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Aron und Ronja, bitte um Rat

  • Hallo, ich habe mich heute hier registriert und ich möchte euch gerne von meinen beiden Schäferhunden erzählen und euch um Rat fragen,


    Ich beschäftige mich seit gut 10 Jahren mit der Hundeausbildung, habe viele verschiedene Hundeschulen besucht und mir aus Büchern, Internet, Ausbildern und Bekannten alle Möglichen Erziehungsmethoden geholt die ich finden konnte.


    Es gibt, worum ich aber bitte von euch verbessert zu werden, nichts, was ich an Ausbildungsmethoden nicht kennengelernt habe.


    Nun ist es so, dass ja jeder seine eigenen Erziehungsstil herausfinden muss, und nicht jede Methode hilft bei jedem Hund.


    Fange ich mal kurz mit Ronja an, obwohl sie nicht das Problem ist, worüber ich schreiben möchte, sie ist jetzt 5 Jahre und kam mit einem 3/4 Jahr zu mir, sie kam aus sehr schlechter Haltung, lebte seit Welpe an in einem Zwinger und wurde versucht sehr hart zu erziehen (Beispiel: Vorder und Hinterpfoten wurden in die Hände genommen, der Hund mit Wucht auf den Rückengeschmissen und dabei das Komando Platz gegeben) ich habe es live mitbekommen, wiel ich gleich nebenan gewohnt habe, Ronja hat geschrieen vor Schmerzen und ich bereue ich sehr, was ich mir auch niemals verzeihen werde, dass ich nicht den Mut hatte in dem Moment einzugreifen.
    Der vorherige Besitzer wollte aus ihr einen aggressiven Wachhund machen, dafür ist sie aber viel zu sensibel.


    Ich hatte viele Probleme mit ihr, weil sie furchtbar Ängstlich war(zu anderen noch ist).
    Sie hatte schwere Probleme mit ihrem Bewegungsapparat, war bei vier verschiedenen Tierärzten und niemand konnte mir sagen, warum sie nicht laufen konnte. Sie lebte zeitweise mit Schmerzmitteln.
    Vor ca. einem halben Jahr war ich dann, wegen eines Umzuges bei einer neuen Tierärztin, die nun endlich zu meinem Erschrecken für ihre körperlichen Beschwerden eine definitive Erklärung hatte.
    Ronjas Wirbelsäule wurde ihr vermutlich im Junghundalter an zwei Stellen angebrochen,
    sie ist ein für mich sehr verstörter Hund, was ihr nicht zu verübeln ist. Sozialisiert ist sie absolut nicht, auch wenn ich es nun über 4 Jahre versucht habe, vielleicht noch ein wenig ändern zu können.
    Aber ich lebe mit ihren "Macken" und ich liebe sie so wie sie ist.


    Meine Sorge habe ich jetzt nur mit Aron, einem langhaar Schäferhund (Neujahr 2005 geboren).
    Ich habe ihn mit 10 Wochen bekommen, Hundeschule besucht, aber für mich nur aus dem Grund um ihn zu sozialisieren. Er spielt täglich mit gut sozialisierten Nachbarshunden und mit Ronja versteht er sie ebenfalls blendent (dazu muss ich sagen, Ronja hat ihn aus dem Wurf ausgesucht, was mir sehr wichtig war).
    Aron lernte sehr schnell, fasst Komandos sehr schnell auf, wobei es mir sehr wichtig war, ihn absolut ohne Zwang zu erziehen, viel mehr auf Belohnung. Er schien mir immer sehr robust zu sein, genau das gegenteil von Ronja.


    Jetzt fängt er aber kleine unangenehme "Macken" zu entwickeln, die ich mir nur teilweise erklären kann. Beispiel: Fängt er an, aggressiv auf fremde Hunde zu reagieren, Nackenfell hoch, Rute nach oben, knurren, bellen, leine ziehen.
    Es gibt jetzt nach meinem Ausbildungswissen, das ich mir angelernt habe, soviele verschieden Methoden ihn möglicherweise davon abzubringen. Aber ich bin Ratlos, welche die richtige ist.
    - Platz machen lassen (ablenken)
    - Laufrichtung umkehren, ausweichen
    - Schimpfen "Aus", um Aron zu erklären ich bestimme hier.
    - etc.


    Es ist eben für mich merkwürdig, da er von welpe an, täglich sozialisiert wurde und ich pikierlich darauf geachtet habe, dass er nicht mit "falschen" Hunden zusammenkommt.


