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Hört schlechter

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    Lucie ist nun 9 Monate alt und hört nicht mehr so gut wie noch vor 2-3 Wochen. Klar, ist sicher die "Pubertät" jedoch will ich da gleich mal dagegen arbeiten.


    Wenn sie freiläuft und sie wollte jemanden begrüßen (Mensch) konnte ich sie immer zuverlässig abrufen- Vollbremsung und schnell zurück zu Frauchen. Nun aber scheint es mir eher so dass sie sobald ich rufe erst recht hinläuft und die Leute begrüßt. Auch wenn sie grad wo schnüffelt wird erst einmal fertiggeschnüffelt und dann gemütlich zu Frauchen getrabt.


    Auch entfernt sie sich meinem Geschmack nach zu weit von mir. Sie geht zwar nie außer Sichtweite und kommt sofort angeschossen wenn sie sieht, dass ich nen anderen Weg einschlage oder ich mich versteckt habe, aber 10 sek später ist sie wieder viiiieeeel zu weit vorne weg.


    Wie kann ich das trainieren?


    Wieder an die Schlepp nehmen?? Oder immer abrufen, wenn sie zu weit weg ist (dann auch immer leckerlie geben wenn sie kommt oder ein neues Kommando für "nicht so weit" einführen ohne Belohnung?)?
    Oder noch öfter die Richtung wechseln und verstecken??


    Würde gerne daran arbeiten, jedoch weiß ich nicht was am Besten ist. Finde es auch nicht gut dass sie so selbstständig ist...

    Liebe Grüße


    Meike


    mit Lucie *27.03.08 (Border Collie)



    Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass Du die Mahlzeit mit ihm teilst;
    er sorgt lediglich dafür, dass Dein Gewissen so schlecht ist, dass sie Dir nicht mehr schmeckt.

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  • Hi,


    klar ist das ein Teil der "Ablösung". Die Umwelt wird interessanter, sie traut sich weiter von dir weg etc.


    1. Rufe sie NICHT ab wenn sie zu Jemandem hinläuft wenn du, wie derzeitig, nicht absolut SICHER sein kannst das sie kommt!
    Bitte lieder von weitem den Jemand sich still hinzustellen und die Arme hinter dem Rücken zu verschränke und sie nicht anzuschauen und auch nocht zu beachten!
    Sie wird schnell merken das die Personen die kommen ja mega LANGWEILIG sind und in dem Augenblick wo sie des merkt und evtl. dich anschaut oder gar zurück kommt (da loben) bzw. dann eben erst Abrufen.
    ggf. würde ich Leute zum Üben mit speziellen Instruktionen in den Wald bestellen. Ist einfacher als mit Fremden passanten.


    Ansonsten wird dein Signal eher Zweitrangig und sie wird ja auch belohnt und beachtet vom Passanten (wer kann so einer süßen Bordermaus denn wohl wiederstehen? ;) ) und viel Schlimmer: es kann eine Fehlverknüpfung entstehen.


    Ich würde fürs weite entfernen evtl. ein "bleib in meiner Nähe" Signal einführen und ausarbeiten. Das kannst du mit Schleppleine machen oder indem du per Augenmaß eine bestimmte Entfernung abmisst z.B.
    Benutz einfach mal die Forensuche, da findest du bestimmt was dazu :)


    Dann würde ich allgemein daraiuf setzen das DU dich jetzt interessanter machen musst UND die Motivation für deine Signale heraufsetzt.


    Motivation bedeutet einer Handlung einen SINN zu geben, das nur über Leckerlie oder ein Spielzeug zu tun halte ich für weniger Sinnvoll, wenn der Hund nämlich satt ist...
    Da würde ich eher darauf achten:


    - Hund wird nicht "einfach so" gerufen oder Signale nie einfach SO gegeben. Wenn du deinen hund rufst, dann sollte auch öfter einfach etwas "sein". Also das du kurz zwei Übungen amchst, das du kurz den Lieblingstrick machst. das du ein Spielzeug wirfst, das ihr jetzt irgendwas macht, das du einen anderen weg einschlägst etc.pp.


    Der Hund lernt so: Es macht SINN das ich komme, weil Frauli WILL ja immer was von mir.
    Stell dir mal vor dich ruft einer vom Computer ständig weg und wenn du dann kommst: "Ach nichts, aber schön das du gekommen bist!"
    Was würdest DU nach ner Weile tun? ;)
    Denn so läuft es in der Regel bei den meisten ab: Hund wird gerufen und dann kommt er kriegt nen leckerli und das wars. Ich hab nicht einmal beobachtet das Hund extrem DÄMLICH dreingeschaut hat nach ner Weile bzw. so geschaut hat nach dem Motto: "Und was is nu?"
    Oder Leutchen die Hunde abrufen um sie dann jedes Mal anzuleinen, auch ungut.
    Aber das ist leidglich meine persönliche Meinung und NUR eine Empfehlung, ich weiß das viele das absolut anders sehen!


