Plötzlich aggressiv - etwas länger
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Hallo!
Unser Hund (Paulie) ist jetzt so ca. 1 1/2 Jahre alt. Er kommt aus Rumänien von der Straße. Dort wurde er aber schon als Welpe rausgeholt. Er ist jetzt seit genau einem Jahr bei uns.
Unser Paulie ist eigentlich ein sehr verträglicher Hund. Er ist bloß ein ziemlicher Schisser
. Wir gehen mit ihm auch wenn möglich auf eine nahe Hundewiese. Schon von Anfang an. Als Welpe war er, wie gesagt, ein ziemlicher Schisser, aber verträglich. Wenn es zum Streit kam, dann wurde meistens er angemacht und hat sich immer unterworfen.Vor ein paar Monaten fing es dann an, dass er versuchte, andere Hunde (Rüden und Hündinnen) zu bespringen. Wir dachten uns, dass er halt flücke wird. Haben es aber auch versucht zu unterbinden, wenn es zu doll wurde. Natürlich bemerkte er dann auch schnell, dass es Weibchen gibt und war nur noch auf diese fixiert. Einmal kam es dann auf der Hundewiese dazu, dass Paulie einen befreundeten Hund ganz plötzlich angriff und fast biss. Wir konnten gerade noch dazwischen gehen. Da wir mit Paulie eh nicht züchten wollen/dürfen, haben wir ihn dann vor vier Wochen kastrieren lassen. Wir waren dann eine ganze Weile nicht auf der Hundewiese. Mitte letzter Woche haben wir aber wieder damit angefangen und es ging eigentlich auch alles gut.

Gestern aber passierte es dann plötzlich:
Wir standen an einem Treffpunkt auf der Hundewiese, als eine Gruppe von Hunden (mit Menschen
) hinzukam. Anfangs machte Paulie nichts. Dann plötzlich fing er mit einer Hündin Stunk an . Da sie ihn vorher angeknurrt hat, denke ich, dass er sich halt wehrte. Er steigerte sich aber richtig rein und wurde sehr aggressiv. Wir konnten das ganze aber noch rechtzeitig stoppen. Und dann? Keine zwei Minuten später, kam noch eine Gruppe. Dabei war eine Bulldogge. Paulie kennt sie wohl von früher, als die Bulldogge Teil einer Gruppe war, die ihn gepiesakt hat. Bis jetzt, wenn wir dem Hund begegnet sind, ist Paulie ihm aber aus dem Weg gegangen. Gestern nicht. Die Bulldogge lief nur an ihm vorbei und Paulie drehte plötzlich durch. Er hat sich sofort wild knurrend mit aufgestelltem Nackenfell auf ihn gestürzt und ins Ohr und den Rücken gebissen. Es kam zu keiner Wunde, aber Paulie ist total abgegangen. Kein Schreien und Stoßen hat geholfen. Erst als der andere Besitzer Paulie richtig heftig getreten hat, lies er ab.Es kam in letzter Zeit schon des öfteren vor, dass Paulie plötzlich gegen andere Hunde richtig böse wurde und seine Zähne fletschte. Das sind wir von ihm auch gar nicht gewöhnt. Daheim und auch meistens unterwegs, ist er recht unterwürfig uns gegenüber und folgt.
Jetzt meine Fragen: 1. Habt Ihr da Erfahrung, dass Hunde plötzlich nur gegen manche Hunde so aggressiv werden? 2. Wenn ja, woher kommt das und was könnte man dagegen machen? 3. Wie reagiert man am Besten bei einer Beißerei? (Der andere Hundebesitzer hat unserem Paulie, als alles schon vorbei war, dann sogar ins Gesicht getreten und gedroht, ihn mit einem Stein tot zu schlagen :zensur: )
Jetzt schon mal Danke für Eure Hilfe!!

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10. Juni 2008 um 17:19
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Hallo,
da habt Ihr ja ein schönes Problem.
Der Hund ist in Rumänien aufgewachsen und sicherlich nicht gut sozialisiert, oder?
Bist Du mit ihm in einer Hundeschule gewesen?
Wie reagierst Du, wenn Dein Hund sich aggressiv gegenüber anderen Hunden verhält?
Wer hat Euch denn geraten, ihn kastrieren zu lassen? Ich verstehe einfach nicht, warum wegen ganz normaler Rangordnungsgeschichten unter Hunden gleich die Eier abkommen

Es ist auch beaknnt, dass Kastrate eher zu aggressivem Verhalten Artgenossen gegenüber neigen als intakte Hunde.
Gut, daran ist nichts mehr zu ändern.Wie verhältst Du Dich bei derartigen Attacken?
Wie ist der Grundgehorsam des Hundes? Kannst Du ihn aus einer solchen Attacke herausholen?
