• Meine lieben ich habe eine Frage an euch :)

    Ich habe ja schon länger keinen Hund mehr, aber kümmere mich ab und an um den Hund meiner Tante.

    GEstern musste ich die Motte aus der Pension abholen...

    Durch Zufall kam ich mit der Dame auf Giardien.

    Sie meinte, ja sowas ist halt nervig, aber kommt halt vor. Gabs in ihrer PEnsion halt auch schon.

    Ich war schon etwas verwundert, und hab ihr gesagt, das das doch ziemlich anstrengend ist, für Tier und Halter, das weg zu bekommen?
    Weil man alles desinfizieren muss...

    Sie meinte, Nö, nur Antibiotika rein und gut. Das das ja totaler Quatsch wäre mit dem sauber machen... Aha?

    Also ich kenne es nur aus dem Katzenbereich, da muss alles mehrfach immer gesäubert, desinfiziert und gereinigt werden. DEcken abgekocht usw usf...

    Ist das bei den Katzen anders? Oder untertreibt die PEnsionsdame?

    Viele liebe Grüße

  • Die Handhabe bei Hunden ist auch nicht anders. Ich würde sagen, diese Dame macht es sich sehr einfach. Würde mich nicht wundern, wenn die Giardien aus ihrer Pension mitgebracht werden würde.

    Denn bei einer Vielzahl von Hunden - besonders erst recht, wenn ein hoher Durchlauf da ist - muss die Hygiene im Vordergrund stehen.

  • Man muss aber auch so ehrlich sein und berücksichtigen, dass bei dem durch die Hundewelt geisterndem Giardien-Befall und der mangelhaften Koteinsammel-Praxis (es ist ja nicht jeder HH im DF) die Giardien-Belastung auf normalen Spazierwegen auch bereits sehr hoch sein wird.

    LG, Chris

  • In einer Hundepension würde ich schon auch das gründliche Reinigen inklusive Dampfbehandlung erwarten, wenn Giardienbefall nachgewiesen wurde. Mit dem Desinfizieren ist das ja so eine Sache. Giardien sind extrem wiederstandsfähig, eigentlich helfen nur hohe Temperaturen wirklich.
    Generell meine ich, dass man nicht so viel Panik vor Giardienbefall verbreiten sollte, denn viele Hunde (und Katzen) sind befallen, ohne Symptome zu zeigen, scheiden also auch die Zysten aus, an denen sich jeder Hund (übrigens noch wochenlang) anstecken kann. Ist sein Immunsystem auf Trab, regelt sich das von alleine. Trotzdem: die Haufen seiner eigenen Hunde aufzusammeln und zu entsorgen, das wäre schonmal ein guter Anfang, da stimme ich @Chris2406 voll und ganz zu. Leider wird das viel zu wenig gemacht. Und wie gesagt, auch ein symptomfreier Hund kann Giardien haben und weitergeben.
    Ein - wie ich finde - informativer Artikel dazu ist folgender:
    Giardien bei Hund, Katze und Mensch: Auf dem Weg zur Weltherrschaft? - Ulm / Neu-Ulm - Kleintierpraxis Ralph Rückert

  • In einer Hundepension würde ich schon auch das gründliche Reinigen inklusive Dampfbehandlung erwarten, wenn Giardienbefall nachgewiesen wurde.

    Das wollte ich auch überhaupt nicht ausschliessen - nicht, dass das von mir da oben mißverstanden wird. Mir gings mehr darum, dass man dann quasi aus der giardien-freien Hundepension kommt, wenn die - was sowieso regelmäßig gemacht werden sollte - grad frisch gereinigt ist und der Hund holt sich am nächsten Grasbüschel, an dem er schnuppert, die Giardien erneut.


    LG, Chris

  • Ach guck, auch gut zu wissen. Das wusste ich gar nicht?

    Also überleben die auch auf normalen Gehwehgen, Gebüschen und co?

    Es muss nicht immer der frische Hundehaufen sein? Kenne mich (zum Glück-toi toi toi) mit dem thema nicht aus

  • Das wollte ich auch überhaupt nicht ausschliessen - nicht, dass das von mir da oben mißverstanden wird. Mir gings mehr darum, dass man dann quasi aus der giardien-freien Hundepension kommt, wenn die - was sowieso regelmäßig gemacht werden sollte - grad frisch gereinigt ist und der Hund holt sich am nächsten Grasbüschel, an dem er schnuppert, die Giardien erneut.

    LG, Chris

    Ja, so war es auch nicht gemeint - alles gut.

    Ja, die Zysten überleben wochenlang auf allen möglichen Untergründen. Sie sind sehr zäh, tiefe Umgebungstemperaturen (wie im Winter eben) schaden ihnen nicht, hohe müssen wirklich hoch sein, soweit ich weiß, über 70 Grad Celsius.
    Ich glaube schon, dass jeder, der Angst vor Giardien hat, sich darüber klar werden sollte, wie lange es diese Art schon gibt, wieviele Menschen und Tiere geschätzt davon befallen sind.
    Die gern beschriebenen Todesfälle von vor allem Auslandshunden aus dem Tierschutz sind wohl eher dem generell geschwächten Zustand geschuldet - der Giradien-Durchfall gab dann noch den Rest.
    Ich will auch gar nicht so tun, als wäre das völlig unproblematisch - ich habe selber gerade seit 8 Wochen einen TS-Hund bei mir, der Giardien hat - und zwar hartnäckig! Das nervt, und ich würde sie gerne loshaben. Aber: dieser Hund ist generell unter Stress. Er hat vor vielem Angst, ist fremden Hunden gegen+über unsicher, hat Verlustpanik etc. Sein Immunsystem kann also gar nicht besonders gut gewappnet gegen solche Erreger sein... Bemerkenswert ist übrigens, dass sich die anderen Hunde bei mir bisher nicht angesteckt haben...
    Viele Tierheime und Auffangsattionen sind regelrecht giardien-verseucht. Und dem Herr zu werden, ist praktsich unmöglich.

  • Bemerkenswert ist übrigens, dass sich die anderen Hunde bei mir bisher nicht angesteckt haben...

    Ja, das war hier auch so, als unser Harley die Giardien mitgebracht hat - auf einen Hof, auf dem zu der Zeit 5 Hunde und drei Katzen lebten, sowie die Dorfkatzen regelmäßig vorbei gekommen sind.

    Angesteckt hat sich nur mein damals leberkranker Sid - übrigens trotz der ausführlichen Hygienemaßnahmen. Auch da sind wir von einem alters- und erkrankungsbedingtem geschwächtem Immunsystem, wozu ja auch der Darm gehört, ausgegangen.

    Seitdem war hier - toi, toi, toi - nie wieder was in diese Richtung.

    LG, Chris

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