    Aron lief sehr gut Fuß, was ich aber nicht so stark von ihm verlangt habe, da er in den ersten 4 Monaten, meines erachtens zu jung war, konsequent die Kommandos zu halten, es war für mich nur wichtig, dass er das Komando kennt und dass er es ca. 10 Sekunden (Fuss) halten kann.
    Bei Ablenkung reagiert er jetzt leider nicht mehr, wobei ich mir denke, dass ich nicht Konsequent genug war.
    Das dumme ist, dass ich weiss, die Erziehung nie perfekt und alles richtig machen zu können. Da man eben bei jedem Hund individuell eingreifen muss. Und ich wollte auf keinen Fall, einen zweiten eingeschüchterten Hund haben, wie Ronja es ist.


    Also dachte ich mir, gehe ich halt etwas konsequenter vor.
    Jetzt wo er anfängt Kommandos zu verweigern, drücke ich ihn z.b. bei "Platz" auf den Boden, wenn er dann immer noch nicht hören will, d.h. er will sofort wieder aufspringen und losrennen, dann werde ich lauter und schimpfe und jetzt zeigt er ein Verhalten, was mir überhaupt nicht gefällt und wo ich umbedingt euren Rat brauche !!!


    Wenn ich nun anfange lauter zu werden und er merkt, dass ich böse auf ihn werde, rennt er vor mir weg und versteckt sich hinter z.b meiner Mutter oder meinem Lebenspartner, legt sich zu ihren Füßen, zeigt halt eine absolute Angstgeste. Schwanz einklemmen, Ohren zur Zeite abklappen, weiß in den Augen.


    Ich bin völlig entsetzt, da ich ihn niemals geschlagen, gequält oder überhaupt unnormal aggressiv geworden bin.


    Körperlich Aggressiv kann man sowieso in zwei schichten Teilen, da für mich es auch eine Aggression ist, wenn er frech wird und versucht zu beissen (wobei ich spielen von ernst unterscheide)und ich ihn dann auf den Rücken lege und festhalte, bis er aufhört den "Boss" zu spielen. Dabei greife ich körperlich aggressiv für meine Verhältnisse ein.
    Bitte versteht das jetzt nicht falsch, es ist allen in seinem Maße, ich würde den Hund niemals quälen, niemals, ich liebe sie viel zu sehr. Trotzdem bin ich mir bewusst, dass er ein großer Hund wird (er ist jetzt bereits schwerer als Ronja, Ronja 26 Kg, Aron 30 Kg) und dass ich es mit sicherlich nicht leisten kann, wenn er keinen Respekt vor mir hat.


    Doch das er nun anfängt vor mir wegzulaufen, wenn meine Stimme härter klingt, finde ich sehr beängstigend, wenn ich ihn dann mit einer liebreizenden Stimme zurückrufe, kommt er sofort freudig angerannt, schmeisst sich für meine Füsse, wedelt, schlappert mich voll und alles ist wieder gut.


    Für mich ist es nun sehr schwer die Mitte zu finden, in bezug auf Nichtgehorsam, Leine ziehen und fremden Hunden.


    Thema Leine ziehen, bin ich mit meiner liebreizenden Stimme zugange, hört er nicht mehr, werde ich lauter, die Stimme tiefer, verschüchtert er sofort und das war niemals mein Ziel.


    Bitte gebt mir euren Rat, denn die Ausbilder der Hundeschulen, sagen alle unterschiedliche Tips und ich weiss nicht mehr was ich denken soll.


    Vielen Dank und tut mir leid, dass der Tread so lang geworden ist.


    LG
    Denise

  • miniputzy ,
    es ist sehr schwer hundebesitzern ratschläge zu erteilen, ohne hund und besitzer dabei gesehen zuhaben. sehr schnell bauen sich hier fehlverknüfungen.
    hunde haben eigendlich nur drei möglichkeiten


    zukämpfen
    sich zu unterwerfen
    oder kampflos ohne viel geschrei das feld zuräumen.


    was sind richtige hunde?
    falsche prägung im welpenalter- einer beist aus angst und ander aus dominatz und beides tut weh.


    such eine hundeschule auf und bleibe bei einer ausbildungsmethode auch wenn nichtb geliech erfolg sichbar ist.


    mfg BC Momo

    Obwohl der Mensch mit der Gabe der Sprache gesegnet ist, nutzt er sie zum Teil ohne Sinn und falsch. Tiere haben nur eine Sprache, setzten sie aber nützlich und ehrlich ein und ein geringes aber wahres Wissen ist besser als eine grosse Lüge. Leonado da Vinci um 1500

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