Cocktail ist schwer traumatisiert!

  • Mein Hund hatte früher ein Silvesterproblem, da ging der Tage später nicht raus.

    Hast du es mal mit D.A.P. probiert? http://www.tiershop.de/wbc.php?sid=19…tdetailneu.html

    Seitdem ist unser Hund anschließend ok.

    Wichtig ist, dass du deinem Hund signalisierst, dass alles ok ist. Nimm Leckerchen mit, die dein Hund mag und für jeden Schritt, die er geht gibt es eines. Mach eine Leckerchenstraße. Aber es muss wirklich Wurst oder Käse sein. Oder du versuchst deinen Hund über Spiel abzulenken.

    Wenn du aber mit dem Gefühl rausgehst, dass es wieder nicht klappt, wird es nicht besser. Betüdle deinen Hund nicht, sondern zeig ihm, dass nichts passiert. Jedes trösten verstärkt die Angst.

    Leckerchen deswegen, weil Angst und fressen nicht gleichzeitig stattfinden kann. Und in so einem Fall, darf man den Hund vollstopfen, wenn er noch fressen kann.

    Die CD kenne ich auch, verspreche dir nichts davon. HUnde können den Unterschied erkennen und bei so einem sensiblen Hund wie deinem könnten die Geräusche dazu führen, dass er auch zuhause dann Angst hat. Ich würde das lassen.

    Sei geduldig und freu dich über jeden Schritt und überfordere deinen Hund nicht.

    Probier wirklich mal D.A.P. damit dein Hund endlich mal wieder runterkommt.

    LG Schopenhauer

  • hallo cocktail,

    au backe, das liest ja mal gar nicht gut...

    silvester ist für meine auch einen horror-trip. ich habe ihr beim letzten mal eine geraume zeit vorher borax gegeben. das ist homöopatisches, bei uns globulis. das hat eigentlich recht gut bei ihr angeschlagen - sie war bis kurz vor 12 recht gelassen. dann aber kam doch panik beim geböller, legte sich aber doch recht schnell wieder. wobei sie aber immernoch nicht entspannt war (das war sie erst, als wir zu hause waren).
    sicherlich brauchst du von außen hilfe. evt. kann ein homöopat dir den hund schon etwas "runterholen" - und vielleicht hilft das ja so gut, dass es sich tatsächlich innerhalb einer gewissen zeit ganz verflüchtigt hat. das wäre mein gang - also zum homöo. zum TA ... weiss nicht: wie ist deiner denn so? manche "tasten" sich ran, ziehen bachblüten & co. mit in erwägung. das wäre prima.

    zur cd: die kannst du im auktionshaus 1-2-3 suchen und finden.
    wir hatten die auch, denn gewitter war (oder ist noch?) auch so ein punkt. aber meine madamme hat sofort erkannt, dass das kein echtes gewitter sein konnte! pustekuchen. auch stiefelt sie ohne irgendeine regung am hiesigen schießverein vorbei wenn dort bei offnen fenstern geschossen wird. alles kein thema, da war sie schon als welpe mit mir.

    ich würde auch den tipp annehmen, immer einen schritt weiter gassi zu gehen. wenn der hund richtig hungrig ist, vielleicht kannst du ihn ja mit was tollem, leckerem locken? aber wirklich mit super viel feingefühl.
    drücke dir die daumen, dass ihr dieses miese problem ganz schnell loswerden könnt.

  • Hallo
    Vielleicht kann ich dir einen Tipp geben. Sorry, wenn es ein wenig länger wird. Ist aber bei der Problematik unabdinglich.

    Wir haben vor 6 Jahren eine Schäfermix Hündin „Buffy“ aus Bulgarien aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war sie 4 Monate alt. Das Muttertier dieser Welpen wurde auf der Straße erschlagen und die Welpen getreten und geschlagen, bevor sie von einer Organisation aufgenommen und in Deutschland vermittelt wurden.

    Ich wusste über den Zustand bescheid und setzte es mir zur Aufgabe dieser armen, geschundenen Kreatur zu helfen und eine selbstbewusste Hündin aus ihr zu machen. :???:

    Nein, ich bin kein Hundeflüsterer oder Ausbilder. Nur ein Mensch der Hunde liebt und Erfahrungen gesammelte hat. Zum gleichen Zeitpunkt lebte schon ein Jackimix, mit dem gleichen Alter bei uns.

    Buffy war voller Narben und Misstrauen gegen Mensch und Hunden.
    Sie hatte vor „Allem“ wahnsinnige Angst : Treppen, Autos, Fliesen, Torbögen, Haushaltsgeräte, wirklich einfach alles.
    Wenn ich den Staubsauger betätigte, suchte sie Zuflucht im Schlafzimmerbett und pullert vor Angst, sogar ein super zarte Katzenbürste löste jaulstarke Attacken aus. Bei jeder Hand schreckte sie zurück und sobald sich ein Hund näherte schrie sie und immer in jeder Situation war die Rute bis zum Bauch eingeklemmt.

