Verhaltensprobleme aus gesundheitlichen Gründen???!!!

  • Hallo,

    ich habe zur Zeit große Probleme mit meiner 9 Monate alten Hündin. Sie war von Anfang an ein ängstlichen Hund, was wir, dachte ich, aber ganz gut in den Griff bekommen haben. Mit 6 Monaten gingen die Probleme dann los: Sie reagiert teilweise sehr aggressiv auf Menschen, d.h. sie verbellt sie starkt, knurrt und ich befürchte sie ist nicht mehr weit davon entfernt zu beißen :kopfwand:
    Ich arbeiten bereits mit einer Hundetrainerin und habe auch das Gefühl gut auf sie einwirken zu können. Ich kann jedoch nicht verhinder, dass sie so übertrieben reagiert und viele Dinge sie einfach so verunsichern. Sie reagiert auf die Leute meist so extrem, wenn sie nicht mit ihnen rechnet oder sie ihr unheimlich vorkommen (schwarze Kleidung, große Männer), aber warum? Sie hatte Kontakt mit so vielen Menschen seit sie klein ist. Ich kann es mir einfach nicht erklären.
    Ich habe bei ihr bereits Schilddrüsenwerte untersuchen lassen: Cholestrerin, T4, TSH und Cortisol waren normal. Ich habe aber gehört, dass diese Werte nicht reichen und man noch mehr testen müsste. Die Rede war zusätzlich noch von fT4, T3, fT3 und TAK. Außerdem gibt es da ja auch noch soetwas wie ein Stimulationstest.... Ich bin mir im Moment einfach unsicher, ob ich der Sache weiter nachgehen soll... :hilfe: . Gibt es noch andere gesundheitlichen Aspekte, die dieses Verhalten bei ihr hervorrufen können? Ich bin echt am Ende und weiß zur Zeit nicht, ob ich mein nicht vorhandenes Geld lieber für Hundetraining ausgeben soll oder für eine tierärztliche Untersuchung.
    Was meint ihr?

  • Ja, ein Hund kann sich komisch verhalten, weil er Schmerzen hat. Mein Hund hatte Rückenschmerzen und ließ sich deswegen nicht streicheln. Nach einer Op ist das jetzt weg.

    Das verhalten deines Hundes ist für mich aber kein Gesundheitsproblem. Da läuft irgendwo was anderes falsch. Kann jetzt nicht sagen, was, dazu müßte ich es sehen. es gibt aber Hundetrainer, die sich diesem Problem wirklich annehmen können, wenn es auch schwer ist, sie zu finden.

    Ich kenne viele ängstliche Hunde, die man hinbekommen hat. Die Menschen haben deinen Hund erstmal in Ruhe zu lassen. Sie können versuchen ihn zu füttern. und du hälst Abstand zu den Menschen und gibst deinem Hund eine Aufgabe und belohnst dann. Mit emckern usw. geht das allerdings nicht.

    Es kann aber auch sein, dass dein Hund versucht dich zu beschützen. Letztendlich ist er in der Pupertät und testet dazu seine Grenzen.

    Du kannst den Hund beim TA untersuchen lassen, aber ich glaube nicht, dass sie was finden werden. Wenn du bereits mit einem Hundetrainer arbeitest musste du geduldig sein. Das kann Monate dauern, bis vieles besser wird.

    Schau mal, was du fütterst. Das Futter kann manchmal die Ursche sein.

    LG Schopenhauer

  • Hallo,

    ich weiß nicht, wie Du zu alternativen Methoden stehst. Aber viele haben gute Erfahrungen mit z.B. Bachblüten gemacht. Gerade bei Hunden in der Hormonumstellung, die ängstlich reagieren und evtl. zu Angsbeißern mutieren könnten. So eine Mischung müsste aber jemand, der sich wirklich auskennt, genau passend für Deinen Hund zusammenstellen.

    Es kann aber auch sein, dass sie mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, ohne dass Du es mitbekommen hast... Sowas geht ja manchmal schneller als man denkt.

    Kann sie gut allein bleiben oder fängt sie dann an zu jaulen?

    LG

  • Hey,

    ein ähnliches Problem habe ich mit Waya zur Zeit auch...genauer gesagt fing das so vor ca. 3 Wochen an.
    Es könnte allerdings auch eine Fremdelphase sein.
    Was natürlich nicht heißt dass man nicht daran arbeiten sollte.

    Momentan weiß ich mir auch noch keinen wirklichen Rat, aber wichtig ist es in diesen Momenten stark auf sich selbst zu achten und locker zu bleiben...
    Hier gibt es einen tollen Beitrag zum Thema Leinenaggression (nicht ganz das Thema) aber danach arbeite ich mit Waya...

    Liebe Grüße und viel Erfolg
    Yvonne

  • Sorry, habe eure Beiträge erst jetzt gelesen (normalerweise sagen krieg ich doch bei Antworten immer Bescheid :???: ).
    Also, sie bleibt gut alleine und Bachblüten (Angstblüten) habe ich schon mit individueller Zusammestellung auf Anweisung meiner Trainerin gegeben. Leider ohne Erfolg :|

  • Ehrlich gesagt, kommt es sehr selten vor, dass ein Hund wegen einer Krankheit heraus Verhaltensprobleme hat. Meiner war aber so ein Fall und seine Aggressionen haben sich gegen andere Hunde gerichtet, niemals aber gegen Menschen. Er ist übrigens ein Hund, der andere Hunde mag und der einem Streit aus dem Weg geht und von heut auf morgen, konnte ich ihn kaum noch halten und er wollte sich auf jeden Hund stürzen. Nachdem dann seine Krankheit ausbrach, wußte man auch den Grund für sein Verhalten. Jetzt ist seine Krankheit schon viel besser und ich habe meinen normalen Hund wieder, der nichts und niemandem ein Haar krümmt. Ich würde daher bei dir eher auf Erziehungsprobleme tippen und die wären mir ehrlich gesagt lieber, als ein gesundheitliches Problem, denn dann hast du ein wirkliches Problem.

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