hilfe...protestbellen...stress pur

  • hallo!
    es hat sich seit kurzem ein problem ergeben was das allein sein angeht.
    seit nun 4 wochen wohne ich jetzt mit meiner 4 jährigen tibet terrier hündin mara alleine, wir sind also umgezogen und ich bin nun die einzige person im haushalt.
    vorher habe ich mit ihr und meinem freund zusammen gewohnt.
    in der alten wohnung gab es am anfang(vor 2 jahren) probleme mit dem allein sein, aber das haben wir dann in den griff bekommen.
    sie konnte also in der alten wohnung gut alleine bleiben, sofern ich entspannt war wenn ich ging. dh dass sie von meiner stimmung schon immer stark beeinflusst wurde und meine unsicherheit sich dann so wiederspiegelte dass sie nicht sofort entspannt aufs bett sprang wenn ich mich fertig machte um das haus zu verlassen.
    ich habe sie immer mit einem diktiergerät aufgenommen und je ruhiger sie war desto sicherer war ich und das gab dann die wechselwirkung dass sie noch ruhiger wurde etc.
    es war also so, dass sie in der alten wohnung entspannt allein blieb.
    nun wohn ich seit 4 wochen hier und soweit ich das einschätzen kann fühlt sie sich hier wohl.
    es ist aber so, dass sie so zwischen 5-20 min bellt wenn ich gehe. also sie fängt nicht sofort damit an sondern erst wenn ich außer hörweite bin, also ganz aus dem haus raus und ein paar schritte die straße entlang, dh ich bekomme nicht mehr mit wenn sie anfängt zu bellen.
    ich habe am anfang geübt indem ich kurz zum briefkasten mülleimer etc gegangen bin und auch wenn ich im keller wäsche wasche ist sie ruhig.
    aber sie bellt halt wenn ich ganz weg gehe. es ist bis jetzt einmal vorgekommen dass sie komplett ruhig war.
    ich habe sehr große angst dass ich probleme mit den nachbarn bekomme und kann nicht einschätzen inwiefern sie das bellen hören, weil das hasu schon sehr massiv gebaut ist.
    ich bin also total verunsichert und ängstlich.
    in der hundeschule habe ich dieses problem angesprochen und bin nun zumindest sehr sicher dass es sich bei ihrem verhalten nicht um ängste sondern um protest aufgrund von kontrollverlust handelt.
    ich habe also versucht in der letzten zeit noch klarer mit ihr umzugehn und habe auch nicht mehr den ganzen tag nach ihr gerichtet.
    ich weiß dass ich sie schon von anfang an sehr verwöhne und sie auch immer mal wieder grenzen ausreizt um zu testen. ich versuche sehr klar zu sein um ihr zu vermitteln dass ich diejenige bin die die kontrolle hat und der sie sich vertrauensvoll "unterordnen" kann, aber anscheinend bin ich darin nicht gut genug.
    jetzt ist es soweit dass heute die uni anfängz und ich nun schon soweit bin gleich nicht hinzugehn, weil ich sie heute morgen schonmal kurz allein gelassen hab und sie da länger gebellt hat und ich die nachbarn nun nicht überstrapaziern will.
    ich merke also dass ich mich selber extrem einschränke und das will ich in dem maße nicht, denn es muss mir möglich sein zur uni gehn zu können ohne so unsicher und ängstlich zu sein.
    ich hoffe ihr könnt mir recht schnell tipps geben wie ich mich verhalten kann!
    darüber wäre ich sehr sehr dankbar!!

  • Huhu!

    Also ein Patentrezept hab ich sicher nicht. Aber was wäre denn - um den größten Druck, nämlich den Ärger mit den Nachbarn, zu umgehen, wenn du ein paar "Mini-Blümchen" besorgst und mal im Haus "klinkenputzen" gehst, dass du gerade dabei bist, mit deiner Hündin zu üben und dass das ein paar Wochen dauern kann und du herzlichst bittest, dass sie das nicht so eng sehen und es mit ertragen. Kannst ja nen Flurdienst (oder was auch immer) mit anbieten.
    Damit hat man meistens schon die Menschen auf seiner Seite.

    Und dann... würde ich sagen, dass du prinzipiell schon das Richtige machst. IMMER die Führung, immer unabhängig. Wo schläft sie? Manchmal kann es helfen, den Hund dann extra in einem anderen Raum als dem Schlafzimmer schlafen zu lassen. Das ist immerhin auch einige Stunden, in denen sie dich nicht "unter Kontrolle" hat. Hmmm... :???: Sonst fällt mir nichts sinnvolles ein... außer:

    Wenn deine Nachbarn sehr nett sind, dann kannst du das Problem mit Sicherheit auch aussitzen. Kann ich mir zumindest gut vorstellen. Eine Freundin von mir hat es so gemacht. Das ging einige Wochen - dann hat der Hund das Bellen dran gegeben - weil es einfach nie etwas brachte. Frauchen kam deswegen nicht einmal früher zurück.


    Ganz viel erfolg auf jeden Fall! Hier gibts sicher noch bessere Tipps!!

