Gebärmutterentfernung wegen Endometritis

  • Hallo,

    auf der Suche nach einem Hundeforum bin ich hierher gelangt und habe mal eine Frage.
    Meine Hündin Franzi war vor 8 Wochen läufig und hat nun als Folge zum Einen eine Scheinschwangerschaft mit Milchbildung, zum Anderen eine schlimme Endometritis bekommen. Heute morgen wurde sie operiert und Gebärmutter und Eierstöcke wurden entfernt, jetzt ist sie wieder zu Hause-

    Ich wollte mal fragen, wie da so Eure Erfahrungen mit der Heilung nach der OP sind. Jetzt ist sie klar noch müde und verwirrt von der Narkose und schläft sich aus, zittert noch usw. Ich habe ihr einen Body angezogen, damit sie nicht an die Wunde geht, denn die Halskrause duldet sie leider garnicht.
    Wie lange darf sie z.B. nicht aufs Bett oder herunter springen? Sie schläft generell nicht auf dem Boden und springt auch schon selbstständig, obwohl es erst so kurz her ist. Ich weiß garnicht, wie ich das verhindern soll...wenn sie das einfach macht, darf sie das dann auch?
    Und was muss ich sonst noch beachten? Ich denk immer an Menschen, die so eine OP hatten und wochenlang schlapp sind und bin ganz erstaunt, dass die Franzi schon ein paar Stunden später so gerade gehen kann...
    Hat jemand ähnliches erlebt?

  • Hallo!

    Ich hab grad ne "Patientin" zuhause. Roxy (Yorkie-Hündin) wurden am Freitag Gebärmutter und Eierstöcke entfernt. Sie hatte länger immer Schwierigkeiten mit der Läufigkeit/Scheinträchtigkeit.

    Die Gebärmutter war 3x so groß wie normal und mit Knubbel....ich hatte echt Angst vor der OP, wie sie es verkraften würde, aber es lief echt gut.

    Sie wurde morgends um 9 Uhr operiert und um 11 Uhr durfte ich sie wieder abholen. 2 Stunden hat sie dann gejammert und war noch etwas benommen von der Narkose. Auf meinem Schoß wurde sie dann aber echt ruhiger. Und nach denen 2 Std. gings voll aufwärts!

    Halskrause hab ich ihr auch keine rangemacht. Sie hat einen kleinen Babybody dran. Abends ging sie sogar zum Futternapf um zu sehen, ob was zum Fressen drinnen ist. Aber ich hab sie an dem Tag nicht mehr gefüttert, weil mir das Risiko zu groß war, dass sie Erbrechen muss dadurch.

    Gassi gehen tut sie an der Leine - das find ich sicherer.

    Am OP-Tag (ca. 4 Std. nach der OP) hab ich sie in den Garten rausgetragen und ins Gras gesetzt, wo es ein wenig trocken war (hat ja geregnet ohne Ende am Freitag) und was macht Madame? Läuft schnurstracks in einem Affentempo zurück zur Haustüre - Weitsprung über unsere zwei Eingangsstufen und schaut mich an der Türschwelle an: "Sag mal spinnst du Frauchen, bei dem Wetter jetzt raus?" Mich hat der Schlag getroffen - hätte nie gedacht, dass sie so schnell so fit ist. :schockiert:

    Auf ihren Lieblingsstuhl ist sie schon am ersten Tag gesprungen. Sollte sie aber natürlich nicht. Ich hab halt versucht, immer schneller zu sein und hab sie raufgehoben und wenn sie runter wollte, hat sie kurz "Wuff" gemacht und ich hab sie dann runtergehoben.....(Ja, unsere Kommunikation funktioniert und hoffentlich kann ich ihr nächste Woche wieder abgewöhnen, dass Frauchen ihr Diener ist ;) )

    Also Roxy hats echt gut überstanden und ich bin wahnsinnig froh!!!!

    Nur leider hat jetzt die Tierärztin bei ihr verspielt. Am Tag nach der OP hatten wir Termin, weil die Tierärztin ein Pflaster von der Naht runter gemacht hat und sie die Naht sehen wollte. Uhhh, da hatte ich einen Kampfhund am Arm....so kenn ich die Kleine gar nicht.

    Am Freitag kommen die Fäden raus, das wird nicht lustig werden.....

    LG und GUTE BESSERUNG
    floweret

  • Meiner kleinen wurden letzten Mittwoch auch die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt.

    Am Mittwoch war sie nur fertig, konnte kaum laufen, wollte nichts fressen und hat nur geschlafen. Am Donnerstag das gleiche, aber sie hat mittags angefangen zu fressen und wurde dann immer fitter. Ab Freitag hatte ich den Teufel zurück und mittlerweile ist sie der Ansicht, da sei gar nicht gewesen und man müsse sich nicht schonen :irre3: Das Pflaster kam am Samstag ab, was ihr nichts ausgemacht hat. Sie mag ihre TÄ trotzdem noch, immerhin war das ja mit Bäuchle kraulen verbunden :roll:

    Sie hatte weder einen Body an, noch den Kragen um. Sie geht nicht an die Wunde und es heilt super ab. Nur am tag der OP hatte sie abends ein T-Shirt um, damit ich sicher gehen kann, das sie nicht dran geht.

