Bringe ich ihm so das Abhauen bei?

  • Hallo,

    jetzt brauche ich als bisher eher stille Mitleserin auch mal Hilfe :)

    Ich hadere hier nämlich gerade mit mir selbst und würde mich über ein paar Meinungen oder Denkanstöße sehr freuen. Und zwar geht es um folgendes:

    Mein kleiner Bordermix ist jetzt 4 1/2 Monate alt. Er ist nicht unser erster Hund, aber doch der erste Welpe, der vor Kurzem mit 13 Wochen in unsere Familie eingezogen ist. Ausser ihm lebt noch ein 11 Jahre alter Dalmatiner bei uns, den wir damals mit knapp 3 Jahren übernommen haben.

    Beide lasse ich in einem abgegrenzten Waldstück, welches einem Bekannten gehört, täglich frei laufen. Zuerst klappte das auch wunderbar, denn der Große kommt sowieso sofort zu mir zurück wenn ich pfeife und das hatte sich der Kleine perfekt abgekuckt, jedenfalls drehte er förmlich in der Luft um und kam zu mir gerannt, wenn er den Pfiff hörte. Doch dann wurde der Entdeckerdrang aber wohl stärker, jedenfalls flitzte er fortan munter weiter durchs Geäst, schaltete auf Durchzug und ignorierte mich geflissentlich, um dann irgendwann aber doch noch mit fliegenden Ohren zu mir gerast zu kommen. Dieses Zu-Mir-Kommen habe ich dann ordentlich gelobt, denn er soll mit Frauchen ja etwas Schönes verbinden und immer wieder gern zu mir kommen. Deswegen habe ich ihn auch nicht nur dann gerufen, wenn ich ihn wieder an die Leine nehmen wollte, sondern auch immer mal wieder zwischendurch, und nach nem kurzen "Sitz" + Leckerchen durfte er dann weiterspielen.

    Häufig klappt das ja auch. Aber leider nicht immer und das ist jetzt der Punkt, wo ich mich frage, ob ich zu viel von ihm erwarte, wenn ich erwarte, dass er bei meinem Pfiff/Ruf zügig kehrt macht und sich in meine Richtung bewegt oder ob ich ihm so vielmehr beibringe, dass es auch völlig okay ist, wenn man erst eine Minute später auf mich reagiert und dass man in der Zwischenzeit auch gut noch einige Extrarunden drehen oder im Gestrüpp stöbern kann. Natürlich ist das NICHT okay, aber er ist doch noch so jung und ich weiss gerade einfach nicht, wie ich mich in diesem Fall richtig verhalte. :hilfe:

    Meistens helfe ich mir dann mit einem kleinen Trick, denn wenn ich mit einem "Such", welches noch nicht einmal sonderlich laut gesprochen werden muss, den Großen zu einem Leckerchensuchspiel auffordere, dann steht der Kleine drei Sekunden später schwanzwedelnd hinter mir und will mitsuchen. Klappt fast immer ;) aber als Dauerlösung scheint mir das doch nicht der richtige Weg zu sein. Eine Schleppleine würde sich in den ganzen Ästen wohl auch ständig verheddern, aber so ganz ohne Freilauf ist das doch auch nix?

    In der Wohnung ist der Kleine übrigens sehr anhänglich und lernwillig. Wir bringen ihm verschiedene Kommandos und auch einige Tricks mit dem Clicker bei, wobei er auch eifrig mitarbeitet oder sagen wir besser mit"spielt", denn da steht auf beiden Seiten der Spaß im Vordergrund. Gleichzeitig achten wir aber auch darauf, dass er immer wieder seine Ruhephasen bekommt, damit er nicht überdreht. Die Hundeschule besuchen wir mit ihm auch, aber da ist gerade Sommerpause, so dass ich unseren Trainer nicht fragen kann. Dort sollen wir die Hunde ignorieren und einfach in eine andere Richtung gehen wenn sie auf unser Kommando nicht sofort zu uns kommen, doch ist das auf dem Platz doch etwas ganz anderes als im Wald? Aber ich habe hier in diesem Forum schon so viele hilfreiche Tipps gefunden, dass bestimmt auch jetzt jemand nen Rat hat. Dafür bedanke ich mich jetzt schonmal :)

    Viele Grüße
    Jana

  • Hallo Jana,

    ich würde das Problem von mehreren Fronten angreifen:

    1. Den Pfiff "aufladen". Du könntest z.B. immer Pfeifen, bevor er seinen Napf Essen bekommt. Ich lasse nach dem Pfiff immer was besonderes Springen - mal eine Tüte Katzenfeuchtfutter, mal ein kleines Rennspiel oder ich werfe (für Smilla - Crispel ist dafür nicht zu begeistern) einen Ball oder Frisbee.

