine Aufmerksamkeit aufbauen. :datz:

    - Mit Gewalt, irgendwelchen Würgern und anderen schlimmen Dingen möchte ich gar nicht erst anfangen, DAS kann nicht der Weg zur Aufmerksamkeit sein :x

    - Kommandos wie "Hier" oder "Komm her" funktionieren auf Übungswiesen und im Haus super...also überall dort, wo er keine Ablenkung hat (eine Übungswiese bietet nicht gerade viele Gerüche, Sträucher oder Zäune) aber NICHT auf Spaziergängen. Wie bekomme ich das hin?

    - die Umkehr-Methode, d.h sobald der Hund zieht und Frauchen am anderen Ende der Leine nicht mehr beachtet wird sofort ruckartig die Richtung gewechselt, funktioniert auch nicht. Habe es über Wochen hinweg angewandt, war stolz auf mein Durchhaltevermögen, weil es ja zugegeben schon etwas nervenaufreibend ist und man kaum von der Stelle kommt. Aber es bringt nichts. Er schießt dann einfach nach vorne, dass er sich schnell wieder an die Spitze von Frauchen setzt, und schnüffelt und zerrt gleich wieder woanders hin, so unter dem Motto: Du änderst die Richtung? Tja und? Ist mir doch egal, ich find auch in der anderen Richtung was zu schnüffeln was tausendmal spannender ist als auf dich zu achten" :datz:

    So, jetzt bin ich ratlos. Bin ich einfach zu dämlich?
    Und bevor ihr mich gleich alle "zerreißt": Ich habe keine Hunderfahrung, mein Hund ist der erste Hund, den ich jemals hatte. Also habt Gnade und gebt mir bitte ein paar Tipps!
    Vielen Dank!

  • Willkommem im Club :D

    meiner ist zZ auch total unkonzentriert.Habe auch nicht so die Erfahrung,aber vll probierst du es einfach mal mit Handfütterung.Dein Hundi bekommt nichts mehr aus dem Napf ,sondern muss sich alles erarbeiten.Hat bei unserem gut geklappt,zumindest ist er immer an einem Leckerchen interressiert.
    Hast du mal Käse probiert?
    Wir gehen seit heute wieder zur HS

    LG Gaby

  • Hallo Aphra,

    deine Situation kann ich mir bildlich nur allzu gut vorstellen. Du hast ganz am Ende einen wichtigen Satz angefügt, aus dem hervorgeht, dass es dein 1. Hund ist und du somit noch keinerlei Erfahrung im Umgang mit Hunden hast sammeln können.

    Ich denke DA liegt bereits der Schlüssel. Bevor man dich hier jetzt zuwirft mit tollen Tipps und Ratschlägen....mein guter Rat an Dich wäre: bestell dir einen Trainer nach Hause, der sich euch beide im täglichen Umgang mal anschaut.

    Ist dein Hund wirklich so "Aufnahme-Resistent" oder liegt es vielleicht daran, dass innerhalb Eurer Kommunikation etwas schief läuft? Fragen auf die ich von hier gar keine Antwort geben kann, da ich euch noch niemals in natura gesehen habe.

    Da du ein wenig verzweifelt klingst und händeringend nach dem berühmten Strohalm greifst, möchte ich Dir diesen Rat geben bevor Du in Resignation verfällst oder gar aggressiv gegenüber deinem Hund wirst. Denn das ist - wie du bereits selbst erkannt und geschrieben hast - nicht der Weg den du wählen solltest.

    Wenn du einen guten Trainer kennst - wunderbar. Wenn Du Namen benötigst, dann frage hier im Forum danach. Es wird sicher jemand aus deiner Ecke kommen, der dir die ein oder andere Adresse geben kann.

    Das ist erstmal das einzige wozu ich Dir raten kann.

    Lg
    Volker

  • Hallo,
    Du hast Deinen Hund ja noch nicht solange, oder??

