Typisch Junghund oder Baustellenalarm?

  • hat er neuerdings Tendenzen sich zu ducken

    es ist eben einfach ein Ducken

    Ich finds super, dass du dir Gedanken dazu machst, quasi schon bevor das Problem erkennbar auftritt. Aber ich persönlich kann jetzt mit diesen Beschreibungen noch nicht so viel anfangen.

  • Also, bisher hat er sich mit erhobenen Haupt auf den Popo gesetzt und den Hund beobachtet (Ablenkung erfolglos). Vor ein paar Tagen hat er sich bei Hundesichtung ganz hingelegt, Kopf tief. Bei ein paar anderen Hundesichtungen ist er zwar nicht mehr ins Platz, hat dafür den Kopf nach unten genommen.

    Mich würde eben interessieren, ob das schon ein Problem werden kann, wenn ich da nichts mache. Abgesehen davon kann sowas ja auch den anderen Hund verunsichern.

  • Abgesehen davon kann sowas ja auch den anderen Hund verunsichern.

    Genau deshalb interessiert mich das Thema so. :D
    Ich bin aber selbst Laie. Ich denke aber weiterhin, dass du da mit mehr Details zur Körpersprache rausrücken musst, falls die Profis hier das einschätzen sollen.
    Du wirst ja in den Threads gelesen haben, dass es verschiedene Bedeutungen haben kann und das kann man eben nur anhand den restlichen Signale deuten, so weit ich weiß.

    Meine Glaskugel sagt jetzt mal spontan, er setzte sich früher hin als Beschwichtigung/Entschleunigung oder als Freeze oder als Übersprungshandlung. (Alles geraten wie man sieht :D )
    Dann wurde er vom Beagle bedroht, hat sich hingelegt als Beschwichtigung.
    Gleichzeitig aber vom Beagle gelernt: Wenn man den Kopf runternimmt und starrt, dann schüchtert man die anderen Hunde ein und fühlt sich nicht mehr so hilflos.

  • Die Hundetrainerin fragte mich auch nach den Ohren und den Schwanz.
    Schwanz kann ich nicht erkennen, da er sitzt oder fast liegt.
    Doch die Ohren sind eher vorne als hinten. Daher schlussfolgere ich "Jagdverhalten" :dagegen:

    Heute machte er es wieder deutlich: sichten, auf den Popo setzten, glotzen, nicht ansprechbar sein, Versuch ihn wegzuführen scheitert (hängt im Geschirr), duckt sich, fast im Platz, und 1 m bevor der andere Hund da ist --> hüpf "Hallo, hier bin ich" :omg:

    Ich lese jetzt mal hier mit https://www.dogforum.de/index.php/Thre…85#post13884085

    Ausserdem möchte ich dringend erwachsene, souveräne Gassipartner für ihn suchen. Ab und zu mit anderen Junghunden oder fremden Hunden durch die Gegend zu blödeln, hilft ihm nicht dabei, ein höflicher und souveräner Hund zu werden ;-)

  • Leinenführigkeit ist so la la. Ich denke das hat damit zu tun, dass nicht alle, die mit ihm spazieren gehen, konsequent mit ihm üben. Ich habe jedenfalls keine Lust auf Schlittenrennen und übe nun ganz hartnäckig mit ihm. Ziehen an der Leine bedeutet anhalten. Und wenn die Leine locker ist und der Hund aufgehört hat zu jammern, geht es weiter. Es ist zwar frustrierend für beide Seiten, doch es wird schnell besser.

    Wie lange dauert es denn bis ein Hund im Idealfall einigermassen ruhig an der Leine gehen kann?

  • Wir haben nun konsequent seit etwa 2 Wochen dran geübt. Es klappt sehr gut muss ich sagen, außer, es kommt ein anderer Hund in Sicht.
    Ansonsten nur noch kurz zuppeln an der Leine und sie läuft ohne zu ziehen. Alles total toll. Anfangs bin ich stehen geblieben, wie Du auch. Dann habe ich, wenn sie zog, dagegen gezogen. Kurz und knackig, damit sie merkte....so nicht! Das ging genau 2 Tage und sie hat gemerkt, wenn die Leine stramm ist, macht sie langsamer.
    Einfach dabei bleiben, das wird schon!

  • Oh. Wenn verschiedene Leute mit ihm laufen, die vielleicht auch keinen Bock auf oder unterschiedliche Vorstellungen von Training haben, dann wird es bestimmt auch schwieriger, eine Linie in die Hundebegegnungen zu kriegen, oder?
    Zur Leinenführigkeit gibt es übrigens auch belohnungsbasierte Möglichkeiten. Kennst du den Sammelthread zur Leinenführigkeit?

  • Wir haben nun konsequent seit etwa 2 Wochen dran geübt.

    Wenn ich ganz hartnäckig bin, was das Ziehen betrifft, geht es eigentlich auch recht schnell. Nach wenigen Tagen ist Junior schon nicht mehr so aufgeregt, wenn man mit ihm rausgeht :-) Doch von einem Nebenhertraben an der lockeren Leine, sind wir noch weit entfernt. Manchmal geht das auf dem Heimweg. Dann trabt er neben mir her, mit Blick zu mir, und wartet bis eine Belohnung in sein Maul fällt ;-)

  • Das ist der kleine Rabauke: Carlos, ein Spaniel-Mix, 7 Monate alt, wurde als Welpe auf spanischen Strassen aufgelesen, kam danach auf eine Pflegestelle, vor drei Monaten in die Schweiz und vor zwei Monaten zu uns :-)

    Da es anscheinend noch niemand geschrieben hat, mache ich das jetzt. Das Zitat oben aus dem ersten Post ist glaube ich etwas mehr als 1 Monat alt. Der Kleine ist also erst 3 Monate bei euch, wenn ich das richtig lese & zähle als 4. Station in seinem jetzt 8-monatigen Leben.
    Daher kann ich mir schon vorstellen, dass einige seiner Verhaltensweisen auch Reaktionen auf die vielen Umstellungen und den damit verbundenen Stress waren und sind.
    Dazu kommt, es ist ein Junghund und er kommt jetzt auch langsam wirklich bei euch an, zeigt also auch deutlicher, welche Unsicherheiten und Verhaltensmuster er in seinem bisherigen, kurzen aber bewegten Leben erworben hat.

    Diesen Aspekt finde ich wichtig, hatte ihn jetzt aber in anderen Posts nicht gesehen.

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