,Ausraster’ - Springen und Zwicken beim Spaziergang

  • Der Trainer war grade da.
    Leider bin ich nicht zufrieden..
    Er hat es bei ihm auch gemacht und er meinte eben erst ich soll ‚nein‘ trainieren, ihn an ein Maulkorb gewöhnen, die Fütterung umstellen (Mais und Protein weniger) und die Schilddrüse untersuchen lassen.
    Sind jetzt an sich natürlich keine verkehrten Dinge, aber er hat eben nicht gesagt, was den Hund so stresst.
    Er meinte, der Hund lässt seinen Frust ab, entweder weil er unsicher ist/Angst hat und Schutz bei mir sucht :???:
    Oder weil es ihm zu viel ist.
    Wenn es passiert soll ich mich zur Seite drehen und ihm ein Spieli geben, damit er lernt, worein es ok ist zu beißen.
    Er sagte wenn ich ihn an den Maulkorb gewöhnt hab und dieses ‚Aufmerksamkeitsverhalten‘ ignorieren kann, dann wird er wahrscheinlich damit aufhören.
    Und dann soll ich abwarten.
    Aber um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass es dadurch besser wird.
    Also ein Grund davon kann natürlich sein, aber ich denke es ist naheliegender, dass den Hund irgendwas stresst und diese Ursache zu finden..
    Ich finde das geht mehr auf die Symptome und damit ist nicht geholfen..
    Was sagt ihr? :ka: :|

  • Ich glaube du suchst nach etwas, was man gar nicht so genau definieren kann.
    Du klingst so, als würdest du dir erhoffen, der Trainer könnte sagen: "Hund frustet rote Vögel" - Vermeide rote Vögel.


    So einfach ist das aber nicht.


    Euer ganzen zusammenleben, euer Umgang mit dem Hund, die Umwelt um euch herum, das alles wirkt auf den Hund ein.
    Es gibt kein "das" frustet den Hund. Es ist eine Kopplung, irgendwann kommt der Tropfen auf das Fass. Aber das Fass hat sich vorher schon kontinuierlich gefüllt.



    Für mich stellt sich etwas die Frage:
    Wie sollst du den das "Nein" aufbauen?
    Hat man dir gezeigt wie man einen Maulkorb positiv aufbaut?
    Was sagt er zu der Leinenführigkeit, wie sollst du das Thema angehen?




    Er hat es bei ihm auch gemacht

    Wieso auch nicht. Der Hund kam bisher mit dem Verhalten durch.
    Er kennt kein Alternativverhalten und weiss nicht wohin mit sich.
    Interessant ist eher, wie hat der Trainer auf die Situation reagiert?

  • ja, das ist mir bewusst. Ich denke nur eher, dass wir etwas im Umgang mit dem Hund falsch machen. Und ich würde gerne wissen wie viel zu viel für ihn ist. Was ich besser lassen sollte usw
    Natürlich nicht so 15,67 Minuten darfst du gehen, nicht länger!!
    Aber die Anzeichen z.B, woran ich erkenne, ob wir zu viel oder zu wenig machen.
    Was man machen kann, damit er möglich Frustfrei leben kann usw


    Ich hatte auch erwartet, dass er es macht.
    Zuerst hat er ihn versucht von sich abzuhalten und eben Nein gesagt und er hat es erstmal gelassen aber danach hat er wieder angefangen und er hat ihm dann das Spieli gegeben.

  • Ich finde es sehr vernünftig, was der Trainer euch empfiehlt. Auch der Trainer hat keine Glaskugel und man kann bei einem Hund nicht immer einfach eine Ursache für ein Verhalten finden. So etwas kann eben auch ein längerer Prozeß sein.


    Eine Frage: hat der Hund eigentlich regelmäßig die Möglichkeit so richtig ohne Leine rumzutoben?

