Ich hätte gern eure Meinung

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  • Hallo,

    schwer aus der Ferne hier zu sagen, was richtig und was falsch läuft. Aber ich stimme denen zu, die bereits äusserten, dass ein Trainer sich Fall für Fall anschauen muss um helfen zu können.

    Schliesslich könnte der HH ja auch irrtümlich falsche Informationen geben auf denen der Trainer fernmündlich dann aufbaut und somit ebenfalls wieder falsche Schlüsse zieht. Also allein aus dieser Wartung her......ein Trainer sollte sich sowas immer vor Ort anschauen - zumindest am Anfang.

    Die ganzen Thesen, wer darf zuerst was und was nicht - nun - ich halte nicht viel davon.

    Bei uns wird sowas immer von Fall zu Fall entschieden. Mal geht mein Hund als erstes durch die Tür, ein andermal eben nach mir. Er muss nur immer an der Türe stoppen und auf meine Anweisung warten - mehr verlange ich da nicht.

    Und was das Fressen angeht......wir füttern unsere Hunde auch unterschiedlich. Mal bevor wir selber was essen....ein andermal auch erst, wenn wir schon fertig sind.

    Privilegien wie Couch oder Bett sind erlaubt, solange sich die Hunde benehmen. Kommt es zu Reibereien aus Eifersucht heraus, dann wird die Couch eine zeitlang untersagt. Fakt sollte jedoch sein, dass der Hund dem HH gehorcht und wenn der HH sagt: "geh runter" dann hat der Hund das auch zu tun. Würde mich einer meiner Hunde dabei anknurren oder gar die Zähne fletschen - nun - die Couch wäre für die nächsten Wochen sowas von tabu ;-)

    Wie gesagt.....sowas ist immer von der jeweiligen Situation abhängig aber der Trainer sollte, solange er das Gespann Mensch-Hund nicht genau kennt, sich immer an den Ursprung begeben und das ist nun mal ein persönliches Erscheinen beim HH und nicht ein Telefonat, dass auf Darlegungen beruht, die letztlich von einem Laien stammen. Hier kann der beste Trainer der Welt nur so gut sein, wie es die Schilderungen der HH sind.

    Schönen Gruß
    Volker

  • Mal vorweg:
    Ich halte von dem Dominanz-Gedöns nicht allzuviel - denn er vernebelt den Blick auf das Problem.
    Das Probelm ist das Verhalten - nicht, wer der beiden Hunde der Boss ist.
    Dass Problem ist, dass Capp nicht angemessen auf das Verhalten von Fips reagiert.

    Regeln sind eine gute Sache, man sollte sich aber bewußt machen, dass sie selten mehr bewirken als eben genau das Verhalten, dass sie "bearbeiten".

    Zitat

    Ihre Ratschläge zur Sofortmassnahme vor dem Einzeltraining waren:
    An der Leinenführung arbeiten, nicht weil ziehen an der Leine lästig ist, sondern weil ein vorgehender Hund die Führung übernimmt.

    Blablabla, Leitwölfe führen immer die Gruppen an? Falsch...

    Würde ich aber dennoch dran arbeiten, denn ziehende Hund SIND tatsächlich lästig UND durch das Ziehen wird Spannung aufgebaut - und die willst Du ja gerade nicht. Ich würde üben, dass ein Hund links und er andere Rechts von Dir (und/oder Deinem Freund) geht, denn damit bist Du (und/oder Dein Freund) als "Splitter" dazwischen.


    Zitat

    Cap darf weder auf die Couch noch auf´s Bett, von wegen erhöhter Position.


    Sind die Probleme zwischen den Beiden auf dem Bett auftgetreten? Darf Fips aufs Bett/Couch? Geht sie freiwillig nicht rauf?
    Ich handhabe es so: solange kein Streit entsteht, darf jeder liegen wo er will, solange er/sie gelernt hat, auf Signal runter zu gehen.

    Zitat

    Ich soll prinzipiell als erste durch die Tür gehen.


