Warum ignoriert Nikko unseren Sohn ?

  • :hilfe: :hilfe:
    Nikko ist 3 1/2 Jahre alt und eine sehr liebes Pudel - Schnauzer Mädchen.
    Sie ist nach dem Tod unseres Benny (Chusing Syndrom) nunmehr seit 3
    Monaten in unserer 4 köpfigen Familie und hat sich zwischenzeitlich auch gut eingelebt.
    Vorher war Nikko bei einer alleinerziehenden Mutter mit 12 jähriger Tochter und eigentlich sehr frauenbezogen.Mit den Herren der Schöpfung hatte sie Anfangs schon seine Probleme und sie sah beide lieber von hinten - bei mir (Familienvater) legte sich dies relativ schnell bedingt durch die täglich mehrmaligen Spaziergänge! Mit den Mädels (Mutter/Tochter) klappte es ohne jegliche Probleme.
    Nur bei Holger unserem Sohn gibt es grosse Probleme - er wird von Nikko nach wie vor total ignoriert,läuft nur weg,macht einen grossen Bogen um
    ihn ja 1,2 mal hat er sogar schon nach ihm geschnappt - einfach total unverständlich.
    So bekommt Nikko z.B. abends egen 20.00 Uhr von allen ein Gute Nacht Lekkerli und man höre und staune , die kleine Lusch (liebgemeint kommt
    aus dem fränkischen)kann bis 4 zählen und holt sich treu und brav auch bei Holger das Lekkerli um sofort weg von ihm und das möglichst schnell und weit :???:
    Erklärend zum Umfeld möchte ich noch sagen - wir sind ein älteres Ehepaar mit 2 Kindern die beide im Rollstuhl sitzen und Gassigehen geht eigentlich nur mit Herrchen wobei mich Holger fast täglich begleitet .Nikko
    akzeptiert das (muss) aber mit gebührendem Abstand nach dem Motto: wenns nicht anders geht :irre:
    Wer kann uns hier raten - wir warten gerne darauf möchten aber noch hinzufügen , dass Nikko unser vierter Freund ist und auch bleiben wird !
    Unerfahren sind wir bestimmt nicht nachdem wir 2 Dackel (Dickschädel) einen Schnauzer Mix und jetzt Nikko d.h. 40 Jahre Erfahrung vorzuweisen haben - das müsste reichen und trotzdem sind wir total ratlos und hoffen aber doch , daß unsere Geduld so langatmig ist um zu einem für uns alle -aber vor allem für Nikko und Holger - guten Ende kommt.
    Das solls für heute sein und wir freuen uns auf Eure Ratschläge.

  • Probiert doch einmal, dass Ihr alle den Hund ignosriert, sagen wir eine Woche lang. Nur Dein Sohnemann eben nicht. Also er füttert Nikko und kein anderer (auch keine Leckerlies). Beim Gassi gehen ist ER der jenige, der spielt (Ball werfen oder ähnliches).
    Ihr anderen ignoriert ihn einfach. Habt ihr das schon mal probiert?

  • Hallo Nikko

    Das ist sicherlich sehr belastend, aber ich denke, er braucht einfach Zeit um Vertrauen zu fassen. Du schreibst, dass er seit 3 Monaten bei Euch ist und schon immer Probleme mit den Herren der Schöpfung hatte. Wisst Ihr woher diese Angst kommt ? - Ich könnte mir gut vorstellen, dass er Holger mit einer früheren, schlechten Erfahrung verbindet und bis dann das Vertrauen da ist, kann es schon recht lange dauern. - Ich selber habe einen Hund, der regelrecht Panik vor Menschen hat und er hat mich (ich war damals noch mit ihm alleine), die ersten Wochen auch komplett ignoriert (aus Angst, Unsicherheit).

    Gebt ihm Zeit und ich bin sicher, dass sich das im Laufe von einigen Monaten immer mehr legen wird.

    Persönlich finde ich es in dem Fall nicht richtig, den Hund zu ignorieren. Er hat die letzten Monate (wenn ich das alles richtig verstanden hab) echt viel durchgemacht, trauert und muss sich mit seiner neuen Lebenssituation zuerst zurecht finden.

    Liebe Grüsse
    Sabine

  • Das ist jetzt natürlich eine etwas heikle Frage, aber darf ich fragen was Eure Kinder haben dass sie beide im Rollstuhl sitzen?
    Wie alt sind denn die beiden?

    Champ: der Hund soll ja auch nicht komplett ignoriert werden, sondern eine gewisse Zeit lang alle guten Dinge mit Sohnemann verbinden. Vater geht ja auch mit spazieren, insofern halte ich das durchaus für in Ordnung.

    Prinzipiell hast du aber natürlich recht, dass das alles seine Zeit braucht. Aber fördern kann man das ja durchaus durch positive Verknüpfung.

