Der "gefährliche" Hund

  • Mir sind die Statistiken egal. Meine Erfahrungen mit Staffs sind 100 % negativ. Ich bin froh, daß aufgrund der Liste in Bayern nicht jeder zweite Vollidiot meint, einen Kampfhund sein eigen nennen zu müssen.

    Bei mir sinds Münsterländer.

    Auch nicht aussagekräftig.

    Ich hoffe die Hunde der jetzt Verurteilten werden euthanasiert. Nicht jeder muss resotialisiert werden.

  • Bei mir sinds Münsterländer.

    Auch nicht aussagekräftig.

    wurden die zum Töten von Artgenossen gezüchtet? (rethorische Frage)

    Das werden auch Staffs nicht.

  • Die ursprünglichen „Kampfhunde“ wurden - mein Wissensstand - auch erstmal nicht primär für den Kampf gegen andere Hunde, sondern auf „bulliger“ Seite für das Bullbaiting und auf Terrierseite für den Kampf gegen Ratten gezüchtet. Der reine „Hundekampf“ ist nur eine der vielen Perversionen zu Unterhaltungszwecken, die Mensch sich da in seiner Geschichte hat einfallen lassen. Und tödliche Verletzungen durch Hunde an anderen Tieren finde ich jetzt auch nicht prickelnd. Kommt hier bei weitem öfter vor, als tödlich verlaufende Beißereien zwischen Hunden


    Aber ja. Viele Hunderassen sind das Hunde mit Potential, dessen man sich bewusst sein muss.

    Das Problem mit der gegenwärtigen Listenpolitik ist halt, dass sie das Problem meiner Meinung nach eher ver- als entschärft.


    Mal ein ganz anderer Gesichtspunkt: Habe es hier in einem anderen Thread gelesen: Geschätzte 200 Euro monatliche Spritkosten für das Hobby Hund an Fahrten zu Training und Turnieren. Wenn ich da mal über die Folgekosten und Gefährdungen für unsere Umgebung nachdenke - sollte sowas nicht auch ins Kalkül? Wenn man da schon anfängt, einzeln nachzurechnen?


    Wir haben als Gattung dermaßen viele Hobbys, die für andere gefährlich sind bzw. zu Lasten der Lebensqualität insgesamt gehen. Vor dem Hintergrund finde ich die Rasselistengeschichte einfach nur Augenwischerei.

  • Das werden auch Staffs nicht.


    "Der Ursprung dieser Rasse geht auf den Import englischer Staffordshire Bull Terrier zurück, die um 1870 nach Amerika gelangten. Dies war die Blütezeit des Hundekampfes. Es gibt zahlreiche Belege, dass die damals noch als „Bull-and-Terrier“, „Half-and-Half“, „American Bull Terrier“ und „Pit Bull Terrier“ bezeichneten Vorfahren des American Staffordshire Terriers zum Hundekampf eingesetzt wurden."

    Zitat von der VDH-Seite entnommen: https://www.vdh.de/welpen/mein-we…rdshire-terrier

  • Das werden auch Staffs nicht.


    "Der Ursprung dieser Rasse geht auf den Import englischer Staffordshire Bull Terrier zurück, die um 1870 nach Amerika gelangten. Dies war die Blütezeit des Hundekampfes. Es gibt zahlreiche Belege, dass die damals noch als „Bull-and-Terrier“, „Half-and-Half“, „American Bull Terrier“ und „Pit Bull Terrier“ bezeichneten Vorfahren des American Staffordshire Terriers zum Hundekampf eingesetzt wurden."

    Zitat von der VDH-Seite entnommen: https://www.vdh.de/welpen/mein-we…rdshire-terrier

    Da sind wir dann tatsächlich beim Yorkshireterrier. Oder anderen Terriern. Die waren zu dem Zeitpunkt auch in der Pit. Wenngleich eher gegen Ratten. Teilweise bestimmt aber auch Hundkampf (Waren ja auch mal größer, als jetzt)

    Die Rasse American Staffordshire Terrier als Rasse im FCI Sinne hat diesen Tierkampf Background so nicht. Oder man müsst alle englisschstämmigen working Terrier zb auch dazu zählen. Plus alle Molosser. Plus etliche Hirtenhunde.