    Führst Du ihn am Halsband oder am Geschirr??
    Was für eine Leine benutzt Du??

    Ich würde erstmal sehen, daß zu Hause Eure Kommunikation stimmt, dann kann man draußen dran arbeiten.

    Er kennt keine Spiele, dann fallen Quietschis etc. schon mal weg.

    Hast Du es mit Fleischwurst, gekochte Leber oder Käse ausprobiert??

    An sich würde ich Dir Clickertraining vorschlagen, um ihn in solchen Situationen punktgenau zu belohnen, wenn er doch mal das macht, was Du möchtest =)

  • Das hat Snoop auch so gemacht, als er zu uns kam.

    Wenn du merkst, er will zu einem Baum hinziehen, ist es sofort deine Aufgabe, auf keinen Fall zu diesem Baum zu gehen.
    Und wenn er dann stattdessen auf die andere Seite zu einem Stein will, wirst du ihn dort auf keinen Fall hin lassen.

    Wenn er auf dich aufmerksam ist, kannst du ihn damit belohnen, dass ihr zu diesem Baum geht. Aber natürlich nur, solange er nicht erneut zieht.
    Ziemlich anstrengend, aber mit der Zeit wird es besser.

    Bei Hundebegegnungen war es bei uns auch am schwierigsten. Da kommt es noch ein bisschen darauf an, warum er das macht.
    Wohl nicht, weil er spielen will. Eher scheinen ihm fremde Hunde nicht geheuer zu sein, ist das möglich?

    Klar, wenn der andere Hund schon so nah ist, dass sich dein Hund so aufregt, dann kannst du ihn schlecht ablenken.

    Fang mit dem Training in einer Entfernung an, in der er sich noch nicht aufregt. Bei Snoop waren das am Anfang fast 100 m.

    Gib deinem Hund Leckerchen, solange er ansprechbar ist. Versuche, den Abstand immer so groß zu halten, dass diese Ansprechbarkeit auch nicht abreisst.

    Solltet ihr doch mal so dicht an einem anderen Hund vorbei müssen, dass seine Nerven nicht mehr mitspielen, ignoriere in völlig. Sprich nicht mit ihm und geh zügig vorbei. Lob ihn aber sofort, wenn er sich dir zuwenden sollte.

    Bring ihm was bei, z.B. sitz oder Pfötchen geben, das er besonders gern macht. Das erreichst du, indem du ihm dafür immer was ganz Leckeres gist, und dich doll freust.
    Dann kannst du ein alternatives Verhalten von ihm verlangen. Wenn er nicht zum anderen Hund hinziehen soll, wird das für ihn leichter, wenn er weiß, was er stattdessen tun kann.

    Ja, und was das Spielen angeht... Wir haben Snoop nun fast drei Jahre und er hat immer noch kein Spielzeug, das er mag.

    Aber wir haben Dummytraining angefangen. Das findet er toll. Nicht der Dummy an sich ist das Tolle, sondern dass wir das zusammen machen.
    Es ist aber Training gewesen. Von selber hat er mit der Begeisterung für Dummy nicht gezeigt.

    Ich bin mir ganz sicher, dass ihr auch so etwas aufbauen könnt. Geduld und Ausdauer ist gefragt.
    Aber es macht auch sehr viel Spaß. Ich wünsch euch viel Erfolg.

    Ich habe das übrigens z.T. mit einer Trainerin geübt. Vor allem am Anfang. Es ist schon nützlich, wenn man darauf hingewiesen wird, wie man gegen sein eigenes Trainingsziel arbeitet, weil man unbewusst die Leine annimmt und solche Kleinigkeiten. Vielleicht solltest du das auch mal überdenken...

  • Hallo,

    klar ist im Moment alles neu und aufregend. Er ist ja auch noch nicht lange bei Dir.
    Versuch es mal im Moment ohne viel Druck und Gehorsamsübungen draußen, sondern achte mal drauf was Deinem Hund wichtig ist, für was er sich interessiert?

