Unterwürfigkeits-Pipi vermeiden - aber WIE!?
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Klingt ein bisschen schizzophren, ist aber so: meine Kleine ist eine Kampfratte, die leider aber immer wieder zu Unterwürfigkeits-Pipi neigt.
Sie ist ein Pinscher(?)-Mix vom Tierschutz, ca 1 Jahr alt, unkastriert (noch), sehr schlecht sozialisiert (daher haben wir noch eine zweite dazu genommen, die ihr "hundisch" beibringen soll), seit ca. 1/4 Jahr bei uns.Wir machen super Fortschritte, was fremde Situationen und vor allem Hunde und Agressionen denen gegenüber angeht, stubenrein war sie auch innerhalb kurzer Zeit. Leider gibt es nun vermehrt Situationen, in denen Sie aber vor lauter Unterwürfigkeit macht, egal, wie ich auf sie zugehe - oder eben auch nicht:
Ich hocke mich hin und rufe sie zu mir, um ihr nach dem Morgenspaziergang mit Herrchen das Geschirr auszuziehen - SIE MACHT.
Ich will ihr einen guten Morgen wünschen, während sie im Körbchen liegt, sie dreht sich auf den Rücken und MACHT INS KÖRBCHEN.
Ich rufe sie zu mir, hocke mich auch noch SEITLICH hin, um sie zum Gassigehen an die Leine zu nehmen (geht leider noch nicht ohne), sie LÄUFT von sich aus VOR MICH und MACHT.
Gestern hatten wir einen total tollen Tag mit viel Gassi und Erziehung und schmusen und allem Drum-und-Dran und heute habe ich bereits 3 Versuche gestartet, mit ihr "außer der Reihe" vor die Tür zu gehen, SIE MACHT jedes Mal.Dabei macht sie sich jedes Mal ganz klein, so dass es nichts anderes als Unterwürfigkeit sein kann; körperliche Ursachen hat der Doc ausgeschlossen.
Ich sehe einfach keine Regel, in welchen Situationen damit zu rechnen ist und in welchen nicht (außer vielleicht bei Morgenmuffeligkeit :-)). Mehr Beschwichtigungssignale kann ich auch kaum mehr zeigen, erkennbare Aufregung ist aber auch keine drin (früher war sie z.B. vorm Rausgehen und wenn sie die Leine gesehen hat außer Rand und Band geraten und sprang an mir hoch und kläffte, das haben wir soft und ruhig raus gekriegt).
Hat jemand ein "Rezept"???
Danke! -
2. Juni 2008 um 14:16
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Huhu,
Rezept hab ich leider nicht. Klingt alles ziemlich schwierig.
Mir ist nur der Gedanke durch den Kopf geschossen, ob Du sie zum Rausgehen nicht tragen könntest. Oder würde sie dann auch auf Deinem Arm pieseln?
Und ansonsten einfach mehr ignorieren, also kein Guten Morgen ins Körbchen schicken. Irgendwann wird sie sich bei Euch so eingelebt haben, das sie von sich aus kommt - und sich dann auch nicht unterwirft. Dauert bei manchen eben leider etwas länger.
lg
susa -
Hallo Susa,
das mit dem Tragen habe ich einmal von den drei Malen heute versucht: ging schief - ich kriegte sie nicht mal bis auf den Arm.
Zum normalen Gassi habe ich sie dann ohne Leine raus gehen lassen, dort dann an die Leine genommen - wieder Pi (aber dieses Mal nur ein paar Tropfen, immerhin).
Keine Ahnung, was das soll - zumal wir das vorher sporadisch hatte und dann mit meinen o.g. "Vorsichtsmaßnahmen" gut im Griff hatten. Heute dann wieder DAS !Gerade war ich auf dem Balkon und habe mich über das Geländer hinweg mit der Nachbarin unterhalten. Maja stellte sich auf die Hinterbeine und wollte hoch auf den Arm ("...auch was sehen!!!"), ich bücke mich, sie setzt sich hin und piselt... ich fass es nicht!
Ich kommentiere jedes Mal mit einem stengen "Nein", sie hat sofort ein schlechtes Gewissen. Meinst Du, dass ich das lassen sollte? Aber um das zu entscheiden, müsste man die Ursache wahrscheinlich besser verstehen...
