Hilfe - Hund entwickelt sich zum Despoten!

  • Zitat

    und das anspringen? Wie löse ich das? Wegdrehen zur Begrüssung, Nein, Ignorieren?

    das letztere - alles andere hat bei uns jedenfalls nicht geholfen. Wir gehen quasi "durch den Hund durch" als wäre er garnicht da und verrichten unsere Dinge (Jacke ausziehen, Schuhe, in der Küche was trinken usw.)
    Wenn Ruhe ist ruf ich dann den Hund und begrüße ihn.

    lg
    susa

  • susami,

    danke! Das ist doch mal ne antwort mit der ich was anzufangen weiss. :roll:

    @schoppenhauer, nein, der Hund ist kein Australien Sheppart!! Hatte ich aber schon geschrieben, er wurde nur Aussie genannt, gerufen Ossi - ;)
    was drinnen ist, da überschlägt sich einfach jeder, weil einfach jeder irgendein Rassemerkmal erkennt, ich habe schon geschrieben, das die Situation gestern eskalierte und das mir das furchtbar leid tut!
    Ich denke aber irgendwie schon, das der Hund wusste warum ich sauer war, das sich mein Freund einmischte war halt ein Fehler, es ging aber wirklich schnell!!!
    Hundeschule haben wir bis zum Erbrechen (sorry für die Wortwahl) gesucht, gehorsam ist da,
    der Hund wurde körperlich durchgescheckt und ist kerngesund, wenn man von gelegentlichen epilepsieanfällen absieht (ca. 3 mal im Jahr)

  • Saida, dann bleibt dir nur wirklich konsequent und ohne Härte mit dem Hund zu arbeiten...

    Der Hund hat KEIN Gewissen! D.h. er weiß nicht dass er was angestellt hat. Er merkt es allein an dir!!! Deinem geruch, deiner Körpersprache, deinem ganzen Verhalten.

  • Zitat

    Hundeschule haben wir bis zum Erbrechen (sorry für die Wortwahl) gesucht, gehorsam ist da,
    der Hund wurde körperlich durchgescheckt und ist kerngesund, wenn man von gelegentlichen epilepsieanfällen absieht (ca. 3 mal im Jahr)

    Wenn ich sowas lese, weiß ich, dass du den Grundgehorsam blöd findest. Was heißt Gehorsam ist da? Das geht ein Leben lang. Nur wenn dir das Gehorsam üben Spaß macht, wird es deinem Hund Spaß machen. Übe mit Spiel und Leckerchen, mach dich interessant und beschäftige deinen Hund sinnvoll.

    Ein Hund, der unterfordert ist, sucht sich seine Beschäftigung selber. Genau das passiert bei euch. Du musst deinen Hund ein Leben lang geistig auslasten. Und er braucht einen Platz, wo er hingeschickt werden kann.

    Und immer, wenn er bei euch Eßbares erwischt, haut euch an den Kopf und sagt:" Wir müssen besser aufpassen und alles wegräumen!"

    Und wenn dein Hund nicht rausgehen will, dann setzt dich durch und geh. Du bestimmst, was, wann, wie gemacht wird. Mein Hund liegt auch den ganzen Tag im Eck und tut so, wie wenn er schlafen will. Wenn ich das auf dauer dulden würde, würde mein Hund nicht nur den Besuch hüten und Fressen klauen, sondern noch viel mehr Scheiß anstellen.

    Übrigens, wenn ihr euch küßt und euer Hund geht dazw., dann hat er Angst, dass ihr euch was antun könntet. Er will splitten. Für ihn ist das zu eng und gefährlich. Er sieht das hündisch. Hat mein Hund früher auch gemacht, besonders wenn wir im Bettlagen. :roll: Da kam Hund per Hechtsprung ins Bett. Da haben wir sie ausgesperrt. Inzw. hat sie kapiert, dass das alles nicht schlimm ist und ignoriert uns.

    Wo wohnt ihr in etwa? Vielleicht kann ich dir eine gute Hundeschule oder einen Hundeverein nennen. Ihr müßt den Hund völlig anders behandeln und auslasten. Das wird alles sonst noch viel schlimmer.

  • Zitat

    Was heißt Gehorsam ist da? Das geht ein Leben lang. Nur wenn dir das Gehorsam üben Spaß macht, wird es deinem Hund Spaß machen. Übe mit Spiel und Leckerchen, mach dich interessant und beschäftige deinen Hund sinnvoll.

    .