    Jau, weil die Leitwölfe ja angeblich immer als erste Durch die Tür gehen.
    Ich finde es viel wichtiger, dass es vor dem Durch die Tür gehen entspann zugeht - aufgeregter Hunde, die sich freuen, dass es gleich rausgeht, können leicht "umschlagen", weil Aufregung und Aggression "chemisch" (im Hundekörper) das gleiche ist...
    Also: kein wildes Rumhüpfen beim anziehen von Menschen und Hunden, kein überdrehtes hinundhersausen auf dem Weg zur Tür, auf der Treppe, oder am Hauseingang. Bis ich angezogen bin, müssen die Hunde ruhig stehen, oder sitzen. Ich kann sie selber nur "anziehen" wenn sie ruhig stehen, und anleinen geht auch nur, wenn niemand zappelt. Bei mir gehen zu erst die Hunde raus (nacheinander) warten dann im sitzen oder stehen, dass ich die Tür zu mache, und dann geht es an lockerer Leine los.

    Zitat


    Cap darf wenn ich esse nicht mehr neben mir sitzen.


    Ja also: ich würde ind Situationen, in denen es zu dem Problemverhalten gekommen ist, JEDEM beteiligten einen FESTEN Ort zuweisen. Ich kann meinen Hund (und diverse Gasthunde) auf ihre diversen Plätze "schicken". Habe ich welche da, die das nicht können UND die dadruch Probleme machen könnten, leine ich sie an ihrem Platz an (während die Problematische Situation besteht...).


    Zitat

    Cap muss aufstehen und weggehen wenn ich ihren Weg kreuze.

    Ja, das müssen meiner (und Gasthunde) definitiv auch, sofern ich nicht ohne weiteres Problemlos drumrum gehen könnte.

    Zitat

    Die Hunde dürfen ihre Körbchen nicht mehr tauschen.

    DAs ist sinnvoll, vor Allen dingen, wenn Du das "geh auf Deinen Platz" für beide nutzen möchstest - ansonsten kann es in der Situation passieren, dass sie den Gleichen Korb ansteuern und Krawumm...

    Zitat


    Obwohl ich der Meinung bin, dass diese Massnahmen aus mir keinen souveränen Halter machen hab ich das jetzt 2 Tage durchgezogen. Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass ich damit das mühsam aufgebaute Vertrauensverhältnis zwischen Cap und mir wieder zerstöre.
    Cap ist meines Erachtens eher verunsichert, schwankt zwischen Schmuseeinheiten erheischen und Flucht vor mir. Eigentlich sollen diese Massnahmen Cap ja Sicherheit geben, aber ich denke dass Gegenteil ist der Fall.


    Klar! Du hast bestehende Regeln geändert! Die Regeln muß sie erst mal erkennen lernen und dann verinnerlichen - jetzt ist sie in der Ups, alles neu, und jetzt?? Phase.
    Muß Fips diese Regeln auch alle befolgen? Wie Übst Du die Einhaltung? LOHNT sich die Einhaltung für beide und was machst Du darüber hinaus noch?

    Zitat


    Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Cap irgendetwas verknüpft hat, mit dieser duckenden Beschwichtigungshaltung. Diese Verknüpfung gilt es meiner Meinung nach zu durchbrechen.

    Das solltest Du auf alle Fälle versuchen. Wenn Cap in diesen Situationen ansprechbar ist, kannst Du probieren, ihr eine Aufgabe zu stellen, z.B. "Sitz" (- Sitz ist eine neutrale Körperhaltung - neutral für Fips, die wissen sollte (oder jetzt lernen kann) dass ein Sitzender Hund keine Bedrohung darstellt und für Cap, für die das keine "Demutshaltung" ist (anders, als wenn Du "Platz" verlangen würdest)), oder "geh auf Deinen Platz) Letzteres hätte, je nach Ort des "Platzes" den zusätzlichen Vorteil, dass die Distanz zwischen den beiden vergrößert würde.

