Golden oder Neufi ...Fortsetzung

  • Zitat

    Das der Neufundländer nicht als "kinderliebe Rasse" verschrien ist, kann ich so nicht feststellen. In jedem Rasseportrait wird auf seinen ausgeprägten Beschützerinstinkt hingewiesen, der besonders bei kleinen Kindern zum Tragen kommt.

    Wer jemals einen 75 kg Rüden, auf einer Ausstellung beim Juniorhandling "außer Konkurrenz", mit einem 3- 4 Jahre alten Kind durch den Ring hat gehen sehen, der weiß wovon ich spreche - schreibe.

    hallo gaby,
    so meinte ich das "verschrien" nicht.
    ich dachte da eher an das negative "verschrien", wie ich es nenne, wie es leider beim goldi ist. da denkt auch fast jeder, er ist ein kinderlieber hund mit eingebauter erziehung.
    frag mal nichthundehalter, die würden sofort sagen, dass ein goldi kinderlieb, ein rotti böse ist, einen neufi würden sie wohl eher nicht kennen ;) zum glück für die rasse, finde ich. diese klischees meinte ich.

    gruß marion

  • Hallo Conny,

    ich denke, da wird im Vorfeld schon einiges schief gelaufen sein bzw. schief laufen.

    Natürlich entdeckt ein 16 Monate alter Rüde seine "Männlichkeit" gerade. Allerdings nähern sie sich erwachsenen Rüden eher vorsichtig und unterwürfig. Sie versuchen auch schon mal ihr Glück bei den Mädels, das eigentlich auch eher mit dem zaghaften Versuch "Schnauze lecken", um dann nach dem Beschwichtigungsversuch, auch mal das "andere Ende" beschnuppern zu dürfen. Einmal Zähne zeigen und anknurren, sollte reichen sie in die Flucht zu schlagen.

    Ein Jungrüde, der so penetrant einen Erwachsenen bedrängt ist ganz einfach schlecht sozialisiert.

    Ich kenne natürlich weder den HH noch den Jungrüden und kann nur aus meiner Erfahrung und Deiner Schilderung Mutmaßen.

    1. Generalfehler der Neufundländer-Anfänger. Der Kleine ist so süß, so gelehrig, er hört auf´s Wort, er läuft nicht weg, er kommt sofort auf Abruf. Wozu muß ich mit ihm üben? Klappt doch alles. Vermutlich werden auch Kontakte zu anderen Hunden, besonders erwachsenen Hunden, aus Angst, sie könnten den "Kleinen" verletzen, unterbunden. Das geht prima bis er so ca. 7-8Monate alt ist. Die Pubertät beginnt und er hat nicht wirklich gelernt zu gehorchen und fängt an sich für den Größten zu halten. Zunächst gegenüber anderen Hunden, später dann auch zu Hause. Dabei ist er nie agressiv sondern einfach nur stur und dickköpfig. Sprich er macht was er will.
    2. Inzwischen ist er ein Jahr alt geworden, hat seine gut 50 kg und Frauchen geht schon lange nicht mehr mit ihm, weil sie ihn nicht halten kann. Nun kommt Herrchen und kehrt den "Chef" raus. Plötzlich soll er sofort auf Kommandos hören, die er nicht kennt, deren Bedeutung er nicht gelernt hat. Mit unbilliger Härte wird nun von diesen HH versucht, die Versäumnisse der Vergangenheit, wett zu machen. Der Neufundländer wird sich das alles gefallen lassen, er wird das Rückenschmeissen hin nehmen, sich aber nicht brechen lassen. Er ist zu klug, um sich das lange antun zu lassen. Er wird irgendwann gut an der Leine gehen, er wird da auch gut gehorchen. Er wird sich auch zu Hause "anständig" benehmen. Er wird sich nie gegen dieses Herrchen stellen, aber seinen Frust und seine Aggression an jedem anderen Rüden und sein "sebstbestimmendes" Verhalten an jeder Hündin ausprobieren.

    Es ist einfach nur Schade um diesen Hund und den zweifelhaften Ruf, den er durch diesen HH erwerben wird und das dieses Fehlverhalten natürlich pauschaliert werden wird und auf alle Neufundländer zurück fällt.
    Vielleicht kannst Du ihn überreden Erziehungshilfe anzunehmen, denn noch ist es nicht zu spät. Es muß nur richtig mit dem Jungrüden gearbeitet werden.

    Gaby, die nie den Chef "raus kehrt" und doch Chef ist

    Hallo Marion,
    so gemeint, hast Du natürlich völlig recht. In unserer Rassebeschreibung stand vor Jahren "das ideale vierbeinige Kindermädchen". Das haben wir schnell entfernt und den Satz:"....Beschützer der kleinen Kinder. Aber dennoch sollte man Hunde nie mit Kindern allein lassen", eingefügt.

    Lieben Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Zitat


    2. Inzwischen ist er ein Jahr alt geworden, hat seine gut 50 kg und Frauchen geht schon lange nicht mehr mit ihm, weil sie ihn nicht halten kann.

    Lieben Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs


    Wow Gabi kennst du diese Frau? :???:
    Genauso ist es, sie will sich dann um die Hündin kümmern, wenn sie denn da ist.
    Danke für deine Informationen!
    Na dann werd ich mal mein Glück versuchen! :D
    Hoffe es bringt dem Neufi was!

    Conny

  • Hallo Conny,

    ich drücke Dir und vor allem den Hunden die Daumen.

    Und erzähl mal der Dame, daß auch eine Hündin 55 - 60 kg wiegt und locker das dreifache ihres Körpergewichtes zieht.

    Vielleicht hilft es ja.

    Lieben Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Huhu Gabi, war mit den Hundis unterwegs und konnte deshalb bis jetzt nicht antworten.
    Jup werd es der Dame, aber eher wohl dem Herrchen erzählen, da sie ja nicht mit dem Hund geht.

    Conny

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