Welpe innerstädtisch nicht über- oder unterfordern

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  • Hallo ihr Lieben,


    wir haben seit wenigen Tagen (Donnerstag Spätabends) unsere kleine Aussie-Maus bei uns (jetzt 9 Wochen alt), die uns grundsätzlich wirklich viel Freude bereitet.

    Jetzt stellen sich uns aber ein paar Fragen und bin mir nicht ganz sicher, welcher Weg der richtige ist. Wir leben in der Stadt und haben leider keinen Garten zur Verfügung und unsere Pipi-Spot sind ca 100m zu Fuß. Bisher halten wir das so, dass wir sie dahin tragen und manchmal zurücklaufen lassen und manchmal zurücktragen. An der Pipi-stelle selbst begegnen wir häufiger anderen Menschen, zu denen sie nicht immer darf, und Hunden, zu denen sie bisher nicht durfte (wir finden das nicht so passend auf dem Gehweg). Am Anfang hat sie sich dadurch auch recht schwer entspannen und pinkeln können, mittlerweile klappt das aber ganz gut. Sie setzt sich bei anderen Menschen und Hunden die weiter entfernt sind einfach hin und beobachtet. Das weiter machen lassen? Im Anschluss belohnen ja oder nein? Ich habe bisher immer belohnt, wenn sie sich von selbst zu mir umgedreht hat. Und was machen, wenn andere Menschen doch zu nah sind und sie hinzieht? Sie mit Futter weglocken klappt nicht immer. Ich würde mir (langfristig) wünschen und versuche auch das bei Kontakten umzusetzen, dass sie quasi meine Freigabe abwartet und dann zu dem Menschen hindarf (oder auch nicht).


    Gestern sind wir dann zum ersten Mal zu einer Wiese gefahren, wo sie schnuppern und Spaß haben durfte, wie sie lieb und lustig war. Die Wiese ist grundsätzlich nicht allzuweit entfernt, aber zu weit zum laufen mit dem kleinen Krümel, daher fahren wir diese paar Meter erstmal und dann gehts noch so 100-150m durch einen Schrebergarten-Waldweg zur Wiese.

    Soviel zu unserer Wohnsituation. Jetzt stellt sich uns aber die Frage, wie wir weitermachen sollen. Jeden Tag für 20min o.ä. zur Wiese fahren, damit sie freilaufen kann (und zukünftig ab und zu auch mit Hunden spielen kann)? Oder immer vom Pipi-Spot zurücklaufen lassen (da kann sie aber nicht frei laufen, ist aufm Gehweg) und alle 2 Tage zur Wiese fahren? Wir möchten sie nicht überfordern, aber ihr auch genügend Möglichkeit geben, die Welt draußen als Welpe kennenzulernen und sie in den nächsten Wochen-Monaten nach und nach an verschiedenste Dinge ranführen (Café, Restaurant, mit zum Pferd, Innenstadt, Fußballplatz, Bus fahren, mit zur Arbeit etc).

    Leider nimmt sie draußen auch wirklich alles ins Maul, was sie finden kann, spuckt aber vieles nicht essbare wieder aus. Kleine Stöckchen oder ekliges Zeug von irgendwelchen Gullideckeln frisst sie aber liebend gern und leider auch manchmal so schnell, dass ich ihr das nicht abnehmen kann. Und sie möchte sich die Sachen dann leider auch oft nichtmal durch Leberwurst o.ä. abnehmen lassen. Wie würdet ihr sie da dazu bringen, nicht mehr alles zu fressen? Welpen erkunden ja doch alles mit ihrem Maul und verbieten will (und kann) ich ihr das ja auch nicht. Aber die Stöcken z.B. werden genüsslich zerkleinert, wenn man sich die Gegend anschaut, insbesondere beim Pipi-Spot.
    Ansonsten wollte ich mich jetzt erstmal mit den Kommandos „Aus“, „Lass das“, „Hier“ und „Decke“ beschäftigen. Sitz hab ich vor 2 Tagen einfach mal spielerisch ausprobiert und hat sie auch nach wenigen Wiederholungen verstanden und macht das sogar draußen, sobald man vorher ihre Aufmerksamkeit bekommt.
    Aber bis sie „Aus“ und „Lass das“ auch draußen anwenden kann, sind wir aus der oralen Phase ja bestimmt schon raus, daher sind die Kommandos für Dinge draußen fressen aktuell ja quasi nicht so wirklich brauchbar.