    Was ich auch unbedingt versuchen würde ist, Fips aus ihrer Beschwichtungshaltung "herauszuholen" - würde sie z.B. auch "Sitzen" - man kann ja auch im Sitzen Beschwichtigen - aber wahrscheinlich würde diese Körperhaltung bei Cap nicht die ungewünschte Reaktion auslösen.


    Zitat

    Was soll ich jetzt tun, weiter die empfohlenen Massnahmen durchziehen, in der Hoffnung dass der erwünschte Erfolg sich einstellt, oder auf meinen Bauch hören und Caps Vertrauen in mich in den Vordergrund stellen?
    Gruss Liane

    Mach mit den Massnahmen weiter, die Du für sinnvoll erachtest.
    Denk darüber nach, welche weiteren Maßnahmen das Auftreten der unerwünschten Situationen weitestgehend verhindern würden.
    Ich persönlich schrenke den Bewegunsrahmen desjenigen Hundes ein, der "sich nicht anständig" benehmen kann - z.B. habe ich eine Stamm-Gasthündin, die in jeden anderen Hund Löcher stanzen würde, wenn der gefüttert würde, und/oder sich IHREM Futter nähert. Also wird getrennt gefüttert. Sie wird auch Giftig, wenn sie einen Stock/Spielzeug bewacht - was nur ein Problem macht, wenn ich einen weiteren Hund mit ähnlichen "Hobbys" da habe - mein eigener ignoriert inzwischen alles Spielzeug, wenn Emmy da ist...

    Was mir auffällt: je mehr die Hunde können (auf den Platz gehen, sitzen, Fuß, an lockerer Leine gehen, diverse Hundetricks etc...), desto leichter sind sie "Händelbar" - auch wenn sie vom Verhalten her problematisch sind. Emmy (die Löchertackernde Futterneidische JRT-Dame) kann z.B. "geh in Dein Bett, von jedem erdenklichen Ort der Wohnung aus - so dass ich beim ersten Anzeichen eventuell auftretender "Situationen" eingreifen und entschärfen kann.
    Ich hatte aber auch schon einen "griffigen" Cocker da, der mit seinen 9 Jahren GAR NICHTS konnte, ausser sich selber in der Leine zu erwürgen - bei dem half nur räumliche Einschränkung... leider.

    Problematisch sind ausserdem Hunde mit fehlender Frusttoleranz und Impulzkontrolle - Sprich Hunde, die wenn sie nicht bekommen, was sie wollen ungehalten reagieren, und/oder auf alles was sie wahrnehmen sofort reagieren müssen. Impulskontrolle und Frusttoleranz sind aber trainierbar - ich denke, sowohl Cap, als auch Fip können lernen, einerseits nicht so ungehemmt auf Beschwichtigungssignale zu reagieren, und andererseits auf alles mit so "starken" Beschwichtigungssignalen zu reagieren.
    Vielleicht kann Fips lernen, dass sie "weggehen" kann, wenn sie eigentlich die Notwendigkeit zur Superbeschwichtigung sähe...

    Noch ein Ansatzpunkt: Wenn Du herausfinden kannst, woraud Fips mit dieser Körperhaltung reagiert, könntest Du sie desensibilisieren und gegenkonditionieren - das gleiche mit Cap - hier KENNST Du den auslöser sogar ganz exakt...

  • Zitat

    Hm...

    Ob die Maßnahmen in eurem konkreten Fall Schwachsinn sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen; wenn es aber kein Schwachsinn ist, halte ich es für bedenklich, jetzt damit aufzuhören; die Verunsicherung wäre noch größer.
    Und wenn es Schwachsinn ist, so ist es doch nichts, was dem Hund ernsthaft schaden kann, oder? Das Vertrauen kann doch nicht allein davon abhängen, ob er auf's Sofa darf oder zuerst durch die Türe rennt.