    2. Ich werte den "Namen" auf. Das mache ich mit dem Clicker wie folgt.
    In einer ablenkungsfreien/armen Umgebung sitze ich mit Hund rum und warte, bis er mich ansieht, das wird geclickt-->belohnt. Das wiederhole ich einige Male, bis es bei Hundi offenbar "Click" gemacht hat, und er weiß das der Clickerautomat jetzt durch "Ansehen"-Button bedient werden kann. Dann ändere ich den Ablauf in: Hund sieht mich an, ich sage seinen Namen, c+b. Das wiederum wiederhole ich auch 4-5 Mal.
    Das ganze mache ich 3-4 Mal am Tag - anfangs in "einfachen" Umgebungen, später wird die Ablenkung langsam gesteigert. Das dritte Level ist: er sieht mich an "Name, KOMM!" c+b.

    3. Ich clickere den Rückruf: Und zwar clicke ich dazu zunächst erst mal die "Entscheidung" - nicht das vollständige herankommen - denn das ist ja das wichtige! Das registrieren und das Umwenden. Später variiere ich den Zeitpunkt des Clicks. Manchmal clickere ich die Entscheidung, manchmal das bei mir Ankommen. Smilla schmeiße ich dann häufig den Ball oder Frisbee oder den Keks als Belohnung. Crispel schicke ich durch meine Beine oder "scheuche ihn mit einer Spielaufforderung in ein Rennspiel oder werfe ihm das Leckerchen zu, oder so weg, dass er es suchen muß - toll findet er es wenn es wegkullert und dabei auch noch "Haken"-Schlägt... :D

    4. Dann gibt es noch das "Wirf ein Leckerchen und renn wech"-Spiel, das geht so:
    Man nehme ein Leckerchen in die Hand, mache den Hund drauf aufmerksam, werfe das Leckerchen und sage "Nimms Dir!" - und renne in die entgegengesetze Richtung. Weil man rennt, saust der Hund eventuell hinter einem her: Erst WENN er auf Dich zu rennt, gibtst Du Dein Rückrufsignal. Das ganze funktioniert bei Ball oder FrisbeeJunkies auch mit diesen Sachen.


    5. Du könntest Dich auch verstecken, wenn er nicht aufpasst...

  • Hallo,

    Danke, da hab ich ja schonmal ein paar schöne Ansätze.

    Ich bin halt immer zwischen "Er ist doch noch klein und das wird schon noch werden" und "Sowas gleich im Ansatz unterbinden und gar nicht erst einreissen lassen denn sonst wird das nur schlimmer" hin und her gerissen.

    Versteckt hab ich ich mich zwischendurch auch immer mal wieder, dann saust der kleine Scaddy auch ziemlich aufgeregt durch die Gegend bis er mich gefunden hat, aber nach einer freudigen Wiederfindbegrüßung gehts dann gleich wieder ab. Allerdings schaut er sich auch immer wieder nach mir um und guckt wo ich bin, also so ganz uninteressant bin ich für ihn dann wohl doch nicht.

    Vielleicht hab ich ihn ja auch nur einmal zu oft zu mir gerufen und damit ausgebremst, denn unser Indy (der Dalmatiner) bleibt normalerweise auch ohne Leine von sich aus immer in meiner Nähe und läuft nur wenige Meter zur Seite oder voraus. Da können einen die ausgelassenen 25-Meter-Kreise eines kleinen Wirbelwindes schon irritieren, aber da wir zumindest in diesem Waldstück auch ohne andere Hunde, Spaziergänger oder Radfahrer (zu gefährden) üben können, denke ich, dass wir's wohl erst einmal locker angehen, aber das Ziel natürlich nicht aus den Augen verlieren.

    In diesem Sinne wünsch ich allen noch einen schönen, sonnigen Sonntag :)

    Viele Grüße
    Jana

  • Wir haben auch so einen Flitzeborder – anfangs war das mit dem Rückruf so ne Sache... :roll:
    Möglicherweise ist es für Deinen Hund nicht attraktiv genug, zu Dir zu kommen. Nur für Lob käme unser Border nicht, der kommt ja nicht mal für Lecker. Und wenn Dein Hund dann gleich wieder abhauen darf, ist der Sache ja nicht gedient, ihn enger an Dich zu binden.
    Ich hab das "Bei-mir-Bleiben" interessanter gemacht durch ein kurzes Spiel bei mir (am Zottel zergeln oder gemeinsam was suchen). Natürlich darf er dann auch wieder düsen. Aber Du solltest schon jetzt aufpassen, dass das verselbständigte Rumgerenne nicht sein Hauptvergnügen wird.

