Grummel

  • In der letzten Zeit hat es so gut geklappt - und heute :sad2:


    Da Leila (Morgen 1 Jahr - wie die Zeit vergeht) vor einigen Monaten einen Hasen erwischt hat, muß sie auf den Feldern an der Schleppleine bleiben und ich habe mit ihr viel geübt. In den letzten Wochen klappte es super und ich habe mich schon mit dem Gedanken beschäftigt, langsam die Schlepp ausschleichen zulassen. Allerdings gibt es ja bald wieder Jungtiere, daher blieb es bislang beim Gedanen.

    Tja und heute war ich mit ihr auf dem Feld. Dort ist eine Wiese, auf der wir immer spielen. An zwei Seiten führt ein Bach vorbei, 150 m weiter ist ein kleiner Wald. Ich spiele mit Leila, wir spielen nachlaufen, die Schleppleine ist dran und Leil bleibt normalerweise immer so nah, dass ich noch auf die Schleppleine treten kann um sie zu stoppen. Nur diesmal rutsche ich auf einem Stück Eis aus und falle, Leila kommt ein Stück zurück, dann rast sie los - über Feld - weg von mir - im großen Bogen - bestimmt 200 entfernt. Ich rufe, sie rennt weiter und hält auf den Wald zu und springt ins Gebüsch, kommt aber sofort wieder raus, aber ein Stück weiter sehe ich zwei Rehe wegrennen - glücklicherweise ignoriert Leila sie und rennt wieder aufs Feld - bis zum Feldrand und wieder zurück - dann den Weg zur Straße entlang. Ich rufe, sie macht kehrt, rennt auf mich zu und im Abstand von ein paar Metern an mir vorbei und springt über den Bach. Dort rennt sie weiter (Richtung Heimat), ich gehe langsam hinterher um sie wenigstens im Blick zu behalten. Sie verschwindet in einem kleinen Maisfeld (nur ca. 4 Meter breit, so ein Randstreifen), welches der Bauer stehen gelassen hat und ich sehe sie nicht mehr, höre sie aber. Eine Wildente flattert auf, ich rufe LEILA, sie kommt aus dem Mais und läuft neben mir - allerdings durch den Bach von mir getrennt. Ausgerechnt an der Stelle ist er zu breit zum überspringen. Aber sie bleibt an meiner Seite. An der Brücke überquere ich den bach und Leila will sich wieder in den Mais verdrücken - allerdings erwische ich die Schleppleine und rufe sie nochmal - sie kommt und tut so als könnte sie kein Wässerchen trüben. Den Rest der Runde hat sie dann brav gehört.

    Ich habe Blut und Wasser geschwitzt - besonders als die Rehe aus dem Wald kamen. Es wären whrscheinlich nicht mehr als 15 Minuten, die Leila da rumraste - aber gefühlte 2 Stunden.

    LG Dorilys

  • Hm das Problem seh ich leider immer öfters, wenn Hunde länger an der Schleppleine sind. Wenn man dann einmal nicht aufpasst machen sie, was sie wollen, um ihre neue "Freiheit" zu genießen. Gibt es bei euch in der Nähe nichts eingezäuntes, wo du ohne Schleppleine zwischendurch üben kannst?

  • Hallo Dorilys,

    DAS Gefühl kenne ich nur zu gut. Dieses Problem hatten wir bei unserem Momo damals auch gehabt, zwar hat er nichts "erwischt" aber soweit kommen lassen wollten wir es auch gar nicht, weshalb wir ihn an die Schleppleine gelegt haben.

    Dann besserte er sein Verhalten und wir fielen auf diesen "Trick" herein und lösten die Schleppe. Sowie er abgeleint war, stiess sein altes Verhaltensmuster wieder ans Tageslicht.

    Da Momo auch Menschen nachstellte, hatten wir nur eine einzige Option: Schleppleine - dauerhaft!

    Wenn wir draussen unterwegs waren, war Momo IMMER gesichert. Wenn er dann mal Freilauf bekam, dann wurde zuvor ein Gelände auserkoren, welches weithin einsehbar war. Wenn dort die Luft rein war, wurde er laufen gelassen, wobei wir dann sehr stark darauf geachtet hatten, dass er sich nicht verselbständigen konnte.

    Wir haben ihn viel gerufen, sind wieder umgekehrt, haben Spielchen begonnen - alles Dinge, die seine Aufmerksamkeit forderten. Inzwischen können wir Momo schon wieder öfter losmachen, aber wir müssen immer noch darauf achten, dass wir uns wirklich grossflächige Areale suchen. Dort, also im weitläufigem Flurgelände, können wir ihn inzwischen gut abrufen.
    Gehe ich aber auf eine kleine Wiese, wo jederzeit jemand unverhofft auftauchen kann, da habe ich (noch) keine Chance. Da rennt er immer erst mal hin und verbellt die Person. Aber auch das wurde schon besser. Damals liess er sich gar nicht abrufen und man musste ihn regelrecht einfangen. Heute ruft man ihn 1-2 mal energisch, dann hört er zumindest schon mal das Verbellen auf und nimmt wieder Kontakt zu uns auf. Wir bekommen ihn also aus der Situation gelöst - das war früher ganz und garnicht der Fall.

    Also da musst du dranbleiben. Versuche dich interessant zu machen, probiers mit Spielchen (Verstecken, Suchspiele) aber auch Konzentrationsübungen sind wichtig, damit er lernt zu warten, bis er von dir ein entsprechendes Auflösungskommando bekommt.

    Das wird schon.....hab Geduld ;-)

    Lg
    Volker

  • Hallo,

    genau aus diesen Gründen habe ich das Ende der Schlepp immer in der Hand gehalten. So schnell wie Filou an mir vorbeirauschte, hätte ich gar keine Möglichkeit gehabt auf die Schlepp zu treten wenn er etwas hätte jagen wollen...

    Ich finde auch, dass wenn man die Schlepp schleifen lässt, der Hund schon wirklich gut abrufbar sein muss, ansonsten ist das schleifen kontraproduktiv.

    Liebe Grüße

    Steffi

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