Hochresistente Staphylokokken

  • Leider bin ich immer noch verstanden worden.
    Heike, ich weiß wie Mensch und Tier sich MRSA erwerben können.
    Ich weiß nicht weshalb du mich auf so herzlose Weise angehst.
    Ist ein Hund erstmal Überträger von MRSA, kann er diese, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich, im Extremfall auch auf der Hundewiese weiter geben.

    @all
    Also, wenn jemand aus eigener Erfahrung mit Mensch von MRSA betroffen und Haustier in der gemeinsamen Wohnung, mir von seinem Wissen und seiner Erfahrung im Umgang damit berichten könnte wäre ich sehr dankbar.

    LG, Friederike

  • Zitat

    @all
    Also, wenn jemand aus eigener Erfahrung mit Mensch von MRSA betroffen und Haustier in der gemeinsamen Wohnung, mir von seinem Wissen und seiner Erfahrung im Umgang damit berichten könnte wäre ich sehr dankbar.

    LG, Friederike

    ich weis nur, dass ich irgendeine chronische kokkenerkrankung habe, weis aber nicht ob es staphylokokken sind (da habe ich nicht so beim arzt aufgepasst...)
    rein theoretisch, meinte der arzt aber, könne ich leute anstecken, aber die wahrscheinlichkeit ist sehr gering, da eigentlich jeder mensch diese kokken hat und es nur schlimm und chronisch wird, wenn das immunsystem damit nicht klar kommt bzw. sie nicht im nötigen rahmen abtötet...

    meine hunde habe ich bisher nicht angesteckt, eigentlich sind die doch auch viel, viel resistenter als menschen gegenüber erregern...

    das sage ich jetzt aber als totaler laie :???:

  • Hallo Friederike,
    Ich bin Intensiv-Pflegekraft und als vor einigen Jahren im Rahmen einer MRSA-Kampagne Nasenabstriche bei uns Mitarbeitern durchgeführt wurden, stellte sich heraus, dass ca. 30% (nagel mich jetzt nicht auf genaue Zahlen fest, aber so grob um den Dreh) MRSA-positiv an der Nasenschleimhaut waren - sprich, Träger, aber nicht erkrankt.

    Von uns hatten fast alle Kinder, Haustiere, eben auch Hunde und es gab trotz diverser OP`s bei den Hunden und Kindern/anderen Familienangehörigen keine Infektionen mit MRSA.

    Angehörigen von MRSA-Trägern wird nur zu einer ganz normalen Hygiene geraten. Angehörige von MRSA-Erkrankten z. B. mit offenen Beinen, in denen der MRSA "sitzt", sollen ihre Hygiene-Maßnahmen erweitern, indem sie bei der Versorgung der Wunde Handschuhe tragen, den Müll zeitnah entsorgen und im Anschluß die Hände desinfizieren.

    Ist jemand Träger von MRSA (da wäre dann wichtig zu wissen, wo der Keim sitzt, am häufigsten in der Nasenschleimhaut) und hat einen frisch operierten Mensch/Hund zuhause, würde ich mich an die klinischen Gegebenheiten anpassen und als Träger so lange im direkten Umgang mit dem Operierten einen Mundschutz tragen und VOR jedem Kontakt mit dem Patienten die Hände desinfizieren. Solange, bis die OP-Wunde definitv zu ist. Danach sind normale Hygienemaßnahmen ausreichend - dass man niemanden ins Gesicht niest, versteht sich, denk ich, von selbst.

    Was ich nicht machen würde: mit einem operierten Hund, bei dem die OP-Wunde noch nicht absolut zu ist, in einem Altenheim Besuchsdienst machen - dort ist die Träger-Rate an MRSA besonders hoch.

    In einer Studie über Freigänger-Katzen wurde übrigens ebenfalls eine sehr hohe MRSA-Trägerrate festgestellt. Die Gründe dafür blieben im Unklaren, z. T. handelte es sich um halbwilde Katzenpopulationen.

    HTH, Chris

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