Vorteile / Nachteile von einer Kastration beim Hündinen
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uns wurde die Entscheidung abgenommen, da Jenny aus dem Tierheim kommt. Ich denke aber, dass wir uns trotzdem zur Kastration entschlossen hätten.
Jenny ist die ersten beiden Jahre mit und zum Arbeiten gegangen (gemietetes Büro). Das wäre glaub ich nicht so gut gekommen, wenn da ab und an miefende Rüden vor der Tür gesessen hätten

Gruß
Jennyfrauchen
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Ich denke es ist nicht schlecht sich einmal die Liste der Vor- und Nachteile anzuschauen und dann darüber nachzudenken was man möchte.
Was mir so auf Anhieb einfällt, aber vermutlich fehlt noch eine Menge:Vorteile:
eine frühe Kastration schützt vor Mamatumoren
keine Scheinträchtigkeiten, Gebärmutterentzündungen
keine Blutungen in der Wohnung
keine RüdenbesucheNachteile:
mögliche Fellprobleme, vor allen Dingen bei langhaarigen Rassen
mögliches Harnträufeln, vor allen Dingen bei Hunden die schwerer als 20kg sind
eine Kastration ist immer ein operativer Eingriff mit allen damit verbundenen Risiken, auch wenn er mitlerweile zur Routine bei den TA gehört
kastrierte Hündinen neigen zu Übergewicht, dem mit konsequenter Ernährung entgegengewirkt werden mussBei unserer Tierklinik wird nach 'neueren Studien' wie man mir sagte keine Frühkastration mehr durchgeführt.
Meine alte Hündin Nova war vor 9 Jahre dort noch frühkastriert worden. -
Zitat
hallo,
Meine Tante hat eine ca. 8 Monate junge Labrador Hündin.
Nun ist sie am überlegen, ob sie sie Kastrieren lassen soll, ober nicht.
Könnt ihr mir vielleicht Vorteile / Nchteile einer solhen Kastration sagen?
Würde mich über hilfe sehr freuen!
LG YuranaHallo Yurana, willkommen im DF!!
Wie Du siehst, kochen bei der Frage die Gemüter hoch, aber das ist bei verschiedenen Themen so.
Ich sag Dir, warum ich meine Hündinnen beide vor der ersten Läufigkeit hab kastrieren lassen.
Dusty hat schon extrem früh (mit 3-4 Monaten) für Rüden attraktiv gerochen. Sie wurde sogar im Spiel von den Rüden bestiegen. Da sie ein zarter Windhundwelpe war, fand ich das natürlich weniger toll, wenn ausgewachsene Rüden auf ihr rumgejuckelt sind. Ich habe dann einige Tipps von meinem Tierarzt bekommen, die aber leider nicht gewirkt haben. Wir haben uns dann, um Dusty mehr "Spiel"zeit zu gönnen, dazu entschlossen, sie mit 5 Monaten kastrieren zu lassen. Leider hat mein Doc damals keine Inhalationsnarkose gemacht und sie hat nach der OP ununterbrochen gejault!! Es war wirklich total schlimm!!
Innerhalb von einem Tag nach der OP ging es ihr super klasse und sie hat wieder rumgetobt!! Sollte sie zwar nicht, aber wir haben aufgepaßt und sie hatte ihren Spaß. Leider hat sie trotzdem noch mehrere Jahre für Rüden toll gerochen, aber irgendwann konnte sie sich alleine wehren.
Bibo haben wir kastriert, weil wir in einem Dorf gewohnt haben, wo jede Mengen Rüden waren und auch frei rumliefen. Unser Garten grenzte direkt ans Feld und jeder kam mal hereinspaziert, weil unser Vermieter den Zaun nicht machen wollte :kopfwand:
Da wir beide aus dem Tierheim hatten, wollten wir nicht noch mehr Welpen herauf beschwören und haben auch Bibo kastrieren lassen.
Bibo hatte die andere Narkose und ihr ging es schon am Abend nach der OP super klasse!
Das ist jetzt 8 bzw. 7 Jahre her und ich habe nicht bereut, daß ich das gemacht habe. Beide Hündinnen sind nicht inkontinent, zugenommen haben sie durch die Kastration nicht und anders sind sie deshalb auch nicht.
Es gibt aber auch große Risiken bei der OP, meine Freundin hat ihre Riesenschnauzerhündin kastrieren lassen, diese war allergisch auf den Faden und hat so fast ihr Leben verloren. Sie hat sich den Faden und einen Teil des Darms aus der Wunde gezogen. Sie konnte nur mit einer Not-Op gerettet werden.
Sie ist auch ein bißchen inkontinent, was sie aber mit homöopathischen Mitteln im Griff haben.
Die Schäferhund-Rotti-Mix-Hündin von meinem Vater wurde nicht operiert. Sie hat im Alter von 8 Jahren, Gesäuge -und Gebärmutterkrebs bekommen. Die Tumore wuchsen so schnell, daß nichts mehr gemacht werden konnte. Sie ist im Alter von 9 Jahren eingeschlafen!!
Allein aus dem Grund würde ich meine Hunde immer wieder vor der ersten Hitze kastrieren lassen, denn wenn man das einmal gesehen hat, dann will man sowas nie mehr mit erleben!!! -
ist es jetzt eigentlich besser nur die Eierstöcke rausnehmen zu lassen oder auch die Gebärmutter?
Ich weiß dass es jeder Tierarzt anders handhabt aber was ist nun besser?
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Nach meinem Wissen und dem, was mir erklärt wurde, ist es besser nur die Eierstöcke zu entfernen, da 1. der Hormonhaushalt nicht ganz so arg aus dem Gleichgewicht gebracht wird und die Hündin dadurch auch nicht unter so starken Wesensveränderungen zu leiden hat und 2. das Risiko des Harnträufelns geringer ist, da die Bänder, die die Gebärmutter halten nicht durchtrennt werden und so das gesamte Bauchgewebe etc. gestrafft bleibt und dadurch eben keine Inkontinenz auftritt.
Außerdem soll schon die minimale hormonelle Veränderung nach Entnahme der Eierstöcke ausreichen, um der Entwicklung von Milchleisten- und Gebärmuttertumoren entgegenzuwirken.
Ich bin kein Arzt und weiß nicht ob es mir hier gelungen ist, daß was mir erklärt wurde richtig und verständlich wiederzugeben.
Ich kann nur sagen, meiner Hündin wurden nur die Eierstöcke entfernt und sie hat sich weder im Wesen verändert, noch ist sie seit dem Eingriff gesundheitlich beeinträchtigt, was mir widerrum zeigt, daß wir für uns den richtigen Weg gefunden haben.
Ich kenne allerdings auch Hündinnen, denen sowohl Eierstöcke als auch Gebärmutter entfernt wurden und die sich charakterlich genauso wenig verändert haben wie meine Hündin und die auch nicht an Inkontinenz leiden.
So denke ich, daß jeder für sich entscheiden muß, welche Argumente für welche Methode ihm einleuchtender erscheinen und dementsprechend verfahren sollte.
Viele Grüße
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Hallo,
ich hab meine Hündin nach der ersten Läufigkeit kastrieren lassen. Für sie war die Läufigkeit sehr stressig. Da sie eh schon so ein Angsthase ist, war es für sie furchtbar, dass alle Hunde ihr so auf die Pelle gerückt sind und ihr dauernd nachgerannt und sie bedrängt haben. Sobald sie einen Hund gesehen hat, wollte sie nur noch weg. Ich hab danach wieder 3 Monate gebraucht, bis sie wieder einigermaßen normal auf andere Hunde zugegangen ist und mit dem ein oder anderen gespielt hat.
Dann war sie so extrem scheinträchtig. Sie hatte wahnsinnig viel Milch und voller Bakterien und entzündet. Sie musste 10 Tage lang Antibiotika nehmen.Mein Tierarzt hat ihr damals nur die Eierstöcke raus. Er hat mir das so erklärt, dass man die Gebärmutter, wenn sie gesund ist und keinerlei Veränderungen zeigt, eigentlich drinnen lässt und nur die Eierstöcke entfernt. Durch die fehlenden Hormone bildet sich die Gebärmutter dann innerhalb von ca 3 Monate von alleine langsam zurück und verkümmert irgendwie. Dadurch ist die hormonelle Umstellung für den Hund nicht so extrem von einem Tag auf den anderen.
Meine Hündin hat sich gar nicht verändert. Weder Fell noch sonstiges. Das einzige was mir aufgefallen ist, positiv aufgefallen ist, dass sie viel offener auf andere Hunde zu geht und mehr spielt. Weil sie vielleicht für andere Hunde nicht mehr so interessant riecht und nicht jeder so an ihr schnuppert, könnte ich mir zumindest als Grund dafür denken.
Die ersten Tage nach der Kastration waren zwar schon schlimm, weil sie mir so leid getan hat, aber im Nachhinein bin ich echt froh es getan zu haben. -
danke für eure Erklärungen!
eigentlich war ich sicher der Meinung die Gebärmutter soll auch gleich mit raus, wenn schon die ganze OP mit Kastration usw. so nach dem Motto:
-keine Gebärmutter, also kein Gebärmutter krebs-
ich hoffe ihr wiss was ich meine.....
aber jetzt bin ich mir unsicher, verkümmert die dann so, das quasi das "Krebsrisiko" sehr gering wird