    Ich versuche jedes mal dafür zu sorgen das Hund bei einem Signal was ich gebe den SINN erkennt.
    Nur wenn es für meinen Hund in der jeweiligen Situation SINNVOLL und WICHTIG/RICHTIG ist dann wird er das auch ausführen weil ER es will und weil ER es gerne tut.
    Da ich Russell Terrier habe, ist das für mich eine sehr gute Taktik, denn die sind dazu gezüchtet selbstständig zu denken und selbstständig Entscheidungen treffen zu können und das tun sie auch.
    das ist DAS was gemeinhin als "unerziehbar" oder "dickköpfig" bezeichnet wird nur weil Hund nicht das tut was man selbst möchte.
    hervorgerufen durch diverse Problemchen.
    U.a. eben dadurch die fehlende Motivation und dadurch das Hund es einfach nicht richtig gelernt hat.


    Zusätzlich würde ich wirklich Konsequent sein, auch für dich selbst!
    Wenn du entscheidest du rufst ab, dann steh auch dazu und sorge dafür das Hund das gegebene Signal auch mitbekommen kann, du deutlich genug bist und er es SINNVOLL findet es auszuführen.
    Also das es dann auch gemacht wird.


    Nicht weil Hund sich dann "über dich stellt" sondern weil es, je öfter das passiert zu oben angesprochenen fehlverknüpfungen oder auch zu Aufmerksamkeitsproblemen kommen kann wenn die Bedeutung der Signale langsam flöten geht weil "ständig" was kommt, was aber eh Schall und Rauch ist.


    Stell dir vor deine Mutter ruft dich und du kommst einfach nicht (egal aus welchem Grund: nicht gehört, nicht deutlich genug, du hast egarde was wichtiges zu tun weil es bei mama ja eh immer "nicht so dringend" ist etc.) und du kommst erst nicht und es passiert dann nichts...
    1. wirst du das evtl. wieder vergessen das sie gerufen hat
    2. Wenn das öfter vorkommt lernst du imemr mehr das es eh nicht so wichtig sein kann
    3. Das rufen wird schall udn rauch und hat keienrlei wirkliche bedeutung mehr
    4. evtl. wird das rufen sogar "Hintergrundgeräusch" welches du in einer "Dämmerphase" oder wenn du gerade an was wichtigem dran bist und hochkonzentriert, auch gar nicht mehr hören.


    Das wären dann unter anderem alles Dinge die an der Aufmerksamkeit und Motivation scheitern. Egal welche Form von Aufmerksamkeit und Motivation wir haben :)


    Und als Letztes:
    je mehr du mit deinem Hund so machst im Wald. Also je mehr ihr draußen so gemeinsam macht. Spiele, Aggi, Training, Übungen und gaaanz viel Spass, etc.
    Je mehr wird Hund sich umschauen und gucken ob es wieder was tolles gibt.
    Ist die Aufmerksamkeit des Hundes mal flöten, fang z.B. mal an selbst mit dir zu spielen und lautsark viel Spass zu haben*gg*
    Ich kenne eine meeeengen Hunde die dann sooo neugierig werden das sie erstmal gucken kommen und dann meistens auch mitspielen wollen :p


    So, das von mir!
    Dran bleiben und nur Mut! Das wird wieder besser!


    Nina

    LG,
    Nina & die Gebüschpiraten


    "Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
    (Robert Lembke)"

  • Hey Nina!


    Erst einmal ein riiiiiiieeeeeesiges Dankeschön für den langen Post und die ausführlichen Beschreibungen, Begründungen etc.


    Hat mir echt enorm geholfen. Werde das nun sofort auf unserem Spaziergang ausprobieren. (Spielzeug ist immer toll ;) )


    Denke auch dass es damit zu tun haben kann dass wir in letzter Zeit sehr viel mit anderen Hunden unterwegs sind und spielen und sie sich da scheinbar denkt: Ah Frauchen hat jemand der sie beschäftigt, da kann ich ja mal ne Runde schnüffeln gehen ;)


    Heute freue ich mich aber auch mal wieder drauf mit ihr alleine Gassi zu gehen und mich wieder mehr um sie alleine kümmern zu können...das geht ja bei größeren Gassigehgruppen oftmals bisschen unter.


    Also danke für deinen langen Text. Werde berichten wie es sich gebessert/verändert hat ;)


    Wünsche dir noch einen schönen Tag mit deinen beiden Flitzern :)

    Liebe Grüße


    Meike


    mit Lucie *27.03.08 (Border Collie)



    Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass Du die Mahlzeit mit ihm teilst;
    er sorgt lediglich dafür, dass Dein Gewissen so schlecht ist, dass sie Dir nicht mehr schmeckt.

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  • Danke. :)
    Wie gesagt ich würde so arbeiten, viele andere eher nicht. Probiers einfach aus und über Feedback freue ich mich immer!


    Mit meinen Flitzrennern gehen wir nachher schön Gassi*freu*
    Wir sind eher "Einzelgänger" :p


    Nina

    LG,
    Nina & die Gebüschpiraten


    "Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
    (Robert Lembke)"

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