Darm arbeitet nicht mehr

  • Hallo ich bin ziemlich verzweifelt. Meine Labrador-Mischlingshündin Linda macht mir große Sorgen.
    Sie ist jetzt sieben Jahre und von Geburt an immer krank. Begonnen hat alles mit einer "harmlosen Verstopfung". Damals haben wir uns nichts dabei gedacht, sind zum Tierarzt, der machte dann einen Einlauf und die Sache war erledigt. Er spritzte ihr damals was gegen die Krämpfe, weil seiner Meinung nach ein Krampf im Enddarm die Ursache der Verstopfung war. Meiner Meinung nach hat Linda die Spritze nicht vertragen, denn er bekam richtige Krampfanfälle am Kopfmuskel. Sein Kiefer verkrampfte sich und er biss sich selbst auf die Zunge. Wir fuhren von Tierklinik zu Tierklinik aber es konnte keine Diagnose gestellt werden. Nach kurzer Zeit verschwanden die Kieferkrämpfe dann von selbst. Aber die Verstopfung kam immer mal wieder. Monatelang war alles in Ordnung und dann von einem auf den anderen Tag konnte er nicht mehr aufs Klo. Er sitzt sich dann mindestens zwanzig mal am Tag hin und drückt aber es kommt nichts. Daraufhin wurde ein Divertikel ( Ausbuchtung) im Darm festgestellt, als Ursache für die Probleme.
    Wir bekamen vom Tierarzt ein Spezialfutter, Laktulose und Flohsamen. Eine Operation sei zu riskant wurde uns gesagt und auch wenn die Ausbuchtung entfernt würde, sei es nicht sicher ob sie sich nicht an einer anderen Stelle wieder herausdrücken würde.
    Es ging dann auch über Jahre gut, vier-fünfmal im Jahr musste ich ihr zwar einen Einlauf machen aber in der restlichen Zeit funktioniert alles normal. Sie hat auch immer wieder Probleme mit Pfoten und Ohren, Ohrenentzündungen, Juckreiz an den Pfoten.....
    Vor vier Wochen aber hat sich ihr Zustand sehr verschlechtert. Sie wollte auf einmal nichts mehr fressen. Ich habe auch andere Futtersorten versucht, weil ich dacht vielleicht mag sie einfach die Diätnahrung nicht mehr, aber Sie wollte gar nichts essen. Verstopfung hatte sie auch wieder und als ich ihr den Einlauf machen wollte, hatte ich damit schon Probleme. Als sie auch eine Stunde nach dem Einlauf noch nichts gemacht hatte und auch anfing zu erbrechen sind wir zum Tierarzt. Der schickte uns in eine Tierklinik weil Lindas Darm randvoll mit Kot war. Dort wurde er dann geröngt und unter Vollnarkose der Darm ausgeräumt. Der zuständige Chirurg sagte jedoch er könne keine Ausbuchtung im Darm erkennen und selbst wenn da eine wäre, könnte das nicht die Urache für Lindas Probleme sein. Er sagte nur das sie sehr stark krampfen würde im Enddarm und Schließmuskel.Anschließend wurde Linda noch mehrfach geröngt und auch von einer Dermatologin und einem Allergologen untersucht, Blut entnommern, Schildrüsenwerte untersucht und ein Allergietest gemacht. ABER KEINE DIAGNOSE! Ich bekam Laktulose und Tabletten gegen die Reizung des Darms die durch das ständige Pressen kommt. Aber es hat nicht geholfen. Das ist jetzt vier Wochen her und seitdem kann sie von alleine gar nicht mehr, ich muss jeden 3. oder 4. Tag einen Einlauf machen aber das ist ja keine Lösung des Problems. Aber ihr gehts es sonst gut, sie spielt, rennt und frisst auch ganz normal.Ich habe es seit einer Woche noch mit Schüsslersalzen und natürlichem Abführpulver versucht aber es hat sich nicht gebessert.
    Vielleicht kann mir ja jemand helfen!!!!!
    Ich wäre euch sehr dankbar!!!!!!!!!!!!!!
    Anne

  • Hallo,

    herzlich willkommen im DF ;D .

    Bitte was für Schilddrüsenwerte wurden genau gemacht ?

    Wenn sonst nichts gefunden wurde und sie haben damals in der TK nur die Basiswerte gemacht, dann könnte es sein d. d. gesamte Profil gemacht werden muss.

    Wenn sonst organisch gar nichts feststellbar ist hört sich d. für mich nach einer Schilddrüsenunterunfktion an.

    Es gibt eine sehr schöne Abhandlung, ich schaue mal ob ich sie finde. Wenn nicht, bitte schreib mir eine Email, meine Emailadresse ist unten freigeschaltet. Ich habe mir die ganze Abhandlung mal ausgedruckt, ich schicke sie Dir gerne per Fax.


    Es kommen sicher sehr bald noch viel mehr Antworten und vielleicht hat irgendwer hier den Thread sofort greifbar, sonst schicke ich es Dir einfach per Fax :roll:

    .
    L.G. Burgit

  • Hallo Cathrin!

    Unser Schäferhundmixrüde konnte irgendwann auch nicht mehr von alleine Output ins Gras drücken. Die Diagnose war: Bindegewebsschwäche des Enddarmes und eine fette Ausbuchtung direkt am A....löchel (tschuldigung :D ). Es folgten erst Ausräumungen durch den TA im 2-Tages-Takt (unter herzzerreißendem Geheule unseres Hundes), dann hab ich das selbst gemacht. Dann ließen wir ihn operieren, aber es hat leider nichts gebracht, die Ausbuchtung war ruckizucki wieder da.