    Nochmal, der American Staffordshire Terrier ist seit X Jahren im Grunde die Showlinie, der American Pit Bull Terrier die Arbeitslinie. Staffordshire Bullterrier, Bullterrier sind wieder was anderes. Alle irgendwie verwandt und trotzdem sehr unterschiedliche Werdegänge (Bloß kommt jetzt niemand mit dem Nanny Dog Gschichtl).

    Wenn, dann sag Pit Bull. Da ist das bis heute teilweise noch zutreffend.

    Die Basis aller Bull&Terrier undsoweiter ist sicher ähnlich, so zig Generationen zurück. Die Selektion verlief aber unterschiedlich.

    Heißt trotzdem nicht, dass alle Staffs immer sauber im Kopf sind. Da bin ich schon irgendwie bei Dir.

    Aber was Du meinst ist nicht der AmStaff.

  • frauchen07 merkste was? Sobald es deinen Pudel betreffen könnte mit teurem und z.T. für Hunde traumatisierendem Wesenstest, bist du ganz fix in der Abwehrhaltung. Aber wenn's jeden Halter, der einen Hund vom Bull und Terrier-Typ haben möchte, per Gesetz schon präventiv trifft, "wenn ich die Rasse gern halten möchte, warum nicht?"

    So ein Quatsch.

    Ich bin in gar keiner Abwehrhaltung. Ich finde dieses ewige "das ist sooo gemein, warum müssen die anderen nicht, das ist soooo ungerecht" Ding einfach blöd.

    Ja ist ungerecht. Wird nicht gerechter, wenn man ewig noch andere mit reinzieht.

    Und seit wann ist der Wesenstest eine Strafe?

    Hier schreiben immerzu Leute "Wesenstest für alle". Weil alle HUnde sind ja soooo gefährlich. Und "ein Chihuahua ist genauso gefährlich wie jeder Kampfhund" blablubb.

    Lasst uns doch gleich alle Hunde verbieten, das wäre dann gerecht.

    Ich sag ja, diese Haltung hat bei mir dazu geführt, dass ich nicht mehr Anti-Liste bin wie früher. Noch lange nicht pro (ich habe NUR geschrieben, dass ich die Reaktion der Kommune verstehe), aber nicht mehr klar und deutlich Anti.

    Dass Kommunen irgendwas tun wollen, verstehe ich gut. Dass das was sie tun, wie so oft, nicht perfekt ist, ist auch klar.

  • Nochmal, der American Staffordshire Terrier ist seit X Jahren im Grunde die Showlinie, der American Pit Bull Terrier die Arbeitslinie. Staffordshire Bullterrier, Bullterrier sind wieder was anderes. Alle irgendwie verwandt und trotzdem sehr unterschiedliche Werdegänge (Bloß kommt jetzt niemand mit dem Nanny Dog Gschichtl).

    komisch ist nur, daß bei ALLEN anderen Rassen immerzu gesagt wird: Das ist ein Jagdhund, das ist ein Hütehund, auch wenn zb beim Goldie schon längst nicht mehr das Hauptaugenmerk auf die Jagd/Apportieren ist, sondern 'Familienhund'

    Selbst der kleinste Yorkie weiß noch, daß er ein Rattler war.

    Der Pudel, als der empfohlene Hund überhaupt, DER Familienhund, immer wieder wird betont: "Der hat Pfeffer im Arsch und je nachdem hat er - als (ehemaliger) Jagdhund enormen Jagdtrieb

    Nur der heutig Amstaff ist ein Kuscheltierchen, bei dem man doch bitte die Vergangenheit cutten soll, weil heut ist er nicht mehr so, heute ist er niedlich :roll: Er hat seinen Ursprung, und der kann bzw sollte eben nicht geleugnet werden.

    Alles andere ist Schönrederei.

  • Wer genau sagt/behauptet das hier denn? Ich habe nichts dergleichen gelesen (überlesen?) und finde es schwierig anderen sowas zu unterstellen nur weil man deren Meinung nicht teilt.

    Jeder der ein klitzekleines bißchen Hundesachverstand hat, weiss dass bestimmte Rassen bestimmtes Gefährdungspotenzial bergen. Das allein macht die Rasse in den richtigen Händen aber nicht gefährlicher als eine Hunderasse mit weniger Gefährdungspotenzial in den falschen Händen.

    Und bitte, wenn jetzt Extremvergleichen á la Malteser vs. Dogo Argentino kommen, hat sich der Schreibende für mich disqualifiziert für diese Diskussion.

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