    Herzlichst,
    Andrea mit Sammi

    Natürlich schwenke ich jetzt nicht gleich wieder um, will meinen Hund ja nicht ganz bekloppt machen.
    Allerdings geht Cap eh nur nach Aufforderung als erste durch die Tür und einem Hund der mich umrennt wenn ich die Tür aufmache, würde ich das ganz schnell abgewöhnen.
    Das Aufstehen, wenn ich ihren Weg kreuze habe ich ihr erst abtrainiert und werd es ganz sicher nicht wieder anfangen. Ich steige schon mein Leben lang über meine schlafenden Hunde. Nachdem ich mich fast auf die Nase gelegt hätte, weil ich etwas schneller war als Cap aufspringen konnte, war für mich klar, der Hund muss auch liegen bleiben wenn ich drüber steige.
    Das Privileg auf der Couch zu liegen nahm Cap fast ausschließlich in Anspruch, wenn sie vor etwas Angst hat und sich hinter mir oder meinem Mann versteckt.
    Was die Körbchen betrifft, Caps Körbchen steht jetzt im Schlafzimmer und Fips Körbchen steht unterm Küchentisch. So haben wir Fips eine sichere Höhle geschaffen und Cap hat da in der Nähe nichts verloren. Das ist halt unser momentanes Krisenmanagment. Bespasst werden die beiden draussen, in der Wohnung müssen sich beide zurücknehmen.
    Was die Leinenführigkeit betrifft, die ist noch verbesserungswürdig. Ohne Ablenkung geht es schon gut. Mit Ablenkung ist´s noch schwierig.

    Danke Tagakm, ich wollte es nur noch mal hören. Ich stimme nämlich genau mit dir überein.
    Wenn Cap mir gegenüber aggressiv oder auch nur aufmüpfig wäre, hätte ich ihr sofort alle Privilegien entzogen, dafür hätte ich nicht mal nen Trainer gebraucht. Das gleiche gilt, wenn ich der Meinung wäre, dass Cap Fips einfach nur mobbt.
    Sicher spielt Eifersucht nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub mit eine Rolle, aber ich bin einfach der Meinung das eigentlich Problem sitzt tiefer, da nützt es nichts nur an den Symptomen rumzudoktern. Dann kann ich die beiden nämlich nie wieder aus den Augen lassen.

    @ all: danke, im grossen und ganzen habt ihr ja bestätigt, dass mein ungutes Gefühl berechtigt ist. Ich schließe ja auch gar nicht aus, dass ich mich in irgendwas verrenne oder unbewußt die Krise zwischen den beiden auch stütze, aber ich bin schon der Meinung dass das genau analysiert werden sollte und es nicht ausreicht nur an Caps Verhalten zu arbeiten.

    Gruss Liane

    Zitat

    Das solltest Du auf alle Fälle versuchen. Wenn Cap in diesen Situationen ansprechbar ist, kannst Du probieren, ihr eine Aufgabe zu stellen, z.B. "Sitz" (- Sitz ist eine neutrale Körperhaltung - neutral für Fips, die wissen sollte (oder jetzt lernen kann) dass ein Sitzender Hund keine Bedrohung darstellt und für Cap, für die das keine "Demutshaltung" ist (anders, als wenn Du "Platz" verlangen würdest)), oder "geh auf Deinen Platz) Letzteres hätte, je nach Ort des "Platzes" den zusätzlichen Vorteil, dass die Distanz zwischen den beiden vergrößert würde.

    Was ich auch unbedingt versuchen würde ist, Fips aus ihrer Beschwichtungshaltung "herauszuholen" - würde sie z.B. auch "Sitzen" - man kann ja auch im Sitzen Beschwichtigen - aber wahrscheinlich würde diese Körperhaltung bei Cap nicht die ungewünschte Reaktion auslösen.

    Wenn Fips sich erst mal duckt ist alles zu spät. Ich hab´s schon probiert mit Kommandos wie Sitz oder Platz, hat nicht funktioniert. Auch zwischen die Hunde stellen nützt nichts, Cap geht blitzschnell um einen herum. Sie tickt da richtig aus.

    Zur Zeit versuchen wir tatsächlich Fips nicht in die Situation kommen zu lassen, dass sie sich duckt.

    Leider ist das ducken Fips Masche mit der sie sich schon ihr ganzes Leben lang anderen Hunden nähert. Es wird genauso schwierig ihr das abzugewöhnen, wie Cap beizubringen, dass Ducken eine freundliche Geste ist.

