Narkoseunverträglichkeit-ständige Scheinschwangerschaft
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Hallo,
wir sind ganz neu hier im Forum und hoffen auf etwas Erfahrungsaustausch.
Unsere Josie ist eine 4-jährige Mischlingshündin. Sie ist nicht kastriert und regelmäßig alle 6 Monate läufig und nun auch das dritte Mal Scheinschwanger. Es wird von Mal zu Mal schlimmer. Denn zum einen zieht sich die Läufigkeit immer länger, dass letzte Mal ging es fast 7 Wochen! Und die bald darauffolgende Scheinschwangerschaft (in der wir uns auch gerade wieder befinden) ist eine echte Nervenprobe. Josie ist völlig durch den Wind, rupft alles von der Couch und dem Bett (Nestbau), will mich ständig besteigen und auf der andrern Seite aber nicht mehr Gassi gehen - nur noch in den Garten.Eine Kastration würde ich persönlich sehr befürworten, ist aber nicht möglich, da sie auf Grund ihrer geistigen Behinderung eine eine Narkose nicht erträgt. Bei ihrer ersten und einzigen Narkose wurde sie nur ruhig gestellt (für ein MRT) und sie bracuhe drei Tage um sich davon zu erholen.
Was gibt es für Alternativen? Momentan bekommt sie jetzt immer Hormone in Tropfenform. Hat jemand Erfahrungen mit anderen Methoden? Ich möchte ungern sie zweimal im Jahr mit Hormonen volpumpen. Zumal die Dosis jetzt schon höher wird, weil es nicht mehr so anschlägt.
Hat jemand Erfahrungen oder Tipps für uns?
Liebe Grüße
Heike mit Josie
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Hi
und herzlich Willkommen.
Hast du mal in einer Klinik mit den Tierärzten gesprochen und deine Sorgen geschildert? Es gibt einige verschiedene Narkose-Möglichkeiten. Die Inhalationsnarkose gilt zB. im Allgemeinen als besonders schonend und ist mit wenig Nebenwirkungen verbunden. Das wäre vielleicht eine Variante für deine Hündin. Ich würde mit den Tierärzten einfach noch mal reden und mich beraten lassen.
Wenn deine Hündin jemals mal eine Gebärmuttervereiterung bekommen sollte, die man konservativ nicht mehr in den Griff bekommen kann, dann muss sie in Narkose gelegt werden. Und das verkraften ansonsten gesunde Hunde schon manchmal recht schlecht, da der Körper in diesem Stadium schon geschwächt ist und der Blutdruck niedrig ist.
Mein Rat: gehe in eine gute Tierklinik, schildere ihnen das Problem und lass dich dort beraten.
liebe Grüße
Steffi -
Danke für deine Antwort. Wir haben uns mit unserer "Hausklinik" schon überworfen, weil man uns da die Aussage gemacht hat, dass Josies Lebenserwartung ohnehin nicht sehr hoch sei und sollte es zu einer Gebärmuttererkrankung kommen, man sie ohnehin unter Narkose nehmen muss und man könne dann gleich alles auf einmal machen.
Das war dann unser letzter Besuch! Obwohl wir uns sonst immer sehr gut aufgehoben gefühlt haben!
Meine Angst ist eben riesig, dass ich einen Fehler mache und sie aus der Narkose nicht mehr aufwacht. Auf der anderen Seite, sehe ich alle paar Monate wie sehr sie leidet und dem permanten hormonellen Druck.
Wir haben uns schon in einer Uniklinik informiert. Da fand man aber den Hund nur wieder sehr interessant und wollte uns überreden sie für eine Doktorarbeit zur Verfügung zu stellen. :kopfwand:
Ich hab einfach Angst etwas falsch zu machen. Vielleicht kennt jemand ja auch eine Klinik im Rhein-Main-Gebiet die er mir empfehlen kann? Wo wir uns noch mal eingehend beraten können?
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Hallöchen Heike,
Uns hat die Klinik
Tierärztliche Klinik für Kleintiere
Dr. Kessler-Martin; Dr. Kosfeld Tierärzte
Im Langgewann
65719 Hofheim
Tel 06192 - 2902 - 90recht gut gefallen auch wenn es
für unseren Merlin leider zu spät war.Ruf doch einfach mal an.
Gute Besserung für Deine Josie wir
drücken Daumen und Pfoten für EuchBis bald
Karin
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Hi Josie,
ein Narkose-Risiko hat man immer. Da kommt man nicht drumrum.
Meine zweite Hündin, kerngesund, Herz-Kreislauf völlig in Ordnung, wäre beinahe aus der Narkose zum HD-Röntgen nicht mehr aufgewacht. Da war sie 1,5 Jahre alt.
Tja mit 3,5 musste sie dann kastriert werden. Wiederholte Gebärmutterentzündungen. Während der Narkose wäre sie zweimal beinahe weg gewesen.
Zitatsollte es zu einer Gebärmuttererkrankung kommen, man sie ohnehin unter Narkose nehmen muss und man könne dann gleich alles auf einmal machen.
