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Wir planen mal wieder!

  • Hallo zusammen!


    Vor ca. einem Jahr habe ich hier schon mal nach eurer Meinung zu einer Hundeanschaffung in meiner Situation gefragt und mich damals hauptsächlich aus Zeitgründen gegen einen Hund entschieden.


    Nun hat sich die Situation ein kleines bisschen geändert und wir überlegen wieder, uns in etwa einem Jahr einen Hund anzuschaffen.


    Wir, das sind mein Freund (24) und ich (22). Wir leben in dem Haus meiner schwerbehinderten Schwiegermutter in spe. Sie lebt mit einer Pflegekraft im unteren Stockwerk, mein Freund und ich in einer eigenen Wohnung obendrüber. Mein Freund macht zur Zeit eine Ausbildung als IT-System-Kaufmann in einer kleinen Firma, 4 km von uns entfernt. Ich arbeite als Personalsachbearbeiterin, allerdings muss ich jeden Tag etwa 80km pendeln und bin hin und zurück jeweils eine Stunde unterwegs. Für uns beide besteht keine Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen. Ich habe aber die Möglichkeit, meine Arbeitszeit zu reduzieren, was ich nach dem Ende der Ausbildung meines Freundes auch tun möchte - für den Hund. Ich habe außerdem noch ein Pferd, was auf einem kleinen Bauernhof, 3km von uns, mitten im Feld steht und mit dem ich so gut wie jeden Tag ins Gelände ausreiten gehe.


    Unsere Planung sieht folgendermaßen aus:


    Wenn mein Freund die Ausbildung beendet hat (er wird ganz sicher in seiner Firma übernommen), werde ich meine Arbeitszeit reduzieren. Ich bin dann von 6-15 Uhr unterwegs, mein Freund von 9-18 Uhr. Der Hund wäre also von 9-15 Uhr alleine, sprich 6 Stunden. Danach soll er mit mir zum Reiten kommen. Unter der Woche sind wir abends grundsätzlich zuhause, am Wochenende hin und wieder mal einen Abend unterwegs. Urlaub wollen wir hauptsächlich mit dem Hund machen, hätten aber auch die Möglichkeit, ihn zu meiner Mutter zu geben, wenn wir dochmal wegfliegen möchten. Sie hat ebenfalls einen Hund und ist somit nicht unerfahren.
    Mein Freund hat sich heiß und innig in Riesenschnauzer verliebt und ein solcher soll es dann auch werden. Da ich mit Hunden aufgewachsen bin und auch bei meinem Pferd immer wieder auf die Probe meiner Konsequenz und gleichzeitigen Freundlichkeit gestellt werde, traue ich mir das auch zu.


    Jetzt meine Fragen an euch:


    - Am liebsten hätten wir einen Welpen. Wie kann man das in der beschriebenen Situation hinbekommen? Urlaub können und wollen wir uns natürlich nehmen, das ist aber nur bis zu 7 Wochen am Stück möglich. Ist es möglich und zumutbar für den Hund, ihn in der Zeit an das Allein-sein zu gewöhnen? Zumindest zunächst an eine Zeit von 4-5 Stunden?


    - Ist es überhaupt zumutbar für den Hund, jeden Tag 6 Stunden allein zu sein?


    - Eignet sich ein Riesenschnauzer als Reitbegleithund? Bei so großen Hunden bin ich immer etwas skeptisch, ob er dafür geeignet ist. Aber im Grunde ist ein Ausritt ja auch nichts anderes, als ein langer Spaziergang?


    So, das wars erstmal, freue mich auf eure Antworten!


    Liebe Grüße
    Caro

  • Also ob sich ein Riesenschnauzer als Reitbegleithund eignet kann ich Dir nicht sagen. Allerdings stellt man sich das mit Hund und Pferd zusammen immer so einfach und toll vor. Du weisst halt im Voraus nicht ob der Hund keine Angst vor dem Pferd hat bzw. das Pferd den Hund akzeptiert. Dann ist es auch echt nervig (wenn der Hund nicht ganz so toll erzogen ist) an jeder Strasse abzusteigen, bei Fussgängern mit Hunden an der Leine den Hund wieder anzuleinen usw... Meine frühere Stallkameradin hat jetzt ihren Hund 10 Jahre lang beim reiten dabei gehabt und hat gesagt sie möchte nie wieder einen Hund zum reiten mitnehmen das mache keinen Spass. Ich selber finde es auch schwierig, hatte meinen vorigen ab und zu dabei, aber so der Hit ists nicht.


