Hund humpelt manchmal nach dem Aufstehen - was tun?

  • Bei unserer Schäferhündin fing das vor Ende April auch so an (vorne links), die Röntgenaufnahmen waren o.B. In der Tierklinik war sie so angespannt, dass sie bei der Lahmheitsuntersuchung nix gezeigt hat und beim Abtasten guckt sie 'eh immer nur stur geradeaus und sagt nix... Die Orthopädin gab uns den Tip, das Humpeln mal zu filmen! Sie meinte, nur wenn die Hündin entspannt läuft, zeigt sie das typische Laufbild, also auch evtl Humpeln. Haben wir gemacht, CD mitgenommen in die Klinik - eindeutig vorne links, Vermutung: Schulter oder Ellbogen. Bei einem Riss oder einer Sehnenverletzung läuft sich der Hund nicht ein. Sie riet zu folgendem Vorgehen: nochmals Röntgen, dann Ultraschall und sollte sie da was Verdächtiges sehen: Arthroskopie. Es wurde der Hündin dann tatsächlich ein fragmentierter PC entfernt, wir sind jetzt nach nur etwas über 1 Woche schon auf dem Weg der Besserung! Allerdings ist mein Mädchen ein Sporthund und bereits 6 Jahre alt, ich weiss nicht, wie's bei so 'nem jungen Hund aussieht. Ist immer Sch... mit dieser Humpelei, weil man so im Trüben fischt. Kann ich gut nachfühlen, bei allem, was man mit dem Hund tut, ist einem nicht wohl...
    Ich drück' die Daumen!!

  • Zitat

    In der Tierklinik war sie so angespannt, dass sie bei der Lahmheitsuntersuchung nix gezeigt hat und beim Abtasten guckt sie 'eh immer nur stur geradeaus und sagt nix... Die Orthopädin gab uns den Tip, das Humpeln mal zu filmen! Sie meinte, nur wenn die Hündin entspannt läuft, zeigt sie das typische Laufbild, also auch evtl Humpeln.

    Eigentlich sollte eher eine genaue Gangbildanalyse als eine Lahmheitsuntersuchung gemacht werden, ein guter und darauf geschulter TA kann da auch ohne Humpeln meistens ganz genau Veränderungen, Schonhaltungen etc. erkennen. Im Anschluss wird eine Schmerzpunktuntersuchung des gesamten Bewegungsapparates gemacht. Da werden bestimmte Punkte nur minimal gedrückt, diese Punkte sind überlastete Muskelgruppen, Muskelansätze und -ursprünge (sog. Triggerpunkte), die punktgenau getroffen werden müssen. Da wird dann schon auf das geringste Schmatzen etc. eingegangen und der Scchmerz eingeteilt. Und dann ist man schon sehr viel schlauer... Es kann sich um funktionelle Überlastungen handeln, wo sich der Hund einlaufen muss. Diese sind auf keinem X-Bild zu erkennen sondern eigentlich nur bei einer ganzheitlichen Untersuchung abzuklären.

    Kann auch nen guten Doc in Berlin empfehlen :D

  • Hallo,

    ich hatte das gleiche Problem mit meiner Dobermannhündin.
    Sie tobt auch sehr gerne und intensiv. Ab und zu fing sie danach an zu lahmen, auch wenn sie länger gelegen ist. Das gab sich aber immer schnell wieder. Ich hab mir leider deshalb nichts weiter dabei gedacht, eher an eine Art Muskelkater oder so.
    Bis ich dann beim Berühren feststellen mußte, daß sie anscheinend Schmerzen hat (ich muß dazu sagen, daß sie sehr unempfindlich gegenüber Schmerzen ist, sagt auch der Tierarzt und sich nie etwas anmerken läßt). Also sofort ab zum Arzt.
    Bei ihr wurde am 12.06. ein Riß des vorderen Kreuzbandes beim Röntgen festgestellt, der auch sofort operiert wurde.

    Stellt Ronja beim Sitz machen das Bein etwas ab vom Körper?
    Das wäre eines der Anzeichen für einen Kreuzbandriß.

    Alle Gute!

  • Hallo,

    original die gleichen Probs hatten wir auch, erst Huschu und Toben, dann Ruhe und anschließend gelahmt.

    TA konnte nichts finden, haben für 5 Tage Entzündungshemmer bekommen und 4 Wochen den absoluten Schongang eingelegt, außerdem habe ich eigenmächtig 3 x 1 Traumeel gegeben, auch über 4 Wochen, danach war absolute Ruhe, nix lahmte mehr.