Tausend Fragen, ich weiß, aber es ist eh schwierig, Dir ohne den Hund gesehen zu haben, Tipps zu geben.
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uiiii - na das ist natürlich echt heftig.
zu den fragen von joco stellt sich noch die frage nach der gesundheit? hat der ta ihn ausreichend untersucht? manchmal sind bei solch plötzlichen aggressionsauftritten auch gesundheitlich faktoren der auslöser (schmerzen/schilddrüse/borreliose etc. etc.)
haste da mal nachgucken lassen?
grüße
vincisa -
Hallo Seska,
ein bisschen ähnelt Deine Geschichte auch der von meinem Hund. Es war bei uns bei weitem nicht so schlimm, wie in Deinem Fall, aber auch mein Hund, wurde nach der Kastration aggressiver. Er hat nie gebissen, aber eine Weile häufig Hunde verjagt. Er ist ein Tierheimhund und ich denke was die Sozialisation und den Kontakt zu anderen Hunden in der Welpen- und Junghundzeit angeht, hatte er auch nicht die optimalen Vorraussetzungen.
Ich habe mich damals einemHundetreff angeschlossen, der von Hundetrainern geleitet wird. Dort konnte mein Hund lernen und er wurde langsam sicherer. Es hat aber eine Weile gedauert. Ich kann Dir auch nur den Tipp geben, eine Hundeschule aufzusuchen, die Spieltreffs oder Hundespaziergänge anbieten, die von Trainern begleitet werden.
Viel Glück beim Training

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Erstmal Danke Euch allen für für die Antworten!!!:-)
Waren Gestern auf der Hundewiese. Haben Paulie eine Schleppleine dran gemacht und haben ihn laufen lassen. Aber wir hatten so viel Angst, dass wir ihn gar nicht erst an fremde Hunde rangehen ließen. Obwohl er ganz sanft und freudig wirkte.Oh weh! Das müssen wir erst wieder verarbeiten.
Unser Fehler.ZitatDer Hund ist in Rumänien aufgewachsen und sicherlich nicht gut sozialisiert, oder?
Naja, wie gesagt, er wurde schon als Welpe von der Straße geholt. Er war wol erst mal in der Auffangstation, mit anderen Hunden. Dann kam er in eine Pflegestelle. Und dann zu uns. So mit ca. 4- 6 Monaten. Eigentlich liebt unser Paulie andere Hunde. Er hat sich ja auch auf der Hundewiese immer recht wohl gefühlt. Er war halt zu meist der Rangniedrigste. Hat aber mit den anderen Hunden gespielt und ist wie wild rumgetollt mit ihnen.ZitatBist Du mit ihm in einer Hundeschule gewesen?
Nein, noch nicht. Leider reichte das Geld bis jetzt nicht. Ich werde mich wohl mal umschauen, was das so bei uns (Würzburg) kostet und wo es sowas gibt.ZitatWie reagierst Du, wenn Dein Hund sich aggressiv gegenüber anderen Hunden verhält?
Wenn ich es schaffe, schnapp ich ihn mir und mach ihn rund. Ich ziehe ihn weg, lass ihn sitz machen und schimpfe, wenn er versucht wieder hinzugehen. :motz: Beim vorletzten Mal konnte ich ihn nicht fassen und musste ihn einfach wegjagen. Da ist er mir aber auch gefolgt, als ich in die andere Richtung gegangen bin. Wenn er sich ganz doll daneben benimmt, "lege" ich ihn auf den Rücken und lass ihn wieder gehen, wenn er "aufgibt".ZitatWer hat Euch denn geraten, ihn kastrieren zu lassen? Ich verstehe einfach nicht, warum wegen ganz normaler Rangordnungsgeschichten unter Hunden gleich die Eier abkommen.
Das war eine längere Überlegung bei uns. Erst wollten wir es auch nicht machen. Aber Paulie hatte dann auch das Problem, dass er ständig getropft hat. Überall hin daheim. Das wurde wegen der Weibchen immer schlimmer. Außerdem hat er immer weniger gefressen. Und draußen lies er sich fast nicht mehr einfangen wenn ein Weibchen in der Nähe war. Selbst wenn sie erst in einigen Wochen heiß wurde. Insgesamt hat die Kastration ja auch geholfen. Er tropft nicht mehr, er frisst wieder und wirkt auch so ruhiger.ZitatWie ist der Grundgehorsam des Hundes? Kannst Du ihn aus einer solchen Attacke herausholen?