Eingelebt hat sie sich bombastisch, wie ich finde, ist auch total auf mich fixiert und akzeptiert jetzt langsam auch meine Überlegenheit, wenn es um andere Hunde geht.
Vielleicht hat das jetzt wieder zu dem vermehrten Piseln geführt?
Ob ich den Doc wechseln und eine zweite Meinung einholen sollte?
Ob eine Kastration hilft? Der Doc ist der Meinung, dass ihre Vulva zu groß ist und sie ein hormonelles Ungleichgewicht hat - kann DAS die Ursache sein?Das mit dem Ignorieren mach ich möglichst häufig, aber dann darf ich mich ja GAR nicht mehr um sie kümmern! Es kommt mittlerweile eben völlig unberechenbar in den unterschiedlichsten Situationen vor...
Ich fühl mich so hilflos! -
hallo leoonline!
ich würde dem hund an deiner stelle keine verbale bestrafung nach dem beschwichtigungspipi zukommen lassen - wie der name schon sagt, es ist eine beschwichtigungsgeste, die unter hunden eine beißhemmung auslöst...
zudem weiß ja keiner, was der hund im ersten lebensjahr mitmachen musste - vielleicht könnte irgendwo dort die ursache dafür liegen, dass sie so unterwürfig ist.
könnte es sein, dass sich bei euch eine art teufelskreislauf eingeschlichen hat?
hund bekommt "strafe" für beschwichtigungspipi, jedes mal wenn du dich ihr zuwendest, hat sie angst vor der strafe und beschwichtigt - und dafür gibts dann ne strafe.ich würde sie auch die kommende zeit so gut es geht zu ignorieren versuchen - alles andere fasst sie vielleicht gleich wieder als bedrängung auf.
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Zitat
- vielleicht könnte irgendwo dort die ursache dafür liegen, dass sie so unterwürfig ist.Ist sie eigentlich gar nicht, das meinte ich mit "schizophren". Eigentlich versucht sie immer zu rebbelieren (höggelt viel auf ihrer Kumpeline rum, muss immer das letzte Wort bzw Wuff haben und wenn ich ihr Platz mit der flachen Hand zeige, muss sie immer noch ein paar mal "drauf treten", bevor oder während sie sich platzt...
Zitat
könnte es sein, dass sich bei euch eine art teufelskreislauf eingeschlichen hat? hund bekommt "strafe" für beschwichtigungspipi, jedes mal wenn du dich ihr zuwendest, hat sie angst vor der strafe und beschwichtigt - und dafür gibts dann ne strafe.
Es war alles gut; erst heute geht das wieder so!Zitat
ich würde sie auch die kommende zeit so gut es geht zu ignorieren versuchen - alles andere fasst sie vielleicht gleich wieder als bedrängung auf.Auch wenn SIE zu MIR kommt wie gerade auf dem Balkon (und das macht sie ziemlich oft)? Sie braucht so viel Zuwendung... wenn ich sie jetzt NUR NOCH ignorieren soll... ohweihohweihohwei, die Arme!!!
Was hältst Du von der hormonellen Theorie? Hältst Du das nicht für möglich?
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mmh... ich denke schon, dass es irgendwie eine psychische ursache hat... sonst wäre das pinkeln ja nicht immer mit demselben verhaltensschema verknüpft.
aber gut möglich, dass auch eine anomalie der unteren organe da mit reinspielt. sprech doch daraufhin mal deinen TA an.
mit dem ignorieren ist das so eine sache. ich würde zumindest versuchen, alle aktiven annäherungsversuche deinerseits sein zu lassen.
kommt der hund von allein auf dich zu, ist es so eine gradwanderung. lasse es zu, dass sie an dich rangeht, dich beschnuppert, dir die hand leckt usw. aber beobachte sie genau, wie sie darauf reagiert, wenn du ihr verhalten erwiderst und sie beispielsweise streicheln möchtest - im zweifelsfall dann lieber aufhören. -
Wie schon geschrieben, hat der TA körperliche Ursachen ausgeschlossen, ist aber glaube ich auch nicht so "ganzheitlich" unterwegs... "Keine Blasenentzündung? Nichts körperliches!" Aber sonst wirklich top, ich will ihn nicht schlecht machen.