    Das Problem ist, dass das Output, wenn es nicht regelmäßig rauskommt, so dermaßen hart wird, dass dann eben gar nichts mehr geht. Unser Negro hat dann übelste Flitzekacke produziert und lief immer und überall und ständig hinten aus, weshalb wir ihm Windeln verpassten. Wir haben ein furchtbar verzweifelt langes Jahr gebraucht um das in den Griff zu bekommen. Was uns geholfen hat, war die Umstellung des Futters auf das Canidae platinum. Das haben wir immer eingeweicht. Er hat es super verwertet, so dass kaum was hinten raus musste. Und das was hinten raus musste, das konnte ich "ausdrücken". Ich kann dir sagen, wir waren die Attraktion im Dorf, wurden teilweise als Tierquäler beschimpft.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ich denke, dass es super wichtig ist, dass du das optimale Futter für deine Hündin findest. Und versuche doch mal, ob du ihr nicht mechanisch irgendwie helfen kannst. Hört sich blöd an und deine Maus wird sicherlich dumm gucken, wenn du ihr am Hintern rumdrückst. Aber wenn sie merken, dass es hilft, dann strecken sie irgendwann ihren Popo hin.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit. Ihr bekommt das bestimmt in den Griff!!!

    Liebe Grüße
    Bianca

  • Hallo Anne,

    ich würde zusätzlich noch Kontakt zu einer Tierheilpraktikerin aufnehmen, die dir auch zur Ernährung kompetent Auskunft geben kann. Eben weil bisher keine Diagnose gestellt werden konnte.

    Da Linda diese Probleme schon so lange hat, wird das ihren gesamten Organismus belasten.

    Ich möchte hier aber jetzt nicht irgendwas raten. Das sollte sich jemand anschauen, der erfahrener ist.

    Wünsche euch alles Gute.

    LG,
    SaFla

  • Vielen Dank erstmal für die schnellen Antworten :roll:
    Bei dir Bianca hört sich das ja wirklich fast genauso an. Da hattet ihr bestimmt ne schwere Zeit. Wie genau soll ich ihm dabei helfen? Mittlerweile lässt sie sich noch nicht mal mehr einen Einlauf von mir machen. Ist schon richtig panisch wenn sie merkt um was es geht.
    Danke auch für den Tip mit der Heilpraktikerin. Werde ich auch versuchen. Das richtige Futter spielt bestimmt eine große Rolle, wir haben die ganze Zeit Royal Canin, Low Fat Nassfutter vom Tierarzt gefüttert. Aber das frisst sie mittlerweile ja gar nicht mehr.

  • Eine THP würde ich dir auch empfehlen.

    Und auf jeden Fall ein hochwertiges Futter geben.
    RC ist leider für diese Qualität viel zu teuer. Durch die ganzen Behandlungen ist der Darm angegriffen und träge geworden.

    Es gibt auch für Darmprobleme sehr gutes Futter.
    Ich würde dir das her empfehlen

    http://www.lupovet.de und zwar das IBDerma

    Ich würde dort anrufen und das Problem schildern, im Allgemeinen wird man dort gut beraten.

  • Huhu Cathrin!

    Leider kann ich dir nicht genau sagen wie du drücken sollst, vielleicht wird das bei deinem Wauzi auch ganz anders sein wie bei unserem. Ich habe selbst lange gebraucht, um eine Technik zu entwickeln. Immer wenn sich unser Rüde hingesetzt hat und mit zusammengekniffenen Augen presste, bin ich dazu und hab anfangs mal vorsichtig rund ums A...löchel (tschuldigung, schon wieder :D ) massiert. So hab ich dann irgendwann gemerkt, welche Bewegung das Output nach draußen beförderte. Dann war das nur noch ne Sache von ner Sekunde.

    Und wegen dem Einlauf. Ich hab ja ne Weile unseren Negro selbst geräumt (Gummihandschuhe an und los!) und da war er auch gar nicht begeistert von, wollte weglaufen, hat jämmerlich gejault. Bis ich ihn dann vor unsere Meeries setzte. Das hat ihn so dermaßen abgelenkt, dass er gar nicht mehr mitgekriegt hat, dass ich mit meinen Fingern in seinem Popo rumgewurschtelt hab. Vielleicht gibt es ja auch etwas, das deine Hündin ablenkt.

    Oh ja, es war eine schlimme Zeit. Mit vielen Tränen und Verzweiflung bis hin zum Gedanken ans Einschläfern. Ich kann mir daher nur zu gut vorstellen wie es dir gerade geht.

  • Hallo Anne,
    das ist eine schlimme Geschichte...
    Auch ich würde Dir den Besuch eines THP dringend raten - und genauso dringend eine Bioresonanzuntersuchung. Denn da erkennt ein gutes Labor oder ein erfahrener THP (wenn er damit arbeitet) auch Dinge, die Untersuchungen beim TA oft (noch) verschlossen bleiben,
    Ebenso Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien - da sie ja oft auch Probleme mit Pfoten und Ohren, Ohrenentzündungen, Juckreiz an den Pfoten hat, würde ich das absolut nicht ausschließen, auch wenn der bisherige Test das nicht angezeigt hat.
    Vom Lupovet und insgesamt den kaltgepressten Sorten würde ich derzeit Abstand nehmen (so sehr ich Lupovet sonst auch empfehlen kann) - die kaltgepressten Futtersorten sind doch schwerer verdaulich als Extruder, der Darm wird also gefordert, und ich weiß nicht, ob das bei dieser Erkrankung gut ist. Das würde ich vorher abklären lassen.
    Ich wünsche Euch alles Gute !
    LG Petra

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