Mache ich es richtig?
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Hallo!
Wir habe vor genau einer Woche unseren "Nachwuchs" zu uns geholt:
Name: Juli
Alter: gut 9 Wochen
Geschlecht: weiblich
Rasse: Mama: kleiner Münsterländer, Papa: unbekannt (One-Night-Stand)
Wirklich große Probleme bereit sie nicht. Sie schläft nachts brav alleine und wenn ich ihre Zeiten zum Pipi machen (nach dem Schlafen, Fressen usw.) beachte, habe ich auch keine Pfützen mehr in der Wohnung. :mg:Jetzt hätte ich aber trotzdem ein paar grundlegende Fragen zur Erziehung:
Bisher habe ich auf unerwünschtes Verhalten wie z.B. auf das Sofa krabbeln mit einem klaren NEIN reagiert, klappt auch einigermaßen...
Außerdem gehe ich so vor: Gestern beim Buddeln im Garten, habe ich, nachdem ein NEIN immer wieder von ihr überhört wurde, den Gartenschlauch genommen und sie nass gespritzt! Heute morgen hat sie einen großen Bogen um "Ihr" Loch gemacht.
Prinzipiell habe ich die Einstellung gutes Verhalten zu Loben und negatives dann zum Beispiel so zu bestrafen das sie sich bei ihrer Handlung erschreckt.
Ist das richtig?
MfG - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Jap generell schon.
Wichtig finde ich persönlich aber die ART der Strafe sollte angemessen sein und zur "Tat" passen.
Also mit Kanonen auf Spatzen sollte man nicht schießen und den Hund wenn er aufgeregt ist und nen anderen Hund anbellt und knurrt auch noch mit rumbrüllen
Wichtige finde ich zudem das man nicht nur ein NEIN oder eine Strafe oder ein "Pfui", "lass das" etc. reinwirft sondern dem Hund ZEIGT wies richtig wäre bzw. was du von ihm erwartest!
Der Hund handelt so wie ER es für richtig befindet in der Situation. heißt: Für Hundi ist jede Handlung SINNVOLL!
Wie soll er dann wissen das das das kläffen scheiße ist wenn er es richtig findet? Er wird also nur bestraft und irgendwann lässt er es vielleicht auch sein, er MEIDET allerdings nur die Situation weil er immer was "schlechtes" erfährt.
Er kapiert aber nicht das es RICHTIG wäre wenn er einfach ruhig ist.
So wäre es angemessener einen Umweg zu gehen und ein "Ruhe-Signal" aufzubauen, zu trainieren und einzuführen an der Stelle bzw. das eben so beizubringen das er weiß das in jeder Situation ein "Ruhe-signal" eben ruhig sein heißt und belohnt wird
Nur eine Strafe ohne Erklärung wäre aus Sicht des Hundes eher "Willkürlich" er weiß ja nicht wieso. Ergo bedeutet das das er unsicher wird und Vertrauen und Bindung drunter leiden.
Ich weiß das eine menge Hundehalter dies gar nicht so sehen und dies ist ein stetiges Streitthema.
Viele Eltern machen auch genau DAS nicht mit ihren Kindern, sondern Strafen unangemessen und schreien, verbieten ohne jegliche Erklärungen.
Das sorgt auch dort für Diskrepanzen und das muss ja nicht sein.Wenn dir ein verhalten was aufkommt nicht gefällt, willst du das ja weg haben, es löschen.
Eine professionelle Verhaltenslöschung KANN aber nur funktionieren wenn das Individuum (egal ob Hund oder Mensch) ein ANDERES Verhalten an die Stelle setzen kann. Das kann ja nciht leer bleiben. Man kann ja nicht., nciht reagieren/handeln. Selbst ruhig sein ist ja eine Handlung/Reaktion.
Damit aber ein anderes Verhalten für das Individuum SINN macht an der Stelle muss es ein anderes Verhalten HABEN was den Platz einnehmen kann. Hat es aber oft nicht.
Da ist es dann UNSERE Aufgabe (die der Erziehenden) entweder die Situation SO verändern das es selbst ein anderes verhalten an die Stelle setzen kann ODER wir üben mit dem Individuum eines ein, was wir dann langsam an die Stelle pflanzen.Ungefähr so

