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Leinen-Aggressivität

  • Guten Morgen
    wir haben seit rund 6 Wochen einen 1,5 Jahre alten Bayerischen Gebirgsschweißhund. Er stammt aus einem Zwinger, in dem er mit 5 anderen Hunden (Pointer, Weimaraner Rüden und Hündinnen) lebte.
    Er war zunächst sehr ängstlich, ja unterwürfig. Mittlerweile hat er viel Selbstbewußtsein zurückgewonnen. Dabei hat sich aber auch eine starke Aggressivität an der Leine entwickelt. Wir führen ihn übrigens im wesentlichen an einer 10m Schleppleine. Die Aggressivität äußert sich im Anbellen anderer Hunde auf Sicht und, bei Kontakt, im sofortigen Balgen. Wir haben auch bei Hundebegegnungen schon Versuche ohne Leine gemacht: Dann wird auch gebalgt, teilweise heftig, nach einiger Zeit beruhigt er sich dann wieder. Da der Hund gerade in einer Gehorsamserziehung ist, wollen wir ihn allerdings nicht ständig ohne Leine laufen lassen.
    Daher die Frage: Was läßt sich in unserem Fall gegen die Aggresivität unternehmen? Und wie würdet ihr diese Aggressiviät erklären - verspätete Pubertät vielleicht, denn der Hund gehörte im Zwinger sich zu den unterwürfigen Hunden und hat jetzt erst die Chance, sich auszuleben.
    Danke für Tipps
    Alex

  • Na, traut sich niemand ran ans Thema? Ich bin mutig, und sag was dazu, auch wenn ich wieder Häme ernte. Wenn der Hund aggressiv ist, dann lass ihn bei Spatziergängen an der Leine und versuch ihn abzuhalten vom aggressiven anbellen, möglichst nur duch energische Worte und deiner Körpersprache, weniger durch Ziehen. Versuche ihn zu beruhigen, aber nicht bemitleiden. Wenns gar nicht geht, benutze ein Halti, lass dich aber über die richtige Benutzung von deinem Hundetrainer beraten. Suche gezielt täglich "Hundewiesen" auf, wo viele andere Hundehalter mit ihren Hunden hingehen. Dort lass ihn von Anfang an ohne Leine mit anderen Hunden spielen. Lass ihn nicht mit Leine an anderen Hunden schnüffeln, und lass keine anderen Hunde an deinem angeleinten Hund schnüffeln. Wenn er trotz anderer Hunde ruhig neben dir läuft, dann gib immer ordentlich Leckerlis. Und Gehorsamstraining sollte sich übrigens nicht nur aufs Leine-gehen beziehen, denn gerade ohne Leine sollte er lernen zu gehorchen. Suche am besten eine Hundeschule auf, die Tellington touch anbieten.


    Gruß/Esmeralda :hallo:

  • Hallo Alex,


    ich bin Esmeraldas Meinung - es ist sicher wichtig für deinen Hund, dass er lernt, dass er an der Leine keinen Kontakt zu anderen Hunden haben darf.
    Es ist ohnehin für die Hunde besser, wenn sie ohne Leine die Möglichkeit haben, miteinander zu spielen. Sie können viel besser ihre natürlichen Unterwürfigkeits- oder Dominanzgesten zeigen. Abgesehen davon, dass sich zwei Hunde an der Leine ganz schnell so miteinander verknoten, dass sie erst recht aggressiv werden.
    Ich würde dem Problem nicht aus dem Weg gehen, sondern wirklich die Begegnung mit anderen Hunden suchen. Vielleicht möchte er jetzt wirklich erst mal ausprobieren, was denn alles so geht.
    Solange er an der Leine ist, würde ich ihm klar und deutlich vermitteln, dass er nicht mit anderen Hunden schnuppern darf ( und sollte jemand trotzdem mit seinem Hund auf euch zukommen, dann würde ich ihn bitten, seinen Hund nicht ranzulassen, damit dein Hund lernen kann, dass er nicht hindarf. ). Es ist sicher besser, ihn zum spielen von der Leine abzumachen.
    Vielleicht kannst du versuchen, ihn bei Begegnungen mit anderen Hunden an der Leine mehr auf die zu fixieren - so dass er gar nicht erst die anderen Hunde für zu interessant befinden kann. Ist er verfressen? Dann lenke ihn mit besonders leckeren Leckerlis ab, und lobe ihn, wenn er ruhig an dem anderen Hund vorbei ist. Oder probiere es mit seinem Lieblingsball.
    Und wichtig - nur loben, wenn er ruhig an dem anderen Hund vorbei ist. Wenn nicht, dann sage ihm klar und deutlich nein oder pfui.


    Viel Erfolg, und nicht aufgeben!
    Der Kontakt mit Aartgenossen ist sicher auch wichtig für ihn. Aber besser ohne Leine.


    Grüße,


    Eva

  • Zitat von "dshingis"


    ich bin Esmeraldas Meinung


    Oha! Das geht ja runter wie Öl! :D ;D :D :biggthumpup:


    Alex, versuchs am Anfang am besten nur mit Hunden, die ihm sympathisch sind, das sieht man meistens schon von weitem an der Körperhaltung, manchmal auch erst wenn sie zusammenstehen. Wenn sie sich nicht grün sind, laufe einfach zügig weiter, und rufe ihn. :yingyang:

  • Zitat

    versuch ihn abzuhalten vom aggressiven anbellen, möglichst nur duch energische Worte


    Da bin ich aber ganz anderer Meinung! Ein Hund, der an der Leine pöbelt hat meist einfach nur Angst! Das Schlechteste, was du machen kannst, ist, ihn dafür auch noch anzumaulen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ja, hast Recht. Viele vergessen aber beim spazierengehen Leckerlis oder Spieli mitzunehmen.