    Pepper hab ich die erste Nacht immer ins Bett gehoben, weil sie nicht hüpfen wollte und gejammert hat. Seit Donnerstag macht sie alles wieder selber.

    Was hat denn dein TA gesagt, ab wann sie wieder hüpfen etc. darf?

  • Hallo ihr zwei,

    danke für eure Antworten...jetzt bin ich beruhigter....
    Habe auch eben nochmal beim TA angerufen und nach dem Springen gefragt, er war selbst am Telefon und meinte, wenn sie springt, dann ist das auch okay und da kann eigentlich nichts aufgehen. Ich versuche natürlich trotzdem, schneller zu sein.
    Ein pflaster hat sie garnicht, die naht ist offen - sieht auch ganz gut aus, hab eben mal geschaut, garnicht rot oder blutig oder so.
    Allerdings ist die arme maus immer noch total platt. Die OP war um 9 uhr, seit 12 ist sie wieder hier...sie ist etwas durcheinander, weiß wohl nicht so recht wie sie sich hinlegen soll, ohne an die naht zu kommen und stöhnt immer beim hinlegen, bis sie irgendwann die richtige position gefunden hat.
    hoffe mal, morgen ist schon alles besser.
    habt ihr schmerzmittel mit bekommen vom TA? Meiner meinte, er habe ihr was gespritzt und das reicht lange, mehr brauchen wir nicht...
    ganz liebe grüße und auch gute besserung an eure hunde;-)

  • Jap wir haben Schmerztabletten mitbekommen. Nach der OP gab's eine Spritze vom TA und ab Donnerstag (also dem Tag nach der OP) gab's Tabletten. 4 Tage lang Schmerzmittel (Rimadyl 100mg) und 7 Tage lang Breitband-Antibiotika (Clavaseptin 250 mg).

    Laß sie ruhig ihren Rausch ausschlafen, das kann halt n bissel dauern.

    Gute Besserung an die kleine =)

  • Beim Schmerzmittel bin ich auf Nummer sicher gegangen, da Roxy normalerweise absolut wehleidig ist.

    Am Tag der OP hatte sie es auch gespritzt wie bei euch. Das Jammern - so hat es mir die Tierärztin erklärt - kommt auch angeblich nicht von den Schmerzen, sondern von den Narkosenachwirkungen, da Schmerzmittel reichlich gespritzt wird.

    Roxy hat dann noch 4 Tage lang einmal täglich ne halbe Schmerztablette mitbekommen und ich hab sie ihr auch gegeben.

    Bauchi gekrault wurde bei ihr nicht von der Tierärztin... :x . Die hat mit einem Desinfektionsmittel das Pflaster über der Wunde aufgeweicht, damit es besser abgeht und Roxy hat voll geschrien dabei. Am nächsten Tag hab ich dann gesehen, dass ihre Haut voll reagiert hat auf dieses Desinfektionsmittel und sie knalle rot war neben der Naht. Aber mit Bepanthen ist die Haut dann in 2 Tagen wieder normal gewesen.

    LG
    Floweret

  • Bei uns war es echt cool (wie immer). Pepper musste sich auf den Boden legen, ich sag "Bäuchle kraulen", dann dreht sie sich richtig auf den Rücken. Die TÄ krault den Bauch, ich kraul das Kinn und der TA zieht das Pflaster vorsichtig ab. Selbst als die TÄ aufgestanden sind (er hat das Silberspray geholt), ist sie so liegen geblieben. Ich sag ja, die fühlt sich da echt wohl :^^:

  • Na, dann hoffe ich mal, wir kommen auch ohne Schmerzmittel klar, wenn die Spritze nachlässt....
    Mache mir etwas Sorgen. sollte ihr heut abend was zu fressen geben, aber sie will nicht.........nur trinken geht...und ihre nase ist noch ganz trocken:-(
    Wir müssen erst am freitag nachmittag wieder zum TA. Mal schauen, wie es sich bis dahin entwickelt, ich mach mir immer so schnell sorgen...

  • Meine hat insgesamt fast 43 Stunden lang nichts gefressen. Am Dienstag abend um 18 Uhr gab es das letzte mal was und sie hat erst wieder am Donnerstag um ca. 13 Uhr was gefressen, vorher wollte sie nicht. Mach Dir da mal keinen Kopf. Meine TÄ meinten, wenn sie abends was will, kann sie n bissel was bekommen. Wenn sie nichts will, ist es auch ok.

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