Nina
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Da stimme ich Dir voll und ganz zu!
Also ich sage "Nein" und wenn sie damit aufhört und: "lieber Hund" oder so ähnlich.
Ich habe auch den Eindruck das sie bei mir weiß wenn ich Nein sage, bei meinem Freund ist ihr das ziemlich egal oder manchmal wichtig... -
Ist dein Freund vllt nicht konsequent genug oder belohnt nach einer Strafe nicht im richtigen Augenblick?
In Sachen Inkonsequenz könnte zb sein, dass er Befehle mehrmals wiederholt und euer Hundi nun bereits *weiß*: "ach, der ruft eh öfters, da kann ich erstmal weitermachen"
Sind natürlich nur Vermutungen, vllt ist dir ja sowas in der Art mal aufgefallen.
Also, wenn du deinen Hund zunächst (wenn er bellt, auf NEIN aufhört) immer für seine Ruhe lobst und auch dann in Situationen bereits mit Kommando (ruhig!) und als Belohnung dann zb "sooo is feiiin" seine Ruhe bestätigst, dann hat er ja ne Ersatzhandlung erhalten.
Vllt kannst du ihn, sollte er immernoch ums Buddelloch einen Bogen machen, ebenfalls loben?
Also dass er sieht, dass es besser ist nicht zu Buddellöchern zu gehen

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Das mit dem Buddeln hat sie seit gestern auch sein gelassen.
Was mir sehr wichtig ist, ist das sie nuneinmal eine "halbe" Münsterländerin ist und ich nicht möchte das sie ihren Jagdtrieb übermäßig auslebt.
Ich habe gehört das bereits das Buddeln etwas damit zu tun hat.
Im Moment versuche ich ihr folgendes bei zu bringen:
Ich schmeiße den Ball weg, halte sie fest und wenn sie dann ruhig neben mir sitzt, darf sie dem Ball hinterher rennen. (Loben) Und wenn sie den Ball dann auch noch zu mir bringt, dann gebe ich ihr ein Leckerchen.
Ist das die richtige Übung?
Ich möchte ihr damit beibringen, erst hinter etwas herzurennen wenn ich es ihr erlaube.
Im Moment nehme ich als Leckerchen ihr normales Welpenfutter ich habe hier im Forum jetzt aber schön öfters gelesen, das es etwas anderes oder besonders "tolles" Leckerchen ist. Soll ich auch etwas ganz tolles nehmen?
LG -
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Hört sich schonmal ganz gut an, baust du denn auch ein Kommando á la "Bleiiib" ein?
Weil, auf Dauer festhalten bewirkt ja nicht unbedingt den gewünschten Lerneffekt.
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Da hast Du recht! Habe ich noch gar nicht dran gedacht. "Bleib" finde ich gut.
Ich hätte da aber noch eine Frage, wo ich mir nicht sicher bin.
Mein Welpe lebt ja sowieso nach dem Motto: "Das ganze Leben ist ein Spiel....!"
Sie ist jetzt ja neun Wochen alt, ich bin bisher so vor gegangen das ich ungefähr 5 Minuten intensives Ball- oder anders Training mit ihr mache und danach noch ein paar Minuten mit ihr spiele.
Wie lange sollte man denn Training und Spielphase in dem Alter machen?
Ich möchte Sie ja nicht überfordern.
Oder erkennt Sie den Unterschied gar nicht und findet es einfach nur toll, das ich mich mit ihr Beschäftige? -
Dazu kann ich dir jetzt leider nichts genaues sagen, auch hängt es vom Welpe ab.
Wenn er zu aufgedreht wird, würde ich die Spielstunde entweder generell etwas ruhiger angehen lassen oder eben dann beenden.
Mir ist noch was eingefallen zu dem "Bleib"-Kommando:
Handzeichen wäre dafür zB ein ermahnender Zeigefinger, den du ins Blickfeld des Hundes bringen kannst und dann den Blick des Hundes auf dein Gesicht lenken kannst, damit er Augenkontakt hält.
Das ist ja auch immer so eine Sache bei Welpis/Hunden, die wollen manchmal nichts hören und schauen auch nicht aufs Herrchen/Frauchen

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O.K.
Danke für die Tipp´s
Generell möchte ich sie halt nicht überfordern.
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