    Einen Welpen kannst ja sowieso mal ein halbes Jahr nicht zum ausreiten mitnehmen weil die grösseren Hunde ja noch nicht so arg bewegt werden sollen. Vielleicht mal kurze Spaziergängchen um Hund und Pferd aneinander zu gewöhnen. Wobei da auch zu zweit sein musst, einer fürs Pferd, einer für den Hund.


    Also ich persönlich finde Pferd und Hund lässt sich nicht ganz so gut vereinbaren wie man sich das vorstellt. Wenn ich reiten gehe hab ich dem Hund gegenüber ein schlechtes Gewissen weil er im Auto sitzt. Im Moment hat ganz klar der Hund Vorrang, der ist mir wichtiger als das Pferd.


    Also eine Bekannte züchtet Mittelschnauzer, ich weiss nicht ob man da auf Riesenschnauzer schliessen kann, aber sioe hat gemeint ihre Hunde hätten zu 50% Jagdtrieb, die könnte man zum Reiten nicht mitnehmen.


    Na ja, andere sehen das vielleicht anders wie ich, aber das sind halt meine Erfahrungen und manchmal kommt mir ehrlich gesagt auch der Gedanke ob ich mich nicht komplett für den Hund entscheide und das Pferd hergebe. Er bräuchte soviel an Zeit und wegen dem Pferd kommt er halt echt etwas zu kurz...

  • mein hund ist zweimal die woche 6 stunden alleine (morgens von 7 bis 13 uhr). das schafft sie gut. sie macht nichts kaputt und schläft die meiste zeit. (konnte ich mal beobachten, außerdem liegen ihre spielsachen immer noch dort, wo sie morgens lagen.)
    allerdings hat sie eine weile gebraucht, bis sie soweit war. was schon alleine dadurch bedingt war, dass hunde erst ab der 14. woche ihre blase kontrollieren können und auch dann noch eine weile nicht lange anhalten können. wenn ihr den hund zu früh zu lange alleine lasst, wird es schwer werden, ihn stubenrein zu bekommen.
    ich hatte mir das auch einfacher vorgestellt mit einem welpen. bis sie 6 monate alt war, musste an den langen arbeitstagen ein hundesitter kommen, um sie wenigstens zwischendrin mal pinkeln zu lassen. sonst hätte sie gelernt, dass sie morgens in die bude pinkeln muss, mittags aber nicht darf - hätte nicht funktioniert!
    habt ihr jemand, der in der ersten zeit einspringen kann?

  • Danke schon mal für eure Antworten!


    Bezüglich dem Thema Hund und Pferd habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Da meine Mutter auch ein Pferd hat und ihren Hund zum Reiten immer mitnimmt, sind ich und mein Pferd schon an das Ausreiten mit Hund gewöhnt und ich muss sagen, es klappt wirklich gut. Straßen haben wir keine in der Nähe, sodass der Hund (ein Jack-Russell-Terrier mit geringem Jagdtrieb) vorwiegend ohne Leine läuft und dem Pferd daher auch selten in die Quere kommt. Klar muss man den Hund auch daran gewöhnen, aber ich denke, wenn man einen jungen Hund hat, ist das kein Problem.
    Da wir ja noch einige Zeit haben, uns umzuschauen, werden wir bestimmt auch einen Züchter finden, der Riesenschnauzer ohne bzw. mit wenig Jagdtrieb züchtet. Natürlich ist das auch eine Erziehungssache, aber so weit ich bisher informiert bin, sind die Riesenschnauzer nicht unbedingt die größten Jäger.


    Nachdem ich vorhin beim Frühstück nocheinmal mit meinem Freund über das Thema Hund gesprochen habe, hat sich herausgestellt, dass er sich mittlerweile auch vorstellen könnte, dass der Hund tagsüber, wenn wir nicht da sind, unten bei seiner Mutter sein könnte. Das war vorher nicht so gedacht, aber in Sachen Stubenreinheit und Alleine-Sein natürlich ideal. Zwar kann die Pflegekraft keine langen Spaziergänge mit dem Hund machen, aber rauslassen zum Pinkeln kann sie ihn sicherlich.

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