Nervosität beim Hund

  • Kommt immer darauf an, woher die Nervosität kommt? Ist gesundheitlich alles in Ordnung (also keine Schilddrüsenprobleme, etc.) dann würde ich mit so einem Hund eher Dinge trainieren, die die Ruhe fördern. Also zum Beispiel Suchspiele und dergleichen.

  • Hallo!

    Mein Hund ist hyperaktiv, also auch sehr nervös in sämtlichen Lebenslagen *g*
    Anders als bei anderen Hunden, die motiviert werden müssen, muss man bei so einem Hund ständig für Ruhe sorgen. In der Wohnung dafür sorgen das er sich hinlegt(fordert echt Geduld!!!). Draussen nichts überdrehtes tun, immer gelassen und ruhig. Auf keinen Fall sowas wie Quietschestimmchen, das puscht unheimlich auf. Suchspiele und ein paar kleine Tricks sind toll. Auf keinen Fall sollte man sowas wie Ballwerfen oder andere Spiele spielen bei denen der Hund hochgepuscht wird.
    Am besten man trainiert noch ein Entspannungssignal. Dazu massiert und krault man den Hund bis er sich völlig entspannt auf die Seite legt, dann kommt das Signal(easy oder ruhig usw). Wenn man das lange genug koditioniert, kann man es anwenden um den Hund "runter" zubekommen wenn er wieder zappelig wird. Wichtig ist auch den Hund immer genau zu beobachten und einzugreifen sobald er wieder richtig aufdreht.
    Natürlich ist auch mal toben und ausgelassen spielen drin, aber nur wenn er dannach wieder gelassen sein kann. Wenn man merkt der es entgleist, am besten das Toben und Spielen beenden.
    Wirklich wichtig ist das die Hunde lernen sich selber "zusammenzureissen". Dazu gibts verschiedene Übungen. Sowas wie Leckerchen auf die Pfote legen und er darf es erst auf Kommando nehmen, das wiederrum wird erst gegeben wenn der Hund Ruhe bewahrt. Das klappt nach einiger Übung auch unter Ablenkung und bringt den Hund schön runter.

    Ich hoffe ich hab jetzt nicht zu verwirrend geschrieben :)

    Aber auf jeden Fall müssen Nervosität und Hyperaktivität von einem TA abgeklärt werden. Es gibt Allergien die sowas auslösen, Schilddrüsenerkrankungen und etliches mehr. In der Zwischenzeit kann man aber schon gut daheim und mit weglassen von Actionspielen für Ruhe sorgen.

  • Oh....das kenn ich :D

    Ich hab mit Indy auch so ein "Nervenbündel". Auf dem Hundeplatz geht schon der Name "Rocket-Man" durch die Runde oder "Darkwing Duck..der Schrecken der durch den Parcour flattert".

    Ne...mal Scherz beiseite. Hier muss man zunächst abklären ob eventuell gesundheitlich etwas vorliegt. Aber völlig unabhängig davon, muss man bei solchen Hunden darauf achten, dass man sie nicht noch zusätzlich "pusht".

    Beruhigende Spielchen machen, Denksport, Geduldsspiele....all das fördert die Geduld des Hundes.

    Wenn ich dagegen Stöckchen werfe und den Hund ins Hetzen bringe, dann erzeuge ich genau den gegenteiligen Effekt.

    Auch ich muss in der HuSchu darauf achten.....wo andere ihre Hunde durch jauchzen heranrufen, da muss ich ein ruhiges "und komm" sagen, da meiner sonst wirklich raketenmässig angeflogen kommt und dann unmöglich das machen kann, was ich von ihm wollte.

    Ruhe erzeugt Ruhe - und umgekehrt :D

    Lg
    Volker

  • Ich habe auch dieses Problem. Mausi ist nun wirklich ausgelastet (auch nicht überfordert), aber sie ist so nervös und hibbelig. Sie ist gespannt wie ein Flitzebogen :roll:
    Ich werde jetzt auch ihre Schilddrüsenwerte überprüfen lassen, und wenn da alles okay ist, werde ich meine TÄ mal auf Bachblüten ansprechen...

  • Hui, da wären wir ja schon genug Leute für eine Selbsthilfegruppe *g*

    So manchmal ists ja wirklich sehr anstrengend mit so einer Rakete.
    Aber wenn man erstmal begriffen hat das der eigene Hund eben "anders" ist, gehts eigentlich. Aber mal ehrlich, ne Schlaftablette wäre ja für uns alle nichts :^^:

  • Hey,

    na bei so einer "Selbsthilfegruppe" wäre ich glatt mit dabei !!

    Ich hab auch so ein "Flummi-Hund"

    Mittlerweile hab ich sie aber soweit dass sie sich im Haus prima und ruhig verhält.
    Draußen und bei Ablenkung hab ich dann aber nach wie vor noch meine Kämpfchen mit ihr !!

    Aber ne Schlaftablette ?? nööö, geht gar nicht :D

    Liebe Grüße
    Yvonne und Waya

  • *g*
    Ich werde in unserer Staffel immer gefragt warum ich eigentlich nie meinen Hund mitbringe, sondern immer nur das Känguru :D

    Aber vielleicht wäre ja eine kleine Selbsthilfe-ecke gar nicht so schlecht. Vielleicht kann man ja doch noch untereinander Erfahrungen austauschen und Tipps geben?
    Das Händeln von solch Energiebündeln ist ja doch nicht so ganz ohne. Gerade weil es wirklich schwer ist unter Ablenkung ein Hibbelchen ansprechbar zu halten.

    Oder einfach nur schöne Hibbelgeschichten *lach*

    Wie mein Hund der 30 min kaum ansprechbar war, weil irgendwer meinte das auch bei meinem Wuffel die Quietschestimme toll ankommt :schockiert:
    und hinterher meinte der Hund sei nur kein Lob gewöhnt :kopfwand:

    PS: mein Avatarbild ist wohl sehr aussagekräftig zum Thema Hibbel, das sieht nähmlich immer so aus wenn ich Fotos machen will :^^:

  • Oh ja, das erfordert höchste Konzentration von mir, wenn wir in der Stadt unterwegs sind und wir unverhofft jemanden treffen. Mausi springt sonst wie ein Flummi durch die Luft :roll: Ein gespräch mit der person ist dann erst nach kurzer Zeit möglich, wenn Mausi auch auf ihrem Hinterteil sitzen bleibt.
    Am schwersten fällt ihr nach wie vor, in der Ablage liegen zu bleiben. Und dann ist wirklich meine Geduld und Konsequenz gefragt.
    Zerrspiele kann ich eigentlich gar nicht mit ihr machen, danach ist sie unbrauchbar und nervt mich permanent und wirft mir ihr ganzes Spielzeug vor die Füße. Dabei wird natürlich auch noch lautstark genörgelt. Und das will ich mir doch lieber ersparen :irre:

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