Knapp 2-jähriger Rüde frisst nicht mehr / Bitte um Erfahrungen

  • Hallo zusammen,

    ich benötige bitte einmal Euer gesammeltes Wissen...

    Gleich vorab:
    Wir sind selbstverständlich immer wieder beim Tierarzt.
    Aber da hier so viele Menschen mit so viel Erfahrung und auch medizinischem Wissen sind, wäre ich über ein paar Infos/Anregungen sehr dankbar.

    Es geht um Paulemann. Er wird im Februar zwei Jahre, ist ein Mischling und nicht kastriert. Bis jetzt immer kerngesund.
    Vor ca. 4 Wochen ging es (rückwirkend betrachtet) los...er mag nicht mehr fressen.

    Sonst hat er sich wie immer verhalten, lediglich der Appetit war nicht da...
    Da er immer mal alle paar Wochen für ein, zwei Tage nicht so doll frisst, haben wir uns erst nichts dabei gedacht.

    Dann kam ein wenig Durchfall (nicht schlimm, nicht flüssig, eher breiig) dazu und da er auch die gekochte Schonkost nicht angerührt hat, sind wir dann ab zum Tierarzt.

    Dort wurde er dann gegen Magen-Darm behandelt (Antibiotikum & Mittel gegen Übelkeit), was im Nachhinein betrachtet wohl überflüssig war, denn sein Appetit kam nicht wieder.
    Blutprobe ist in Ordnung, es wurde ein großes Blutbild gemacht: alle Werte sind so wie sie sein sollen.
    Kotproben haben wir dann auch gesammelt & später abgegeben: alles in Ordnung!

    Zwischendurch hat er immer mal wieder kleine Portionen gegessen (wenn der Hunger wohl einfach zu groß war).
    Das Einzige, was er die ganze Zeit frisst, sind Chicken Mc Nuggets, Käse, Brot mit Butter und seine Lekkerlies.
    Ich habe natürlich alles Mögliche ausprobiert, damit er überhaupt etwas im Magen hat und nicht auch noch brechen muss, weil er komplett ausgenüchtert ist.

    Von seinen ursprünglich 23 Kilo sind mittlerweile 6 weg.

    Am Montag waren wir dann wieder beim Tierarzt. Da mittlerweile Magen/Darm ausgeschlossen werden kann.
    Und da ich berichtete, dass er im Moment tendenziell nervös & ein bisschen unsicher wirkt und vermutete, dass es vielleicht etwas hormonelles sein,
    wurde seine Prostata untersucht und siehe da: sie ist vergrößert.

    Dann hat er eine Hormonspritze bekommen, die nach ca. 2-3 Tagen ihre Wirkung entfalten soll.

    Und nun kommt meine momentane Ratlosigkeit (ich muss mich halt erst schlau machen auf diesem Gebiet)...
    Zuerst schauen wir natürlich, was passiert, wenn die Wirkung wirklich einsetzt....

    Hat hier jemand Erfahrungen für mich zum Thema vergrößerte Prostata und Appetitlosigkeit?

    Ich lasse ihm natürlich weder ohne weitere Untersuchungen, Recherche und Gespräche beim Arzt einen Chip setzen oder kastrieren.

    Ich bin jetzt einfach erst einmal auf der Suche nach Erfahrungen und Informationen.

    Ansonsten ist der kleine Mann quietschfidel, wenn man nicht wüsste, dass er fastet, käme man nicht darauf, dass etwas nicht stimmt.

    Ich freue mich über Eure Infos & Erfahrungen. Ich bin nämlich ganz krank vor Sorge und möchte gern so schnell wie möglich die Ursache finden.

    Ich danke Euch, herzliche Grüße, Tini


    P.S. Ich habe in den nächsten Tagen nur sehr limitierten Internet Zugang, daher bitte nicht wundern, ich kann wohl erst ab Dienstag wieder antworten.

  • Das Einzige, was er die ganze Zeit frisst, sind Chicken Mc Nuggets, Käse, Brot mit Butter und seine Lekkerlies.

    Könnte sein, dass ihr ihn unbeabsichtigt zu einem Mäkler erzogen habt, denn diese Sachen schmecken ihm mit Sicherheit besser als sein normales Futter.
    Und wenn er jetzt gemerkt hat, dass er sein normales Futter nicht unbedingt fressen muss, denn irgendwer gibt ihm dann schon was Anderes und wenn nicht, dann fastet man halt ein paar Tage, bis sich jemand erbarmt oder auch nicht, dann kann es durchaus sein, dass ein Hund solches Verhalten zeigt und dann auch abnimmt.

