Total frustriert!!!!!!

  • Hi,

    habe hier im Forum schon öfter nach Rat gesucht, jetzt brauche ich ein paar aufbauende Worte!
    Meine Hündin ist jetzt 1 Jahr alt und bestimmt mittlerweile mein ganzes Leben. Mein Plan, sie überall mit hinzunehmen und zu einem freundlichen Uni-, Reitbegleit- und Begleithund zu machen hat sie mit Angstaggressionen gegenüber Menschen so ziemlich vernichtet :kopfwand: .
    Ich habe mir bei der Aufzucht so Mühe gegeben und habe versucht sie sanft an alles heranzuführen. Seit einem halben Jahr arbeite ich jetzt an ihren Aggressionen und bin auch bei einer Verhaltenstherapeutin.
    Ich bin gerade mal wieder in einer Trauerphase :regenschirm: . Ich finde es so traurig, dass ich sie so oft zu Hause lassen muss und es frustiert mich, dass ich immer wieder so verdammte Rückschritte hinnehmen muss. Und außerdem frustriert mich, dass ich selbst, wenn ich jetzt die nächsten Jahre mit ihr trainiere wie blöd, niemals einen Hund bekomme, der absolut problemlos mit Menschen ist und sich frei zwischen Fremden bewegen darf.
    Ich beschäftige mich so viel mit ihr und versuche alles 100%ig zu machen, aber mit diesen Rückstoßen komm ich nicht klar :hilfe:

  • hallo
    mein schäfer-mix hatte genau das selbe problem,
    er hat alle menschen auf 5 meter entfernung verbellt,
    und hat sogar nach deren händen geschnappt, keiner den er nicht kannte, durfte ihn anfassen ):
    du weißt gar nicht , wie frustriert ich war ...
    ich hab jetzt ein jahr lang konsequent mit ihm gearbeitet und
    er hat sich so gebessert, er ignoriert die leute einfach, läuft einfach an ihnen vorbei :D
    er ist einfach wie ausgetauscht!
    ich lege dir ans herz, immer schon üben und den hund so viel wie möglich mitnehmen, dann wirds bestimmt :)

  • Hallo,

    deinen Frust kann ich sehr gut verstehen.
    Aber du hast dir doch schon professionelle Hilfe geholt und deine Hündin ist erst ein Jahr alt.
    Deine Investiton wird sicher eines Tages belohnt werden, ihr Verhalten kann sich doch noch bessern!!! Nicht aufgeben!
    Ob du sie mal frei zwischen fremden Menschen laufen lassen kannst, wage ich allerdings zu bezweifeln - stecke dir erst mal nicht so hohe Ziele, das wirft dich bei Nichterreichen nur wieder zurück und das überträgt sich auf deine Hündin.
    Stecke dir mit deiner Trainerin erst mal kleine Ziele, Schritt für Schritt...
    Toll, dass du sie nicht aufgibst und dir Hilfe geholt hast.
    Habt ihr denn noch gar keine Besserung erreicht? Nicht den kleinsten Fortschritt - vielleicht etwas, was du schon vergessen hast?

    Gruß

    Leo

  • Oh jeh,
    ich stehe grad genauso dar.

    Hab auch nen Aussibuben der der perfekte Hund werden sollte.
    Ebenfalls Uni, Pferd, Stadt immer und überall mit eben.
    Joa, seine Unsicherheit macht das Unmöglich.

    Ich weiß aber- nur lange genug dranbleiben und das wird schon noch...

    Kopf hoch!

  • Lass dich mal drücken!
    Ich hab hier auch so einen Kameraden, aber bei uns wirds langsam Licht am Ende des Tunnels.
    Was uns am aller meisten geholfen hat war einen Monat Trainingspause, also Spaziergänge immer irgendwo in der Pampa, möglichst wenig Leuten begegnen und einfach mal sich selber und den Hund entspannen.

    Danach haben wir auf einmal wieder Fortschritte gemacht und jetzt kann meine Mum mich mittags mit Hund vom bahnhof abholen, ohne dass Finn auch nur einmal bellt.
    gebt euch zeit und vergesst bei allem Trainieren nicht, dass ihr zusammen auch mal Spaß haben müsst, ja?

