Vorbeilaufen an anderen Hunden
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Ein direktes Problem ist es zwar nicht, dennoch verhält sich meine Hündin des öfteren komisch.
Ich bin mittlerweile schon sehr froh, dass ich überhaupt an anderen Hunden vorbei gehen kann, früher hatte sie einen dermaßen großen Spieltrieb, dass sie mich zu jedem Hund hingezerrt hat. Heute zerrt sie eigentlich gar nicht mehr in solchen Situationen. Nun aber zum eigentlichen "Problem":Wenn wir auf der normalen Gassirunde an der Leine unterwegs sind und uns ein anderer Hund entgegen kommt, geht meine Hündin meistens sehr gut dran vorbei. Sie wirkt zwar sehr aufgeregt, aber geht ohne Murren daran vorbei. Manchmal jedoch ist es so, dass es nicht so gut klappt und wenn sie den Hund schon von weitem auf sich zukommen sieht, gehen ihre Ohren nach vorne und sie wird aufgeregt, ist er dann nah bei uns, dann passiert es auch manchmal, dass sie anfängt so zu grummeln oder zu bellen und so ein bissl aggro zu wirken. Und ich habe keine Ahnung woran das liegt. Wie gesagt, dass ist nicht bei allen Hunden so, sondern nur bei manchen! Ich habe mir gedacht, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass die Hunde ihr gegenüber eine komische Körperhaltung einnehmen oder meiner Hündin mit ihrer Körperhaltung etwas schlechtes/böses vermitteln oder so. Wenn die fremden Hunde z.B. ihren Schwanz aufstellen oder so. Dieses Problem hat sie oft auch bei Hunden, die unangeleint sind und uns entgegen kommen. Wobei ich mal dazu sagen will, dass ich solche Situationen sehr schade finde, weil die Hundehalter nicht in der Lage sind ihre Hunde bei sich zu behalten, wenn sie sehen dass ihnen ein angeleinter Hund entgegen kommt. Hmm naja gut...
Was meint ihr könnte das Problem sein und wie sollte ich es am Besten angehen?
Ich habe damals mit dem Halti gearbeitet, was sehr gut funktioniert hat. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich das Halti nie eingeklinkt habe an der Leine. Immer wenn sie sich nicht benommen hat, hat sie das Halti auf bekommen. Das hat solchen Eindruck bei ihr hinterlassen, dass das mit dem Üben super funktioniert hat und sie schnell begriffen hat worum es geht. Was meint ihr sollte ich tun? Soll ich wieder mit dem Halti arbeiten? (habe mir den Umgang mit dem Halti auch von einem Trainer zeigen lassen, da ich damals eine zeitlang richtig damit gearbeitet habe, ich würde also nicht unerfahren an die Sache ran gehen, was ich im Übrigen in dem Fall auch nie machen würde!)
Vielleicht könnt ihr mir ja helfen!? -
16. Juli 2008 um 20:23
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Vorbeilaufen an anderen Hunden - Vor einem Moment
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Hallo,
du bist zunächst einmal herzlich Willkommen im Forum.
Du hast dein Problem ja relativ ausführlich beschrieben und dennoch vermisse ich ein paar Angaben. Da wäre zum einen eine direkte Frage zu deinem Hund Nelly. 3 Jahre ist sie alt schreibst du. Hast du sie direkt als Welpen bekommen oder stammt der Hund aus irgendeiner Problemhaltung und du hast dich diesem Hund angenommen?
Die Frage stelle ich deswegen, weil ich so versuche herauszufinden, ob das Problem deines Hundes schon bestanden hat als du ihn bekommen hast oder ob sich dieses Verhalten erst entwickelt hat, nachdem du ihn übernommen hast.
Was machst du so alles mit deinem Hund? Gehst du "einfach bloss" mit Nelly spazieren oder machst du auch tolle Übungen und wenn ja welche? Auch diese Frage zielt wieder direkt auf die Beziehung zwischen Dir und deinem Hund. Es gibt ja Menschen, die haben seit etlichen Jahren Hunde, machen aber nichts anderes als mit ihnen "Gassi" zu gehen. Solche Hunde tun mir persönlich schrecklich leid, da sie vollkommen vernachlässigt werden und weder körperlich noch geistig gefordert sind.