    Was bekommt er denn normalerweise zu fressen?
    Falls es Trockenfutter ist, ist es oftmals sehr hilfreich, wenn man unters Trockenfutter einen kleinen Löffel Nassfutter mischt, dann fressen die meisten Hunde wieder ihr Futter.

  • Erfahrungen habe ich damit nicht. Ich glaube aber, dass sich die Prostata vergrößert, wenn läufige Hündinnen in der Umgebung sind und der Rüde sich da reinsteigert. Dann stellen sie auch häufig das Fressen ein. Auch Durchfall passt dazu.
    Was nun nicht passt, ist, dass ihm weiter nichts anzumerken ist.
    Wobei... du sagtest ja nervös und unsicher, das ist ja nicht wirklich "nichts."

    Schade, dass du erst Dienstag wieder antworten kannst, mich hätte jetzt interessiert, wie er die momentane Verwöhnkost verträgt, also ob er Durchfall oder Verstopfung hat oder Bauchschmerzen oder irgendwas in der Art. Zähne wurden sicher auch untersucht, oder?

  • Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

    Mir ist diese Thematik durchaus bewußt, aber da auch diese Sachen nur in kleinen Mengen und mit großer Unlust gegessen werden, kann ich das fast ausschliessen.

    Zudem war er zwar immer ein guter, aber nie ein begeisterter Esser...Er ist mehr für Spazierengehen und Spielen zu begeistern als für´s Essen generell.

    Er bekommt Dehners Fine Nature und einmal die Woche vom Fleischer Pansen mit Hackfleisch (was sonst heiß geliebt, aber jetzt auch nicht angerührt wurde)....

  • Hmmm, dann würde ich auch fast meinen, da sind irgendwo läufige Hündinnen unterwegs und er ist jetzt im Hormonchaos. Da verweigern viele Rüden das Fressen.

  • Heute kann ich noch antworten :-)

    Zähne wurden auch untersucht, alles top.

    Durchfall hat er seit zwei Wochen gar keinen mehr und das was er frisst, verträgt er zum Glück gut.
    Auf die Chicken Mc Nuggets sind wir überhaupt nur gekommen, weil ich die Antibiotika Tabletten irgendwo verstecken musste und er selbst Leberwurst nicht wollte...

    Und ja, die Unsicherheit passt für mich ins Bild, dass hormonell etwas aus dem Gleichgewicht ist....

  • Jetzt zur Hand leider nicht, aber ich kann versichern, dass er vorher genau richtig war vom Gewicht und jetzt zu dünn ist.
    Die Hüftknochen gucken raus und die Taille ist definitiv zu schmal. Das sagt auch der Tierarzt und alle die ihn kennen sehen es auch so....

  • Wenn es nicht besser wird, würde ich den kompletten Bauchraum schallen, die Bauchspeicheldrüse untersuchen lassen und die Lunge Röntgen lassen.

    Mein erster Hund hat mit 5 Jahren das Fressen vom einen Tag auf den anderen eingestellt, davor war er schon etwas mäkelig und hat auch so schon mal 1-2 Tage nichts gegessen. Dann aber plötzlich gar nichts mehr.
    Er wurde mehrmals tierärztlich durchgecheckt, leider weiß ich nicht genau was untersucht wurde und was alles ausgeschlossen wurde weil ich noch recht jung war und eher meine Mutter zuständig war.

    Jedenfalls war er gegen Ende sehr abgemagert und schwach und ist noch gestorben bevor man die Ursache gefunden hatte. Nachdem er das Fressen so gut wie komplett eingestellt hatte ist er nach etwa 6-8 Wochen gestorben. Darum lasst euch bitte nicht zu viel Zeit, insbesondere wenn er schon sehr dünn ist.


    Und "mästet" ihn ruhig mal mit etwas chickennuggets solange er die noch isst. Ab einem gewissen grad ist Untergewicht auch unabhängig von der auslösenden Krankheit sehr lebensbedrohlich.
    Oder versucht es als gesündere Alternative mal mit angebratenem/gekochtem Hühnerfleisch, evtl nimmt er das auch.

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