Inhalationsnarkose bei Zahn-OP möglich?
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Hallo liebes Forum,
bei unserem Hund steht nächste Woche eine Zahn-OP an, da eine kleine Spitze des Fangzahns abgebrochen ist (ca. 5 mm mit offener Pulpa, die inzwischen nicht mehr rot ist, sondern weiß).
Laut TA muss der beschädigte Zahn leider entfernt werden, weil dieser am Tag des Unfalls hätte behandelt werden sollte. Ohne nachgesehen zu haben, sollte die Entzündung schon zu weit fortgeschritten sein (unser Hund lies sich an diesem Tag nicht in's Maul schauen). Leider haben wir das ganze erst 1 Tag später bemerkt, als wir uns wunderten, wieso er sich beim trinken so anstellte.
Kommen wir zu meiner eigentlichen Frage:
Mir wäre eine Inhalationsnarkose am liebsten, weil es die sanfteste Methode sein soll, aber leider soll das bei einer Zahn-OP nicht möglich sein / es komme nur eine "normale" Narkose in Frage.
Ich mache mir sehr viele Sorgen und konnte die ganze Nacht schon nicht schlafen, weil mich die Gedanken plagen und nicht mehr in Ruhe lassen, er könnte nach der OP nicht mehr aufwachen. Im Netz habe ich des Öfteren darüber gelesen, dass es solche Fälle gab.Hatte schon mal jemand das gleiche mitgemacht und kann mich vielleicht beruhigen, dass dieser Eingriff nicht so wild ist und das eine normale Narkose unerlässlich ist, oder könnte man die Zahn-OP sogar doch mit einer "anderen" Inhalationsnarkose durchführen ?
Danke für's Lesen.

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Hallo,
hast du hier Inhalationsnarkose bei Zahn-OP möglich? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Inhalationsnarkose ist in Kliniken möglich,auch bei Zahn-OPs.
Zumindest in unserer,wir haben vier mobile Inhalationstürme,wovon einer für unsterile OPs ist,wie zB Zahnsanierungen.Musst sonst mal herum fragen.
Bei einer Injektionsnarkose würde ich erfragen ob intubiert wird sowie ein Venenzugang gelegt wird.
Das wäre für mich Mindestvoraussetzung.
Und lass vorher Blut untersuchen wenn du Angst hast. Dann sieht man ob die Narkose vernünftig abgebaut werden kann.
Ganz auf Nummer sicher wäre noch ein Herzultraschall vorher.Wie alt ist denn dein Hund?
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Schön, dass sowas doch möglich ist.
Man hat uns mitgeteilt, dass unser Hund während der OP am EKG dran hängt - von intubieren und einem Venenzugang hat man uns nichts erzählt.
Eine Blutuntersuchung wurde mir vorgeschlagen, als man mitbekommen hat, dass ich mir große Sorgen mache.PS: Er ist frische 7 Jahre alt.
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Ohne zu intubieren + Venenzugang würde von mir kein Hund auf einen OP Tisch kommen.
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Bei einer Inhalationsnarkose bekommt der Hund aber auch vorher ein kurz wirksames Narkosemittel in den Muskel gespritzt.
Man kann einem Hund nicht bei Bewusstsein einen Inhalations-Schlauch einführen.Wenn das Ziehen des Zahns nicht lange dauert, dann reicht diese Kurznarkose schon.
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[...] Hatte schon mal jemand das gleiche mitgemacht und kann mich vielleicht beruhigen, dass dieser Eingriff nicht so wild ist [...]
Ja, hier.

Klar, jede Narkose birgt zwar ein Risiko...aber wenn mein alter Esel das damals mit 12,5 locker flockig weggesteckt hat (bei dem Guten war es sogar ein noch bombenfest sitzender Backenzahn und er wurde wegen eines Hodentumors gleichzeitig auch noch entbömmelt), dann schafft das dein Jungspund doch gleich 3x ohne Probleme.

Es hört sich ein bisschen so an, als ob es die erste OP/Narkose für euch wäre? Da ist es ganz bestimmt nicht verkehrt, vorab wirklich einen kurzen Check-Up machen zu lassen. Und wenn du eine Inhalationsnarkose haben möchtest - ich habe da auch immer drauf bestanden bzw. haben das bei sämtlichen OPs alle TÄ von sich aus "angeboten" - dann steht es dir auch immer frei, einfach mal eine zweite Meinung einzuholen bzw. so wie Grenouille schon geschrieben hat, einfach gezielt andere TÄ/TK abzuklappern und danach zu fragen.
Daumen sind ganz feste für euch gedrückt. Das wird schon!
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Hallo,
vielen Dank für die Antworten - vorallem an LeGentilhomme, für die aufbauende Worte!
So wie ich das jetzt verstanden habe, ist eine "normale" Narkose in Ordnung, "wenn" zusätzlich noch intubiert wird und ein Venenzugang gelegt wird, ist das richtig so?
Außerdem sind wir gerade dabei einen anderen TA / TK zu finden, da der letzte TA 0% Empathie besaß. Er schaute zu unserem Hund (im wahrsten Sinne des Wortes) herab, als wäre er nicht würdig, eine Inhalationsnarkose zu kriegen, obwohl diese Methode auf deren Homepage als Leistung angeboten wird ("Inhalationsnarkose? Bei sowas doch 'net', der wird in einer normalen Narkose gelegt und gut ist...).
Der Blick, den wir als Bullterrier-Halter schon zu oft in der Öffentlichkeit sehen durften. Der ewig missverstandener Clown, der von Außenstehenden sofort als "Kampfhund" abgestempelt wird.
Werde nachher noch mal einen Thread aufmachen und würde gerne nach einem/r guten und fürsorglichen TA/Ä im Raum Essen, oder im Ruhrgebiet allgemein nachfragen. Auch nach einem/r, der/die nicht gleich die Chemiekeule schwingt und offen für alternative Medizin ist.
Danke noch mal an alle.
Wil
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Guck doch mal hier, da hatte ich damals einen gefunden
Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde
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