Ich überlege die ganze Zeit, ob ich es bei der Erziehung vielleicht übertrieben habe mit dem "Ich bin die Größte". Wollte ihr Sicherheit geben, damit sie andere Hunde nicht anfallen muss und gleichzeitig aber klar stellen, dass sie es auch nicht darf - es kam nämlich gerne auch vor, dass sie nach MIR geschnappt hat, wenn ich sie gemäß HuSchule "ablenken" wollte. Zudem trimme ich sie mit Belohnung mehr darauf, mich anzusehen, wenn IRGENDETWAS ist. Vielleicht ist das jetzt eine unerwünschte "Nebenwirkung"?!
Das wäre ja furchtbar, denn gerade habe ich wegen ihrer immensen Fortschritte Hoffnung geschöpft, dass ich irgendwann mal einen "normalen" Hund haben werde ;-)Oder sie ist scheinschwanger und daher "durch den Wind"... Im März war sie fast 4 Wochen läufig und ist in den letzten 2 Wochen wesentlich ruhiger als zuvor, was ich aber einerseits auf das heiße Wetter und andererseits auf Gewöhnung und Vertrauenfassen geschoben habe. Die Vulva ist geschwollen, aber das ist sie fast immer, daher auch die Diagnose, vom TA dass kastriert werden sollte wg Hormonstörung. Sonst keine Symptome (Milch, bemuttern,...).
Jedenfalls kam sie heute schon wieder ein paar Mal zu mir, durfte mir auf den SChoß springen und ist nur noch etwas dröselig und müde (wie aber immer um die Uhrzeit :-)), sonst alles gut.
Werde das mit dem "Nein" auf jeden Fall einstellen, falls wieder was passiert. Aber rumdrehen und Kontakt abbrechen kann doch nicht verkehrt sein, oder? Ist doch auch beschwichtigend... so hoffe ich.Ich vergesse immer wieder, dass die beiden (ihre Freundin ja genauso, die ist nur unproblematisch und hat heute - nebenbei erwähnt und falls es wichtig ist - läufigerweise angefangen zu bluten) erst seit 3 Monten bei uns sind. Mir kommt es schon so vor, als wären wir nie ohne gewesen...

Jedenfalls mache ich jetzt erst mal den Termin zur Kastration und übe mich in Geduld. Sollte Dir noch was einfallen, freu' ich mich immer über weitere Nachrichten. Lieben Dank bis hier hin!
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1. Laß Dich von diesem Rückschritt nicht verunsichern. Wenn es keinen besonderen Anlaß gab (Hat sich etwas verändert? Nochmal genau überlegen.), sehe ich eigentlich keinen Grund zur Sorge.
Ein Verhalten wird oft erst noch einmal schlimmer, bevor es ganz aufhört.2. Kein wirklicher Tip, aber eventuell eine hilfreiche Info:
Es gibt die Theorie, daß Hunde "Unterwürfigkeits-Pipi" machen, um den anderen Hund (oder den Menschen) abzulenken. Er beschaftigt sich dann mit dem See und nicht mehr mit dem unsicheren Hund.
3. Ich denke, Unsicherheit ist nicht das selbe, wie Unterwürfig. Es sagt eher was darüber aus, wie sicher sich ein Hund u.a. in Bezug auf seine Position im Rudel ist. Das passt auch zu Deiner Beschreibung von "schizophrenen Verhalten" und zum Alter Deines Hundes.
Das sind so meine Gedanken zu dem Thema, aber ein Rezept weiß ich auch nicht.
Trotzdem viel Erfolg und meinen Respekt
Trillian
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Zitat
Gerade war ich auf dem Balkon und habe mich über das Geländer hinweg mit der Nachbarin unterhalten. Maja stellte sich auf die Hinterbeine und wollte hoch auf den Arm ("...auch was sehen!!!"), ich bücke mich, sie setzt sich hin und piselt...
ok, Du hast da nen hochsensiblen Hund - warum auch immer.
Aber für jeden Hund ist das sich drüberbeugen eigentlich ne Bedrohung, je kleiner desto schlimmer natürlich.
