Nur eine Anaplasmose oder doch was Anderes?

  • Hallo!
    Mein Hund geht schon länger nicht mehr gerne spazieren und wirkte auffallen schlapp und müde. Sie hatte 2x einen Anfall, der für mich wie ein Kreislaufzusammenbruch aussah. Sie wirkte dann abwesend, lief schief und kippte immer wieder um. Hechelte viel und wirkte nicht mehr ansprechbar.
    Der Tierarzt diagnostizierte dann eine Anaplasmose und gab ein Medikament. Das war vor 2 Wochen. Seitdem ist sie auch deutlich lebhafter, spielt wieder mehr und wirkt fitter.
    Sie will aber immer noch nicht so richtig spazieren gehen und wirkte manchmal wieder so schwach und zittrig, dass wir wieder nach hause gegangen sind. Meistens war es jetzt aber so, dass ich einfach mit ihr spazieren gegangen bin, weil sie total lebhaft und unterfordert wirkte. Zunächst ist sie auch immer losgerannt, wollte dann aber nicht mehr richtig weiter und ist erst wieder auf dem Rückweg ordentlich gelaufen.

    Und gestern hatte sie wieder einen Anfall, diesmal sah es aber nicht nach Kreislaufproblemen aus, sondern eher nach was Neurologischem. Beim Spazierengehen lief sie plötzlich wieder kreuz und quer, wirkte desorientiert und lief einfach sturr drauf los, wollte nicht anhalten und wirkte geistesabwesend. Und dann bekam sie Zuckungen im ganzen Körper, die zunahmen. In den Beinen und im Gesicht hatte sie so richtige Muskelzuckungen, ist dann immer wieder deswegen umgekekippt und torkelte einfach sturr Richtung zuhause. Das Ganze dauerte ca. 20min. Als wir zuhause waren wollte sie nichts trinken, hat aber etwas gefressen und sich kurz hingelegt. Und nach 5min war sie wieder total fit und wirkte, als wenn nichts gewesen wäre.


    Liegt das wirklich nur an der Anaplasmose? Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, als wenn sie noch was anderes hat. Hat da jemand Erfahrungen mit?

    LG Alex

  • Wie hat der TA die Anaplasmose festgestellt? Vielleicht eine sekundäre Epilepsie kann durch andere Erkrankungen (z.B. Zeckenenzephalitis, Tumor, Infektion, Organfunktionsstörungen) auftreten? Vielleicht ist es auch noch eine andere Krankheit die von Zecken übertragen wird.

    Ich würde das noch mal testen lassen und noch ein großes Blutbild machen lassen. Dem TA das schildern und untersuchen lassen.
    Sonst noch ne zweite Meinung einholen.

    Lg
    Sacco

  • Hallo!
    Anaplasmose wird immer durch Bluttests festgestellt. Das ist auch klar, dass sie eine Anaplasmose hat, mir geht es eher darum, dass ich da vielleicht noch ne zweite Krankheit vermute. Aber andere Zeckenkrankheiten wurden ausgeschlossen. Die waren alle negativ getestet. Großes Blutbild wurde natürlich auch gemacht und ich denke nicht, dass es etwas bringt, wenn man jetzt nochmal ein Zeckenprofil erstellt. Das ergibt ja eigentlich keinen Sinn.
    LG Alex

  • Das weiß ich auch. Das mit einer anderen Zeckenkrankheit meinte ich weil in dem ersten Beitrag nichts weiter dazu stand und manche Tä nicht immer alle testen.
    Vielleicht ist es noch eine Zeckenenzephalitis ( FSME, tritt bei Hudnen seltener auf). Die Diagnose davon ist relativ schwer. Das ist wohl eine Kombination von verschiedenen Befunden. Die serologischen Untersuchungen sind da wohl schwer zu interpretieren.
    Vielleicht ist es eine duch die Anaplasmose ausgelöste Krankheit.
    Bei unserem wurde duch die Ehrlichiose canis eine sekundär immunbedingte Thrombozytopenie ausgelöst.
    Vielleicht den Ta mal fragen wegen einer sekundäre Epilepsie die kann durch andere Erkrankungen auftreten. Wie ich die Beispiele schon nannte Zeckenenzephalitis (FSME) , Tumor, Infektion, Organfunktionsstörungen.
    Wenn der auch nichts weiß vielleicht in eine Tierklinik gehen.

    Lg
    Sacco

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