    LG, Dina und Finn (professioneller Allesverbeller)

  • Nachdenkliches Danke! Tut gut zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die solche Probleme hat...Wahrscheinlich habt ihr Recht und ich sollte mein Ding weiter durchziehen - danke!

  • Hallo,

    Hier kommt ein Hoffnungsschimmer angeflogen. Liska hat vor 1,5 Jahren nach einer tragischen Sache, begonnen alles doof zu finden. Menschen sind doof= Wurden verbellt sobald sie in Sichtweite waren, selbst bei 200 Meter Entfernung waren. Egal ob sie jung waen, alt, langsam, schnell, auf einem Rad, zu Fuß oder mit Inlinern. Es wurde gebellt und gebellt und gebellt.
    Hunde wurden angebellt, weil sie unbedingt hin wollte, Menschen wurden verbellt,damit sie abhauen.

    Spazieren? Ja - nachts um zwei unterwegs wo niemand ist. Unter Menschen? Nur selten, nur langsam Schritt für Schritt. Die Entfernung wurden geringer und Menschen dürfen nun immerhin normal an uns vorbei gehen. Auch mit dem Rad vorbei fahren. Joggen aber nicht , da müssen sie noch weiter weg sein. Sie dürfen auch nicht fixieren oder bedrohlich frontal kommen. Sie dürfen nicht ansprechen. Ich weiche noch immer in Bögen aus, wenn jemand duirch die Körperhaltung bedrohlich wirkt.
    Sie muss eben absitzen, wenn jemand zu dicht kommt.
    Aber das spazieren geht nun Tagsüber, es geht durch Menschen hindurch. Klar. Manchmal bellt sie noch, weil ich nicht richtig reagiert habe oder zu langsam gewesen bin. Doch ich kann darüber schmunzeln. Was sind 2 Beller, weil jemand näher als ein Meter ran gekommen ist gegen ein Dauerkläffen, weil ein Mensch am Horizont erschienen ist.

    Andere Hunde dürfen immerhin schon mal in ca 5 Meter entfernung vorbei gehen.

    Es wird besser werden! Und in nochmal 1,5 Jahren werd ich wieder weiter sein.

    Dranbleiben lohnt sich. Ihr werdet es schaffen. Ganz sicher. Wichtig ist es einfach den Hund zu lieben und einfach nicht alles zu ernst zu nehmen. Das spielen und toben nicht vergessen - denn gemeinsam arbeiten ist einfacher wenn man auch gemeinsam lachen kann.

    Liebe Grüße
    Dana und Wauzis

  • Rahijana: Danke für diesen schönen Beitrag, da bekommt man richtig Mut für die Zukunft, dass man irgendwann doch mal "normal" unterwegs sein kann, ohne mit allen Hühneraugen die Landschaft zu scannen.

    Bei uns steht zur Zeit der Spaß vor dem Training, also lieber einmal mehr aus dem Ort rausfahren, als einen "blöden" Stadtspaziergang zu riskieren.
    Denn wenn erst mal (zu viel) Stress aufgekommen ist, hat alles Training keinen Sinn mehr.

    Machts alle gut!
    Dina und Finn ( im Moment hauptberuflich pubertäres Monster)

  • Aber sagt mal, wie macht ihr das, wenn ihr Besuch bekommt? Ich meine, irgendwie lässt so ein Hund ein wirklich vereinsamen, oder?
    Gerade hat Biba eine Besucher mit aller Aggression total verbellt:(

  • Zitat

    Mein Plan, sie überall mit hinzunehmen und zu einem freundlichen Uni-, Reitbegleit- und Begleithund zu machen

    Mmh, wenn ich derartige Ansprüche an meinen Hund zwingend gehabt hätte, hätte ich mir langewierig gezielt den passenden Hund bei einem Züchter gesucht und mir nicht ein Überraschungsei auserwählt. ;)

    Wie lastet Du denn Deinen Aussie-Mix aus?

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