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Hund bellt viel - eher Unsicherheit als Langweile?!

  • Ich hab vor ca. einer Woche schonmal geschrieben, daß unser Hund viel bellt, wenn er tagsüber im Garten ist. Sie ist es von klein auf gewöhnt, im Garten zu sein, wenn keiner zuhause ist und sie ist auch nicht alleine, sondern zusammen mit einer weiteren Hündin. Sie hat immer schon viel gekläfft (hab ich mir sagen lassen, ich kenne sie erst seit ca. 3 Jahren), aber in den letzten Monaten wird es deutlich mehr. Sie steht dann im Garten und bellt wild ohne erkennbaren Grund in der Gegend rum.
    Eigentlich hatte ich gedacht, es wäre Langeweile und der Hund müsse mehr beschäftigt werden, um dann in der Zeit alleine ruhiger zu sein, aber jetzt waren in der letzten Woche zwei Ereignisse, die mich doch daran zweifeln lassen, daß es nur Langeweile ist.


    1. Mein Freund war diese Woche krank geschrieben, weshalb wir meist zusammen mit den Hunden gegangen sind und er geht meist auf dem Bürgersteig durchs Dorf, während ich mit den Hunden meist an den Gärten entlang gehe, damit sie noch etwas länger ohne Leine laufen können. In diesem Dorf wohnt ein Mischling hinter einem Jägerzaun, der ständig die Schnauze durch den Zaun steckt und noch viel mehr bellt als unsere Maus. Als sie auf ihn zustürmen und zurückbellen wollte, hat mein Freund sie "Sitz" machen lassen und sie hat nach einem scharfen "Nein" auch aufgehört zu bellen. Als sie dann bei Fuß weiter an dem Hund vorbei sollte, hat sie einen möglichst großen Bogen um den anderen Hund gemacht.


    2. Gestern war dann der Hund da, der in den Weihnachtsferien bei uns in Pflege ist und als wir die Hunde im Feld ohne Leine zusammen ließen, hat Sammy erstmal überhaupt nicht gebellt (sonst fängt sie schon an, wenn sie Hunde nur von weitem sieht), sondern sie haben sich beschnuppert und sind ein paar Schritte gemeinsam gelaufen. Dann stellte sie sich plötzlich vor den anderen Hund, drehte sich dann noch etwa eine Vierteldrehung weiter und bellte einfach so die Luft oder den Zaun vor sich an. Ich hatte das Gefühl, sie wollte den anderen Hund anbellen, hat sich aber nicht so direkt getraut.
    Später gab es dann wieder Situationen, da knurrte der Besuchslabbi unsere IW an, die war ihm wohl aufgrund ihrer Größe nicht ganz geheuer, da tauchte Sammy dann von hinten auf, bellte und buffte ihn mit der Schnauze in den Rücken, da hatte ich dann nicht mehr das Gefühl, daß sie unsicher war. Oder fühlte sie sich da nur im Recht? Oder dachte sie vielleicht, die "Große" würde ihr helfen, falls der Labbi dann plötzlich sie anknurren würde?
    Fragen über Fragen und da niemand in Hunde reingucken kann, kann mir das vermutlich auch niemand sicher beantworten, aber ich bin ja schon für Ideen dankbar.
    Sie bellt übrigens auch alle anderen Hunde an, die am Tor (durch das sie nicht durchgucken kann), vorbeigehen. Nur die Nachbarshündin, die sie einigermaßen kennt, wird nicht angebellt.


    HuSchu usw. hat sie früher alles gemacht, als sie ca. 3 Jahre alt war, aber das Problem ist auch erst in den letzten Jahren aufgetreten (seit Verlust der Sehkraft auf einem Auge) und wird jetzt im "Alter" immer schlimmer. Mein Freund meint, es wäre "Altersbeklopptheit", aber dabei möchte ich es nicht bewenden lassen, zumal die Nachbarn schon zwischendurch anmerken, daß sie wieder sehr viel gebellt hat. Wäre wirklich schade, wenn dadurch die Stimmung in der Nachbarschaft getrübt wird, denn mit den meisten Nachbarn kommen wir gut klar.


    Liebe Grüße
    Silke

  • Hallo Silke,


    vielleicht ist es manchmal Unsicherheit, zumal du ja schreibst, das Verhalten verstärkte sich nach der Einschränkung des Sehvermögens.


    Und manchmal doch auch Langeweile, da sie im Garten wohl nicht unsicher ist.
    Oder doch? Wieviel sieht und hört sie denn noch?


    Chronisches Bellen kann etliche Gründe haben.


    Draußen: läuft sie denn am Geschirr?
    Viele Hunde fühlen sich damit +Leine sicherer. Würde mal schauen, ob ihr Verhalten sich dadurch ändert, ob sie entspannter ist. Natürlich nicht von heute auf morgen.

    Liebe Grüße von Antonia

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