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Bei Dusty und Bibo wurde beides entfernt, eben wegen dem Risiko, aber ich glaube, daß muss man beim Tierarzt extra sagen, sonst nimmt er nur die Eierstöcke raus.
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Zitat
danke für eure Erklärungen!
eigentlich war ich sicher der Meinung die Gebärmutter soll auch gleich mit raus, wenn schon die ganze OP mit Kastration usw. so nach dem Motto:
-keine Gebärmutter, also kein Gebärmutter krebs-
ich hoffe ihr wiss was ich meine.....
aber jetzt bin ich mir unsicher, verkümmert die dann so, das quasi das "Krebsrisiko" sehr gering wird

Gebärmutterkrebs ist im Gegensatz zu Mammatumoren äusserst selten. Viel gefährlicher ist die Gebärmutterentzündung. Da diese aber als Folge der hormonellen Achterbahn bei der Läufigkeit auftritt, ist die Gefahr nach Entfernung der Eierstöcke gebannt. Ich denke, die beiden Dinge werden bei der Diskussion oft verwechselt und vermengt, und daher entsteht das Schreckgespenst vom Gebärmutterkrebs.
Stellt der TA bei der OP aber Veränderungen wie Zysten und Verwachsungen an der Gebärmutter fest, kommt alles raus, denn eine 2. OP möchte man jedenfalls vermeiden.
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