Mit dem Grundgehorsam geht es so. Daheim folgt er wie eine eins. *L* Draußen eigentlich auch. Nur mit dem Kommen habert es etwas. Wenn er nicht abgelenkt ist, kommt er auf's Rufen sofort oder zumindest ziemlich schnell. Wenn er abgelenkt ist durch andere Hunde oder wenn Leute ihren z.B. Grillmüll liegen lassen, kann ich es ziemlich vergessen. *L* Aber das ist wohl normal.Also bei der letzten Untersuchung durch den Arzt war alles okay. Das war ja vor ein paar Wochen, nach der Kastration. Haben aber keine speziellen Bluttests oder so machen lassen. Paulie erscheint auch nicht krank oder so.
Sven:
Ja, das mit den Hundetreff muss ich wohl mal in die Wege leiten, wenn Paulie so bleibt. Obwohl unsere Hundewiese auch ein recht guter Treffpunkt ist. Nur leider fehlt halt ein Trainer.*L* Die Hunde trainieren sich da gegenseitig. *L* Und die Herrchen auch. - Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Hallo,
Hundeschule muss nicht immer viel Geld kosten.
Wo kommst Du denn her?Hier bei mir gibt es einen Hundesportverein der 15 Euro Mitgliedsgebühr im Jahr kostet. Für die Trainigsstunden auf dem Platz verlangen sie 1 Euro und für einen Stadtgang, oder Trainigseinheit außerhalb 3 Euro.
Wenn ich einen Trainer mal zuhause haben möchte, dann kostet mich das als Mitglied 5 Euro die Stunde.
Das ist mit Sicherheit sehr günstig, aber ich habe festgestellt, dass Hundesportvereine im allgemeinen um einiges günstiger sind als private Hundeschulen. Es kommt halt immer darauf an was ich mit dem Hund erreichen will, wie weit ich selbst mit dem Hund arbeiten kann, sprich wieviel Erfahrung ich habe.
Da ich selbst mit Hunden arbeite und es mir nur darauf ankam Hundekontakte zu haben und unter Ablenkung zu arbeiten, bin ich mit meiner Lösung sehr zufrieden. Auch sind die Trainer dort sehr nett und kompetent.
Ich musste mir nach einem Umzug halt was neues suchen und habe bestimmt 4 oder 5 Plätze besucht, bis ich diesen einen, für mich perfekten Platz gefunden habe.Liebe Grüße
Steffi
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Zitat
Waren Gestern auf der Hundewiese. Haben Paulie eine Schleppleine dran gemacht und haben ihn laufen lassen. Aber wir hatten so viel Angst, dass wir ihn gar nicht erst an fremde Hunde rangehen ließen. Obwohl er ganz sanft und freudig wirkte.Oh weh! Das müssen wir erst wieder verarbeiten.
Unser Fehler..
Deine Unsicherheit geht auf den Hund über. Versuche möglichst ruhig und souverän zu bleiben.
Ich bin ja kein Hundetrainer, denke aber, dass Dein Hund aus Unsicherheit so reagiert.Früher rannte er weg und irgendwann hat er sich vielleicht mal gewehrt und bemerkt, dass dieses Verhalten ihm mehr bringt.
Je häufiger das der Fall ist, desto schneller geht er nach vorne.ZitatWie reagierst Du, wenn Dein Hund sich aggressiv gegenüber anderen Hunden verhält?
Wenn ich es schaffe, schnapp ich ihn mir und mach ihn rund. Ich ziehe ihn weg, lass ihn sitz machen und schimpfe, wenn er versucht wieder hinzugehen. :motz: Beim vorletzten Mal konnte ich ihn nicht fassen und musste ihn einfach wegjagen. Da ist er mir aber auch gefolgt, als ich in die andere Richtung gegangen bin. Wenn er sich ganz doll daneben benimmt, "lege" ich ihn auf den Rücken und lass ihn wieder gehen, wenn er "aufgibt"..[/quote]
Ein energisches NEIN wäre angebrachter.
Die Methode, den Hund auf's Kreuz zu werfen, ist absolut falsch, denn damit kann der Hund nichts anfangen und ein sensibler Hund wird dadurch noch mehr verunsichert.Lass' das bitte sein.
Wenn Du auf eine Hundewiese gehst, solltet Ihr Euch dort bewegen und nicht an einer Stelle stehen bleiben.
Die Hunde sind dann wesentlich lockerer und es kommt seltener zu Angriffen.Wie Steffi schon sagt, muss eine Hundeausbildung kein Vermögen kosten.
Die Hundevereine bieten alle Gehorsamsausbildung an, die wenig kosten.
Bei uns bezahlt man bspw. für eine Zehnerkarte (10 x 2 Stunden) 50 €.
Erkundige Dich mal danach, denn mit einem Trainer bekommst Du Dein Problem sicherlich gut in den Griff.
Es ist aus der Ferne immer schwer zu beurteilen, warum der Hund sich so verhält.
Wichtig ist allerdings, dass Du ruhig und gelassen mit dem Hund umgehst und er dadurch Vertrauen aufbaut.
Das kann er nicht, wenn Du ihn unterwirfst.
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