  • Zitat

    Ich bin halt immer zwischen "Er ist doch noch klein und das wird schon noch werden" und "Sowas gleich im Ansatz unterbinden und gar nicht erst einreissen lassen denn sonst wird das nur schlimmer" hin und her gerissen.

    Dann entscheide Dich für Tor Nummer 3 :D :
    Üben, üben, üben! (das "im Ansatz unterbinden" klingt ja auch so fies!). Ich finde es einfacher so zu denken: Stelle Situationen her, in denen Du "zu Dir kommen" (egal ob Du das signalisisert hast, oder ob er freiwillig bei Dir "eincheckt") sehr lohnenswert für ihn machst. Wenn er's tut, Spiel, Spaß, Spannung, Essen. Mach ne richtige Kindergeburtstags-Party - da gibts das auch immer alles gleichzeitig/nacheinander!!!


    Zitat


    Versteckt hab ich ich mich zwischendurch auch immer mal wieder, dann saust der kleine Scaddy auch ziemlich aufgeregt durch die Gegend bis er mich gefunden hat, aber nach einer freudigen Wiederfindbegrüßung gehts dann gleich wieder ab.


    Super! Party, wenn er Dich findet, und gleich wieder lossausen lassen - und gleich wieder verstecken!

    Zitat


    Allerdings schaut er sich auch immer wieder nach mir um und guckt wo ich bin, also so ganz uninteressant bin ich für ihn dann wohl doch nicht.


    Ebenfalls Super: Finde einen Weg, diese "Rückblicke" zu bestärken!!


    Zitat


    Da können einen die ausgelassenen 25-Meter-Kreise eines kleinen Wirbelwindes schon irritieren


    hihihi, 25 Meter - sei froh, dass Du keinen Ridgeback hast, da sind das dann schon manchmal 250 Meter... :p

    Zitat

    ...aber da wir zumindest in diesem Waldstück auch ohne andere Hunde, Spaziergänger oder Radfahrer (zu gefährden) üben können, denke ich, dass wir's wohl erst einmal locker angehen, aber das Ziel natürlich nicht aus den Augen verlieren.

    In diesem Sinne wünsch ich allen noch einen schönen, sonnigen Sonntag :)

    Viele Grüße
    Jana

    Überhaupt geht es NUR locker - er soll doch SPASS am Rückruf haben, das muß das tollste überhaupt für ihn sein! So nach dem Motto "Endlich ruft sie mich, wurde ja auch mal Zeit, ej!!" Es ist ja SO ein geiler Anblick, wenn sich Klein-Smilla die Ohren zurückkämmt und im Vollblutrenngallop angesaust kommt - aus dem Spiel mit ihrem besten Freund heraus UND es dann auch gar nicht so eilig hat, gleich wieder zu verschwinden, weil sie es bei mir auch spannend findet (wir üben unterwegs immer lustige Tricks wie "Twist" (mit dem Uhrzeiger um sich selber drehen), Shout (das selbe andersherum), Weben (beim Gehen durch meine Beine Slalomieren), Achter (im Stehen eine Acht um meine Beine laufen), Durch(meine Beine gehen), verschiedene Touch-Übungen, auf Baumstämme oder Parkbänke oder große Steine klettern, auf diesen Dingen "Twist and Shout"en...

  • Hallo,

    neue Woche - und gleich ein Rückschlag :/

    Unsere Morgenrunde verlief alles andere als verheissungsvoll. Zuerst war noch alles in Ordnung, der Kleine lief richtig prima an der Leine, war aufmerksam und einfach nur gut drauf. Ich hatte sein Lieblings-Spielseil dabei und hab ihn damit auch schonmal kurz "angespielt", dann hab ich ihm das Geschirr ausgezogen, er blieb auch noch brav sitzen bis ich "Und ab" gesagt hatte, aber dann wussssscccchhhh war er weg. Wie ein geölter Blitz. 2 x gerufen, 2 x gepfiffen, er schaut sich nach mir um, hält kurz inne und dann hau den Lukas, ab in den Wald :(

