Stop etc auf Distanz

  • Habe gerade für 3 Monate eine 8,5 Jahre alte Schäfer-Setter-Mixhündin bei mir.
    Grundsätzlich ist sie ein grosser Dickschädel, hat nicht viel Erziehung genossen, manchmal frage ich mich auch, ob sie vielleichtnicht mehr so gut hört, glaube allerdings eher dass sie dann nicht hören möchte.

    Ich versuche ihr gerade an meiner Seite das Kommando "Stop" beizubringen, klappt aber nicht wirklich gut, die nächste Steigerung wäre das Ganze dann auf Distanz.

    "Hier" klappt nicht zu 100%, aber dafür habe ich schon Käseleckerlie vorbereitet, auisserdem häng ich vielleicht ne Schleppleine dran.

    Was habt ihr für Tipps oder Erfahrungen?

  • Also bei mir heißt das Halt, aber ist ja das Gleiche. Ich habe es schrittweise geübt, also zuerst an der Leine, habe ich halt gesagt und bin stehen geblieben, allerdings sollte man dem Hund die Chance lassen darauf zu reagieren und nicht plötzlich abbremsen. Zur Hilfestellung habe ich die Hand genommen und sie ausgestreckt, wie wenn der Polizist das Stopzeichen macht, auf deine Körperhaltung solltest du dabei auch achten. Wenn er es dann gut gemacht hat, gabs ein Leckerli. Wenn das neben einem selbst klappt, dann läßt man die Leine länger und sagt Halt/Stop u. immer schön mit Handzeichen. So arbeitest du dich Meter vor Meter vor u. immer nur soviel weiter, dass der Hund garantiert stehen bleibt.

    Mittlerweile machen wir das auf eine ziemlich große Distanz ohne Leine, meistens reicht nur noch das Handzeichen und er bewegt sich keinen Schritt mehr. Das hat ihn letztens vor einem Fahrradunfall bewahrt, da der Radfahrer einfach aus dem Wald rausgeschossen kam.

  • Bei uns heißt es "Steh" - wurde/wird aber auch in ganz kleinen Schritten eingeführt.
    Ich nehme dazu ein Leckerlie und klemme diesen mit dem Daumen in den Handteller. Die anderen Finger bleiben gerade.
    Leo geht neben mir, ich führe die flache Hand (Leckerlie in Richtung seiner Nase) vor die Schnauze, und dazu kommt parallel ein "steh".

    Klappt bei uns sehr gut, aber Leo "stirbt" auch für jede Art von Sonder-Leckerlie (heute war es rohe Hirschlunge).

    liebe Grüße
    Constanze

  • ööö....da hab ich ja ne rabiate Methode angewendet. :/
    Ich hab das bei meinen erst an der kurzen Leine geübt. Hab einfach immer Halt gesagt wenn ich stehen geblieben bin.Hat dann natürlich nenn Lecker gegeben. Dann hab ich das an der Schlepp geübt. Hab einfach gewartet bis sie grad mal nicht volle pulle unterwegs waren damit der Bums nich so derbe wird. Also Hundi latschte vor mir rum, ich sag Halt und latsch mehr oder weniger sofort auf die Schlepp...supi tollfein klasse usw
    Hat dann auch prima ohne Schlepp geklappt und die stehn bei Halt wie angewurzelt

  • Zitat

    So arbeitest du dich Meter vor Meter vor u. immer nur soviel weiter, dass der Hund garantiert stehen bleibt.

    Genau da liegt das Erfolgsrezept.

    Viele verlangen einfach zu früh zu viel von ihrem Hund - das kann einfach nicht funktionieren.

    Also zunächst mal "STOP" am Mann ;-). Jedoch ist es mir persönlich da egal, ob sich mein Hund setzt, steht oder hinlegt. Mir gehts nur um das stoppen aus der Bewegung heraus (wenn z.Bsp. Gefahr in Verzug ist). Für Sitz, Down oder Steh verwende ich natürlich immer nur den jeweiligen Befehl....aber bei STOP ist es mir vollkommen gleich was meiner damit verbindet, Hauptsache er STOPPT. Inzwischen zeigt sich, dass Indy sich einfach setzt während Momo stehen bleibt.

    Wir haben zu dem verbalen STOP auch einen Triller konditioniert, der auch hervorragend klappt. Meine Hunde brechen die Aktion sofort ab und verweilen auf der Stelle und schauen in meine Richtung, um weitere Kommandos zu bekommen.

    Ich finde, sowas sollte jeder Hund beherrschen. Wie schnell ist heutzutage etwas passiert und dann ist das Gejammere groß.

    Aber wie gesagt....kleine Schritte!!

    Lg
    Volker

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