Wo sie recht haben, haben sie recht. Wenn es dazu kommen sollte, dass eure Hündin eine Gebärmuttererkrankung bekommt, und dafür spricht ihr wohl eindeutig gestörter Hormonhaushalt, dann bleibt euch ziemlich sicher nichts anderes übrig, als sie in Narkose zu legen. Und dann ist das Risiko noch ungleich höher.
Wenn ihr Pech habt, steht ihr dann vor der Wahl "Narkoserisiko oder gleich einschläfern". Auch wenn ihr es vielleicht nicht gern gehört habt, aber mir scheint allein von deiner Erzählung her, dass die Tierärzte eurer Klinik ehrlich zu euch waren.
Viele Grüße
Cindy -
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Liebe Cindy,
unsere Klinik hat uns von einer Kastration abgeraten - laut Klinik sollen wir warten bis es zu einer Gebärmuttererkrankung gekommen ist und dann operieren! Solange solen wir weiterhin mit Hormonen die Scheinschwangerschaft behandeln.
Das war der Grund, weshalb wir uns von der Klinik distanziert haben. Ich quäle mich mit dem Gedanken, eine Narkosemethode zu finden die möglichst leicht ist und der permanten Qual der Scheinschwngerschft entgegenwirkt und damit trotzdem das Risiko einzugehen, dass die leichteste Narkose immer noch zu stark für Josie ist und dem Gedanken das stände Scheinschwangerschaft unweigerlich zu einer Gebärmuttererkrankung führt und der Eingriff dann noch heftiger wird und sie erst recht keine Chance hat.
Was ich mache ist irgendwie der falsche Weg. Kann man den Hormonhaushalt auch noch anders in den Griff bekommen. Homäopathie?
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Hallo!
Mensch, da steckst du in einer ganz schönen Zwickmühle. Du hast sicherlich gute Gründe für und gegen eine Kastration.
Solltest du dich für eine Kastration entscheiden, dann such dir einen erfahrenen TA, der eine Inhalationsnarkose mit Monitorüberwachung duchführt. Diese Variante ist schonender und sicherer, aber natürlich trotzdem mit Risiken behaftet.
Wenn du die Scheinschwangerschaften eindämmen möchtest, kannst du einiges tun, es wird aber anstrengend
:
-kürze bereits wenn die Läufigkeit beginnt das Futter deutlich
-sollte die Hündin Milch bilden, verhindere das Lecken des Bauches, ein T-Shirt leistet gute Dienste; gib dem Hund nur noch sehr wenig gekochten Reis, der Nahrungsmangel und die entwässernden Eigenschaften stoppen die Milchbildung
-nimm dem Hund alle Spielzeuge, die er bemuttern könnte, denke auch an Kissen, Socken oder sonstige "Ersatzwelpen"
-macht Zerrspiele, das regt andere Hormone an
-beweg den Hund, Radfahren bis zur völligen Erschöpfung, ausgiebig schwimmen, das kühlt auch gleich die Milchleisten; der Hund muss vollkommen erschöpft im Körbchen liegen
Während der Läufigkeit kannst du Metrovetsan geben, das bekommst du in der Apotheke. Bei ausgeprägter Scheinträchtigkeit gibts kein Universalmittel, da solltest du einen guten Tierheilpraktiker befragen, das muss man individuell anpassen.
Als bei meiner Hündin nicht mal mehr Galastop half, haben wir es so hinbekommen. Jetzt klappts halbwegs normal. Ich kürze bei jeder Läufigkeit das Futter und behalte das noch einige Wochen bei (bring jeweils etwa 4kg Gewichtsverlust bei normal 36kg) und sorge nach der Hitze für mehr Bewegung und Ablenkung.Ich wünsche euch viel Erfolg, du wirst euren Weg finden - egal wie!
LG
das Schnauzermädel -
Liebes Schnauzermädel,
ich danke dir sehr für deine Zeilen. Ich werde mich auf jeden Fall mal ordentlich schlau machen, wer eine entsprechende Inhalationsnarkose mit Monitorüberwachung anbietet.
Das mit der Futterreduzierung ist eine weitere große Schwierigkeit, denn Josie ist eine sehr schlechte Esserin. Ich muss immer mit tricks arbeiten, dass sie überhaupt etwas ist. Die hat ohnehin eine schlanke Figur, aber jedes Gramm was fehlt sieht man ihr auch gleich an.
Ich habe gestern noch mal mit einer Klinik in Frankfurt am Main telefoniert, die wollen sich Josie auf jeden Fall noch mal anschauen. Ebenso ihre CT- und MRT-Bilder.
Ich könnte ja mal ein paar Bilder von ihr einstellen-leider hab ich noch nicht herausgefunden wie man das hier im Forum macht.
Bewegung ist in der Scheinschwangerschaft, wie in der Läufigkeit immer schwierig, da sie am liebsten nur im Garten oder im Haus sich aufhält. Aber wir laufen trotzdem unsere Stunde mogens und Abends.
Ist es eigentlich normal das sich Hündinnen in der zeit nicht so gut mit anderen Hunden verstehen? Josie mag nämlcih ansonsten alle anderen Tiere.
Liebe Grüße
Heike und Josie
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