    Ich hab mich dann abgewendet und intensiv mit Indy beschäftigt. Such hier, such da, tu dies, tu das, ja ziiiiieeeh, feiiiinnnnn, mjammm, leeeeecker, Suuuuuperhund, das volle Programm. Der Kleine tauchte dann auch recht zügig wieder auf, wurde freudig begrüsst, spielte 10 Sekunden lang begeistert mit und zog es dann aber doch vor, lieber wieder in den Wald zu entschwinden. Spielen kann man ja auch noch zu Hause. Ich versteh's ja irgendwie auch, denn mit so supertollem Reh- und Wildschweingeruch kann ich halt einfach nicht mithalten, aber das war dann doch der Punkt, wo ich gesagt habe "Jetzt reicht's". Ich beschloss a) mir für die nächste Runde mal etwas getrockneten Pansen in die Tasche zu stecken, vielleicht ist das ja DAS Superleckerchen, wonach wir immer noch suchen, denn die Leberwurst, einst heiss begehrt, verfehlte heute gar gänzlich Ihre Wirkung und b) die Morgenrunde an dieser Stelle kurzerhand zu beenden.

    Also ab zusammen mit dem Großen hinter dem nächsten Holzstapel versteckt, nicht mehr gerufen und nicht mehr gepfiffen, sondern einfach nur noch gewartet. 5 Minuten, 10 Minuten, mein Punktehund lag inzwischen wohlig grummelnd neben mir und liess sich genüsslich den Bauch kraulen, nur das kleine Schlitzohr dachte garnicht daran, wieder aufzutauchen. Kurz drauf wusste ich dann auch wieso, denn ich hörte ihn in einiger Entfernung "Juhu!" bellen und da wusste ich, dass ich noch lange da im Wald sitzen und warten könnte, ich hatte verloren. Mein kleiner Wirbelwind war nämlich, als er mich nicht sofort gefunden hat schnurstraks nach Hause gelaufen, wo ja aber nun niemand war, der ihn ins Haus lassen konnte, und weil er ja nun nicht doof ist, marschierte er halt kurzerhand zu meinen Eltern, die unmittelbar neben uns wohnen und bei dem sonnigen Wetter gerade frühstückenderweise auf der Terrasse saßen und liess es sich gutgehn. Als ich dort ankam, verspeiste er gerade ein Leberwurstbrot :kopfwand:

    Ich gebe zu, dass mir in diesem Moment nicht mehr der Sinn nach großen Diskussionen stand. Drum habe ich dieses auch bösen Blickes vertagt, bin einfach sowohl stur als auch wortlos nach Hause gegangen, hab die Hunde ins Haus gelassen und überlege seitdem, dass es wohl besser ist, den kleinen Scaddy in der nächsten Zeit doch nicht mehr von der Leine zu lassen. Es kann zwar so gesehen nicht viel passieren, denn wir wohnen recht abgelegen auf dem Land, aber solche ungewollten Ausflüge erscheinen mir dann doch hochgradig kontraproduktiv. Vor allem dann, wenn sie letztendlich ja auch noch so wunderbar belohnt werden.

    Tja, dumm gelaufen. Ne Menge Tipps habe ich ja nun aber schon bekommen, die nehme ich auch gerne an und dann wird halt vorerst nur noch im Garten oder aber an der langen Leine geübt und Party gemacht. Obwohl mir das ja schon so'n bisschen weh tut, denn zu Hause ist er sehr auf mich fixiert, was sich aber halt in dem Moment, wo's zur Tür rausgeht, sofort ändert. Ich hab jetzt auch noch den Tipp bekommen, ihn deswegen einfach nur noch so wenig wie möglich zu beachten und ihn auf diese Weise dazu zu bringen, quasi um meine Aufmerksamkeit zu buhlen - auch draussen. Aber schiesse ich mir damit nicht auch noch ein Eigentor? Er ist sehr anhänglich, wir spielen und kuscheln auch viel mit ihm, aber niemals dann, wenn er uns dazu auffordert, sondern halt immer auf unsere Initiative hin. Ich erlaube ihm auch nicht, mir überallhin und in jedes Zimmer nachzulaufen, was er inzwischen auch ohne Gejammer akzeptiert. Oder mach ich mir schlichtweg zu viele Gedanken, nur weil ich nichts falsch machen will?

    Viele Grüße
    Jana

  • Uaaah, das kenn ich: Noch ein kurzer Blick über die kleine Hundeschulter – und ab die Post. Du möchtest Deinen Hund am liebsten erwürgen, aber er ist ja über alle Berge. ;)

    Zitat

    Ich hab jetzt auch noch den Tipp bekommen, ihn deswegen einfach nur noch so wenig wie möglich zu beachten und ihn auf diese Weise dazu zu bringen, quasi um meine Aufmerksamkeit zu buhlen - auch draussen. Aber schiesse ich mir damit nicht auch noch ein Eigentor?