    Zitat

    Sind die Probleme zwischen den Beiden auf dem Bett auftgetreten? Darf Fips aufs Bett/Couch? Geht sie freiwillig nicht rauf?
    Ich handhabe es so: solange kein Streit entsteht, darf jeder liegen wo er will, solange er/sie gelernt hat, auf Signal runter zu gehen.

    Die beiden können nebeneinander auf der Couch liegen, da passiert gar nichts.

    Cap kann es zum Beispiel gar nicht leiden, wenn andere Hunde ihr am Hinterteil schnüffeln, Fips macht das aber allzu gerne. Die einzige Reaktion wenn Fips das macht ist dass Cap ihr Hinterteil wegdreht, das wars.

  • Zitat

    Natürlich schwenke ich jetzt nicht gleich wieder um, will meinen Hund ja nicht ganz bekloppt machen.
    Allerdings geht Cap eh nur nach Aufforderung als erste durch die Tür und einem Hund der mich umrennt wenn ich die Tür aufmache, würde ich das ganz schnell abgewöhnen.


    Sehr gut, Grundsätzlich wäre es mir ganz egal, wer als erstes durch welche Türen geht, aber mei meinem Eingang ist es nun mal so, dass, wenn ich als erstes durch gehe und dann die Hunde, ich nicht mehr an die Tür käme, um sie zu schließen (Treppenabsatz) - also schicke ich sie vor.
    Man muß seine Hunde eben so trainieren, wie man es selber in der häuslichen Situation (und natürlich draussen) braucht. Das wollte ich mit meinem Beispiel ausdrücken, hatte ich vielleicht nicht deutlich genug gemacht. (ich war gerade so im Schreibrausch :D )
    Was aber unabhängig von jeglichem Hauseingangs-Grundriss immer trainiert werden kann und auch sollte, ist ruhiges Verhalten vor, während und nach dem Rausgehen. Denn dadurch entstehen die Probleme, durch die Aufregung, nicht weil irgendwer "dominant" ist...


    Zitat


    Das Aufstehen, wenn ich ihren Weg kreuze habe ich ihr erst abtrainiert und werd es ganz sicher nicht wieder anfangen. Ich steige schon mein Leben lang über meine schlafenden Hunde. Nachdem ich mich fast auf die Nase gelegt hätte, weil ich etwas schneller war als Cap aufspringen konnte, war für mich klar, der Hund muss auch liegen bleiben wenn ich drüber steige.


    Hier - genau das meine ich - man "lernt nicht für die Schule" sondern für das Leben. Du steigst über Hunde, also brauchst Du Hunde die liegenbleiben! Da kann ein Trainer Dir ja nicht einfach was anderes aufdrücken wollen, nur weil das in ihr Schema F passt!


    Zitat


    Das Privileg auf der Couch zu liegen nahm Cap fast ausschließlich in Anspruch, wenn sie vor etwas Angst hat und sich hinter mir oder meinem Mann versteckt.


    Da ist meiner Meinung nach dann auch immer noch nichts gegen einzuwenden, sofern Cap diesen Platz nicht gegen Fips verteidigt - bzw. dadurch dass sie es verteidigen würde, eine "Situation" entstehen würde. Wenn Fips aber eh nicht auf die Idee kommt, aufs Sofa zu wollen, dann lass Cap auch ruhig weiterhin das Privileg (Wenn sie "runter" beherrscht, jederzeit)

    Zitat


    Was die Körbchen betrifft, Caps Körbchen steht jetzt im Schlafzimmer und Fips Körbchen steht unterm Küchentisch. So haben wir Fips eine sichere Höhle geschaffen und Cap hat da in der Nähe nichts verloren. Das ist halt unser momentanes Krisenmanagment.


