Fiddeln oder wildes Spielen?

  • Ah, Vakuole, das Leckerchen-Spiel gefällt mir ... das ist sicher gut für uns.

    Gerade jetzt im Winter kann man sowas ja auch toll in der Wohnung machen.

    Bin gespannt, was die Fiffi in den nächsten Tagen/Wochen dazu sagt ...

    ... muss schon sagen, so ein "älterer" Hund stellt einen vor Probleme, die man mit einem Welpen nicht hatte :-)

  • Naja, wenn man es mit einem Welpen so macht, wie du es bisher gemacht hast, bekommt man sehr oft genau die gleichen Probleme.

    Mein erster Fokus bei solchen Hunden ist ehrlich gesagt: Vorbeilaufen. Hund aussen. Und vorbei. Gerne mit Abstand/Bogen, aber vorbeilaufen, und der Hund bleibt aussen.

    Ob sie guckt, ob sie bellt, egal, Hauptsache du kommst dran vorbei, und zwar ohne Theater deinerseits, sondern in stoischer Ruhe. Und ohne Interaktion mit den anderen Hund oder Halter.

    Sie muss erst mal die Erfahrung machen, dass euch das nix angeht. Sie MUSS sich nicht kümmern. Es ist euch wurschtegal.
    Es sei denn einer kommt näher, der wird geblockt. Frauchen ist der Held, an der kommt niemand vorbei!

    Darauf aufbauend dann Ansprache, Belohnen etc.

  • Frauchen, falsch verstanden ... meine Welpies waren immer sehr auf mich orientiert und da ging "alles" einfacher ... :-)

    Deine Erklärungen sind gut, vielen Dank dafür.
    "Sie muss erst mal die Erfahrung machen, dass euch das nix angeht." Das ist ein gutes Motto. :-)

  • Drehe ich dann um (dann komme ich nie nach Hause)?

    Dann gehst Du eben einen anderen Weg.
    Wenn das auf Eurer jetzigen Runde nicht geht, such eine andere.

    Vertrauen entsteht durch Respekt vor den Ängsten des Hundes, nicht durch "das muss sie jetzt aushalten".
    Letzteres funktioniert nur, wenn die Beziehung schon so gefestigt ist, dass Stress nur als momentanes Ereignis vom Hund erlebt wird.

  • Yo, natürlich nehme ich ihre Ängste sehr ernst ... es ist für mich halt nur schwierig, die richtige Verhaltensweise dazu zu entwickeln.

    PS: Wir wohnen auf dem Land ... da ist nicht viel Auswahl an "Runden", wenn man nicht den ganzen Tag wandern will ... kicher ... aber ich werde halt das "über's Feld ausweichen" praktizieren.

  • Ich meine auch nicht "das muss sie aushalten" sondern du musst sie schützen.

    Solange Hunde immer wieder an sie dran können, wenn sie an der Leine ist, wird das mit dem zügig vorbeigehen nicht klappen, sie muss sich auf dich verlassen können.

  • Ich meine auch nicht "das muss sie aushalten" sondern du musst sie schützen.

    Solange Hunde immer wieder an sie dran können, wenn sie an der Leine ist, wird das mit dem zügig vorbeigehen nicht klappen, sie muss sich auf dich verlassen können.

    Und genau das ist bei uns in der Gegend immer das Problem ... die meisten Hunde sind superlieb und die Leute lassen sie frei laufen und die kommen dann interessiert an.

    Da ist es "eigenartig" (aber das muss ICH aushalten ;-) ), den eigenen Hund zu "schützen".

    Aber ich verstehe (glaube ich), wie Du das meinst.

  • Auf dem Land wird man ja schnell alle kennen, die da laufen. Erkär denen am besten, dass du momentan noch trainieren musst, vielleicht sind sie bereit, ihre Hunde kurz ranzurufen, wenn sie dich das nächste mal sehen.

  • Klar klappt es nicht immer. Wenn ein Hund wirklich freundlich ist, und du Kontakt nicht abwenden kannst, dann lasse die leine auch wirklich maximal lang und sorge dafür, dass ihr nach 30 Sekunden weitergeht. Also kurz schnuppern lassen, dann weiter, egal was ist.

    Aber wenn man wirklich zügig weiter geht, hat man oft seine Ruhe. Halt wirklich wirklich zügig geradeaus weitergehen, nicht gucken, nicht rumlabern, nicht langsamer werden. Das Signal verstehen die Tutnixe auch.

    Glaub mir, wir haben hier ne Menge davon.

    Unfreundliche Hunde deutlich verscheuchen, wenn nötig LAUT anbrüllen.

    Wichtig ist halt, dass deine Hündin weiß, dass sie auf ihrer Seite bleiben soll, also Leinenführigkeit üben ohne Ablenkung.

  • Hui, das war interessant gestern ....

    2 Hundebegegnungungen ... einmal haben wir freundlich grinsend, Beagle nöckelnd neben mir, einen anderen uninteressierten Fiffi passiert.

    Das 2. war spannender ... ein "Rudel" von 5 Hunden mit 2 Leuten ... da bin ich, als meine Maus sie entdeckt hat, in den Acker gewandert und hab sie anderen erstmal begucken lassen (sie stand und beobachtete angestrengt).
    Als die dann auf gleicher Höhe wie wir waren, wollte sie hinspektakeln (die andere hatten ihre Hunde, die weiter reagierten an der Leine ... und warfen uns "komische Blicke" zu).
    Ich habe mit ihr gesprochen und sie dann weiterkomplimentiert.

    Da habe ich jetzt die Frage, was ich da besser machen kann?

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