Machst du aber Übungen und Spielchen mit deinem Hund, ist die Beziehung zwischen euch gleich viel intensiver und das Vertrauen ist viel besser ausgeprägt. Es gibt da ja 1000 Möglichkeiten, was man mit seinem Hund alles machen kann. Selbst das Internet schmeisst einen hier zu mit Ideen und Vorschlägen.
Zu deinem eigentlichen Problem lässt sich aus der Ferne nicht allzu viel sagen. Sicherlich erkennt dein Hund schon wesentlich früher, welche Absichten ein herankommender Hund hat. Wir als Mensch können die Körpersprache der Hunde nur bedingt erkennen, da vieles einfach so irrsinnig schnell abläuft - was wir dann gar nicht mitbekommen. Es kann also durchaus sein, dass dein Hund seinen guten Grund hat, wenn er knurrt oder bellt.
Aber natürlich kann es dir nicht Recht sein, wenn deiner plötzlich meint, eine Situation "bereinigen" zu müssen. Zwar wirst du dies niemals gänzlich abstellen können aber du kannst zumindest in sofern daran arbeiten, dass es für euch beide kontrollierbarer wird.
Wie reagierst Du selber denn, wenn du in der Ferne einen Hund erblickst, der Richtung zu euch aufnimmt? Leinst du deinen Hund dann hastig an oder sprichst du auf ihn ein? Machst du garnichts und gehst einfach weiter? Wir halten es mit unseren Hunden so, dass sie stets Blickkontakt aufnehmen dürfen. Sie sollen ruhig sehen, WER und WAS da gerade kommt aber wir verlangen von unseren Hunden, dass sie ansprechbar bleiben, damit ich sie zu jeder Zeit aus dieser Situation herausnehmen kann.
Das kann ein Spielchen sein, dass ich anfange. Es kann sich aber auch um eine Gehorsamsübung handeln, die ich mal einstreue. Mein Hund soll sich mit MIR beschäftigen und auf MICH achten. Machen meine Hunde das, dann freue ich mich wie bolle und lobe sie. Oft ist es dann so, dass der andere, fremde Hund schon längst vorbei ist und meine Hunde von der eigentlichen Begegnung gar nichts mitbekommen haben ;-)
Die Sache mit dem Halti ist absolut ok. Du hast beschrieben, dass du den Einsatz von einem Trainer hast zeigen lassen, also setze ich voraus, dass du richtig damit agierst - also von daher geht das voll in Ordnung. Ich würde zunächst wohl auch wieder das Halti an deiner Stelle einsetzen aber hinterfrage dich mal selbst und gaaaaaaaaaaaanz ehrlich ob es vielleicht auch andere Möglichkeiten gibt, die solche "Begegnungen" entschärfen könnten und ob du sie auch nutzt.
Ich erwische mich selber auch immer wieder mal, wo es letztlich meine Frau ist, die mir als aussenstehende Person dann plötzlich sagt: "warum hast du jetzt nicht einfach so und so gehandelt?...." Mit diesen Tatsachen konfrontiert erkenne ich dann, dass sie meist Recht hat und ich mich dann tatsächlich selber frage, warum ich es jetzt so unnötig stressig und kompliziert versucht habe, wo es doch so einfach hätte sein können. Umgekehrt gehts natürlich genauso und so ergänzen wir uns - was die Erziehung unserer Hunde um einiges erleichtert.
Pack dir bei deiner nächsten Runde einfach mal ein paar "Über-Leckerchen" ein auf die dein Hund so richtig abfährt. Halte so eines dann in deiner Hand wenn dir mal wieder ein fremder Hund entgegen kommt. Mal schaun, was deiner Nelly wichtiger ist - der fremde Hund oder doch das tolle Leckerchen von Frauchen?