    Super - Körbchen in verschiedenen Räumen - da kann nicht mal Blickkontakt entstehen, sehr gut! Ich würde für jede die Verhalten "in den eigenen Korb gehen" und "im eigenen Korb bleiben" und "die andere in ihrem Korb in Ruhe lassen" extrem bestärken. Dann ist es nicht nur "Krisenmanagement" sondern geht darüber hinaus, weil dadurch gelernt wird, wo man "in der Not" hingehen kann (und hingeschickt werden kann) und man dann dort in Sicherheit ist. Wenn beide Hunde das auf Signal sehr gut beherrschen (auch aus einer "Situation" heraus) ist das sehr erleichternd für Euch alle, weil Du dann einen "Feueralarm-Drill" hast, der automatisiert ablaufen kann - dafür hilft üben, üben, üben...

    Zitat


    Bespasst werden die beiden draussen, in der Wohnung müssen sich beide zurücknehmen.


    Nochmal Super!!! Entspannung in der Wohnung (nicht nur da :D ) ist so wichtig! Wer ruhig und gelassen ist, wird voraussichtlich nicht gleich aus der Haut fahren und wild beschwichtigen müssen, bzw. darauf überreagieren müssen.

    Zitat


    Was die Leinenführigkeit betrifft, die ist noch verbesserungswürdig. Ohne Ablenkung geht es schon gut. Mit Ablenkung ist´s noch schwierig.


    Naja, in den Büchern hört es sich immer so an, als würden Hunde in ein paar Tagen perfekt Leinenführig werden, dem ist aber gar nicht so.
    Aus meiner ERfahrung mit diversen Gasthunden und meinem "an sich" sehr gut leinenführigem eigenen Hund kann ich Dir sagen, dass wir jedes mal wieder, wenn ein neuer Gasthund kommt - und der halt auf den Gassigang mitgenommen wird, neh herumjonglieren müssen, wer an welche Leine wie und wo am besten läuft. Bei manchen geht Crispel besser an einer langen Schleppe vorweg - bei anderen ist er besser im "Fuß bei mir aufgehoben - und das spielt sich alles erst nach ein paar Gassigängen ein - und das um so schneller, je besser der jeweils "neue" Hund selber gescheit an der Leine gehen kann (der Cocker von oben - mit dem konnte ich nur einzeln gehen, weil der mir sonst den Arm ausgekugelt und Crispel ganz wuschig gemacht hätte...)

    Zitat


    Wenn Fips sich erst mal duckt ist alles zu spät. Ich hab´s schon probiert mit Kommandos wie Sitz oder Platz, hat nicht funktioniert. Auch zwischen die Hunde stellen nützt nichts, Cap geht blitzschnell um einen herum. Sie tickt da richtig aus.


    Das ist vielleicht noch zu früh, ich würde es aber als Trainingsziel ins Auge fassen. Kannst Du z.B. mit Deinem Freund ein "Teamtraining" machen - jeder trainiert einen Hund gleichzeitig (in einem genügend großen Abstand) - z.B. gleichzeitig das Signal "sitz" Dabei könnt ihr schön mit der Position jonglieren, die die beiden relativ zu einander einnehmen: vielleicht zunächst beide mit dem Rücken zu einander, dann beide parallel, dann "über Eck" dann dirkt gegen über... Und wenn das auf einige entfernung klappt, dann das ganze Stücksken für Stücksken näher bei einander.


    Zitat


    Zur Zeit versuchen wir tatsächlich Fips nicht in die Situation kommen zu lassen, dass sie sich duckt.


    Sehr gut - denn dann kann Cap ihr Verhalten nicht weiter "üben"!


    Zitat


    Leider ist das ducken Fips Masche mit der sie sich schon ihr ganzes Leben lang anderen Hunden nähert. Es wird genauso schwierig ihr das abzugewöhnen, wie Cap beizubringen, dass Ducken eine freundliche Geste ist.

    Doch kannst Du: Da es Fips ja offenbar mit anderen Hunden macht, kannst Du, wenn Du einen dritten Trainingshelfer + Hund gewinnen kannst, gezielt üben: sogar für beide gleichzeitig.
    1. Cap: Cap sieht aus einiger Entfernung, wie sich Fips vor dem anderen hund duckt, Click, Leckerchen! da sie erstens aus dieser Entfernung gar nichts machen kann, kann sie ihr Verhalten nicht üben und gleichzeitig ihr Alternativ-Verhalten z.B "Sitz" üben.

