Angstbeißer
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Hallo liebe Leute,
seit einiger Zeit spukt mir ein Begriff durch den Kopf: Angstbeißer.
Ich kann damit sogar nichts anfangen. Was ist damit genau gemeint? Situationen mit Tieren oder auch mit Menschen? Wie genau äußert sich das und wie unterscheidet man Angstbeißer von "einfacher" Aggression?
Was kann man dagegen tun, wenn ein Hund angst aggressiv wird? Meine Überlegung war, vll das Selbstvertrauen zu stärken -->nur wie?Ich hoffe, ihr könnt mir das besser erklären, als wenn ich mir irgendwas zusammen reime.
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21. Oktober 2008 um 09:26
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LG Steffi mit Buddy
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Hallo,
ich bin kein Experte, aber ich habe gelesen, daß es verschiedene Agressions-Einteilungen gibt. Z.B. eben die Angstagression, die spielerische Agression, die offensive und die defensive Agression usw..
Angstagression tritt dann auf, wenn ein ängstliches Tier keine Möglichkeit zum Rückzug oder zur Flucht hat. Wenn es "in die Ecke gedrängt" wird und dann eben nicht weiter weiß, als mit Agression auf die bedrohliche Situation zu reagieren. Kommt ein solches Tier öfter in diese Situation kann die Vorstufe zur Agression übersprungen werden und das Tier beißt und schnappt eher/schneller zu, auch wenn es Fluchtmöglichkeiten hätte. Der Lerneffekt, der hier auftritt, basiert darauf, daß das Tier lernt, sich mit Beißen die Gefahr vom Pelz halten zu können. Zu der eigentlichen Angst kommt so dann noch der Lerneffekt und es wird zum Teufelskreis.
Ist Dir damit soweit geholfen? Ich hab mal ne Doktorarbeit über Agressionen bei Hunden im Netz gefunden. Wenn ich den Link wiederfinde, stelle ich ihn hier noch rein.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Hallo,
Das ist ein extrem komplexes Thema in der Verhaltenstherapie und da könnte man hier sicherlich eine riesen Abhandlung schrieben

Kurz in knappen Worten=
Angstbeisser fehlt oft die Fluchtmöglichkeit und beissen aus Angst, das kann sich gegen Menschen, Hunde oder alles andere (Regenschirme zB) richten kann.Unterscheiden kann man es an Mimik und Körpersprache (Ohrenstellung zB).
Die Therapie ist Densensibilisierung -manchmal medikamentöse Begleitung- Dem Hund Sicherheit geben. Vorausschaubar für den Hund sein.
Die Therapie kann sich, je nach schwere des Traumas, über Jahre hinziehen.
Mit einem Hund, der starke Angst hat, sollte man möglichst nicht wild herumdoktern, sondern einen Hundetrainer/Verhaltenstherapeuth in Anspruch nehmen.
Es kommt ja auch immer darauf an, worum es geht. Deswegen ist jede Therapie auch anders aufgebaut und jeder Hund spricht auf andere Dinge an. Pauschal kann man da eigentlich nicht viel sagen.
Liebe Grüße
Dana und Wauzis
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