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Hydrotherapie

  • Hallo,


    ich hatte mit Blaze mal im Chat darüber gesprochen, dass man ja vielleicht ab und zu mal eine Art "Serie" mit Möglichkeiten posten könnte, die beschreibt, welche Möglichkeiten amn als Hundehalter hat, die Gesundheit seines Hundes wiederherzustellen oder zu sichern. Ich hatte vor Kurzem mit Bachblüten angefangen und wollte hier mal den nächsten Schritt wagen und habe etwas über Wassertherapie zusammengefasst. :wink:


    Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen :?: Wir wenden manche dieser Dinge in besondeen Situationen erfolgreich bei unseren Hunden und Gästen an :D


    Zusammenfassung - Allgemeines - Historisches -Behandlungsmethoden


    Zusammenfassung
    Die Hydrotherapie oder Wasserbehandlung lindert Gelenk- und Muskelbeschwerden und stärkt den Kreislauf und das Immunsystem mittels unterschiedlicher Methoden. Als da wären Güsse, Bäder und/oder Wickel. Durch die unterschiedlichen Temperaturen des Wassers wird der Organismus Reizen ausgesetzt, die Entspannung oder Durchblutungsförderung hervorrufen. Behandlungen mit Wasser gab es schon bei Griechen und Römern; als Väter der Hydrotherapie bei uns gelten Prießnitz und Kneipp.


    Allgemeines
    Hydrotherapie ist die Bezeichnung für alle therapeutischen Formen der Heilbehandlung durch Wasseranwendungen.
    Die Wirkung der unterschiedlichen Anwendungen beruht auf einem Temperaturunterschied zwischen Körper und Wasser. Bei den verschiedenen heilbehandlungender Hydrotherapie wird Wasser, dem jeweiligen Krankheitsbild entsprechend, sowohl kalt als auch warm, wechselwarm, heiß oder dampfförmig eingesetzt. Vielfach finden diese Wasserbehandlungen Anwendung, um den Kreislauf anzuregen und die eigenen Abwehrkräfte zu fördern.
    Die Schulmedizin erkennt viele hydrotherapeutische Maßnahmen als unterstützende Behandlungen an, hauptsächlich in der Physiotherapie, also bei Beschwerden der Gelenke und Muskeln. In der Naturheilkunde wird die Hydrotherapie zusammen mit anderen Maßnahmen wie vollwertige Ernährung und Entspannung kombiniert, um den ganzen Organismus zu behandeln und seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Vorteile dieser natürlichen Methode liegen auf der Hand: keine Chemie und bei ordnungsgemäßer Anwendung auch keine Nebenwirkungen.
    Historisches
    Wasserbehandlungen, egal ob innerlich oder äußerlich, heiß oder kalt, als Dampf, Eis oder in flüssiger Form angewendet, gibt es schon seit Jahrtausenden. Bereits die Griechen glaubten, dass das Wasser Heilkraft besitze. Die Römer bauten öffentliche Bäder, die sich zu Erholungs- und Gesellschaftszentren der Städte entwickelten, quasi als Vorläufer der heutigen Kurorte.
    Nachdem im 15. Jahrhundert der Ruf der Hydrotherapie geschädigt wurde, da man glaubte, Wasser übertrage Infektionskrankheiten, erwachte sie im 18. Jahrhundert wieder zu neuem Leben. Seebäder am Meer oder Kurorte an heißen Quellen wurden immer beliebter, besonders für Leute mit Geld.
    Mit dem Aufkommen der Apparatemedizin im 20. Jahrhundert rutschte die Hydrotherapie in den Hintergrund und blieb denjenigen Patienten vorenthalten, die sich Kuraufenthalte leisten konnten. Heute spielt sie jedoch zunehmend eine Rolle in der Rehabilitation, der Schmerzbehandlung, bei der Behandlung neurologischer Probleme, der Funktionsverbesserung von Gelenken und Muskeln und Krankheiten wie Arthritis oder Mukoviszidose.


    Behandlungsmethoden
    Wasser wird vor allem aufgrund seiner Temperaturen eingesetzt. Kalt regt es die Durchblutung der inneren Organe an, hemmt Entzündungen und wirkt belebend; heiß fördert es die Durchblutung der Haut und Muskeln und entspannt. Durch die verbesserte Durchblutung wird das Immunsystem gestärkt, der Lymphabfluss und die Ausscheidung von Schlacken aus dem Körper gefördert und die Nährstoffversorgung der Zellen verbessert. Auch die gelenkentlastenden Wirkungen von Wasser werden genutzt, beispielsweise bei krankengymnastischen Übungen.
    Auch zu Hause kann jeder hydrotherapeutische Maßnahmen bei sich selbst anwenden.


    Eine warme Dusche wirkt entspannend, kaltes Abduschen der Beine und Arme durchblutungsfördernd und belebend. Je nach Stärke des Strahls massiert das Wasser auch Muskeln und Gewebe.


    •Wassertreten: die Patienten “durchstapfen” ein Becken mit etwa kniehohem, kaltem Wasser.
    •Kneippsche Güsse oder Flachgüsse: mit geringem Druck zielt der Wasserstrahl auf Arme, Beine, Rücken, Gesicht oder den ganzen Körper des stehenden Patienten.
    •Druckstrahlgüsse oder Blitzgüsse: der Wasserstrahl wird mit mittlerem oder starkem Druck (bis 3 Bar) auf den Körper gerichtet.
    •Wickel und Packungen: auf ein feuchtes Innentuch, das entweder nur einzelne Körperstellen oder mehr als 50% der Körperoberfläche bedeckt, wird mit einem trockenen Innen- und Außentuch abgedeckt.
    •Abreibungen: ein feuchtes Tuch wird auf den betroffenen Körperteil gelegt und mit der Hand abgerieben, um die Durchblutung anzuregen.
    •Bewegungsbäder: bei Wirbelsäulenerkrankungen oder Frakturen werden im Wasser gymnastische Übungen, manchmal in Kombination mit Unterwassermassagen, durchgeführt.
    •Bäder: man unterscheidet Teilbäder, bei denen Arme und Beine kaltem und/oder heißem Wasser ausgesetzt werden, und Bürstenbäder, bei denen der Patient mit Bürsten massiert wird, oder das Stangerbad, bei dem das Wasser in der Wanne galvanischen Strom leitet. Der sanfte Stromreiz wirkt schmerzlindernd und durchblutungsfördernd.
    •Dämpfe: die Patienten werden heißem Wasserdampf ausgesetzt, der eventuell mit Kräutern versetzt ist, auch in Saunen oder türkischen Dampfbädern.

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