    2. Fips: Fips kann mit Hunden, die nicht wir Cap "auf sie losgehen, üben, dass man vielleicht doch "sitzen" kann, wenn ein anderer Hund kommt. Dzau müßt ihr ein wenig Beobachten, wann sie das genau macht, und sie möglichst vorher bestärken (wenn ihr das Clickert: clicken, BEVOR sie sich duckt und das Leckerchen so "reichen", dass sie dazu möglichst ins "Sitz" kommt. Wichtig ist hierbei, dass Ihr mit einem Hund und Helfer arbeitet, der seinen Hund quasie auf einem Centstück stoppen kann (damit er nicht weiter auf Fips zu rauscht, wenn sie gerade das Duckverhalten im Ansatz abbrechen und stattdessen "sitzen" soll!!


    Je mehr ich drüber nach denke, finde ich, dass es eigentlich fast wichtiger ist, daran zu arbeiten, dass Fips nicht dieses Ducken zeigt (oder jedenfals nicht in der starken Form, auf die Cap dann derart ungehalten reagiert).
    Aber zumindest würde ich versuchen an beidem zu arbeiten.
    Beide sollte auf ihre Auslösereize ein oder besser noch mehrere Alternativverhalten lernen.
    Wobei ich denke, dass es mit "sitz" (für beide) am einfachsten sein könnte, weil "sitz" ja meistens sowieso die größte Bestärkungsgeschichte hat. (das ist fast immer das erste, was man einem Hund beibringt, und es ist auch das Verhalten, dass die meisten Hund in den verschiedensten Situationen von sich aus anbieten.

    Frage: Macht ihr Clickertraining?

  • Hallo Shoppy,

    Wir üben tatsächlich gerade mit Fips dass sie sitzen soll, statt ducken. Trainingspartner dafür ist unsere Katze. Bei der duckt Fips nämlich auch, hier begibt sie sich aber nicht in Gefahr.

    Die Standorte der Körbchen haben wir so gewählt, weil das die Orte sind an die die Hunde sich eh zurückziehen, wenn sie ihre Ruhe haben wollen. Da diese Plätze somit positiv belegt sind, ist es auch leicht die Hund auf ihren Platz zu schicken.

    Es ist nicht so dass Fips nicht auf der Couch liegt, sie liegt da sogar sehr gerne. Im Moment schicke ich aber beide von der Couch, tut ihnen ja nicht weh.

    Seit Samstag sind ja wieder beide Hunde in der Wohnung und es ist zu keinen Übergriffen mehr gekommen.
    Am Samstag wollten mein Mann und ich noch beim Spaziegang splittend zwischen den Hunden gehen. Das hat aber nicht geklappt, wäre für alle beteiligten in Stress ausgeartet, was m.E. nicht Sinn der Sache war. Also haben wir die Hunde so an der leine geführt, dass sie sich sowohl aus dem Weg gehen konnten, als auch sich annähern konnten. Nach kurzer Zeit kam es zu den ersten zaghaften Annäherungsversuchen beider Hunde.
    Gestern haben wir beim ersten Spaziergang die Hunde abwechselnd abgeleint, damit wir schnell eingreifen können, sollte es zu Übergriffen kommen, war aber nicht der Fall. Nach kurzer Zeit konnten beide wieder die Nasen zusammen stecken um an gleicher Stelle zu schnüffeln und neben einander sitzen um Leckerchen zu kassieren.In der Wohnung gingen die Hunde sich noch aus dem Weg.
    Beim 2. Spaziergang gestern, haben wir dann erstmalig beide Hunde gleichzeitig abgeleint. Es war wie vor dem Krach. Fips marschiert vor, Cap trottet hinterher, beide tobten zusammen.
    Nach dem Spaziergang lagen beide dann Rücken an Rücken unterm Wohnzimmertisch.
    Das Wohnzimmer ist zur Zeit neutrale Zone, wo sich beide aufhalten dürfen, solange sie entspannt bleiben.

