Suki ist nun in Deutschland, andere Hunde gehen auf sie los

  • Zitat


    Mich würde mal interessieren ob andere User, die Hunde aus Spanien oder Griechenland haben ähnliches beobachten konnten am Anfang, das heißt, ob es tatsächlich irgendwelche Kommunikationsprobleme sein könnten.

    Hi Nicky,

    ich hatte mit meiner Spanierin am Anfang dasselbe Problem! Nellie war supergut mit anderen Hunden sozialisiert (hat ihre Jugend in einem kleinen Rudel in einer Tierstation verbracht) und ist von sich aus immer sehr vorsichtig (Bogen laufen, vorsichtig schnuppern, Rückzug bei Bedrängnis) auf andere Hunde zugegangen. Leider ist sie auch bei fast jeder Hundebegegnung in Deutschland angegangen worden, einmal wurde sie sogar in den Bauch gebissen, als sie sich bereits unterworfen hatte. Auch das erste Mal Hundeschule war die reinste Katastrophe, und nach drei Wochen haben wir den Kurs abgebrochen, weil sie sich so unwohl fühlte.

    Leider hat sie aus all diesen unerfreulichen Begegnungen gelernt: Sie neigt inzwischen selbst zu Leinenpöbelei und Mobbing, außerdem haßt sie Bordercollies (Bauchbeißerin war eine BC) und geht seit ihrer ersten Läufigkeit auch gern mal selbst in die Offensive.
    Mit unserer Zweithündin hingegen hat sie sich von Anfang an prächtig verstanden, vielleicht weil Kira auch eine Migrantin (aus Griechenland) ist? Die hat übrigens mit anderen Hunden auch so ihre Schwierigkeiten.

    Ich hatte die erste Zeit auch immer das Gefühl, daß Nellie einfach unverständliche Signale aussendet. Oder könnte es sein, daß die meisten deutschen Hunde tatsächlich so schlecht sozialisiert sind?!

    Liebe Grüße,
    Anja

  • bleibt ihr jetzt dauerhaft in Deutschland, oder nur für ein paar Wochen?
    Wenn es jetzt nur für 1 Monat oder sie ist, würde ich persönlich eher anderen Haltern aus dem Weg gehen. Wenn es länger ist sollte natürlich was getan werden.
    Vielleicht hat sie sich auch einfach noch nicht richtig eingelebt und ist noch unsicher, auch wenn du das zur Zeit vielleicht gar nicht bemerkst. Vielleicht riecht sie anders oder hat eine bestimmte Körpersprache, was andere Hunde merken und deshalb auf sie losgehen, sozusagen auf den Schwachen..
    Vielleciht ändert sich das auch innerhalb der nächsten Zeit von alleine.
    Viel Glück!

  • huhu

    meiner ist von hier, nicht kastiert und wird auch von den wenigsten Hunden gemocht..er selber freut sich über alles und jeden..nun hat er nen Kumpel und eine freundin..mir langt das und ich lass ihn nicht mehr zu anderen Hunden..bin es leid das er ewig eins draufkriegt und schon nen Groll auf schwarz-weiße Hunde entwickelt.

  • Wenn ichs mir recht überlege, dann hat Emma (ist aus Spanien) ja auch von Anfang an Probleme mit anderen Hunden und leider hat auch sie irgendwann gemerkt, dass Angriff die beste Verteidigung ist... :/
    Bei Emma war es ähnlich, wie es hier schon beschrieben wurde, ich hab sie mit 10 Monaten übernommen und sie ist anfänglich immer sehr vorsichtig auf andere Hunde zugegangen mit großen Bögen und allem was dazugehört. Leider wurde das von den wenigsten anderen Hunden akzeptiert...
    Emma hasst seit dem Retriever-Rüden und alle anderen Hunde, die sie plump und offensiv in "Grund und Boden" rennen...
    Ich kann dir nur den Tipp geben bei Hundebegegnungen vorsichtig zu sein und sie möglichst wenig schlechte Erfahrungen machen zu lassen (etwas worüber ich mir lange Zeit viel zu wenig Gedanken gemacht habe), denn die Gefahr, dass sie irgendwann aus Unsicherheit "nach vorne" geht ist mit Sicherheit gegeben.

  • Zumindest aufschlußreich, dass auch andere ähnli9che Erfahrungen gemacht haben.

    Spannend fände ich noch weitere Erfahrungsberichte vor allem mit Hunden mit Migrationshintergrund.

    Suki geht auch sehr vorsichtig in einem Bogen auf die Hunde zu, bei manchen faßt sie sofort Vertrauen, bei zwei Hunden geht sie möglichst schnell dran vorbei ohne überhaupt schnuppern zu wollen. Aber sie hat den Schwanz in der Regel nicht eingeklemmt. Aber sie ist eindeutig unsicher und eben doch noch ein wenig gestreßt durch so viele neue Eindrücke.
    Ich bin im Moment auch sehr vorsichtig, was Hundebegegnungen betrifft, um nichts zu verstärken, denn ich bin mir sicher, dass sie sonst auch eine Leinenaggression entwickelt. Der Labrador der sie gestern unterworfen hat, den hat sie heute an der Leine angebellt.

    Hundeschule kennt sie eigentlich und hatte auch keine Probleme, mal sehen wie es hier aussieht, aber mindestens zwei Wochen soll sie erst einmal noch zur Eingewöhnung haben.

    Wir sind jetzt erst einmal wieder in Deutschland, zumindest für ein Jahr, dann müssen wir weitersehen.

    Auf jeden Fall habe ich mir das nicht so schwer vorgestellt für Suki und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es zwischen Hunden aus anderen Ländern eventuell Verständigungsschwierigkeiten gibt bzw. wirklich viele Hunde nicht so wirklich toll sozialisiert sind.

    Liebe Grüße,
    Nicky

  • sowas hab ich heute umgekehrt erlebt und auch überlegt, ob es da vielleicht ne andere sprache gibt.
    gibt es dazu schon beobachtungen ? also wie gut die "eingliederung von migranten" bei den hunden so funktioniert ?

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