    Ohne Dich,Saida, kritisieren zu wollen....Schopenhauer hat vollkommen Recht.
    Gehorsamstraining sollte zu Deinen Alltag gehören.
    Es reicht, wenn Du bei einem Spaziergang ca 5 min. täglich stinknormale Unterordnungsübungen machst. Allein diese Übungen lasten den Hund kopfmäßig etwas aus und Du wirst sehen, wenn Du die Übungen gern machst, findet Dein Hund auch Spaß an der Sache. Lächle und durch ;)

    Zitat

    Ein Hund, der unterfordert ist, sucht sich seine Beschäftigung selber.

    .

    Wie wahr dieser Satz ist.
    1 oder 1/2 Stunden Rad fahren, ist rein körperlich eine Auslastung, wobei ich denken, dass diese Zeit zu lang ist. Du hast doch keinen Hochleistungssportler.
    Mache Such- oder Nasenspiele mit dem Hund.
    Daran hat eigentlich jeder Hund Spaß, besonders die Verfressenen. Verstecke Leckerchen im Haus oder draußen.
    Gib dem Hund, bevor er suchen darf, ein Sitz oder Platz Kommando und schicke ihn dann los.
    Dabei schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe. Hund muss gehorchen, also Sitz machen (Gehorsamsübung) und darf dann suchen (Kopfarbeit).

    Wir bekamen unseren 2.Hund (Border-Mix) auch aus 2. Hand und absolut unerzogen. das war vor 2 Jahren. Der Hund hatte eine Leidenschaft und die hieß Jagen. Mit gutem Training und kopfmäßiger Auslastung habe ich es im Griff.

    Kopfarbeit (Suchspiele etc) machen extrem müde. Versuche es mal

    Zitat

    Übrigens, wenn ihr euch küßt und euer Hund geht dazw., dann hat er Angst, dass ihr euch was antun könntet. Er will splitten. Für ihn ist das zu eng und gefährlich. Er sieht das hündisch. .

    Schopenhauer, meinst Du, das ist grundsätzlich der Fall?
    Es könnte auch Aufmerksamkeitsuchen sein.
    Der Hund kann nicht haben, dass nicht er, sondern seine Menschen im Mittelpunkt stehen.
    Natürlich kann es auch Splitting sein, aber so wie ich die Sache hier sehe, tendiere ich eher zum "Ich bin auch noch da". :zensur:


    EDIT:

    Du hast einen Setter-Labrador-Mix, somit einen Jagdhund.

    wie steht es um den Jagdtrieb?

    Ich habe gesehen, dass Du in Kerpen wohnst. Also unweit von Düren.
    Hier gibt es einen guten Hundeverein, der viel Wert auf Gehorsam und Verträglichkeit legt. Kerpener haben wir auch dabei.

    guckstDu

  • Da sind wirklich ganz ganz viele Fehler,die da passieren. Schopenhauer hat alles sehr schön erklärt. Am besten schaut mal jemand auf Euer "zusammenleben" Du glaubst nicht,wie viel andere sehen,was einem selber gar nicht in den Sinn kommt. Auch ich habe einen nicht nur aus schlechter haltung,sondern einen misshandelten Hund. Bis auf einige Dinge,ist er inzwischen ein völlig normaler lieber Hund geworden. Aber auch diese "einigenDinge " lassen sich noch ändern.

    Zum Beispiel konnte ich auch niemanden reinlassen,und er hat auch niemanden rausgelassen. Ich hatte jetzt eine Trainerin da,sie hat beobachtet,und wir haben ein Programm aufgestellt. Der Hund hat niemanden zu begüssen,sondern zu liegen. Der Besuch hat ihn nicht anzusehen,und auch nicht anzufassen. Strikt,da muss ich nicht bitten,das haben die zu machen. ICH sage dem Hund,wann er hallo sagen darf. Springt er dabei hoch, sollen die Leute ihm den Rücken zudrehen.

    Beim rausgehen,das war immer ein Heidentheater. Jetzt mache ich es so, Charly muss Platz machen,hat nicht aufzustehen,dafür fixiere ich ihn NOCH mit einem Leckerchen. Ich kann dann zwar nicht so richtig Tschüss sagen,aber ich muss mich voll auf den Hund konzentrieren. Irgendwann hoffe ich, ist das verinnerlicht. Jetzt schon hat er begriffen,das Theater nicht mehr angesagt ist. Ist er ruhig,gibt s das Lecker und ein fettes Lob.

    Es geht,aber man muss sich ganz genau an alles halten.

    Und bitte,das was Dein Freund gemacht hat,ist ohnehin völlig verkehrt,aber das weisst Du ja. Aber auch noch bei einem Hund aus schlechter Haltung,kann das für Deinen Freund ganz böse enden

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