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Toxoplasmose

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    Hallo,


    ich fang dann mal ganz vorne an:


    Hund (Podenco Mix) aus Portugal, wird im Janauar geschätzte 3 Jahre alt), kastriert.
    Ist im Sommer 06 nach Deutschland -zu einer etablierten Auffangstation- gekommen.
    Im Oktober haben wir ihn dann zu uns geholt.


    Er war anfangs tierisch ;-) ängstlich, kaum einer (vor allem keine Männer) konnten an ihn ran. Nach und nach fasste er Vertrauen, wir haben ihn aber auch lange aus der Hand gefüttert.


    OK, dann das Programm, Hundeschule. Viel raus, andere Hunde etc.. Alles kein Problem, Kondition und Bewegungsdrang enorm.


    Im März 2008 fing dann sein Leidensweg an:
    Zittern der Vorderläufe, wackeln mit dem Kopf, und das wurde immer stärker.
    Dann zum TA, dieser kannte das so nicht, erste Blutuntersuchung , Staupe, Borelliose, kein auffälliger Befund. Überweisung zur Tierklinik, Neurologie. Der dortige TA hat einen sogenannten White Shaker diagnostiziert und erst mit Valium und Kortison, dann nur noch mit Kortison behandelt. Eine deutliche Besserung wurde sichtbar, dann wurde Kortison ausgeschlichen (nach ca. 3 Monaten). Danach war er für ca. 3 Wochen wieder fit, dann fing das Drama wieder an. Zittern, totale Unsicherheit auf den Beinen, umfallen, taumeln, torkeln, Krampfanfälle, Kopfschlagen, Störungen der Motorik, schlechte Essen- und Trinkenaufnahme. Nach Rücksprache mit dem TA haben wir noch einmal mit Kortison nachbehandelt. Das positive Ergebnis blieb aber aus. Nun sollte oder wollte der Neurologe Richtung Epilepsie therapieren, da für uns aber die Zeichen so nicht erkennbar bzw. nachvollziehbar waren, haben wir das nicht gemacht.
    Statt dessen haben wir einen Tierheilpraktiker hinzugezogen. Dieser hat ihm mehrere Anwendung der Magnetfeldtherapie gegeben, die haben ihn zwar geschlaucht, aber es war eine Besserung erkennbar. Dazu bekam er noch Homöopathische Tropfen und Pillen. Nach einer Blutentnahme schloss der THP auf eine Vereiterung der Ohrspeicheldrüse, daher auch die Probleme mit dem Gleichgewicht etc.
    Aber als auch hier die anfänglichen Erfolge wieder ins Gegenteil schlugen, haben wir uns, auf Anraten eines guten Freundes, beratend mit einer anderen TA ausgetauscht. Nach dem diese (vor 2 Wochen) den Krankheitsverlauf geschildert bekam und den Hund zeitgleich in Augenschein genommen hat, empfahl sie eine neuerliche Blutuntersuchung. Dort wurde dann
    Toxoplasmose entdeckt, Titer 1:1024!!!!! Nun bekommt der Hund seit 1 Woche Antibiotika
    Clindamycin 300 mg. In dieser Woche hat sich sein Zustand aber nicht gebessert, heißt er hat nicht getrunken (und das seit gut 2 Monaten, wir haben ihm die Flüssigkeit übers mit Wasser gestreckte Futter und kleinen Spritzen oral verabreicht). Heute Nachmittag hat er das erste Mal seit o.g. Zeitraum selbständig Wasser aus dem Napf getrunken, gleich gibt es noch mal Fressen und ich hoffe, dass er das jetzt auch wieder mal alleine hinbekommt.
    Mit der TÄ sind wir jetzt so verblieben, dass wir die AB Kur erst einmal noch die restlichen 3 Wochen durchziehen, da sie davon ausgeht, dass die Krankheit sich seit März in seinem Körper festgesetzt hat dementsprechend hartnäckig ist. Zur Beruhigung hat sie noch ein anderes Präparat in leichter Dosierung –für den Notfall- mitgegeben.
    Dem THP (den ich jetzt nicht angreifen will!), war unser zu Rate ziehen einer TÄ sehr verwunderlich und er meinte, damit sei seine Therapie hinfällig.. Eine andere Tierheilprakterin sah unseren Schritt dann aber als sinnvoll an und sagte, eine Entgiftung sei nach der AB Behandlung (das sagte im übrigen auch die TÄ) immer noch möglich und wir sollten diesen Weg ruhig gehen. Ich denke, wir werden mit dieser, nach der hoffentlich baldigen Gesundung unseres Hundes, den Weg weiter gehen.


    Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung mit der Toxoplasmose (bzw. einem solchen Krankheitsverlauf) und kann uns weitere Tipps geben, wie wir unserem Hund helfen bzw. die Therapie unterstützen können???