    Wollte nur deutlich machen, dass Worte besser sind als an-der-Leine-ruppen. Oder, manche Leute machen ja gar nix, die stehen nur da und lassen den Hund durchdrehen. Stehen da wie Litfasssäulen.


    Gruß/Esmeralda

  • Man kann sich auch ohne "Lecker und Spieli" für den Hund interessant machen, lustige Geräusche machen, klatschen... da braucht man keine energischen Worte, die noch mehr ANgst machen :!:

  • Gut dass du das sagst. Für 99% der Hundehalter hört sich das aber chinesisch an. Aufmerksamkeitstraining ist für viele immer noch ein Fremdwort. Und wenn die Leute das in der Hundeschule erklärt bekommen und man es denen vormacht, kommen sie sich albern vor.


    Gruß/E

  • Hallo!


    Ich bin neu hier und möchte zu dem Thema gleich mal meinen Senf dazu geben.


    Ich stimme euch zu, Bellen an der Leine ist oft ein Zeichen von Angst. Unsicherheit, nicht natürlich reagieren zu könne. Festgebunden und in oftmals direkter Konfrontation mit dem Gegenüber.


    ABER


    Hab ihr schon mal versucht einen WIRKLICH unsicheren Hund, der an der Leine ausflippt, als ging es um sein Leben, mit ein paar Geräuschen abzulenken? Klatsch mal in die Hände, wenn dein Hund, gehalten in der einen Hand, in der Leine liegt!


    Pfeif dann mal, mal sehen, ob es ihn juckt.


    Davon ab, sind leider auch Goodys oft zwecklos!


    Zumal der Grad zwischen Bestätigung des Bellen und wirklichem Lob beim ruhig sein sehr eng ist. Schnell besätigt man da mal das ungewünschte Verhalten, wenn denn der Hund überhaupt zugänglich ist für derartige Ablenkung!


    Aber ich unterstütze hier nicht das Schreien! So soll es nicht rüber kommen! Auch das ist keine Lösung, denn der eigentlich Rudelführer Mensch verliert somit die Gelassenheit und ist nicht mehr überlegen.


    Dennoch - einen gewissen Grad der Rüpelhaftigkeit kann ich tollerieren, aber wenn der Hund meint, mich in Frage zu stellen, was er mit dem Verhalten eindeutig tut - er übernimmt die Führung - dann müssen andere Maßnahmen her.


    Mit Glück klappt die Rappeldose, jedoch halte ich von der Altagstauglichkeit nichts! Ein Halti muß her oder bzw UND gezielt Übungen in fachlicher Leitung!


    Zu der ursprünglichen Schreiberin. Dein Hund balgt, wenn er an andere Hunde gelangt. Auch ohne Leine? Was nennst du balgen? Wirklich ein Knäul am Boden?


    Sorry, aber dann Hund an die Leine und ab aufs Übungsgelände! Gezielter Hundekontakt, keine Zufallsbekanntschaften mehr.


    Würde dein Hund so auf meinen zu gehen, dann würde ich verstehen, wenn mein Hund sich zur Wehr setzt! Und auch ich würde da nicht ruhig bei bleiben!


    Sicher, sowas kann immer passieren. Weißt du es jedoch, gehst du das Risiko ein, dass ein anderer Hund einen Schaden davon trägt.


    Was, wenn er einen Junghund in seiner Sozialisierungsphase atakiert und dieser bleibende Schäden behält?


    Hundekontakt ja, absolut! Nicht entziehen! Aber auch nicht die Umwelt ungeschützt und ungefragt belästigen!


    Vielleicht ist meine Meinung da hart, aber ich sehe es als Verwantwortung, nicht nur dem Tier gegenüber, sondern auch der Gesellschaft. Aufeinander Rücksicht nehmen!


    Jeder trifft mal einen Stärkeren und dann....?

  • Zitat von "Esmeralda"

    Ja, hast Recht. Viele vergessen aber beim spazierengehen Leckerlis oder Spieli mitzunehmen.


    Wollte nur deutlich machen, dass Worte besser sind als an-der-Leine-ruppen. Oder, manche Leute machen ja gar nix, die stehen nur da und lassen den Hund durchdrehen. Stehen da wie Litfasssäulen.


    Gruß/Esmeralda


    Ach Esmeralda!


    Ja, ich bin so eine, die Leckerlies und Spieli (mein Wort übrigens :mrgreen:) vergisst und ich bin auch so eine, die stehen bleibt wie eine Litfasssäule...! Und all das hat auch seinen guten Grund! ;) Wie würdest du mit einem solchen Verhalten denn umgehen? Therapie à la Tier-Nanny, Anbrüllen, damit der Hund sich denkt "Super, Frauchen macht auch mit"!? Gott bewahre!


    Wenn mein Hund im Geschirr hängt dann hängt er da halt, bis er ausgetobt hat! Und? Im Gegensatz zu dir hab ich meinen Hund nämlich an der Leine! Nämlich erst wenn mein Hund wieder so weit runtergefahren ist, dass er mir seine Aufmerksamkeit schenkt, kann ich von ihm verlangen, dass er weiter geht und zwar brav!


    Da hilft mir kein Halti und keine Rasseldose! Denn das sind Gegenstände, die meiner Meinung nach nichts und zwar absolut nichts in der Hundeerziehung zu suchen haben! Ganz besonders nicht in der Hand sogenannter erfahrener Hundehalter, denn die sollten sich doch bitte anders zu helfen wissen und sich mal mit der Psyche des Hundes auseinander gesetzt haben...


    LG murmel

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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