    Unserem Hund zumindest wäre es sehr recht gewesen, wenn wir ihn ignorierend und nicht beachtend hätten machen lassen, was ihm das Liebste gewesen wäre: Völlig verloren im Hier und Jetzt ohne seine Menschen auf Jück zu gehen. :roll:
    Gehorsam kommt nicht durch Nicht-Beachten zustande. Und den wird Dein Hund brauchen, denn er geht wohl jagen?
    Abgesehen davon, dass ihm dabei eine Menge passieren kann: Während der Brut- und Setzzeit und auch zu anderen Zeiten würde ich nicht erlauben, dass mein Hund bei seinen Streifzügen Wild aufscheucht.

    Schleppleine und Rückruf üben heißt wohl die Devise. Sonst festigst Du ruckzuck selbstbelohnendes "Ich bin dann mal wech".

  • Hallo,

    Zitat

    Gehorsam kommt nicht durch Nicht-Beachten zustande. Und den wird Dein Hund brauchen, denn er geht wohl jagen?

    Heute war's das erste Mal, dass ich ihn komplett aus dem Blickfeld verloren habe. Deswegen ja auch "jetzt reicht's", denn was er in der Zeit zwischen "Und tschüss" und dem Leberwurstbrot bei meinen Eltern gemacht hat, weiss ich nicht und das finde ich ja auch selber nicht so prickelnd :|

    Bis jetzt hat es ihm immer genügt, wenn er durchs Gestrüpp huschen und sich einfach nur austoben konnte. Allerdings wurden seine Kreise halt immer größer, deswegen kam ja irgendwann der Punkt wo ich das nicht mehr einfach so durchgehen lassen wollte und ich fürchte, er hat jetzt einfach rausgekriegt, dass ich ab einer gewissen Entfernung so garnicht mehr auf ihn einwirken kann.

    Da liegt wohl ne Menge Arbeit vor uns, aber es nützt ja nix, wir werden es angehen müssen.

    Viele Grüße
    Jana

  • Zitat


    Der Kleine tauchte dann auch recht zügig wieder auf, wurde freudig begrüsst, spielte 10 Sekunden lang begeistert mit und zog es dann aber doch vor, lieber wieder in den Wald zu entschwinden. Spielen kann man ja auch noch zu Hause. Ich versteh's ja irgendwie auch, denn mit so supertollem Reh- und Wildschweingeruch kann ich halt einfach nicht mithalten

    Hast Du schon mal darüber nach gedacht, wie Du diese (markierte) Super-Ablenkung in DIE Superdupermega-Jackpot-Belohnung umwandeln kannst?

  • Hallo Martina,

    meinst du damit Fährten legen und so?

    Ja, das haben wir auch schon überlegt. Unser Gedanke war, ihn vielleicht auf Würstchenwasser zu konditionieren, damit dann Spuren und Fährten zu legen, an deren Ende er dann eine tolle Belohnung findet, so dass er andere Gerüche nicht mehr ganz so spannend findet. Das werden wir auch probieren, aber das war dann mehr so als aufregendes Spiel angedacht und nicht als Mittel gegen das Abhauen, denn er soll ja letztendlich einfach nur in einem gewissen Umkreis um uns rum bleiben, auch anderswo ohne Würstchenwasser frei laufen können und vor allem wieder abrufbar werden. Oder hab ich da jetzt nen Denkfehler drin?

    Der Gedanke mit dem getrockneten Pansen war allerdings auch nicht nur so dahingesagt. Meine Jungs stehen beide auf alles, was möglichst intensiv stinkt, je unappetitlicher, desto besser. Deswegen packe ich nun meine normalen Leckerchen zusammen mit ein paar kleinen Stückchen Knabberpansen in eine kleine Tüte, so dass sie ein wenig von dem Aroma annehmen. Das hat erstmal schon genügt, um Aufmerksamkeit und Wohlwollen von allen beiden enorm zu steigern, aber ich werde den Kleinen trotzdem vorerst nicht mehr von der Leine lassen. Hier gibt es leider keine offiziellen Freilaufgebiete, also werden wohl auch wir in den sauren Apfel mit der Schleppleine beissen müssen. Ich lese mich in dieses Thema gerade ein wenig ein und dann gehts an die Arbeit.

    Danke nochmal :)

    Viele Grüße
    Jana

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