    Gruß


    Pat

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  • Hallo Pat,
    mein Hund hatte vor eineinhalb Jahren auch Toxoplasmose, was auch erst im zweiten Anlauf sämtlicher Untersuchungen diagnostiziert wurde.
    Schlussendlich wurde er mit einem Depot-Antibiotikum behandelt ( Wirksamkeit 3 Wochen), das ihm zweimal injiziert wurde.
    Also eine Behandlung von insgesamt dann 6 Wochen ab Diagnose. ( davor gab es auch schon verschiedene Antibiotika, aber diese oral verabreicht)
    Das gespritzte Depot-Antibiotikum ist zwar teurer, aber bedeutend schonender für den Organismus, da es die Darmflora nicht angreift.


    Während der 6-wöchigen Behandlung gab es keinerlei Störungen, auch keinen Durchfall, die man auf die Behandlung hätte zurückführen können.
    Die Lebensgeister erwachten auch recht zügig wieder während der Behandlung, obwohl so schlimme Ausfallserscheinungen bei meinem Hund nicht zu verzeichnen waren.
    Er hatte "lediglich nur" Extremfieber, leichte Koordinationsstörungen und absoluten Appetitmangel.
    Flüssigkeit bekam er drei Tage lang über eine Infusion, um die Nieren durch das hohe Fieber nicht zu schädigen.


    Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass es nun, allem Anschein nach, weiter aufwärts geht.


    LG Britta

    Liebe Grüße
    Britta

    Flat Coated Dino 1994-2003 und Flat Coated Sir- Bonny 2003-2016 für immer in meinem Herzen



    **Ein Hund hat in seinem Leben nur ein Ziel -sein Herz zu verschenken.**


    -J.R.Ackerley-

  • Hallo Pat,


    das hört sich ja alles nicht so toll an, aber vielleicht seit ihr ja wirklich auf dem richtigen Dampfer. Der Titer hört sich ja auch gewaltig an, von daher denke ich schon, dass das AB sinnvoll und notwendig ist. Ist der Titer für eine akute oder vergangene Infektion, also IgM oder IgG? Unser Hund hatte 1:256 IgG, also für eine vergangene Infektion.


    Wasco bekommt dasselbe AB früh und abends eine 300mg-Kapsel - ich muss sagen, ich hatte mächtigen Horror, aber er verträgt es wirklich gut, kein Durchfall - so gar nix! Die vier Wochen sind in ein paar Tagen um - dann wollen wir nochmals eine Blutanalyse machen.


    Nun hatten wir ja "nur" die besagten Krampfanfälle, wo keiner weiß, woher die kamen - vielleicht ja wirklich von der Toxolplasmose. Unser Ziel ist es, das Epilepsie -Medikament wieder auszuschleichen, was wir gerade auch tun.


    Aber wenn euer Hund heute das erste Mal nach zwei Monaten wieder selbständig getrunken hat, ist das doch schon ein gutes Zeichen?


    Bei unserem Hund wurde parallel zum Toxoplasmose-Test ein Neosporose Test gemacht, die Symptome sind wohl ähnlich, es ist wohl eine sehr heimtückische Infektion. Bei unserem Hund war der aber negativ. Wurde das auch untersucht?


    Alles Gute für euch und den Wuff!


    Käuzchen

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  • Hallo,


    es ist ja nun schon eine Zeit lang her, dass Ihr über Eure Hunde und die Toxoplasmose-Erkrankung geschrieben habt.
    Wie geht es Euren Hunden denn heute???


    Bei unserer Kleinen wurde letzte Woche ebenfalls Toxoplasmose diagnostiziert, es war ein langer Weg, bis es endlich erkannt wurde.


    Sie hatte einen Titer von 1:1024, genauso wie bei o.g. Hund.


    Ihr Beschwerden: Appetitlosigkeit, Zittern der Hinterhand, Lahmen erst li hinten, dann re hinten. Bis sie zuletzt gar nicht mehr mit ihrem kleinen Popo hoch kam. Sie lief nach dem Aufstehen, als hätte sie extrem Muskelkater.


    Wenn sie sich "eingelaufen" hatte ging es gut, man sah so gut wie nichts mehr.
    Kam sie wieder zu Ruhe das selbe Dilemma.
    Es war nicht mit anzuschauen und schlimm, dass nicht einer der vorher aufgesuchten Tierärzte mal darauf kam solche Bluttests zu machen.
    Die normale Blutserologie war völlig in Ordnung.
    Wir dachten immer an Borreliose, aber die Beschwerden waren nicht typisch, deshalb unterliess man die Suche in diese Richtung.


    Nun bekommt die Maus seit ein paar Tagen Antibiose und Schmerzmittel, es geht ihr sichtlich besser.
    Ich hoffe nur, dass sie wieder ganz gesund wird.


    Es würde mich sehr freuen, wenn Ihr mal von Euren Hunden berichtet, wie sich der Gesundungsverlauf gestaltete und wie es den Hunden jetzt geht.


    Liebe Grüße :smile:
    besta

    Viele Grüße
    Besta

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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