    Im Moment bin ich vorsichtig optimistisch, dass sich die Situation zwischen den beiden wieder beruhigt. Denn vor Caps Kastration waren die beiden wirklich dicke Freund. Obwohl beide Angsthunde sind, sind ihre Ängste und ihre Art damit umzugehen so verschieden, dass beide Hunde voneinander profitiert haben.
    Ich will damit jetzt nicht ausdrücken, dass ich der Meinung bin, dass das sich jetzt von alleine wieder gibt, da ist schon gezieltes Arbeiten mit beiden Hunden gefragt.

    Clickern hab ich mal probiert, aber Cap weiß damit nicht so recht was anzufangen. Vielleicht hab ichs aber auch falsch gemacht.
    Fips wusste aber gleich wofür das Ding gut ist. Vielleicht sollte ich bei ihr wieder damit anfangen, aber erst muss ich mich nochmal intensiv damit beschäftigen.

    Gruss Liane[/b][/quote]

  • Hallo Alina,

    du kratzt da an einem dunklen Kapitel meiner Hundehaltung. Ich habe aufgegeben, hatte es schonmal in einem anderen Threat geschrieben, wo es um Kastration ging.

    Wir haben mit beiden Hunden mithilfe einer Trainirin gearbeitet und eine Zeitlang lief es gut und sah tatsächlich so aus als kämen die beiden wieder klar. Aber dann ging der Zoff wieder los und das von ganz anderer Qualität. Fips hat nicht nur ein paar Kratzer, sondern schwerere Verletzungen davon getragen. Bei der letzten Auseinandersetzung ist mir klar geworden, dass ich die beiden nie wieder aus den Augen lassen kann, oder das auch durchaus tötlich für Fips enden kann. Wenn ich nur auf die Toilette gegangen bin, hab ich Cap im Schlafzimmer eingeschlossen.
    Da das dauerhaft kein haltbarer Zustand war, habe ich Cap wieder abgegeben. Durch meinen Vertrag mit dem Tierheim musste ich sie auch dahin zurück bringen. Sie ist 3 Wochen später wieder vermittelt worden. Bedingung waren Einzelhaltung und Hundeerfahrung. Mehr weiß ich nicht.

    Ich hoffe es geht ihr gut. Mein Herz hängt noch immer an diesem Hund.

    Gruss Liane

  • Hallo Sylvi,

    obwohl ich meine Meinung zu der Trainerin nach dem persönlichen Kennenlernen gründlich revidieren musste, ich halte sie mittlerweile für sehr kompetent, verstehe ich die Sache mit den Körbchen nicht wirklich. Das spielte aber in dem Fall auch Keine so grosse Rolle mehr, weil wir die Körbchen ja räumlich getrennt hatten und somit ein Tauschen eh nicht mehr in Frage kam.

    Ich habe mir ja mittlerweile wieder einen Welpen geholt und jetzt stehen die Körbchen wieder nebeneinander im Schlafzimmer. Fips und Anton tauschen die Körbe oder schlafen gemeinsam in einem, das ist kein Thema. Aber Problemhunde müssen da vielleicht mit anderen Maßstäben gemessen werden. Ich hatte ja vorher immer nur gut verträgliche Hunde.

    Gruss Liane

  • Hallo Liane!

    Ich habe Deine Geschichte verfolgt, und wollte nun die Gelegenheit nutzen, Dir zu sagen, wie leid es mir tut, dass Ihr - trotz Eures bewunderswerten Engagement - aufgeben mußtet.

    Aber ich bin mir sicher, dass Ihr die richtige Entscheidung getroffen habt. Nicht nur für Euch und Euren Fips, sondern auch für Cap. Was auch immer er mit dieser Haltung assoziert hat, wie auch immer seine Vorerfahrungen mit anderen Hunden gewesen sein mögen, er hat sicher weniger Streß in einem Haushalt ohne anderen Hund.

    Ich wünsche Euch noch viel Spaß mit Eurem Welpen

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