Vielleicht fällt dir ja noch das ein oder andere zu diesem Thema ein, dann lass es uns wissen. Irgendwie wird dir hier schon jemand helfen können ;-)
Lg
Volker -
Danke für Deine Antwort. Ich Nummeriere jetzt einfach mal durch, das macht es vielleicht einfacher hehe...
1. Ja ich habe sie als Welpen bekommen mit 8 Wochen.
2. Ich gehe mit ihr in eine Hundeschule, gehe mit ihr regelmäßig auf Felder etc. wo sie auch Hundekontakte hat und ich mache mit ihr zu Hause auch ein bisschen DogDancing. Ein paar dieser DogDancing-Einlagen setze ich auch bei meinen Gassigängen ein. Also wir bauen quasi ein paar dieser Übungen mit ein, was ihr sehr viel Spaß macht.
3.Wenn uns ein Hund entgegen kommt nehme ich sie nicht hastig an die Leine, weil sie bei mir eh an der Straße immer an der Leine läuft. Ich versuche dann nur jeden Blickkontakt den sie zu mir aufnimmt, obwohl sie den anderen Hund schon gesehen hat, zu loben. Also für jedes "mich anschauen" gibt es ein "fein"...meinst Du ich sollte ihr dafür auch mal wieder ein Leckerchen geben, als nur verbal zu loben?
4. Das "Über-Leckerchen" habe ich eigentlich immer dabei, da wir Nelly auf Handfütterung umgestellt haben und sie ihr BARF-Futter aus der Tube bekommt. Damit haben wir super Erfolge erzielt.Also meinst Du, dass ich ruhig erstmal wieder mit dem Halti arbeiten sollte/könnte, ja?! Bzw. würde ich jetzt einfach mal versuchen es so wie Du zu machen, dass ich während uns ein anderer Hund entgegen kommt, ein paar Übungen mit ihr mache, oder ihr für das "mich-anschauen" was von dem Über-Leckerchen zu geben. Vielleicht werde ich auch mal ihren Lieblingsball einstecken und sie dann mit dem Ball belohnen sobald sie ruhig an dem anderen Hund vorbei gegangen ist!? Und wenn all das nicht den erwünschten Erfolg bringt oder ich der Meinung bin, dass es nicht das richtige ist, dass ich dann auf das Halti zurück greife?! Meinst Du, das wäre so auch ok?
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Hallo,
ja absolut. Genau so würde ich es anstellen. Wenn Ablenkung durch Leckerlie oder Ball nicht ausreicht kannst du immer noch das Erziehungsmittel "Halti" heranziehen.
Und zum verbalen Lob würde ich zumindest anfänglich auch Leckerchen geben, das verstärkt das Interesse an Dir. Wenn Dein Hund künftig fein reagiert, kannst du die Leckerchen ja wieder reduzieren.
Aber ich würde es tatsächlich mal so probieren.
Lg
Volker -
@Windi...
Ok, dann werde ich es so mal probieren. Ich werde berichten, wenn es interessiert!?!?
Ich habe jetzt schon so tolle Erfolge mit meinem Hund erzielt, dass ich das auch noch schaffen werde.
Ich werds versuchen und wenn es nicht funktionieren sollte, dann werde ich erstmal wieder auf das Halti zurück greifen. -
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hallo Süße Nelly !
Dein Erfolg würde mich auch sehr interessieren.
Haben ein ähnliches Problem mit unserer Chayenne (jetzt 1Jahr alt).Bin gespannt auf Deine Berichte.
Grüsse
Bettina -
FRIPSEL...
Klar ich berichte gerne!! Wie genau äußért sich das denn bei Deinem Hund bzw. wie verhält er sich?@Windi...
