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genu valgum / X-Bein: OP oder nicht?

  • Hallo an alle,


    ich war heute mit Lui, meinem kleinen Podenco-Mix beim Tierarzt zum röntgen, weil er schon zum zweiten Mal auf dem linken Hinterbein humpelte und Schmerzen beim hinsetzen und Aufstehen hat.
    Also kurz zu uns: Lui kam vor vier Monaten aus Spanien zu mir, er ist jetzt ca. zwei Jahre alt.


    Das Röntgenbild ergab folgenden Befund:
    Lui hat auf der linken Seite hinten sozusagen ein ganz heftiges X-Bein, der Schenkelknochen ist ein einem verdrehten Winkel zum Kniegelenk und dadurch liegt auch sein Hüftgelenk nicht richtig in der Gelenkpfanne - das bereitet ihm wahrscheinlich immer wieder mal Schmerzen, und darum läuft er etwas krumm und entlastet das Beinchen.
    Der Arzt meinte es gebe da im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, nämlich entweder ihm immer Schmerzmittel zu geben wenn es ihm so schlecht geht wie zuletzt (Er hat nicht immer Schmerzen, zwischendurch war er flott und fröhlich unterwegs wie immer) oder aber eine sehr große, recht heftige Operation, bei welcher der Knochen durchtrennt wird und dann das Bein nach Möglichkeit gerichtet und wieder zusammengeflickt wird, sodass das Gelenk wieder richtig in der Pfanne liegt. Das würde der Arzt aber auch nicht selber machen, dazu müsste Lui in eine Klinik.


    Das ist für mich jetzt natürlich eine ziemlich schwer verdauliche Nachricht. Zuerst wird er die nächsten 10 Tage Schmerzmittel bekommen und dann gehen wir noch einmal zur Besprechung zum Arzt.
    Lui ist ja auch mein erster Hund und die Entscheidung OP oder nicht fällt mir wirklich nicht leicht.


    Es klingt jedenfalls nach einem Eingriff, bei dem so einiges schief gehen könnte - andererseits ist Lui ja erst ca. zwei Jahre alt und wenn er im Laufe seines Lebens noch Verschleißerscheinungen an den Gelenken bekommt ist ihm mit Schmerzmitteln eventuell auch nicht wirklich geholfen.


    Davon abgesehen gibt es natürlich auch einen finanziellen Aspekt. Ich habe für Lui zwar von Anfang an eine OP-Versicherung abgeschlossen und ich hoffe, dass sie im Ernstfalle die Kosten tragen würde, allerdings steht dort im Vertrag, dass "Mängel, die bereits vor dem Vertragsverhältnis enststanden oder von Geburt an vorhanden sind" nicht mitversichert sind, das macht schon stutzig.
    Bitte nicht falsch verstehen: wenn es das Beste für Lui ist, wird sich sicherlich auch dafür eine andere Lösung finden lassen. Es muss nur eben bedacht werden.


    Ich bin ziemlich ratlos, es hat ja alles seine Vor- und Nachteile.


    Wie sieht es aus, hat vielleicht jemand von euch schon Erfahrungen mit so einer Fehlstellung bzw. der entsprechenden OP gehabt?
    Kennt ihr Spezialisten dafür (evtl. im Raum Köln)?


    Dankeschön und beste Grüße!

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