Dominant?!
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Hallo,
meinem kleinen Goldie , knapp 14 Wochen, wurde schon häufig gesagt er sei dominant. Deshalb wollte ich mal fragen ob sein Verhalten wirklich dominant ist und was man dagegen machen könnte.Erster Besuch beim Tierarzt (er kannte noch keine Tierarztparxis):
Hund knurrt die Tierärztin während der Untersuchung an, darauf hält sie ihn an der Schnauze und sagt "Aus". Ok, er hat aufgehört und die Prozedur über sich ergehen lassen. Sie sagte dann er sei etwas dominant und dass wir dagegen was tun sollten.Dann, beim Gassigehen versucht er bei jedem Hund (auch wenn sie um einiges größer und älter waren als er) den Stärkeren zu spielen. Am Anfang war ich entsetzt dass ein Wauzi mit seinen 3 Monaten schon erwachsene Hunde versucht zu unterwerfen.
Zuhause fing er dann an, wenn man ihm irgendwas aus dem Mund nehmen will oder sich neben ihm hinsetzt wenn er grad seine Kaustange verspeist einen anzuknurren und zu schnappen. Auch wenn er versucht aufs Bett zu springen und man versucht ihn runterzusetzen, wird er so.
Dann heute der zweite Besuch, allerdings bei einer anderen Tierärztin:
Er knurrt schon wieder rum und hat sogar gebellt... ich natürlich wieder am schimpfen. Die Tierärztin meinte, wenn das in dem Alter schon anfängt, müsse man sehr konsequent sein. Das bin ich ja auch aber es wird nicht besser.
LG Moreno & Diana
- Vor einem Moment
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Hi,
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Ein gutgemeinter Tip: Streiche das Wort Dominanz in Verbindung mit einem 14 Woche jungen Hund! Oder würde man einen 1-jährigen Menschenknirps auch als Dominant bezeichnen nur weil er seine Grenzen langsam testet und auf manche Umwelteinflüsse mit weniger Wohlwollen reagiert?
Warum selbst manche Tierärzte noch von Dominanz bei Welpen sprechen? :kopfwand: -
Ähm ja .... Was denn so alles dominant sein soll .
Das Dein Goldie beim TA knurrt oder bellt hat nichts mit Dominanz sondern mit Unsicherheit und em Versuch etwas abzuwenden , was der Hund nicht möchte , zutun .
Beim Spazierengehen würde ich sagen , daß er seine Grenzen austesten und vielleicht auch spielen will . Manch ein Hund kann so eine temperamentvolle Annäherung falsch verstehen und dementsprechend reagieren . Also lieber unterbinden .
Generell würde ich Dir vorschlagen , mit Deinem Hundi doch eine gute Hundeschule zu besuchen .
Liebe Grüsse,
katzentier
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Auch ich würde hier nicht von Dominanz sprechen sondern gerade beim Tierarztbesuch eher das Gegenteil, nämlich Unsicherheit vermuten.
Lass dir da nichts einreden, ein Welpe ist noch nicht dominant, der will spielen und Spass haben, klar sollte dabei die Erziehung nicht zu kurz kommen, aber da hilft dir der Besuch einer Hundeschule weiter. -
1. Geh einfach so zum TA und stopf den Hund mit Leckerlies voll, wenn er sich artig benimmt, also nicht knurrt. Drück der TÄ auch welche in die hand, die soll ihm die Dinger anbiete und die Finger von ihm weg lassen, (kein Streicheln oder Täscheln, nur verbales Lob) dann geht ihr wieder.
Beim nächsten Besuch immer Leckerlies griffbereit, und wenn er ruhig ist, Leckerlie rein- er soll das alles mit positiven Dingen verbinden!!
Wärend der Behandlung einfach mal die Goodies unter den Rüssel halten und flöte ihn in den höchsten Tönen an, das er kapiert, dass beim Doc nichts schlimmes passiert!!
2. Auf dem Bett hat der Hund erst mal gar nix verloren, das darf er später, wenn er weiß, das DU ihm das erlaubst! Das wird aber erst noch geübt. Nimm ihm Sachen nicht einfach so weg, wenn er das gar nicht mag, sonder tausche! Biete ihm ein Leckerlie an für das, was er im Maul hält! Übe das Kommando "Nein" und in Verbindung mit dem "Tausch" das Kommando "Aus!":
Leckerlie anbieten, spuckt er sein Spielzeug aus, gib das Kommando "Aus!" und dann lob ihn kräftig.
Bei "Nein!" halte die beiden Handflächen offen hin, eine mit Goody, eine ohne. Will er das Leckerlie gleich fressen, Hand zu und ein deutliches und bestimmtes "Nein!". Beim nächsten mal, gib das Kommando "Nimm!" und laß ihn das Leckerlie fressen.3. Beim Spielen...was heißt den Stärkeren spielen? Ist das Spiel nicht ausgeglichen, der eine springt mal dem hinterher, mal wird Dein Hund gejagt? Wird es zu heftig, dann nimm ihn wortlos und kommentarlos hoch und entferne ihn so aus dem Spiel- sprich in dieser Zeit nicht mit ihm, ignoriere ihn völlig- auch kein Fell streicheln!!- und warte ab, bis er sich beruhigt hat, dann darf er weiter spielen.
4. DOMINANZ- ein böses Wort, was Du sofort aus Deinem Hundevokabular streichen mußt!!
So, ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen!

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Erstmal danke für die schnellen Antworten.
und ja, mich nervt es jedes mal wenn jemand meint dass er "dominant" ist, irgendwie muss er ja ausdrücken wenn ihn was stört. Dass er unsicher ist habe ich auch eher gedacht und wer mag es schon wenn jemandes "Fremdes" an ihm rumfummelt. Eine Hundschule besuchen wir schon, dort haben wir auch schon viel gelernt.