Also ich hatte eben die erste Hundebegegnung mit Ball in der Hand. Hmm...es hat leider nicht so funktioniert wie erhofft. Der Ball war ihr nicht so wichtig, dass sie den Kopf mal Richtung Ball gedreht hat als sie den anderen Hund entdeckt hatte. Naja ich werds noch ein paar mal probieren und dann werde ich es mal mit der Futtertube probieren...die haben wir ja eh immer dabei. Das ist ja für sie das ultimative Leckerchen. -
hi süße nelly !
wenn sie andere hunde schon von weitem sieht, zieht sie wie eine bekloppte weil Sie dort hin will.
Sie ist in keinster weise aggresiv oder so, will einfach nur mit
jedem Hunde spielen!Letztens habe ich versucht Sie dran vorbei zu "buchsieren", sie
setzt sich dann einfach brav hin und wartet, sobald ich wieder anfange
weiter zu gehen, zieht sie wieder hin.
Bei 27kg gar nicht so einfach......Naja, viele sagen, das legt sich nach einer weile, weil sie ja erst ein Jahr alt ist.Vorgestern hatte ich aber ein wenig Erfolg: habe schon von weitem den Pudel gesehen und direkt ein ganz tolles Lekkerlie herausgezogen, hätte der Pudel auf der anderen Strassenseite nicht gebellt, hätte Sie den Pudel auch gar nicht bemerkt! Sie hat nur kurz hingeschaut und fand in diesem Fall das Leckerchen besser! Hat nur einmal kurz gezogen.
Ja, so äussert sich das bei uns.
Danke für die Rückfrage!
Grüsse
Bettina -
Hallo,
mal eine ganz andere Seite: habt Ihr Eure Hunde mal untersuchen lassen, ob alle Wirbel da sind, wo sie hin gehören? Ich hatte nämlich auch so einen kleinen spieltriebigen, manchmal grummelnden Hund an der Leine, sobald er andere Hunde gesehen hat. Seit er richtig eingerenkt wurde, ist er wesentlich entspannter. Einige Wirbel sitzen zwar noch fest verkehrt, aber das wird noch. Mir wurde nämlich gesagt und es klingt für mich auch logisch: Es kann sein, dass dieses übertrieben spielerische Verhalten (muss nicht immer aggressiv sein) auch eine Art Selbstschutz ist, wenn sich ein Hund nicht richtig bewegen kann. So nach dem Motto: ich zeig dir jetzt lieb, wieviel Power ich habe. Also überleg Dir, ob Du mich anmachst.
An sowas sollte man vielleicht mal denken, wenn diese ganze Leckerlie-Ablenkungsgeschichte nicht funktioniert.
Liebe Grüße
Jasmin
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Hallo SüßeNelly und FRISPEL,
habt ihr die Möglichkeit, mit einem anderen Hundehalter samt Hund zu üben?
Wenn ja, dann verabredet mit dem anderen Hundehalter, dass dieser an einer vorher ausgemachten Stelle mit seinem Hund auf euch warten soll. Ihr nähert euch mit eurem Hund dieser Stelle und versucht die Distanz herauszufinden, in der euer Hund noch "ansprechbar" ist, also kurz zu euch schaut, wenn ihr ihn ansprecht.
Guckt er euch an, gibt es ein Leckerchen.
Guckt er euch nicht an und ignoriert euch, geht ihr ein Stück weiter weg, bis er wieder ansprechbar ist.
Danach Stück für Stück die Distanz reduzieren und immer wieder probieren, ob Hund noch ansprechbar, sonst wieder Stück zurück.
Auf diese Weise versucht ihr, nach und nach an dem anderen Hund vorbeizugehen.
Das kann ne ganze Weile dauern, bis das klappt. Da hilft nur Geduld, Geduld, Geduld. Und immer nur ganz kleine Schritte vorwärts machen.Ich hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich geschrieben.
Solltet ihr keinen geeigneten Trainingspartner haben, vielleicht findet sich ja jemand hier im Forum der in eurer Nähe wohnt und mit euch üben würde. Ihr habt leider nicht angegeben wo ihr wohnt.
Liebe Grüße
Proeftel
PS.: Wir wohnen im Raum Hildesheim und stünden als "Trainingspartner" zur Verfügung
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