  • Körpersprache Hunde kennst du? Unterscheiden zwischen lachendem Gesicht weil Hund glücklich ist und Stressgesicht?
    Beschwichtigungszeichen? Wann Hund fiddelt?


    Behalt mal im Kopf das ich nicht jemand bin der sich sonderlich auskennt. Ich hab nur auch nen kleinen Hüpfer hier.
    Ich denke, da hat sich beim Hund schon ein Mechanismus, ein Verhaltensmuster eingeschlichen. Etwas stört ihn, oder ist zuviel für ihn, er springt und nutzt die Zähne.
    Mein Ansatz, für mich mit meinem Hosentaschenhund wäre, Programm runter auf Null. Ganz klare Strukturen, wer kümmert sich um was, wie läuft was ab. Und das immer, komplett ohne Ausnahme.
    Und darüber ganz genau Tagebuch führen. Was macht ihr mit dem Hund, wer macht es, wer ist noch beteiligt, wo, wie reagiert der Hund drauf.


    Sprich eineganz genaue Analyse vom Zusammenleben des Hundes mit euch unter immer gleichen Voraussetzungen. Über ein paar Wochen. Das man einfach mal ein detailliertes Bild bekommt und dann Auslöser erkennen kann und an den Stellschrauben drehen kan.


    Eleganter, einfacher und einfach rundum optimal wäre es, wenn ihr mit einem Hundetrainer das Ding angeht, der euch auch richtig anleitet.


    Es kann übrigens auch sein, das der Hund eine ganz klare und feste Bezugsperson braucht. Das zwei oder mehr Leute, von dem sich einer mal hierum, einer mal darum kümmert, zuviel sind.


    Btw. ja, es gibt Hunde, die auf eine für sie zu hohe Dosis Protein mit Hibbeligkeit reagieren. In wie weit das bei euch eine Rolle spielt - keine Ahnung. Selbst wenn, ist das glaube ich auch nur ein ganz winziges Stellschräubchen, da muss noch mehr sein.


    :???: Ich setz mich jetzt auf meine Finger und lass dich mal mit den Experten hier allein :bussi:
    Ihr schafft das :bindafür:

  • Er hat es bei ihm auch gemacht und er meinte eben erst ich soll ‚nein‘ trainieren, ihn an ein Maulkorb gewöhnen, die Fütterung umstellen (Mais und Protein weniger) und die Schilddrüse untersuchen lassen.

    Erst die körperlichen Ursachen abzuklären, die ein effektives Lernen u.U. verhindern können, die Fütterung zu optimieren und Management zu betreiben, bis die Diagnostik durch ist, halte ich für sehr vernünftig.
    Was stört Dich daran?

  • Und ich würde gerne wissen wie viel zu viel für ihn ist. Was ich besser lassen sollte usw

    Hast du ihn danach gefragt?
    Genau so?

  • Ich finde es sehr vernünftig, was der Trainer euch empfiehlt. Auch der Trainer hat keine Glaskugel und man kann bei einem Hund nicht immer einfach eine Ursache für ein Verhalten finden. So etwas kann eben auch ein längerer Prozeß sein.


    Eine Frage: hat der Hund eigentlich regelmäßig die Möglichkeit so richtig ohne Leine rumzutoben?

    Ja, aber der Trainer hat gesagt, ich soll erstmal nur mit Leine arbeiten.
    Sonst war ich morgens mit ihm im Wald zum Freilauf und abends sind ich und meine Mama zu meiner Oma gefahren, die wohnt im Dorf und da gibt es eine große Wiese oder Wald, da konnte er auch frei laufen. Aber da hat er dieses Zwicken und Springen auch gemacht :|


    Ja, aber ich finde, man sollte beide Seiten abklären. Und nicht direkt vom körperlichen ausgehen, weil das andere (finde ich) näher liegt..


    An und für sich sind es auch keine schlechten Tipps, nur eben eher auf Symptom als auf Ursache bezogen..

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