Kommandos - höherer Stellenwert beim Hund

  • Das kommt ein bissel auf den Hund und die Art Mensch drauf an.
    Bei bestimmten Tätigkeiten und Hunden reicht es, das "besondere" Halsband oder Geschirr anzuziehen, oder dass der Besitzer ein bestimmtes Kleidungsstück trägt.
    Manche Hunde vertragen es sehr gut, wenn sie über sehr, sehr kurze, knackige Unterordnungs-Übungen mit deutlicher Körperspannung und Spannung in der Stimme aktiviert werden: 2 Schritte Fuß, Grundstellung, FETTE Belohnung, gleich anschließen mit einem Winkel (quasi auf der Stelle) und 1-2 Schritten Fuß, wieder FETTE Belohnung - das macht Spaß und stimmt ein. Andere vertragen das nicht, da ist die Spannung von jetzt auf gleich zuviel verlangt.
    Wenn ich so mittelmäßig wach bin und Hund auch, mache ich erstmal ein Zergelspiel mit viel Bewegung und Geräuschen. Deinem Labbi könnte das auch gut gefallen, lass ihn ein etwas längeres Zergel erst "jagen" (ziehe es einige Schritte hinter/neben dir entlang, bis er anbeißt), dann schön drum kämpfen, je nachdem wie viel er verträgt, darf er recht schnell gewinnen oder du kämpfst ein bissel mehr. Ist es ein robuster Geselle, darfst du ihn auch heranziehen, dich leicht über ihn beugen, oder ihn auch leicht auf seine Seite "klopfen".
    Meine sensible BC-Hündin macht man mit Zischlauten - ksch-ksch - und sie-am-Zergel-hinterherziehen richtig bratzig :) dann knurrt sie sogar :D
    Viel Spaß!
    Silvia

  • Mein Hund ist auch ein Jahr alt und fällt charakterlich auch nicht in die Gruppe "Schäfer", sondern eher "eigener Kopf, der auch mal selbst entscheidet". xD :applaus:

    Das Alter spielt sicherlich eine Rolle. Ich versuche eine Mischung aus positiven Bestärken, aber gleichzeitig auch Disziplin. Das klingt jetzt hart, aber damit meine ich z.B. wenn ich die Haustür öffne und mit dem Hund wegfahren will, dann muss der Hund im Haus "Sitz" machen. Ich gehe raus, werfe Sachen in das Auto, öffne die Heckklappe etc. (bei uns alles gefahrlos möglich, wir sind alleine am Ende einer 30 Meter Einfahrt, die umzäunt ist). Das dauert so 1-2 Minuten. Erst auf mein Kommando darf der Hund rauskommen und wird ins Auto gesetzt oder springt rein (je nach Gefährt, das gerade im Einsatz ist). Sollte er zwischendurch rauskommen, wird er wieder hineingeführt, ins Sitz gepackt etc.
    Ähnliche Regeln beim Essen zubereiten. Da müssen die Hunde auf ihren Decken warten, bis sie gerufen werden. Vorher nix zu beißen.

    Bei mir hat es sehr viel gebracht, einfach klar zu machen, mit einfachen Dingen, ohne Geschrei oder Schläge, dass ich hier die Entscheidungen treffe bzw. Dinge freigebe etc.
    In den letzten 2-3 Monaten mussten manche Dinge draußen neu aufgebaut werden, weil in der Pubertät manchmal gerne hinterfragt wird, aber das hieß dann z.B. auch, dass wieder öfter die Schleppe drankommt, damit ich Dinge wie "Hier" besser durchsetzen kann.
    Außerdem habe ich entdeckt, dass an meinem Hund ein Balljunkie verloren gegangen ist. "Hier" wird mit Leckerchen belohnt, ein besonders gutes "Hier", wo ein Spurt zum Fährten verfolgen o.ä. abgebrochen wurde, mit dem Ball, den er sehr liebt. Den Ball bekommt er nur für die tollen Sachen, max. 10 Minuten über den Tag verteilt. Somit ist das eine wertvolle Ressource bzw. besondere Belohnung, die einen dementsprechend hohen Stellenwert hat.

    Vielleicht ist ja das ein oder andere dabei, dass du adaptieren kannst.

  • Ich denke es ist gut wenn man einen gesunden Mittelweg findet und tweilweise bestätigt umlenkt neue Komandos positiv aufbaut usw. Aber auch mal Sachen einfordert und auch mal klare Grenzen setzt.
    Hierfür muss man ja auch gar nicht körperlich werden oder schreien. Es reichen meistens so Sachen wie wenn du einmal gesagt hast bleib auf dem und dem Platz in immer wider dort hin zurückzubringen bist du das Kommando auflöst.
    Oder wenn er ankommt und gestreichelt werden will du aber keine Lust hast ihn immer wider wegzuschieben oder so.

    Zum jagen habe ich mit meiner einen Hündin eine Verabredung.
    Wenn sie ohne Leine eine Katze oder ein Eichhörnchen sieht schaut sie mich an und dann fliegt ein Keks. So kann sie statt der Katze den Keks hetzen und ihn dan sogar erlegen und fressen.
    Klappt bestimmt nicht bei allen Hunden aber für uns ist es eine gute Verabredung. Zumal es ihr glaube ich in erster Linie ums hetzen geht. Katzen die nicht weglaufen werden angespielt und am Po gelenkt, finden die meisten Katzen auch eher doof.

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