  • hallo hummel!
    vielen dank für deine antwort!

    das mit dem rumgehn bei den nachbarn ist auch eine überlegung von mir, habe irgendwie nur sehr große angst davor mir da schon n donnerwetter abzuholen. also bis jetzt hat keiner was gesagt und auch die vermieterin hat keinerlei beschwerden etc erhalten, aber ich bin einfach sehr sehr unsicher was das angeht.
    aber ich werde versuchen mal meinen mut zusammenzunehmen und überall zu klingeln. als ich grad eingezogen bin hatte ich mich vorgestellt mit hund und da gesagt dass es vllt am anfang so sein könnte, aber ich weiß nicht ob meine nachbarn da von wochen ausgegangen sind, wobei ich sagen muss dass sie in den 4 wochen auch noch nich wirklich oft allein war, weil ich noch ferien hatte.

    also ich mache es seit ca 2 wochen oder so so, dass ich sie in ihr körbchen schicke wenn ich schlafen geh. vorher hat sie immer auf dem bett mit mir geschlafen und nun ist es so dass sie nachts irgendwann hochkommt und wenn ich davon dann nich wach werd und sie wieder runterschick bleibt sie auch auf dem bett bis ich aufwache.
    tagsüber liegt sie auch gerne auf dem bett und in der alten wohnung lag sie auch immer auf dem bett wenn sie allein war.

    ich versuche zur zeit sie mal für ne weile tagsüber in einem anderen zimmer zu lassen(habe leider durch recht kleine wohnung nicht so viel auswahl) denn sonst war es so dass sie auch mal mit im bad war.
    jetzt lasse ich sie aber bei duschen zb nicht mehr mit rein.

    habe mich jetzt entschieden sie heute nicht mehr allein zu lassen, weil ich grad innerlich schon wieder sehr unruhig und nervös bin bei dem gedanken, so dass das wahrscheinlich eh zum scheitern verurteilt wäre heute, aber ich weiß auch dass diese übertriebene vorsciht und rücksichtnahme nicht dauerhaft gut isz und hoffe wirklich die sache in den griff zu kriegen!


    hallo nochmal!
    da ich mir nich antworten kann, musste ich editieren.

    gleich ist es wieder soweit...ich muss zur uni und mara allein lassen....merke jetzt schon wie ich nervös werde und das nervt mich tierisch....ich will ruhig das haus verlassen um sie nich zusätzlich zu stressen....habt ihr evtl tipps wie ich sie jetzt die nächste std bevor ich los muss beschäftigen kann, damit das allein sein für sie "angenehm" ist?
    will sie nich noch auspowern, damit sie nich so hochfährt, aber meine unruhe fährt sie auch schon sehr hoch...
    heute werde ich mal radio anlassen und hoffe sie macht nich wieder theater...
    was kann ich evtl an meinem alltagsverhalten noch ändern um diesen "kontrollverlust" in den griff zu kriegen?

    danke schonmal für antworten!

  • HuhU!
    Hoffenltich ists nicht schon zu spät, aber lass sie suchen! Suchspiele - schnüffeln - denken (Leckerlie unter handtuch oder sonstwas - je nachdem was sie so schafft, denktechnisch).
    Kopfarbeit pusht nicht, macht aber Müde.

    Und dann lässt du ihr einen gefrorenen Kong da. Da hat sie mindestens 30 Minuten dran zu schlecken.

    Inhalt: zB Hüttenkäse mit einem Löffel Leberwurst untergerührt...

  • Hallo,

    damit Du ruhiger wirst solltest Du auf jeden Fall mit den Nachbarn reden. Selbst wenn sie einen Hals auf dich hätten, würde das nicht so gravierend ausfallen wie wenn Du es nicht tust und abwartest bis das Donnerwetter Dich erreicht hat.

    Vielleicht beruhigt Dich das reden mit den Nachbarn und sie sind verständnisvoller als Du denkst.
    Dies ist auf jeden Fall besser als abzuwarten und immer ein komisches Gefühl im Bauch zu haben.

    Ansonsten übe mir ihr und schick sie öfter mal auf ihren Platz. Sie soll dort bleiben bis Du zurückkommst und sie wieder "frei" gibst.
    Es bringt auch nichts, wenn Du z.B. duschen gehst und sie dann vor der Tür liegt.
    Sie weiss dann, dass Du da drin bist.

    Bring ihr bei auf Kommando ihren Platz aufzusuchen und sei konsequent.
    Bring sie immer wieder zurück wenn sie aufsteht.
    Mach es am Anfang nicht so lange damit sie auch ein Erfolgserlebnis hat.
    Der Hund soll von sich aus merken, dass es nichts bringt Dir nachzulaufen.

    Hast Du jemanden der nach ihr schauen kann wenn Du in der Uni bist?
    Drei oder vier Stunden sind meiner Meinung nach im Moment definitiv zu lange.
    Ich würde sogar vorschlagen im Minutentakt anzufangen, so wie bei einem Welpen.

    Liebe Grüße

    Steffi

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