Untersuchung/Röntgen und Läufigkeit

  • Hallo Miteinander,

    ich habe mit meiner Hündin (RR-Mali-Mix) eine gesundheitliche Baustelle und bin mir überhaupt nicht sicher, was ich am besten tun soll. Es ist meine erste Hündin, daher bin ich gerade um die Läufigkeit herum vorsichtig.

    Vor ca. 4 Wochen fing meine Hündin (14 Monate) alt an hinten links zu humpeln. Ich hab sie geschont und nur noch an der Leine laufen lassen. Als es nicht besser wurde, bin ich mit ihr zum TA. Die Untersuchung war unauffällig, d.h. kein Schmerzempfinden, er tippte auf Knie, gab ihr eine Spritze Schmerzmittel und gab mir Schmerztabletten (Arthisel) mit. Das sollte ich eine Woche geben und wenn es nicht besser werden sollte wieder kommen. Dazu muss ich sagen, dass ich das erste Mal bei diesem TA war, da wir 250 km von der Heimat weggezogen sind, der TA meines Vertrauens also nicht greifbar war. Nachdem ich Arthisel gegoogelt habe, habe ich mich entschlossen, es nicht zu geben, sondern bin auf Traumeel ausgewichen. Damit wurde es auch deutlich besser, das Humpeln ging weg.

    Das ist nun ca. 3 Wochen her. Nun steht ihre Läufigkeit bevor und sie humpelt seit heute wieder recht stark, entlastet das Bein im Stehen, läuft aber auf allen Vieren. Ich habe nun die Empfehlung auf einen anderen TA zu dem ich gerne möchte, allerdings habe ich überall gelesen, dass man vor, in oder direkt nach der Läufigkeit keine Knieuntersuchungen durchführen und auch nicht Röntgen soll (zumindest nicht auf HD). Tja, und nu? Ich möchte sie aber röntgen lassen, um skelettäre Schäden ausschließen zu können, auch auf Kreuzbandriss etc. muss untersucht werden. Hat wer Erfahrung oder einen Rat für mich, was ich tun soll oder kann?

  • Du hast geschrieben, das Humpeln war weg. Hat der Hund denn nun wieder rigendwas gemacht, das die Ursache für erneutes Humepl sein könnte? Dazu kann auch eine evtl. Überlastung gehören durch einen recht langen Spaziergang zB., oder daß sie halt wieder rumgesprungen ist, weils nimmer wehtat - aber irgendwas halt noch net richtig ausgeheilt war.

    Kann einfach nur vertreten sein im besten Falle, und wenn man dann zu früh wieder voll belastet im Übermut, tut´s halt wieder weh.

    Was ist denn die Begründung dafür, daß man da nicht röntgen sollte? Nach der würde ich fragen, udn dann entscheiden, ob die Erklärung für mich sinnvoll erscheint, oder eher nach "das haben wir immer so gehalten" klingt.

    Aber wenn Du erstmal beim Doc anrufst, zur Terminvereinbarung, kannst Du genau das ja fragen - wenn Du sagst, Du hättest gehört daß.... und möchtest gern wissen, was da dran sei, und wenn ja, was genau der Hintergrund dafür sei. Und dann eben den Termin entsprechend (nach der Läufigkeit) vereinbaren.

    Hingehen würde ich aber trotzdem jetzt mal - denn wenn der Hund Schmerzen hat, dann würde ich ihm zumindest nochmal ein Schmerzmittel geben lassen bis zur Möglichkeit der genaueren Diagnose.