    2 Jahre Geduld, Feinfühlichkeit und Souveränität haben sich gelohnt.
    Sie ist heute eine ruhige, ausgeglichene und selbstbewusste Hündin und ich bin stolz das ich es geschafft habe. :roll:
    Jedoch verblieb ein winziger Rest z.B. wenn jemand eine hektische Bein – oder Handbewegung in ihre Richtung tätigt, dann schreckt sie kurz zurück, ohne aber den Schwanz einzuziehen. Tja, die Narben in der Seele sind zu dick und sie wird nie 100% anderen Menschen vertrauen .
    Aber sie hat dennoch nie Aggressionen Anderen, ob Mensch oder Tier, gegenüber gezeigt!

    Natürlich hatte sie auch fürchterliche Angst zu Sylvester.
    Heute ist sie relativ relaxt.

    Mein Zauberwort heißt Souveränität.

    Ich bin der Rudelführer – ich vermittele Sicherheit – ich führe sie selbstbewusst durch alle Situationen ( ohne Leckerli). Sie muss keine Situation einschätzen müssen oder andere Dinge abnehmen. Ich führe und sie erhält dadurch Sicherheit und Vertrauen durch meine Rudelführer – Position.

    Das heißt – keine Bestätigung bei Ängsten – kein trösten oder beschwichtigenden Worte für den Hund. Es gibt nur, wie bei allen Befehlen kurze Worte ( keine Sätze). =)

    Das hieß und heißt, jeden Tag in den Wald unter Menschen und Hunden – ich gehe da durch und sie auch.
    Ich gehe durch den Torbogen, Hausflur, über Fliesen auch wenn sie sich bockbeinig sträubte – ich lief selbstbewusst (ohne ein Blick auf den Hund) weiter und in geringen Abständen immer wieder und ohne Worte. Es sollte selbstverständlich werden für sie und sie sollte die Sicherheit durch mich finden nach dem Motto: Mein Rudelführer führt mich souverän durch alle Situationen und ich brauche keine Ängste haben und folge ihm, da ich weder entscheiden noch Angst haben muss.

    Mein Rat: Gehe einfach los, als ob nichts geschehen ist, auch wenn er anfänglich bockt.
    Du, als Rudelführer, bestimmst die Richtung und er wird dir folgen müssen und nach einer gewissen Zeit, wieder gerne folgen
    Mit der Zeit wird er durch dich wieder die Sicherheit finden die er braucht!
    Auch ist hier kein Lob angebracht, sondern die Akzeptanz und Selbstverständlichkeit deiner Führung.
    Verstehe mich nicht falsch, aber wenn dein Hund ängstlich nach Hause will und du dem nachgibst, hat der Hund die Bestätigung in der Unfähigkeit seines Rudelführers! :sad2:

    Wir haben jetzt wieder einen Welpen mit 11 Wochen, der viele Probleme aufwarf, da aggressives Beißverhalten, was in dem Forum gerne heruntergespielt wurde (gibt es in diesem Alter nicht). Doch das gibt es und mittlerweile haben wir einen guten, souveränen Weg gefunden und es wird von Tag zu Tag besser.


    Viel Erfolg und denke daran, du musst ihm die Sicherheit geben damit er in Stresssituationen auf „Dich“ zählen kann.
    :gut:

  • Hallo,

    ich schließe mich Terrorfussel an.
    Auch ich habe eine Hündin, die bei einem Knall am liebsten nach Hause möchte. Ich habe sie auch ignoriert und bin weitergelaufen. Natürlich nicht zu der Knallerei aber auch auf keinen Fall heim.

    Mittlerweile ist sie so, dass ein Knaller ihr nichts mehr ausmacht. Sie schaut lediglich kurz zu mir hoch und folgt mir dann, weil sie weiss ich bringe sie nicht in Gefahr.

    Nachgeben und nach Hause laufen ist das schlimmste was man machen kann. Bleib lieber stehen und warte bis er sich beruhigt hat. Lauf noch ein paar Meter weiter in die Richtung und drehe erst dann um.

    Filou war ein Hund, ähnlich dem von Terrerfussel. Er hatte vor allem Angst. Durch ignorieren und weiterlaufen, oder stehen bleiben und den Gegenstand inspizieren, hat sich das gelegt. Mittlerweile sind Spaziergänger, Mülltonnen, Motorräder und Roller, sowie Kinderwägen und Inliner, kein Problem mehr.

    Natürlich sollte man immer auch schauen, dass man den Hund nicht überfordert. Also wenn ich an den Tagen nach Sylvester Jungliche auf der Straße sehe, dann wechsel ich von mir aus die Richtung. Ich bringe die Hunde nicht in vorsätzliche Angstzustände.

    Liebe Grüße

    Steffi

    PS: ich würde vielleicht zusätzlich noch mit Bachblüten arbeiten, sprech da mal mit dem TA drüber.

  • Silvester und Jugendliche? :ops:

    Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn ich auf diese Jugendlichen zugegangen bin und mit einem ruhigen Ton mit ihnen gesprochen habe.

    Sie waren sehr einsichtig wenn ich über die Ängste der Tiere gesprochen habe und gewartet bis wir weg waren. :gut:

    Viele Hundebesitzer reagieren auf Jugendliche Knallhelden sehr aggressiv und die Quittung ist dann ein Knaller in der Nähe.
    :roll:

    Es wäre schön etwas von Dir zu hören!! ;)

    LG und viel Erfolg

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!