Stell Dir vor Kingkong steht ganz dicht neben Dir und bückt sich zu Dir runter ....
Lass das einfach bleiben, sie hat offensichtlich dieses Vertrauen zu Dir noch nicht.
Das NEIN-Schimpfen bestätigt sie ja nur, daß Du wohl verärgert bist und sie beschwichtigen muss. Unbedingt das Pieseln komplett ignorieren, am Besten auch garnicht in ihrer Anwesenheit wegmachen.Wenn Du auch ohne Leine zum Pieseln rausgehen kannst, dann mach das. Ist ja noch viel besser als raustragen. Lass die Leine weg. So hört wenigstens der Hundeklo-Geruch in der Wohnung mal auf - der animiert ja auch zusätzlich zum Pieseln.
Alternativ mach ihr ne dünne Hausleine (z.B. 5-Meter-Schlepp) dran und lasse sie dran. Geschirr mit Befestigungsring auf dem Rücken ist eh besser, der Zug am Hals ist ja auch wieder bedrohlich und an den Rückenring kommt Mensch auch schneller dran.
Und ignorier sie - auch wenn sie wie in der Balkon-Szene zu Dir kommt. Vielleicht "weiss" sie, daß dieses Verhalten von ihr im Grunde ungehörig ist - ein Rudelchef würde sich niemals so zum Affen machen lassen. Deshalb beschwichtigt sie anschließend wieder.
Und sie gehört nicht auf Deinen Arm, egal wie klein sie ist. Ein Hund gehört auf den Boden. Sonst wird er künstlich erhöht, in doppelten Sinne. Wenn sie von dort aus nichts sieht - tja, Pech gehabt. So ist das Hundeleben.
Da man sich aber keinen Hund holt, um ihn anschließend komplett zu ignorieren - wenn Du sie rufst, auch für irgendwelche Spielchen, dann darfste Dich auch mit ihr beschäftigen, logisch. Dazu würde ich mich aber bei ihr immer auf den Boden setzen oder sogar legen, also klein machen. Und so, daß sie immer genügend Ausweichmöglichkeiten hat.
lg
susa -
ZitatAlles anzeigen
1. Laß Dich von diesem Rückschritt nicht verunsichern. Wenn es keinen besonderen Anlaß gab (Hat sich etwas verändert? Nochmal genau überlegen.), sehe ich eigentlich keinen Grund zur Sorge.
Ein Verhalten wird oft erst noch einmal schlimmer, bevor es ganz aufhört.2. Kein wirklicher Tip, aber eventuell eine hilfreiche Info:
Es gibt die Theorie, daß Hunde "Unterwürfigkeits-Pipi" machen, um den anderen Hund (oder den Menschen) abzulenken. Er beschaftigt sich dann mit dem See und nicht mehr mit dem unsicheren Hund.
3. Ich denke, Unsicherheit ist nicht das selbe, wie Unterwürfig. Es sagt eher was darüber aus, wie sicher sich ein Hund u.a. in Bezug auf seine Position im Rudel ist. Das passt auch zu Deiner Beschreibung von "schizophrenen Verhalten" und zum Alter Deines Hundes.
Das sind so meine Gedanken zu dem Thema, aber ein Rezept weiß ich auch nicht.
Trotzdem viel Erfolg und meinen Respekt
Trillian
Danke fürs Mut machen! Alles wieder gut!
Ist wohl ein Mischmasch aus verschiedenen Ursachen gewesen - seither nur noch 2x vorgekommen (egal, was ich gemacht habe): immer in der Diele, wo's recht dunkel ist, 1x davon beim Anleinen. Leine ich sie nun im Hausflur an, alles kein Problem.
Paula und ein weiterer polnischer Hund aus der HuSchu sind beide (auch) sehr ängstlich, wenn es um die Leine geht.
Nehme an, dass Paulas Läufigkeit auch eine Menge dazu beigetragen hat und bei den ersten beiden Malen dann mein "Nein"...
Heute bin ich sogar morgens zu ihr ans Körbchen: verpenntes auf den Rücken drehen und blinzeln, das wars.susami:
Du unterschätzt uns kolossal
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