mischlinge im visier

  • hallo miteinander

    nun durchstöbere ich , nina , diese forum schon einige zeit und finde es super spannend. all die verschiedenen meinungen , ansichten usw. ich finde es ein super forum mit meist mega guten kommentaren die wirklich sehr hilfreich sein können. ich selber habe einen 11 wochen alten dalmatiner junge. nun wollte ich mal etwas wissen.

    es wird oft geschrieben, das die "zucht" von mischlingen nicht gut ist. ich wollte wissen, wieso das so ist ? wo besteht eine gefahr? oder geht es einfach darum, die jeweiligen hunderassen zu schützen und eine überpopulation der mischlinge zu verhindern ?

    ich hoffe auf ein paar gute comment's , denn es interessiert mich sehr

  • Hallo Nina,

    es werden bestimmt noch qualifiziertere Kommentare als meine kommen, aber ich kann schon mal sagen, dass Mischlinge und Zucht zwei Begriffe sind, die nicht zusammen gehören.

    Bei einer vernünftigen Zucht weisst du alles über die Elterntiere und das schon über Generationen, du kannst Erbanlagen erkennen, du weisst über Vorerkrankungen in der Linie bescheid, du kennst Wesensveranlagungen etc. pp.

    Wenn du Mischlinge verpaarst, weisst du nix über Elterntiere (oder maximal über die Eltern, aber alles was davor war ist zweifelhaft), du weisst nichts über Vorerkrankungen, Wesen, Macken usw.

    Weiterhin gibt es schon soviele Mischlinge die irgendwo vor sich hin leben, in Tierheimen im In- und Ausland und das können vernünftige Menschen nicht unterstützen, indem sie sich dazu entschliessen eigene Nachkommen zu "züchten", weil Hassos Ohren so niedlich aussehen oder sie das wuschelige Fell von Bello vermissen würden, wenn dieser mal stirbt!

    Und ein vernünftiger Züchter ist eingetragen in Zuchtvereine, investiert Zeit, Geld und Sozialisierung! Derjenige macht es nicht, um die schnelle Mark zu verdienen, plant einen Wurf im Sinne der Hündin (oder ihrer Gesundheit) und lässt es nicht "passieren".
    Und Züchter haben auch schon lange Listen von Anwärtern, die hoffentlich nach bestem Wissen und Gewissen ausgesucht werden um ihren Schützlingen ein Leben im TH zu ersparen!

    Ist vielleicht alles ein wenig wirr und nicht hoch qualifiziert, aber ich hoffe, du verstehst, was ich meine.

    Ich würde von meinem Hund auf jeden Fall keine Welpen wollen! So sehr er mir fehlen würde!!! Er ist ein Mischling und wenn ich wieder einen möchte, gibt es genug arme Seelen ohne zu Hause! Ich würde mir die Verantwortung auch nicht antun wollen einen Wurf großzuziehen...

    Gruss Sandra

  • danke für deine antwort , macht sinn ! mein hund wird auch nie papa werden. und wenn , nur mit seinesgleichen ,aber ich denke das ich später, wenn er erwachsen ist, mal in verschiedene tierheime gehe , und einem tierheimhund ein gutes liebevolles zuhause geben werde!!

    danke für deinen beitrag , nina und woody (er piepst grad im schlaf)

    =)

  • Hallo nochmal,

    selbst wenn du Welpen von deinem Hund mit "seinesgleichen" planst, musst du Untersuchungen durchführen lassen um sicherzustellen, dass er zur Zucht taugt. Da gibt es verschiedenste zu bedenkende Untersuchungen - wie gesagt, ich bin Laie ;)
    Planlos vermehrte Rassehunde sind genauso sinnlos wie Mischlinge!

    Ich hoffe, dass klingt nicht zu krass... Ist aber einfach meine und ich glaube auch in diesem Forum weit verbreitete Meinung?!

  • Hallo, schön das Du dich für dieses Thema interessierst.

    Also ich denke das Problem bei Mischlingen ist, dass Du nie sicher sein kannst wer die Eltern sind und wie die gesundlheitlichen Aspekte in der Familie waren.

    Ich kann Dir gerne von mir berichten.

    Finya ist gerade 1 Jahr alt geworden und ein Mischling aus Schäferhund, Bernersennen, Husky und Dobermann.
    Ich hatte mir gewünscht, dass ich einen gesunden Hund bekomme und aus diesem Grund wollte ich keinen überzüchteten Reinrassigen.
    Falsch gedacht, denn Mischlinge sind leider oftmal anfälliger.

    Sie war immer schon sehr ruhig. Als sie bei ihrer 1. Läufigkeit (mit 8-Monaten) immer ruhiger wurde und gar nicht mehr raus wollte und zudem ihr Maul nicht mehr öffnen konnte, sind wir in die Klinik. Dort wurde festgestellt, das sie Kaumuskelmyositis hat. Dies ist wohl typisch für einen Schäferhund und für einen Dobermann. Super, denn sie hat was von beidem.

    Und genau das ist das Problem dabei. Du kennst keine Hintergründe, aber
    es werden unterschiedliche Rassebedingte Eigenshaften und Krankheiten vererbt. Und dabeisind nicht alle gut.

    PS: Ich würde mir nur noch einen Welpen von einem guten Züchter oder aus dem Tierschutz holen.

    Rebekka

  • danke für euere beiträge

    sollte ich - was ich echt nicht denke - mit meinem eigenen hund mal für nachwuchs sorgen, würde ich ihn selbstverständlich komplett untersuchen lassen. aber ich red gar nicht davon , denn die warscheinlichkeit liegt unter 0.2%

    stimmt , mischlinge können gleich mehrere rassentypische symptome haben , macht sinn!! oje oje...

    ich habe mich extra für einen reinrassigen 1 hund entschieden. später, wenn er erwachsen ist, also ca in 400 jahren :roll: schaue ich nach mischlingen in not um.

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