    Muskelzerrungen können auch beim Menschen megalange dauern, gerade dann, wenn immer wieder zu früh belastet wird, der Schmerz ist meist nicht soooo heftig und tritt häufig nach Ruhephasen auf. Wenn dies immer wieder gereizt wird, wird auch immer wieder gelahmt.

    Also bei muskulären Sachen lieber etwas längere Auszeit.

    Es hört sich schon nach so etwas an, auch wenn man natürlich sicher mit Ferndiagnosen vorsichtig sein sollte.

    Meine hat übrigens auch Windhundbeinchen, bei Sonnenschein kann man hinten durch die Haut schauen, so zart ist sie, da ist dann auch beim Spielen, gerade mit großen Hunden schnell was gezerrt.

    Viel Glück und es muss nicht immer sofort was schlimmes sein.

    lg Andrea

    Ach so, wir machen zur Vorbeugung gerade eine Grünlippmuschelkur, für Sehnen, Bänder und Gelenke.

  • Hallo,

    erst mal vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten. Also, das Bein stellt sie nicht ab beim Sitzen. Abtasten und so bringt bei ihr auch nix (wurde schon drei mal gemacht - und Ronja ist ein Mimöschen - die würde schon heulen...) Wir haben sie nun (wie der TA gesagt hat), belastet. Heute mittag 45 Minuen am Fahrrad, und heute abend dann noch mal Hundewiese mit Enzo - große Rennerei mit Rempeln und so weiter. Morgen machen wir das auch noch mal und am Samstag auf die Rennbahn (sofern sie nicht zwischenzeitlich lahmt natürlich.) Sollte sie lahmen, werden wir sofort zum TA fahren. Wenn nicht - tja- dann müssen wir wohl warten und weitermachen. Hüfte könnte man auch noch mal röntgen, das ist ne gute Idee. Wir wohnen übrigens in Bielefeld - Berlin ist ein wenig weit ;)

    Jacky und PeppermintPatty : Hat Euer Hund denn auch in so großen Abständen gehumpelt wie unserer? Also so mit 4 Wochen dazwischen?

  • Hi!
    Ganz zu Anfang war das Humpeln nur sporadisch, d.h. nur nach bestimmten Bewegungen (heftiges Abbremsen beim Bällchen holen, heftiges Aufspringen beim Anblick einer Katze etc). So langsam hat sich das dann 'eingeschlichen' und war irgendwann ständig da. Mit Traumeel und Ruhe wurde es etwas besser, ging aber nicht weg. Ohne Traumeel sofort wieder schlimmer. Jacky hat schon recht - man ist ja häufig zu ungeduldig und so 'ne Zerrung z.B. braucht halt einfach länger. In unserem Fall hätten wir mit weiterem Warten was 'verpennt'. Die TA meinte, bei dem Befund hätte die Hündin schon ganz ordentlich Schmerzen gehabt - und ich hab trotzdem noch Hundesport gemacht, weil sie nix gezeigt hat. Puuuh - schwieriges Thema...
    Ich drück' Euch fest die Däumkes!!
    LG, Petra.

  • Tja - da ist es wieder... Heute waren wir auf einem Windhundauslauf, wo auch Agility Geräte waren. Ronja kennt diese und ist sofort hingelaufen. Die A Wand, also eigentlich das "schlimmste" Gerät, rannte sie gleich drei mal rauf und runter. Das hat sie aber freiwillig, ohne Anweisung gemacht. Den Laufsteg ist sie auch rauf und runter, ebenso die Sprünge, zu denen ich sie aber animiert habe - ein Hund der Schmerzen hat, läuft doch keine 1,80 hohe Wand hoch und runter, oder???? Na ja, alles super, nach hause gefahren, aus dem Auto gestiegen - Hund tickt. Also noch kein Lahmen, aber, bei einem Pferd würde man sagen, es geht nicht taktklar. Sonntag abend.... Na ja, morgen um 9 Uhr ist Termin beim Tierarzt.

    Wollte mich noch mal zurückmelden. Also, Ronjas Pfote ist nun auch noch geröngt worden - kein Befund. Gehumpelt hat sie auch nicht mehr seit letzter Woche (schon gar nicht beim TA). Dort war sie Anlaß zu einer Fallkonferenz, wurde von 2 Orthopäden in alle Richtungen verdreht und verrenkt, nix zu machen, keine Reaktion. Man hat uns von einer Arthroskopie abgeraten, es sei unverhältnismäßig. Nun ja - wir machen nun weiter wie bisher und hoffen, dass das alles irgendwie falscher Alarm war...... :???:

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