    Lg
    Sandra

  • Hallo Sabine und Sandra - zum Thema Kinder möchte ich nur sagen , sie sind in eurem Alter (bleiben wohl immer unsere Kinder) und zu den Gründen für den Rollstuhl nur so viel - beide können nur mit Hilfe laufen,leben in der Familie so lange wir es verkraften und gehen dann in betreutes Wohnen.Beide haben kein Problem mit Mensch und Tier zu kommunizieren - das sollte genügen und nun zurück zu unserem eigentlichen Problem namens NIKKO:
    daß wir viel Geduld und dies über Monate einbringen müssen ist uns klar und sollte auch kein grosses Problem sein (ausser vielleicht bei Holger) nur es hat sich hier bisher kaum Bewegung bei NIKKO gezeigt.
    Zu seiner Vorgeschichte kann ich nur sagen,die ersten 2 Jahre liegen im Dunklen,dann kam er zu einer alleinerziehenden Mutter mit 12 jähriger Tochter die sich rührend um Nikko gekümmert haben.N.war bei den Nachbarn im Haus nicht gelitten und die beiden Mädels wurden solange gemobbt bis es zur Weitergabe an uns kam.Dies also vor drei Monaten und es soll auch so bleiben und wenn wir (Spaß...)die Boris Becker Methode anwenden müssen und Holger + NIKKO in die Besenkammer
    sperren (grins,albern eben Spaß o.k.)
    Es ist einfach so - wir wollen möglichst wieder eine schöne Family sein und diesmal eben mit NIKKO als fünftes Mitglied.
    Für heute genug und viele Grüsse - DANKE

    Helmut

  • Geduld müßt ihr auf jeden Fall haben !!

    Ich find es aber beachtlich, daß die kleine Lady keine Probleme mit den Rollstühlen hat, denn das ist nicht selbstverständlich - die meisten Hunde lernen "solche Menschen" gar nicht kennen.

    Alles was du beschreibst, klingt nach Verunsicherung. Ich nehme mal an, daß sich deine Kinderchen ;) vollkommen normal verhalten, also keine motorischen Störungen, andere Sprechart, .. den Hund zusätzlich ängstigen können.
    Das alte Männerproblem wird eine große Rolle spielen, aber ich vermute, da gibts noch was anderes.

    In welcher Situation hat sie nach Holger geschnappt ? Fühlte sie sich bedrängt, in die Enge getrieben ?? Kann es sein, daß er sich den Kontakt zu dem Hund "erzwingen" möchte ?
    Es schmerzt schon, wenn der Hund jeden anderen mag ... aber sie muß von alleine kommen, sich trauen, sonst wird es immer ein gespanntes Verhältnis bleiben.

    Ich würde versuchen ganz normal zu leben - 3 Monate sind noch nicht wirklich lange für einen Hund, der seine Familie verloren hat. Ich würds genau andersherum machen, Holger sollte den Hund ignorieren, bzw. nur das nötigste (und das Abendleckerli) mit ihr machen. So wird der Hund lernen, daß keinerlei Gefahr von ihm ausgeht und er wird für den Hund berechenbar. Sie kann ihn sozusagen aus der Ferne kennenlernen und kommt nie wieder in die Situation schnappen zu müssen.

    Ich würd den Kontakt dann langsam übers Spiel, Futter, angenehme Dinge aufbauen. Kleine Schritte, immer mit Fluchtmöglichkeit. Wenn sie z.B. den Garten liebt, regelmäßig dorthin darf, dann könnte Holger ihr die Türe öffnen - d.h. er ist für sie positiv und da er sie dabei nicht anfasst, bedrängt etc. wird sie langsam Vertrauen aufbauen - vielleicht irgendwann zu ihm kommen, um rausgelassen zu werden.

    Oder gab es einen Zwischenfall, da, wo sie (fast) geschnappt hat, welcher ihr Verhalten erklären würde ??

    Gruß, staffy

  • staffy: :2thumbs:

    Nikko: Danke für Deine Offenheit. Ich bin mir ganz sicher, dass Ihr das gemeinsam hinkriegen werdet und das Ihr schon bald ein richtig tolles Team werdet, Ihr fünf. - Ich drück Euch ganz doll die Daumen und wünsche Euch eine ganz tolle Zeit. Schön, dass Nikko bei Euch sein darf !

  • Hallo - ihr seid mit euren Ratschlägen einfach toll und Holger hat sich entschlossen Nikko nicht zu drängen. Er lässt ihn nunmehr "links" liegen und drängt sich nicht auf - es fällt ihm sichtlich schwer aber er meint wenn er etwas von mir will soll er zu mir kommen !!
    z.Thema Rollstühle deren er ja 2 im unmittelbaren Umfeld hat kann ich eigentlich nur sagen Nikko akzeptiert diese uneingeschränkt als wäre er damit schon immer konfrontiert worden.Im übrigen wenn er in die Behindertenwerkstätte kommt muss er eine Vielzahl mehr wegstecken und dies war für ihn offenkundig nie ein Problem.
    Wir denken zwischenzeitlich,daß Nikkos Problem in "grauer Vorzeit" liegt,also den 2 Jahren von denen nichts bekannt ist und das jetzt wieder im Bewusstsein auftaucht und Holger (unverschuldet) damit in Beziehung gebracht wird.
    Drückt uns einfach die Daumen, daß wir dem kleinen Kerl (der eigentlich zwischenzeitlich ganz schön frech ist) voll eingliedern können - wir wollen es ganz fest - auch Holger.
    FG.
    Helmut

  • Und wie ich Euch die Daumen drück. Ich wünsch es Euch auch ganz fest und bin sicher, dass es auch klappen wird. - Hut ab vor Holger, ich bin sicher, dass es Nikko ihm danken wird.

    Gruss und meldet Euch doch wieder mal, würd mich freuen

    Sabine

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