Die Kommandos "Nein" und "Aus" üben wir auch schon ganz fleißig und meistens spuckt er z.B. Schuhe die er mal wieder stibizen will auch schon von alleine aus.
Gut zu hören dass das alles recht normal ist
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Lach Moreno , Dein Goldie verhält sich völlig normal . Lass Dich nicht verunsichern und hör das nächste Mal einfach weg .
Gute Tpis für die nächsten Situationen dieser Art hast Du ja bekommen und das Du die Hundeschule besuchst ist auch prima .
Ihr macht das schon .
Lieben Gruß,
Katzentier
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Laß Dich nicht verunsichern!
Das macht ihr schon richtig!

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Wenn mal wieder jemand behauptet, dein Hund sei dominant, dann erklär ihm, dass Dominanz keine Charaktereigenschaft ist, sondern eine Eigenschaft einer (Zweier)beziehung ;).
Zudem ist es in der Tat wenig sinnvoll, jedes vom Menschen nicht gewünschte "Fehl"verhalten als Dominanz zu interpretieren. Aber es bietet sich halt an, wenn man sonst nicht weiter weiß ;).
Theater beim Tierarzt und Unmutsäußerungen, wenn es um Ressourcenverteidigung (Kauknochen, Bett als bequemer, erhöhter Liegeplatz) geht, sind erstmal normal. Warum sollte der Hund sich einfach so Beute wegnehmen lassen? Du läßt dir sicher auch nicht kommentarlos das Essen vom Teller nehmen.
Der Hund muß lernen, dass keine Notwendigkeit besteht, Beute verteidigen zu müssen (also die erwähnten Tauschgeschäfte üben) und dass t.B. beim TA nichts schlimmes passiert (also Leckerliebestechung, Geduld und zuhause event. mit jemandem üben, dass der Hund sich überall anfassen läßt). Du kannst auch ein Kommando wie "Halt still" einführen (habe ich bei meiner Hündin so gemacht und es hat sich beim Zecken entfernen und beim Augentropfen verabreichen schon als sehr nützlich erwiesen).
Ein Hund mit 14 Wochen muß erst noch lernen, seinem Besitzer auch in Stresssituationen 100%ig zu vertrauen (das geht nicht von heute auf morgen) und begehrte Beute abzugeben. Daran ist nichts unnormal.
Natürlich gibt es bei Hunden Unterschiede - der eine knurrt nie und gibt jeden Knochen sofort her, der andere ist sturer und muß er davon überzeugt werden, dass sich bspw. ein Tausch für ihn lohnt.Was Hundebegegnungen betrifft - ich habe eine Hündin, die laut (auch mit Knurren und Gebell) und manchmal wild spielt. Das sieht dann schon mal gefährlich aus. Dabei ist sie die erste, die einen Rückzieher macht, wenn es ernst wird (Futterverteidigung gegenüber Artgenossen ausgenommen - da versteht sie keinen Spaß, obwohl Menschen ihr alles abnehmen können).
Sie wurde auch schon als "dominant" betitelt. Dabei ist sie tatsächlich unsicher und das ist in manchen Situationen bis heute ein Thema. -
Hi,
dass Napoleon dominant sein soll und ich ihn im Nacken packen und schütteln bzw auf den Rücken drehen und den Kehlgriff anwenden soll hab ich auch schon gehört. Von einer Bekannten mit Yorkie und Boxerwelpen.
Bin jetzt schon gespannt ob der Boxer, ist er mal größer, meine Bekannte nicht aus dem Rolli schmeisst, wenn sie ihn auf den Rücken drehen will.Bei Napoleon kam das zur Sprache als ich meinte, dass er beim Alleinsein total hysterisch und panisch am kläffen ist ( "Hund will dich manipulieren " hieß es ) und weil er im Spiel oftmals feste zupackt und kneift, was derbe wehtut.
Dazu kann ich nur sagen: Unsere Hunde sind Welpen von wenigen Wochen/Monaten, ich glaub kaum, dass sie bereits die "Herrschaft" an sich reissen wollen. Sie wollen nur Grenzen austesten, sind in ungewohnten Situationen noch unsicher und zeigen das dann eben dementsprechend und wir müssen ihnen zeigen wie weit sie gehen dürfen und dass wir für sie da sind und ihnen nix Schlimmes passiert.
Evtl gehst du mti deinem Hund das nächste Mal "ohne Grund" zum TA, tausend Leckerchen in der Tasche und machst ihm so erstmal das Wartezimmer schmackhaft. Gehst dann ins Behandlungszimmer und lässt die TÄ ihn einfach auch mit Leckerchen "abfüllen" ohne dass sie was macht am Hund. Oder du nimmst irgendwelche supertollen Leckerchen mit und lenkst den Hund von vorne ab, während die TÄ hinten "arbeitet", klappt bei Napoleon gut.
Wegen der Couch/Bett: Setz ihn runter und sei konsequent. Keine Widerrede. Wenn er knurrt ignorier das und verbiete ihm weiter aufs Bett zu springen. Am Besten lass ihn erstmal gar nicht mehr aufs Bett, er muss akzeptieren, dass es DEIN Bereich ist und er nicht das Recht hat zu bestimmen, wann er drauf darf.
Wenn du ihm irgendwas wegnehmen willst, zeig ihm, dass es dafür noch was vieeeeeeel Tolleres gibt, wenn er es dir gibt. Dann klappt das bestimmt bald ohne Geknurre.
Lieben Gruß
Carina
- Vor einem Moment
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