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Dackel total ängstlich und stur

  • Hi Leute,


    bin neu hier und hab ein Porblem mit unserem Hundi.
    Wir haben einen Dackel. Die Dame ist ca. 1 Jahr alt und wir haben Sie mit ca. 5 Monaten bekommen. Angeblich war Sie noch nicht vermittelt was aber mittlerweile bezweifele.


    Das Problem ist, das Sie total ängstlich gegenüber anderen Menschen ist. An unsere Nachbarn hat Sie sich nach 4 Monaten gewöhnt. Aber sobald jemand kommt den sie nicht kennt geht sie sofort in deckung und kläfft auch manchmal. Sie kommt dann auch nicht zu uns oder jemandem den Sie kennt. Wie ausgewächselt. Wenn wir dann wieder alleine sind ist Sie wieder ganz normal.


    Sie hängt auch total an meiner Mutter, da Sie die meiste Zeit am Tag mit Ihr verbringt. Jetzt war meine Mutter aber mal 2,5h unterwegs und unser Hundi konnte nicht mit, da hat sie direkt angefangen sich am Schwanz zu beißen. Nichts schlimmes aber halt rote stellen.


    Ich weiss nicht mehr was wir machen sollen. Kann von euch vielleicht jemand mir ein paar tipps geben?


    Schonmal Danke!!


    Gruß


    Stu

  • Hallo!


    Also das mit dem Alleinsein würd ich stückweise üben - Deine Mutter sollt mal für 5 minuten weg gehen dann für 10 usw... und die Verabschiedung nie sonderlich betonen. Einfach gehen. Im Normalfall funkt das glaub ich ganz gut.


    Habt Ihr schon mal probiert, was sie tut, wenn Fremde immer was irrsinnig leckeres zum Essen dabei haben? Einfach kurz bevor sie in die wohnung gehen gebt ihr ihnen ein stück wurst oder ähnliches, was sie halt gern frisst und das geben die "Fremden" an euren dackel weiter. Schwieriger wirds mit Fremden auf der Straße, das Problem hab ich auch - nur meiner bellt nur und hört nicht so schnell auf... (und diese Passanten sind nicht wirklich davon zu überzeugen, dass sie dem hund, der sie grad ganz bös angeknurrt und angebellt hat, was zu Fressen geben :-() Bei dem Punkt wär ich über Tips auch sehr dankbar!


    lg
    sabine & Hoover

  • Hi,


    das mit dem weggehen war bis jetzt auch nicht so das Thema. Wenn man mal ne Stunde weg war oder so.


    Das mit dem Essen ist glaube ich in dem Fall nicht die Idee, da Sie von anderen garnichts nimmt. Keine Chance. Selbst von uns nimmt Sie dann nichts mehr.


    Aber Schonmal Danke!!!


    Gruß


    Stu

  • Der Hund muss zuerst Vertrauen in euch fassen. Ich würde versuchen, sie täglich ganz lieb zu manipulieren: kämmen, Ohren- und Gebiss anschauen, Pfötchen kontrollieren, Scheinzecken entfernen, usw. Dies muss total ruhig und gelassen vorgehen, mit hie und da ein Leckerchen für die Dame.
    Ich würde ihre Portionen stark reduzieren,damit sie hungrig wird und sich freut, bei euch Belohnungen zu erhalten. Belohnung heisst, die muss vorher etwas leisten. Nie auf Distanz füttern. Sie muss Körperkontakt zu euch nehmen (also mit der Schnauze auf dem Knie). Mit der Zeit sollte sie so weit kommen, dass sie unter der Kniebrücke geht oder in der Tasche sich bedient!
    Da sie unter Trennungsangst leidet und sonst schreckhaft ist, wäre es gut, einen Zimmerbox für sie einzurichten: bequem, mit Spielsachen, Leckerchen. Die Türe bleibt offen, aber der Hund hat die Möglichkeit, sich dort zurückzuziehen. Wenn Gäste kommen und sie versteckt sich, würde ich dies ignorieren. Beim Kläffen würde ich - fast sie nicht aufhört - sie ruhig in diesen Box verweisen oder in ein anderes Zimmer tun.
    Die Hündin muss unbedingt kleine Sachen lernen. Sitz, schau mich, gib Pfötchen, Platz, egal was. Dies muss ohne Zwang geschehen, mit herzhaftem Lob, wenn es klappt, damit sie selbsbewusster wird.
    Wenn die Hündin mehr Zutrauen zu euch gefasst hat, wird es Zeit sein, gezielte Übungen mit fremden Leuten zu machen. Vorher bringt es nicht.


    Der Hund ist jung, mit Geduld und Gefühl wird sie vieles noch lernen!


    Ach, noch was: sturr ist sie bestimmt nicht, sie versteht nicht, was ihr wollt, sie hat Angst und die einzige Beziehung, die sie übers Wasser hält, ist deine Mutter. Aber auch dort ist es mehr ein verkrampftes Sich Klammern, als eine Partnerschaft... Schön wäre es also auch, wenn deine Mutter bei diesem Haustraining mitmachen würde.

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