    Will er schnüffeln, dann mach Dich interessant indem Du selbst auch auf Entdeckungstour gehst. Mach ihn mal an die Schleppleine und lass ihn laufen, wenn er gar nicht auf Dich achtet, dann lauf ein paar Meter weg von ihm, bück Dich und freu Dich einfach mal.
    Hundi wird bestimmt neugierig und mal schauen. Kommt er, dann hast Du gerade ein paar super tolle Leckerlis gefunden, die er natürlich aus Deiner Hand fressen darf.

    So kannst Du ihn erstmal auf Dich aufmerksam machen. Wenn Du das öfter machst, dann wird er immer öfter nach Dir schauen, da Du ja immer super tolle Leckerlis findest.

    Dann würde ich ihn die erste Zeit mal nur aus der Hand füttern und ihn auch für Futter arbeiten lassen.

    Gib ihm einfach Zeit und lass ihn alles erkunden, hab einfach mal Spaß mit ihm draußen.
    Mit der Zeit wird er sich auch draußen besser konzentrieren können.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • ich würde dir auch zu einem erfahrenen hundetrainer raten, der dir weiterhelfen kann ;)

    zum spielen zur aufmerksamkeit: ich würde nie sagen, dass ein hund nicht spielt. wahrscheinlich hat er nie gelernt zu spielen?!
    oder ihr habt noch nicht das richtige spieli gefunden...
    versuchs doch mal mit einer kleinen "hetzjagd". binde deinen dummy mal an das ende deiner leine und zieh sie hinter dir her (beute muss dabei immer auf dem boden sein) und schau mal, ob er darauf anspringt ;) das wäre dann auch immer eine gute möglichkeit zum ablenken. wenn er darauf nicht abfährt, dann versuchs doch mal mit einem dummy mit kaninchenfell (z.b. von romneys)...das klappt bestimmt :smile:

    liiiebe grüüüße und wuff wuff,

    vany und kyra

  • Hallo Aphra !
    ...Du bist nicht allein !!!
    Wie alt ist Dein Hund ? Hört sich an als wäre er schon erwachsen. Hast Du noch ein bischen mehr über seine Vorgeschichte ?
    Den Ratschlag mit Trainer ( bzw. Hundeschule) würde ich auf jeden Fall beherzigen. Meine Hündin wurde u.A. von ihrer Vorbesitzerin abgegeben weil sie " aggresiv gegenüber anderen Hunden sei ". An der Leine hat sie sich wie Dein Hund aufgeführt. Habe dann eine Hundeschule gefunden die "Spielstunden" macht. Es hat sich herausgestellt daß das ganze
    " Leinentheater" nur Sehnsucht nach Kontakt war. Aber das kannst Du nur unter erfahrener Anleitung herausfinden!
    Und was Steffi sagt, mach Dich interessant für den Hund. Wenn er "ganz weit weg ist " stehen bleiben und total überschwenglich den Finger in die Erde bohren und rufen ( Du musst aber auch überzeugen sein!!!):" schau mal was ich gefunden habe !!!!", Dein Hund wird kommen.
    Halt die Ohren steif und die Leine locker
    LG
    Swetlana ;)

  • Futter erarbeiten lassen. Gibt nur noch unterwegs Futter und nur noch für Aufmerksamkeit zu Dir. Ansonsten schiebt er Hunger. Was meinst Du, wie schnell das wirkt. Zusätzlich dazu würde ich das mit nem Futterbeutel verbinden.
    Gerade bei einem erwachsenen Hund, der neu zu einem kommt ist das super hilfreich. Was denkst Du, wie schnell Dein Hund nur noch Dich im Auge hat..??
    Dann kann man das auch später wieder abbauen, aber wenn sonst nix hilft, muß man die Stinker eben übers fressen kriegen, weil fressen müssen sie ja alle, ne??

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