Probleme mit meinem Rueden am anderen Ende der Welt!
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Hallo ihr Lieben,
Ich bin ganz neu hier im Forum und habe schon gleich zu Beginn ein grosses Problem im Gepaeck....
Zu meiner Situation: Ich lebe in Australien und habe vor einiger Zeit zwei kleine Mischlingshunde aus dem oertlichen Auffang-Centre (wo die Tiere nach erfolgloser Vermittlung der Euthanasie zum Opfer fallen) geholt. Eine Foxterrier-Chihuahua-Huendin und ein sogenannter Cavoodle-Ruede (falls jemand diese 'Rasse' nicht kennt: Pudel und Cavalier King Spaniel). Beide Hunde sind kastriert und 1 bzw. 2 Jahre alt.
Kurz nach der Adoption herrschten bei mir zu Hause natuerlich etwas chaotische Zustaende, da die einjaehrige Huendin nicht stubenrein war (sie hatte noch nie in einem Haus gelebt) und ich von ganz Vorne mit ihr anfangen musste. Da ich mit Hunden aufgewachsen bin, kenne ich mit dem Stubenreinheits-Ablauf aus und habe die Kleine im Haus immer im Auge behalten, um dann konsequent eingreifen zu koennen. Kurzum: Nach ca. 5 Tagen und zwei kleinen "Unfaellen" war sie stubenrein.
Nun aber zu unserer Problematik. Gizmo (der Cavoodle-Ruede) war von Anfang an stubenrein, doch stellte sich nach ca. 3 Tagen ein, fuer mich unerklaerliches, Verhalten ein: Er begann im ganzen Haus wahllos zu markieren. Zunaechst schien es irgendwie verstaendlich, da alles neu fuer ihn war und er mich nicht als Rudelfuehrerin anerkannt hatte und somit sein Revier abstecken wollte. Ich habe ihn mehrfach erwischt und (wie beim Welpen) korrigiert und nach draussen geschickt. Als sich nichts veraenderte, dachte ich, dass es eventuell an seinem Dominanzgehabe liegen koennte. Doch steht mir in dieser Hinsicht ein Fragezeichen im Gesicht. Sobald ich ihn erwische, legt er sich auf den Ruecken und 'unterwirft' oder 'beschwichtigt' mich. Ich weiss natuerlich nicht, was ihm in seinem 2 jaehrigen Leben passiert ist, aber ich habe noch niemals in meinem Leben Gewalt gegen ein Tier angewendet und stand ratlos daneben, da er auf keinerlei Erziehungsmassnahmen reagierte.
Doch dann steigerte sich das Ganze noch. Er fing an sein Geschaeft ins Haus zu verrichten. Zuerst dachte ich, dass es mal ein Unfall gewesen sein koennte. Nach etwa 2 Wochen liess das gesamte Verhalten auf einmal nach und es vergingen 3 weitere Wochen. Vor einigen Tagen nun der grosse Rueckfall: Ich sass im Nebenzimmer (also in Hoerweite, falls er an der Tuer gekratzt haette, was er sonst immer tut) und als ich ins Wohnzimmer kam, sah ich, dass er sein Geschaeft verrichtet hatte und drei Mal (!) an verschiedenen Punkten ins Haus markiert hatte! Ich weiss einfach nicht mehr weiter, da ich das Haus nur miete und ueberall Teppich verlegt ist! Ich werde demnaechst umziehen muessen, aber so kann es trotzdem nicht weiter gehen.
Hier einige Zusatzinfos:
- ich gehe 3x taeglich spazieren (30 Min./ 60 Min. / 30 Min.)
- er bekommt morgens und abends sein Futter
- ich habe ihn tieraerztlich checken lassen und er ist topfit
- er ist im Umgang sehr gehorsam und kann die Grundkommandos
- beide Hunde schlafen im Wohnzimmer
- ich studiere und muss 3x woechentlich zur Uni fuer ca. 3-4 Stunden
- die Huendin ist voellig unauffaellig und hat sich super ins 'Rudel' integriert
- die beiden Hunde verstehen sich grundsaetzlich super, haben nur manchmal Rangordnungskappeleien
Bitte entschuldigt, dass mein Beitrag gleich so lang geworden ist, aber ich bin wirklich sehr verzweifelt. Zudem kommt, dass wir hier tropische Hitze und Temperaturen von ueber 35 Grad haben. Ihr koennt euch also die Geruchsbelaestigung vorstellen! Mir war natuerlich klar, dass es kein Sonntagsspaziergang werden wuerde, wenn man quasi ein 'Ueberraschungsei' aus dem Tierheim adoptiert, aber ich bin mit meinem Latein am Ende und finde auch in der Literatur keine Hilfe. Ich bin dankbar fuer jedes konstruktive Kommentar!
Tropische Gruesse aus dem fernen Australien!
Mrs.Maggie
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12. Oktober 2008 um 08:52
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Probleme mit meinem Rueden am anderen Ende der Welt! - Vor einem Moment
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Hallo Mrs. Maggie,
nur ganz schnell erstmal zwei-drei Sachen, die mir aufgefallen sind:
1. Vergiss das Wort Dominanz
Ich weiss, es steht noch immer in vielen Büchern und viele Trainer faseln was davon. Aber die neuesten Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung (wobei, so neu sind sie nun auch nicht mehr) belegen, das es das soo nicht gibt.2. Gerade bei ehr kleinen Hunden könnten 3x täglich Auslauf zu wenig sein. Kannst Du öfters mit dem Rüden raus - z.b. in den Garten? Da reichen dann 5-10 Minuten.
3. Wenn der Teppich und evtl. die Holzleisten am Boden schon nach Hundetoilette riecht, d.h. einmal pieseln reicht dafür, dann hast Du ziemlich schlechte Karten. Mit normalen Reinigern bekommt man diesen Geruch nicht weg - jedenfalls nicht gründlich genug für Hundenasen.
Und für nen Rüden gibts nichts natürlicheres als über seine oder fremde Duftmarken drüber zu markieren.
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lg
susa -
Guten Morgen aus dem Norden Deutschlands!
Möchte etwas zum Unterwerfen sagen: So wie du es beschreibst, wirkt es, dass du dem Rüden gegenüber zu heftig aufgetreten bist. Er unterwirft sich dir dann als Beschwichtigungsgeste, damit du ihm nichts (Schlimmeres) tust. Angesichts dieser massiven Beschwichtigungsgeste, kann man sich vorstellen, wie gestresst sich der Rüde fühlt. Folge: Er lernt nix. Er will nur noch diese Situation irgendwie überstehen.
Rate dir deshalb, weniger "gewaltig" aufzutreten, damit der Rüde ansprechbar für die Erziehungsübung, um die es dir geht, bleibt.
Als bedrohlich kann der Hund auch deine Körperhaltung erleben! Und die Lautstärke deiner Stimme.Hoffe für dich, dass das "undichte" Verhalten des Rüdens nicht mit umzieht!
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