    Wenn der Hund noch etwas jünger wäre, hätt ich gesagt, vielleicht wächst das Bein und tut deswegen weh - aber ob das mit 14 Monaten noch wächst? Keine Ahnung..... *gg


    Ah - guck mal:
    ich hab hier was gefunden als Erklärung zum Röntgen während der Läufigkeit:
    "Ab der siebten Lebenswoche ist es möglich, manuell die Stabilität der Hüftgelenke zu überprüfen (z. B. Ortolani-Test). Mit diesen Untersuchungen kann man erste Hinweise auf eine Lockerung des Gelenkes oder eine Fehlstellung der Hüftgelenke erhalten. Die endgültige Diagnose bringt jedoch ausschließlich das Röntgenbild nach vollendetem Wachstum. Bei Hündinnen sollte das HD-Röntgen während einer Läufigkeit vermieden werden. Ob und in welchem Maße die Läufigkeit Einfluss auf das HD-Ergebnis nimmt, ist umstritten. Da die Östrogene zu einer Auflockerung des Bindegewebes führen, kann aber nicht mit Sicherheit ein Einfluss auf die röntgenologische Darstellung der Hüftgelenke ausgeschlossen werden."
    Quelle: Hüftgelenksdysplasie (HD)


    Das bezieht sich speziell auf die Auflockerung des Bindegewebes durch die hormonellen Einflüpsse während der Läufigkeit. Ob ein gerissenes Band deswegen anders aussieht, weiß ich nicht - aber evtl. könnte diese Auflockerung natürlich das eigentliche Porblem verschleiern.


    Also: Doc fragen und Schmerzmittel holen für gleich, und einen Termin für Röntgen in 4 Wochen oder so vereinbaren, erscheint mir echt am Sinnvollsten.

  • So, danke erst mal für eure Antworten. Ich habe jetzt die Empfehlung für einen wohl relativ guten Hunde-Arzt in der Umgebung, den ich morgen anrufen werde. Es ist wirklich schwierig einen neuen guten Tierarzt zu finden, der nicht nur an den Profit denkt und auch Ahnung von Hunden hat.

    Ich hatte zuletzt vor vier Wochen bei ihr den Verdacht auf Kreuzbandriss, dass hat der letzte TA aber ausgeschlossen, da sie sonst das Bein nicht so belastet hätte.


    oder daß sie halt wieder rumgesprungen ist, weils nimmer wehtat - aber irgendwas halt noch net richtig ausgeheilt war.

    Ja, das befürchte ich auch. Ich bin zwar immer moderat mit ihr gegangen und habe sie nach wie vor geschont, aber sie ist halt ein junger Hund und spurtet schon mal los....

    Morgen weiß ich hoffentlich mehr. Könnt ihr ein halbwegs verträgliches Schmerzmittel empfehlen? Arthrisel habe ich ja noch eine Packung, aber das packe ich nicht in meinen Hund...

  • Du brauchst das Ergebnis ja nicht für eine Auswertung zur Zuchtzulassen. Da kannst du ruhig in der Läufigkeit röntgen lassen.

    Die Erbenisse verschlechtern sich nur minimal.
    Ansonsten kann ich nur Empfehlen ein Digitales Röntgen machen zu lassen bei jemand der sich damit auskennt und dir gleich eine Einschätzung geben kann welcher Grad es ist.

    HD/ED/OCD und Knie sowie Übergangswirbel würde ich dann röntgen lassen (sollte um die 200€ kosten je nach Klinik)

  • Bei uns gibt's bei unrundem Gang und offensichtlichen Schmerzen im Bewegungsablauf Rimadyl. Eine kurze Kur und doppelt so lange Schonung, dann ist eigentlich immer alles ok.

    Allerdings würde ich das mit dem TA besprechen. Genau schildern was Du möchtest und mit dem abgleichen, was er empfiehlt. Kein Medikament ist ohne eventuelle Nebenwirkungen, wie bei Menschen halt.

    Und von Problem mit dem Röntgen während der Läufigkeit hab ich noch nie was gehört. Außerdem geht es ja nicht um die ZZL. Wenn mein Hund Schmerzen hat würde ich die notwendigen Maßnahmen gleich ergreifen und nicht noch lange warten. Der TA wird alles nötige trotzdem erkennen können.

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