    Noch ein paar Infos zu ihr:
    Sie ist eher zurückhaltend, wenn sie draußen ist, daher meinte die Züchterin, wir sollen ihr viel die Welt zeigen. Ansonsten ist sie Menschen sehr zugewandt (hat sich dooferweise aber gestern vor ein paar Kindern erschreckt, die vor ihr zwischen Autos angerannt kamen) und würde am liebsten zu jedem hin. Zur Ruhe findet sie grundsätzlich sehr gut von selbst, beschäftigt sich in der Wohnung mit einem oder zwei Spielzeugen und dann nach ein paar Minuten wird geschlafen. Aber sie ist sehr auf unsere Hände fixiert. Da wird am liebsten immer reingebissen, was auch nicht schlimm ist, Beißhemmung muss sie noch (und tut sie auch schon gut) lernen. Leider dreht sie sich aber bei dem Anblick selbst hoch und wacht dann ausm Halbschlaf komplett aus und macht Party anstelle weiterzuschlafen. Da versuchen wir jetzt gegen anzukommen, indem nicht mehr mit den Händen gespielt wird, sondern nur noch mit Spielzeug, ist das richtig? Wir haben sie gestern leider etwas überfordert, weshalb sie heute auch noch ein bisschen durch den Wind ist und schlechter zur Ruhe kommt als die letzten Tage. Heute gibt’s auf jeden Fall Piano.

    Es ergeben sich quasi diese 6 Fragen:

    • Andere Menschen und Hunde beobachten lassen und das belohnen?
    • Wie davon abhalten, dass sie zu fremden Menschen hinrennt, wenn sie uns am Pipi-Spot zu nahe kommen? Leckereien funktionieren nicht immer.
    • Vom Pipi-Spot öfter (immer?) zurücklaufen lassen?
    • Wie oft zur Wiese fahren?
    • Sie will draußen alles ins Maul nehmen (kein Problem), aber manche Dinge auch fressen (Stöcken, irgendwelches Ekel glibber Zeug aufm Gullidecken), was kann man da machen?
    • Nicht mehr mit den Händen spielen, sondern wenn dann mit Spielzeug, ist das richtig?


    So, das sind jetzt erstmal viele Infos, ich hoffe wir bekommen ggf. ein paar Ideen. Mittwoch ist das erste Mal Welpenkurs in unserer Hundeschule. Da bringen wir die Themen natürlich auch nochmal an.
    Ich bin zwar mit (Hüte)Hunden aufgewachsen und hatte auch nachdem ich ausgezogen bin, immer Mitbewohner mit Hunden, aber das ist jetzt unser erster Welpe in der Stadt, das war bei meinen Eltern aufm Dorf deutlich entspannter mit der Umgebung. Welpenbücher hatte ich einige gekauft, genauso wie im Forum hier viel quergelesen, aber der eigene Welpe ist dann doch wieder was anderes.


    Vielen lieben Dank schonmal, ich hoffe der Text und die Fragen sind nicht zu lange bzw. viele!:smiling_face:

  • Blackfireizzy 20. April 2026 um 11:17

    Hat den Titel des Themas von „Welpe“ zu „Welpe innerstädtisch nicht über- oder unterfordern“ geändert.
  • Gute Frage, mein Gedanke ging bisher eher dahin, dass sie ja trotzdem nicht entspannt laufen kann wie sie möchte, da sie zumindest auf dem Gehweg bleiben muss und nicht auf die Straße/Vorgärten anderer Häuser abdriften darf. Und da war ich mir bisher nicht sicher, ob das nicht zu viel wäre, wenn das alle 2 Stunden so wäre. Aber andererseits fällt mir ansonsten nichts vernünftiges dagegen ein, sie in ihrem Tempo nach Hause laufen zu lassen. Werden wir den Rest des Tages mal so handhaben, danke :)

  • Das darf ja absolut auch variieren - mal in ihrem Tempo, mal in eurem Tempo und mal könnt ihr sie natürlich tragen. Klar, sie ist noch klein und kann sich nicht so oft und lange konzentrieren, aber ich denke, man kann auch einen 9 Wochen alten Welpen schon langsam da ranführen, dass man an der Leine leider nicht immer sein eigenes Ding machen darf, und auf 100m sehe ich persönlich da kein Problem :)

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